Kunigundi hat geschrieben:Ja, so eine erhöhte Wickelunterlage muß bei uns schon sein.
Auf dem Boden geht nur im Ausnahmefall.
Wer ist denn diese/r Pikler/Pickler ?
Gert
Emmi Pikler, google mal nach Wickelaufsatz nach Pikler. Sie war Kinderärztin, die in einem Kinderheim tätig war und viele der „moderneren” Grundsätze zur Bewegungsentwicklung im Kleinkindalter publiziert hat. Ua „nicht hinsetzen”, „nicht laufen üben an den Händen” usw. Ein tolles Buch ist zB „Mein Baby entdeckt sich und die Welt” mit vielen Tips, wie man das Umfeld fürs Baby gestalten kann. Fernab von quitschebunt, laut und reitzüberflutet. Manches finde ich überholt, was Tragen/stillen/Beikost angeht, aber von dem meisten waren und sind wir begeistert.
So, Exkurs beendet
mit großem Knups an der Hand 07|12, kleinem Knups auf dem Rücken 02|15 und meinen Sternchen Luca *13.01.17 und *03|14 für immer im Herzen
Weder Bilder, noch Klänge, noch Wort´
könnten beschreiben, was an jenem Ort
mit mir geschehn, als ich dich gesehn
in jener Nacht den Schein hast entfacht. Schandmaul
Komischerweise sieht das Ding dem ziemlich ähnlich, was ich eigentlich selbst bauen wollte.
Allerdings besitzt diese Unterlage auch keine Sicherung nach vorne, so daß der muntere Nachwuchs da noch ausbüxen kann.
Da Euren Angaben nach eine Barriere wegen den (später, bei größerem Kind) herunterhängenden Beinen nicht so gut sein soll, müßte man sich was anderes überlegen.
Was haltet Ihr denn von einer leicht nach hinten geneigten Wickelfläche?
Das schafft einen gewissen Anreiz, beim Bewegen sich von der "gefährlichen" Kante zu entfernen.
Stell ich mir auch nicht so gemütlich vor. Wickeln soll ja auch spaß machen und nicht im Eiltempo abgewickelt werden. Solange das Kind es mitmacht kann man das Wickeln (nackig sein) sehr schön für Streichelspiele und andere schöne Dinge verwenden und da wäre so eine ungemütliche Position mit dem Kopf nach unten hinderlich. Ich finde ja Wickeln soll sich nicht als lästige schnell zu erledigende Pflicht anfühlen, sondern etwas schönes sein fürs Kind. Allein schon damit der Popo ein wenig trocknen kann bevor er wieder eingepackt wird.
Vor dem Wickeltisch steht ihr ja und passt auf. Da würde ich auf keinen Fall eine Kante hin machen. Vielleicht habt ihr ja auch ein Kind, dass sich immer brav wickeln lässt. Gibts ja alles. Kinder die immer ruhig auf dem Rücken liegen bleiben und eben welche, die überhaupt nicht liegen bleiben wollen sobald sie sich bewegen können. Wenn Du vor dem Kind stehst, kannst du seinen Focus auch auf Dich lenken in dem du immer etwas erzählst oder singst. Das reicht manchmal schon aus um in Ruhe wickeln zu können. Außerdem haben wir am Wickeltisch immer ein Spielzeug zu liegen, dass es nur am Wickeltisch gibt. Nimmt das Baby es in die Hand, ist es meinstens beschäftigt und lässt sich besser wickeln. Vorallem wickeln dann nicht 4 Hände
Achso, für den Anfang wenn sie noch nicht greifen oder sich mit Gegenständen beschäftigen reicht oft schon irgendwas optisches aus. Babys schauen sich gerne glitzernde Sachen an. Da reicht es für den Anfang z.B. etwas zerknitterte Alufolie über den Wickeltisch zu hängen. Reflektiert schön das Licht. Das können sie besser sehen als irgendwelche bunten Mobiles.
Mmh. Mein Kind wollte nie auf dem Rücken liegen, auch nicht als es sich noch nicht bewegen konnte. Wir haben schon so früh auf dem Schoß gewickelt, weil er einfach so schrecklich geschrien hat. Da war zu keinem Zeitpunkt was mit in Ruhe wickeln oder streicheln.
Ich bin durch mein Kind zur Überzeugung gekommen, dass neugeborene außer einen body, ner windel und einer strumpfhose nichts brauchen. Alles andere sieht man dann.
Kinderwagen, beistellbett, wickelkommode etc - hier alles umsonst gekauft, würde ich nie wieder machen. Die aller aller meisten Sachen kann man auch organisieren, wenn das Kind auf der Welt ist.
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015) Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!
bienenmeister hat geschrieben:
Kinderwagen, beistellbett, wickelkommode etc - hier alles umsonst gekauft, würde ich nie wieder machen. Die aller aller meisten Sachen kann man auch organisieren, wenn das Kind auf der Welt ist.
