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Die "tollsten" Stillmythen/Aussagen zum Stillen

Verfasst: 05.04.2012, 06:11
von CarpeDiem
@schoscha

Diese Aussage kam vom ersten Tag der ss von ihr. Sie war direkt eine fast militante Flaschenmama, nach dem Motto jede die stillt greift sie an usw.?! Achja und mit ein Grund war bei ihr, dass ja Freundinnen Schwierigkeiten dabei mal gehabt haben und das wolle sie nicht, wunde BW und so. Ich finde es komisch wenn man das so von vorne herein ablehnt.

Ich trinke zB eh kaum Alkohol und aufs essen muss ich kaum achten. Da war die ss mehr einschränkend.


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Re: Die "tollsten" Stillmythen/Aussagen zum Stillen

Verfasst: 07.04.2012, 11:15
von Dini
mir wird ständig gesagt,dass der Mini ja nur so klein und zart ist,weil er gestillt wird...auch ist er viel zu überbehütet durch das ganze stillen =/ seeeehr nervig alles

Re: Die "tollsten" Stillmythen/Aussagen zum Stillen

Verfasst: 07.04.2012, 11:53
von Schlumpf
Hier kommt seit neustem, dass ich ihr ja Abends besser eine Flasche geben sollte, damit sie besser schläft (wobei 12 Std. Schlaf mit einer bis max. zwei Unterbrechungen ja auch absolut uuuuuuuunzumutbar sind für ein fast drei Monate altes Baby :roll: )- was mich sehr verwundert, gab es doch bei unserem Großen nie so kluge Tipps und da haben wir es auch nicht anders gemacht :roll:

Das sie auch ehr zart ist und der Arzt meinte, dass man das Gewicht in vier Wochen bei der Impfung noch mal kontrollieren wird (er hat es von sich aus gar nicht mal angesprochen, also alles halb so wild), habe ich - um dümme Sprüche zu vermeiden- der Family einfach nicht erzählt.

AW: Die "tollsten" Stillmythen/Aussagen zum Stillen

Verfasst: 07.04.2012, 12:54
von MaareMum
Ich find das so schade, dass man sich immer rechtfertigen muss.
Die Stillmamas, aber sicherlich die Flaschenmamas ganz genauso.

Mir ist das vor ein paar Tagen passiert, da hab ich das allererste Mal eine Mama im real life getroffen, die genauso still- und tragebegeistert war wie ich. Wir haben uns unterhalten und danach hab ich von ner Freundin, die dabei war (sie hat selbst mit sehr viel Mühe gestillt und Pre zugefüttert und trägt gelegentlich im Ergo), voll eins auf den Deckel bekommen, von wegen ich würd so tun, als ob stillende/tragende Mütter die besseren Mütter wären. Ich bin echt aus allen Wolken gefallen, denn so empfinde ich das wirklich nicht. Es muss jeder seinen Weg gehen, und dieser ist für mich und mein Kind der richtige Weg. Deswegen verurteile ich noch lange keine Schiebemama oder Flaschenmama. Ich finds nur schade, dass so viele Frauen aufgrund von diesen Mythen nicht (weiter)stillen. Aber dann sollen sie doch bitte ihre Komplexe bei sich behalten und mich in Ruhe stillen lassen.

In meinem Bekanntenkreis stillen fast alle, aber alle die pumpen auch entweder ab oder geben Pre dazu. Ich bin die einzige, die nur stillt und nichtmal ne Pumpe besitzt, und ich werd deswegen teilweise belächelt oder schief angeschaut. Und wenn ich sage, ich würd gern weiterstillen, bis er ein Jahr ist (wenn das mit meiner Arbeit hinhaut), kommen noch schiefere Blicke.
Und mit dem Tragen genauso, wobei das komischerweise mehr akzeptiert wird.
Warum muss ich mich dafür rechtfertigen, dass ich es so mache, wie die Natur es offensichtlich vorgesehen hat????

Meine Familie findet es glücklicherweise ganz toll (meine Ma konnte mich aufgrund fehlender Unterstützung auch nicht stillen) und steht voll hinter mir. Nur die SchwiMu ist von der Flaschenfraktion und würd gern den Enkel füttern.

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Re: Die "tollsten" Stillmythen/Aussagen zum Stillen

Verfasst: 07.04.2012, 14:33
von rueckenwind
Ich finde es auch seltsam und irgendwie bedrückend, dass alles, wofür man sich entscheidet, immer als Kritik an den Entscheidungen und den Vorgehensweisen der anderen aufgefasst wird.
Meine SchwieMu findet z.B. viele Gedanken, die wir uns um Ernährung, Kleidung, Spielzeug und vor allem Erziehung machen, irgendwie verletzend und denkt, es beinhalte Kritik an der Art, wie sie ihre Kinder aufgezogen hat - schrecklich!!!!
Mich überrascht auch immer ein bisschen, dass das besonders bei den Entscheidungen Kinder betreffend am alleroffensichtlichsten ist und da ein regelrechter Wettkampf darum stattfindet, wer nun die bessere Mutter sei. So ein Blödsinn! Natürlich trifft man diese Entscheidungen häufig aus einer tiefen Überzeugung heraus aber auch eine Kinderwagen-schiebende (bin ich selbst leider immer mehr), Fläschchen-gebende Mutter kann für ihr Kind eine genau so "gute" Mutter sein und ich würde mir niemals anmaßen, sie für ihre Entscheidungen zu verurteilen. Verstehen kann ich nur nicht, wenn so viele Entscheidungen leichtfertig und uninformiert getroffen werden - aber auch dann geht es mich eigentlich nichts an.

