Wollte kurz berichten: Mittlerweile geht N. seit fast 2 Jahren in eine bilinguale Einrichtung (mit Native Speakern) und er versteht eigentlich alles. Das AE ist noch etwas schwer für ihn und wenn ich sage "Put your pants on" kann es schon passieren dass er sagt "trousers!" Oder ich sage "Butt" und er sagt "Nein Bottom" usw. - voll süß.
Mittlerweile haben wir 1-2 "englisch-Tage" Zuhause eingeführt, er antwortet auch auf Englisch teilweise, fühlt sich aber mit dem Sprechen nicht so sicher, obwohl er alle Körperteile, Zahlen, Farben, Tiere, Wochentage, Nursery Rhymes, Lieder, Monate, Möbel, Lebensmittel etc benennen kann, wenn man ihn fragt. Fällt ihm was nicht ein, sagt er das deutsche Wort mit US-Akzent Bald sind wir einige Wochen in den Staaten und ich bin mir sicher, auch das wird nochmal einen "Schub" geben.
Auf jeden Fall spürt man, dass er sich nun deutlich wohler mit der Sprache fühlt
Ich meld mich dann auch mal zu Wort. Wir stehen zwar noch ganz am Anfang, aber hier wirds deutsch und russisch. Mein Mann und seine family sprechen russisch, alle anderen deutsch. Bin mal gespannt, was das noch gibt!
1. Kor. 10, 23-24:
Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.
amantedealmeria hat geschrieben:Ich meld mich dann auch mal zu Wort. Wir stehen zwar noch ganz am Anfang, aber hier wirds deutsch und russisch. Mein Mann und seine family sprechen russisch, alle anderen deutsch. Bin mal gespannt, was das noch gibt!
Der Wurm ist gerade 5 Monate alt. Gerade für die Großeltern ist es aber total ungewohnt mit ihm russisch zu reden, also muss da jetzt schon immer konsequent drauf hingewiesen werden.
1. Kor. 10, 23-24:
Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.
ich melde mich hier auch. Bei uns sind es auch deutsch und russisch, nur andersrum als bei euch, amantedealmeria . Mein Mann und seine Famile sprechen deutsch, meine Familie und ich russisch.
Cool. Wie ist das denn bei euch: versteht dein Mann russisch?
1. Kor. 10, 23-24:
Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.
amantedealmeria hat geschrieben:Der Wurm ist gerade 5 Monate alt. Gerade für die Großeltern ist es aber total ungewohnt mit ihm russisch zu reden, also muss da jetzt schon immer konsequent drauf hingewiesen werden.
konsequent ist das Zauberwort bei den bilingualen Familien!
Liebe Grüße aus Berlin und Minsk
♀1998, ♀ 2007, ♂ 2012
Ich musste mich anfangs auch richtig zwingen, konsequent Deutsch mit dem Piraten zu sprechen, da Deutsch weder Familien noch Umgebungssprache ist, und ich seit Jahren gewoehnt bin, im Alltag fast nur Spanisch zu sprechen (bin nicht zweisprachig, spreche aber fliessend). Inzwischen ist mir das allerdings so in Fleisch und Blut uebergegangen, dass ich, wenn ich nicht aufpasse, reflexhaft immer alle Kleinkinder auf Deutsch anspreche. Die gucken dann oft bloed aus der Waesche.
Allerdings zweifle ich doch immer wieder. Der Pirat spricht ja 90% Spanisch, das aber grottenschlecht (Er kann noch mehr als die Haelfte der Konsonanten nicht, laesst alles weg, was ueber 2 Silben hinausgeht, und die verdreht er dann auch meist noch. Also, man kann wirklich nur aus dem Zusammenhang erahnen, was er meint). Ich denke, es waere wirklich ganz, ganz wichtig fuer ihn, dass er viele korrekte Sprachbeispiele hoert. Das Hilfreichste waere hier sicher, wenn jemand standig das von ihm Gesagte korrekt wiederholen wuerde.
Nun ist aber sein Vater eher nicht so der gespraechige Typ, den werde ich nicht dazu bringen koennen, sich da mehr einzubringen. In der Krippe, wo ja auch Spanisch gesprochen wird, gibt es sicher wenig direkte 1:1 Ansprache, und ich antworte ja nunmal leider immer auf Deutsch, was ihn in der Aussprache des Spanischen ja nun auch nicht weiterbringt. Manchmal denke ich schon, dass Zweisprachigkeit bei einem sprachverzoegerten Kind vielleicht doch keine so gute Idee ist, und ich ihm das Leben deutlich erleichtern koennte, wenn ich einfach auch Spanisch mit ihm spraeche. Andererseits faende ich es schon schade. So versteht er immerhin seine Grosseltern.
nido56 hat geschrieben:Inzwischen ist mir das allerdings so in Fleisch und Blut uebergegangen, dass ich, wenn ich nicht aufpasse, reflexhaft immer alle Kleinkinder auf Deutsch anspreche. Die gucken dann oft bloed aus der Waesche.
So geht es mir auch, allerdings hier in Deutschland mit einer anderen Sprache. Und wenn jemand in meiner Nähe eine Fremdsprache spricht, wechsel ich auch automatisch auf die Zweitsprache.
Bei uns klappt es zur Überraschung aller sehr gut. Natürlich ist Deutsch die dominante Sprache, aber sowohl das Schweizerdeutsche vom Papa als auch meine Sprache fließen mit ein. Was besonders überraschend ist, dass sie auf allen Sprachen klar und deutlich spricht. Falsch ausgesprochene Wörte gibt es kaum, eigentlich nur vereinzelt und die sind hier schon zum geflügelten Wort geworden (z.B. Ghojurt statt Joghurt). Im Schweizerdeutschen denkt sie sie sich Wörter aus (Wassli und Messli für Wasser und Messer zum Beispiel). Ich merke langsam, dass sie anfängt zu differenzieren. Oft sagt sie zu mir was auf deutsch, überlegt dann kurz und sagt es auf meiner Sprache. Wir sind also bisher sehr zufrieden.