Wird uns vermutlich mit den meisten Sachen auch so gehen.
Aber beim ersten Kind ist die Freude und der Drang, alles ganz nett und hundertfünfzig Prozent richtig zu machen, natürlich riesengroß.
Meine Frau und ich haben auch schon häufig daran gedacht, daß der größte Teil der Menschheit sich auch ohne Lifestyle- Kinderwagen, modische Kindertragen und Tonnen von Plüsch erfolgreich reproduziert.
Eigentlich hat eine Frau naturgemäß alles an Anlagen dabei, um so einen Wurm in seinen Grundzügen zu versorgen.
Und das klappt ja auch.
Aber das ist dann wieder ein anderes Thema, zu dem wir später auch noch was fragen möchten.
Ich arbeite in einer Krippe, habe also schon wirklich viele Kinder in jedem Alter und mit jedem temperament gewickelt und mir ist in unserer Krippe kein einziger Fall bekannt, in dem ein Kind vom Wickeltisch gefallen ist.
Habe mal überlegt, woran das liegen könnte, was anders ist als bei so normalen Wickeltischen zu hause
Erstmal haben wir auch nen Wickeltisch nach Pikler(aber Stäbe nur an einer Seite, hinten ist Wand, eine Seite muss ja offen sein für die Treppe damit die Kinder selbst hoch kommen), aber die Stäbe sind ja dazu da daran zu stehen und nicht als "Schutzvorrichtung", ich finde deswegen auch eine Seite reicht vollkommen aus)
Muss ich mal sehen wie wir so was später an unserem Tisch noch nachrüsten können.
Das einzige was anders ist ist dann denke ich die Größe und ich hab mich deswegen für zu Hause auch für einen möglichst großen Wickeltisch entschieden
Je kleiner der Tisch umso schneller ist ein Kind natürlich mit einer Bewegung/Drehung unten, auf nem großen Tisch mit dem Erwachsenen davor kann man sich dann auch 1,2 mal drehen ohne dass man runter kullert
Und wir stellen uns immer alles vorher zurecht, haben Boxen für jedes Kind mit Unterlage, Tücher, Windel, Wechselsachen die wir AUF den Tisch stellen(neben das Kind), so muss man nicht nach unten oder sonstwohin greifen
Zu Hause hab ich jetzt einfach ein Regal direkt an den Wickeltisch gestellt, sodass man da Lappen, Tücher, Windeln griffbereit hat
Einzig von der Treppe ist mir mal ein Kind gefallen, aber weil es die Stufen gehüpft ist, während ich ein Kind oben drauf gewickelt hab
...Bist so wunderschön und ich kann kaum ertragen wenn du weinst. Und es kann niemals eine Macht auf dieser Welt so stark wie diese Liebe sein...[ASP- Duett]
Feuerkind mit Nachtdämonin (11/14) und der Starken(6/19)
Also wir lieben unseren Wickeltisch. Und das obwohl unsere Maus ein echter Wirbelwind ist. Er hat eine tolle Arbeitshöhe, eine breite Ablage für die Waschschüssel (mit der wir das Wasser immer frisch direkt aus dem Bad holen, ohne Pumpkanne), riesige Schubladen (die so groß sind, dass man auch aus den unteren was herausholen kann ohne das Kind loszulassen). Und wenn wir keinen Wickeltisch mehr brauchen, kommt der Aufsatz ab und wir haben eine tolle Kommode. Die Tierbilder, die ich darüber aufgehangen habe, hat die Maus zum ersten Mal mit 3 Wochen angelacht. Und auch das Zwitscherlinge-Mobile liebt sie heute mit 9,5 Monaten noch.
Meine Schwester hat den gleichen Wickeltisch und wickelt ihre 2-Jährige da noch problemlos drauf. Da ich diesen Wickeltisch durch meine Schwester kannte, wollte ich auch nur den.
LG - DasKruemel mit der kleinen Maus (* 12/2013)
Die Entscheidung, ein Kind zu haben, ist von großer Tragweite. Denn man beschließt für alle Zeit, dass das eigene Herz außerhalb des eigenen Körpers herumläuft (Elisabeth Stone)
Ich denke das Problem mit allen Tipps vor der Geburt ist, dass eben alle Kinder unterschiedlich sind (von Geburt an auch vom Charakter her) und unterschiedliche Bedürfnisse haben. Und zusätzlich haben die Eltern natürlich noch unterschiedliche Vorlieben. Aber ich fand es gut viele unterschiedliche Ideen zu sammeln und mir dann daraus unser Paket zu schnüren für die ersten Wochen. Wir haben uns vor der Geburt auch nur auf das Wesentlichste konzentriert bei den Anschaffungen und dazu gehört bei uns ein großer Wickeltisch und wir sind sehr glücklich damit. Insgesamt sind wir ansonsten keine gute Zielkundschaft der großen Konzerne und der Konsumgesellschaft