Ich möchte aber im Gegenzug bitte auch keine blöden Kommentare dafür ernten, dass ich mein 1-Jähriges Kind nach wie vor stille. Es ist einfach für UNS das beste, ohne daraus eine Religion oder eine allumfassende Regel zu machen. Nur manchmal merke ich, dass mich dieses permanente Gefühl, mich für alles rechtfertigen zu müssen seit ich Mutter bin, ein bisschen reizt und auch irgendwie angriffslustig macht (obwohl ich gelesen habe, dass stillende Mütter öfter "die Krallen ausfahren" und auf Konfrontationskurs gehen als andere Frauen - naja, ob da was dran ist????)

Re: Die "tollsten" Stillmythen/Aussagen zum Stillen

Verfasst: 07.04.2012, 15:50
von Karinke
Ich merke einfach, wie un- oder einseitig informiert mein Umfeld ist. Da muss ich ehrlich sagen, fällt es mir äusserst schwer auf den Mund zu hocken. Würde ich Provisionen erhalten, so wäre ich steinreich!

Immerhin merkt der grössere Teil der Leute in meinem Umfeld, dass es vor Liebe nur so übersprudelt, und dies wirklich meine Hauptmotivation ist.
Zwischenzeitlich gibt es auch ganz tolle Broschüren und Bücher, die man ganz sachte, ohne aufdringlich zu sein empfehlen, verschenken oder verleihen kann. So kommt es, dass diesbezüglich der Grösste Teil meiner Bibliothek meist ausser haus ist.

Re: Die "tollsten" Stillmythen/Aussagen zum Stillen

Verfasst: 08.04.2012, 11:06
von Tato
rueckenwind hat geschrieben:Ich finde es auch seltsam und irgendwie bedrückend, dass alles, wofür man sich entscheidet, immer als Kritik an den Entscheidungen und den Vorgehensweisen der anderen aufgefasst wird.
Meine SchwieMu findet z.B. viele Gedanken, die wir uns um Ernährung, Kleidung, Spielzeug und vor allem Erziehung machen, irgendwie verletzend und denkt, es beinhalte Kritik an der Art, wie sie ihre Kinder aufgezogen hat - schrecklich!!!!
Ich (wir) bekomme(n) jetzt im Vorfeld schon unfassbar viel blöde Sprüche zum Tragen, Stillen, Familienbett, Wuindelfrei etc. obwohl wir es nicht zur Diskussion stellen... (Passiert aus Situationen, wie dem Ablehnen eines geschenkten Wickeltischs, KiWa u.Ä.). Haben uns auch überlegt warum das so ist, wir machen auch niemanden dumm an, der sein Säugling bei Oma übernachten lässt, ferbert usw.
Inzwischen denken wir, viele der Eltern fühlen, dass ihre Vorgehensweise nicht ganz mit ihren Gefühlen übereinstimmt, die meisten machen sich viele Gedanken holen sich aber die Infos aus fraglichen Quellen oder machen es einfach so wie ihre Eltern... Würden sie nun "unsere" Vorgehensweise nicht verlachen, würden sie automatisch ihre eigene in Frage stellen und somit wären sie gezwungen ihre eigenen "Fehler" zu beleuchten... Dabei machen es doch "alle" so :roll:
Ich hoffe man kann verstehen, was ich meine...

Re: Die "tollsten" Stillmythen/Aussagen zum Stillen

Verfasst: 08.04.2012, 14:52
von rueckenwind
Tato, ich glaube, an deiner Erklärung ist bestimmt was dran!!
Ich hoffe, dass ich (auch bei eigenen Enkeln später mal) nicht so werde und nach wie vor davon überzeugt sein kann, einen (für uns) sinnvollen Weg gegangen zu sein!

Re: Die "tollsten" Stillmythen/Aussagen zum Stillen

Verfasst: 08.04.2012, 20:26
von Susii
Gerade beim ersten Kind wollen die meisten Leute noch miterziehen, weil sie den Eltern keine eigene Meinung zu gestehen. Wir haben das auch, gerade im ersten Jahr, häufig miterlebt. Mit der Zeit werden blöde Fragen und Kommentare weniger,vorallem weil alle sehen, dass sich auch langzeitgestillte, familiengebettete Kinder ganz normal entwickeln. Von daher hoffe ich schon wenigsten ein paar Menschen zum Nachdenken gebracht zu haben.

Re: Die "tollsten" Stillmythen/Aussagen zum Stillen

Verfasst: 09.04.2012, 08:10
von Tato
Ja, auf einen Start des Nachdenkens hoffe ich auch immer, wenn jemand begründen kann warum dies oder jenes in seinen Augen besonders gut/schlecht ist stört es mich garnicht; ich diskutiere gerne- wenn es eine ordentliche Diskussion ist eben und nicht ein dummes "aber es machen doch alle so"... :twisted: