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Re: Nächtliches abstillen - es muss jetzt sein!
Verfasst: 29.08.2011, 14:22
von dezember2010
Oh man gehts mir schlecht!
Ich hab seit samstag Nacht einen milchstau bzw. Eine brustentzündung.
War gestern Abend noch im kh nachdem ich 39,4 fieber gemessen hatte.
Habe nun ein antibiotikum bekommen und Sitz nun bei meiner fä,damit die nochmal guckt.
Mir geht's echt bescheiden.. Dazu musste ich letzte Nacht noch vom Antibiotikum spucken und seit heute morgen bin ich auch noch erkältet
Nervt!
Re: Nächtliches abstillen - es muss jetzt sein!
Verfasst: 29.08.2011, 14:54
von Leah_Lion
dezember2010 hat geschrieben:
Erst ist es nur jammern, das mündet dann aber sehr schnell in panischem schreien.
Das kenne ich, das gibts hier auch. Er jammert so ca. eine Stunde immer wieder, schläft aber, und wird dann von jetzt auf sofort wach und schreit wie in Todesangst. Lässt sich kaum beruhigen (nur mit Licht an und gleich rausgehen und auf dem Arm kuscheln) und schnieft auch noch mind. 30 Minuten nach der Attacke. Ist auch schon vorgekommen, dass er dann 5min im Arm geweint hat und sich dann aufs Kissen geschmissen und weitergeschlafen hat. Total komisch. Kann wer erklären, was das ist? Ist oft einige Tage nacheinander und dann ist wieder Ruhe für eine Weile.
Re: Nächtliches abstillen - es muss jetzt sein!
Verfasst: 29.08.2011, 15:43
von dezember2010
Vllt ein Nachtschreck?
Hatten das die letzten Nächte ziemlich doll :-/
Re: Nächtliches abstillen - es muss jetzt sein!
Verfasst: 02.09.2011, 17:36
von Sakura
ich habe nicht alles gelesen, aber ich würde dir empfehlen, dir auf kürzestem wege das buch "schlafen statt schreien" zu besorgen. das war bei uns lebensverändernd - und bei uns war es nicht annähernd so krass wie du es beschreibst.
ganz liebe grüße!!!
Re: Nächtliches abstillen - es muss jetzt sein!
Verfasst: 02.09.2011, 21:23
von dezember2010
Hallo,
Das Buch habe ich schon, leider ohne Erfolg.
*
Aber heute waren wir bei der Beraterin.
Um 13.00uhr hatten wir den Termin und 1 1/2 Std dauerte es.
Erstmal haben wir vieles erzählt, wies läuft abends/nachts, was und wie viel er isst. Sie hat ihm zugesehen und war wirkl sehr sehr nett und einfühlsam. Sie hat mir Atemtechniken gezeigt, wenn ich mal wieder in eine gereizte Situation komme.
Dann hab ich ihr von ks erzählt und den folgen (wie hier auch auf seite 2 oder 3 ??? Geschrieben).
Sie hat mir zugehört und mir gut zugeredet, dass ich nicht Schuld an allem bin und das wir gute Eltern sind..
Dann bin ich da erstmal in Tränen ausgebrochen u sie hat mich getröstet u wir haben geredet darüber.
Nä mal fahre ich alleine hin u wir machen Körperübungen, zur Entspannung.
Sie sagt, erst wenn ich wieder Kraft habe und entspanne kann mein Sohn das auch.
Sie verfolgt das "Ziel", dass er lernt, ohne irgendwelche Hilfen wie stillen oder tragen einzuschlafen.
Sie sagt, dass es manchmal hilfreich ist, wenn Jan das schreien nicht unterbindet sondern einfach "zuhört".
Ihn dabei aber natürl im arm hält und bei ihm ist. Aber eben nicht wieder versucht zu beruhigen durch tragen oder stillen.
Er hat sich sehr an diese beiden beruhigungsmethoden gewöhnt u nun muss er lernen, dass es auch anders geht.
Ich fand sie sehr nett und hatte das gefühl dass sie uns helfen kann.
Nur hab ich bedenken, da ich nicht weiß, ob es 1. Gut ist, wenn er so schreit(und das tut er definitiv wenn wie ihn nicht zum schlafen tragen) und 2. Ob es es durchhalte...
Ich meine, wir sind ja da. Wir lassen ihn nicht alleine u er ist auf unsrem arm.
Ziel ist, dass er nicht Immer wieder andere Reize braucht um sich zu beruhigen. Mir leuchtet das schon ein.
Und es muss sich etwas ändern, wir können wirkl nicht mehr!
Was auch komisch ist, seit so 1-2 Wochen will er nachts kaum noch durch die Brust beruhigt werden.
Er nuckelt kurz und dreht sich dann weg. Schreit aber und wird erst auf dem arm ruhig.aber nicht mehr durch die Brust :-/
Ach und zum stillen bzw abstillen sagte sie, dass es durchas daran liegen kann und er eben lernen muss ohne Hilfsmittel einzuschlafen. Sie meinte, dass er das kann und man ihm ruhig schon etwas zutrauen kann. Außerdem noch, dass ich zu 100% dahinter stehen muss, sonst klappt das nicht.
Re: Nächtliches abstillen - es muss jetzt sein!
Verfasst: 02.09.2011, 22:07
von Puksie
Das Schreien wird ihm nicht schaden, so lange ihr dabei seid. Es ist sogar enorm wichtig, das die Kinder weinen dürfen. Sie können sich noch nicht anders mitteilen und ihren Frust der sich angesammelt hat loswerden.
Es gibt ein Buch dazu "Kleine Kinder haben großen Kummer", das hat mir da enorm weiter geholfen.
Ohne dieses Buch könnte ich ihn wesentlich schlechter nur weinen hören.
Manchmal liegt er auch nur auf meinem Arm und weint aus tiefster Seele, kuschelt dabei aber. Das sind Momente wo ich weiß, das er das gerade braucht.
Auch bei Änderungen einer Situation, zum Beispiel kein Tragen mehr zum Einschlafen wird er sich beschweren. Klar. DARF er ja auch! Es war doch immer so schön für ihn. Aber du wirst ihn trösten und ihm darüber hinweghelfen.
Re: Nächtliches abstillen - es muss jetzt sein!
Verfasst: 02.09.2011, 22:13
von kaehde
Ich denke, Du mußt Dir ganz klar sein, was geht und was nicht, also was Du anbieten magst und kannst (durchaus auf Dauer).
Ich habe z.B. bei meinem 2. Kind gewußt, daß ich NICHT nachts herumtrage. (nur in Kranksein-Fällen) Alles was im Liegen geht, ist gar kein Thema, aber tragen geht nicht.
Mein Mann hingegen, kann niht mit schreiendem Kind liegen bleiben, der muß herumlaufen.
Ich würde mir also überlegen, was ich anbieten kann (z.B. auf dem Arm, auf den Beinen, ruhig, schaukelnd), v.a. auch auf Dauer...
Viele Grüße
(ich finde, die Therapeutin klingt gut...)
Katja
Re: Nächtliches abstillen - es muss jetzt sein!
Verfasst: 03.09.2011, 23:47
von Jonathan
Habe schon ganz sehnsüchtig auf Deinen Bericht gewartet und gehofft, dass es gut war!
Ich finde, es klingt gut und sinnig. Er wird es lernen anders einzuschlafen und sich alleine besser zu beruhigen. Du nimmst ihm damit ja nicht nur das Getragen werden sondern Du gibst ihm die Chance sich selber zu beruhigen und damit nicht so sehr auf Dich angewiesen zu sein. Das wird ihm Selbstvertrauen geben. Wird bestimmt hart! Obwohl ich auch der Meinung bin, dass Babys weinen sollen dürfen, dass sie die Chance erhalten sollen sich mitzuteilen und den Schmerz oder was auch immer sie zum Weinen bringt, rauszuschreien, fällt es mir selber enorm schwer, meine Tochter zu lassen und nicht in Beruhigungsmechanismen zu verfallen. Ich will einfach nicht, dass sie so Weinen muss. Aber gerade beispielsweise ist sie hochgeschreckt aus dem Schlaf als ich nach ihr schaute und hat bitterlich geweint im Halbschlaf. Dann nehme ich sie hoch und wiege sie und gehe auch durch das Schlafzimmer anstatt nur sitzen zu bleiben, weil sie das schneller beruhigt. Aber nachts mache ich auch nur alles im Liegen, da trage ich nicht. Ich habe leicht reden, weil sie meist eh nur stillt und weiter schlummert, aber ich habe mir fest vorgenommen nichts zu tun, was ich nicht auch auf Dauer tun wollen würde. Also nicht tragen, keine großen Aktionen. Sie fordert es auch seltenst ein, dass ich mehr mache als Händchen halten und stillen, aber ich kann auch nicht mehr machen. Am Anfang hat sie auf uns geschlafen, aber lange ging das nicht gut, weil ich solche Rückenschmerzen bekommen habe.
Deshalb kann ich es auch so gut nachvollziehen, dass Du so fertig bist, das wäre ich auch bei Deinen Nächten. Ich wünsche Dir, dass Dir die Beraterin weiter hilft!!
Re: Nächtliches abstillen - es muss jetzt sein!
Verfasst: 05.09.2011, 11:57
von dezember2010
danke für eire meinungen.
ich hoffe wirkl, dass ich das durchhalte...
wenn ich mir vorstelle dass er so brüllt in meinen armen und ich keine gegenmaßnahmen unternehme.. da wird mir ganz anders
aber erstmal soll das ja auch nur mein mann machen. aber auch dann darf ich nicht im haus sein, das halt ich genauso wenig aus. ich soll nun ja morgen wieder zu ihr, dann machen wir entspannungsübungen und sowas.
aber es muss sich was ändern und ich denke, das ist ein guter ansatz.
aber zum stillen sagte sie das gleiche... ich soll, wenn ich aufhören möchte, es durchziehen.
ach man, ich mach mir immer 100000 gedanken, was ist wenn dies und das... und kann nicht und muss nicht... blabla.. :-/
Re: Nächtliches abstillen - es muss jetzt sein!
Verfasst: 06.09.2011, 05:35
von MamaIndia
Hallo Dezember,
ich hatte dir ja schon den Brigitte-Hannig-Text empfohlen, der das gleiche sagt: Ein Kind darf schreien, aber wir muessen dabei bleiben, halten, Sicherheit geben. Ich hatte, nachdem ich das gelesen hatte, lange Gespraeche mit meinem Mann, der Hebi usw.. Mein Kleiner hat immer viel geschrien (und tut er auch jetzt noch ab und zu). Meine Mutter meinte immer, ich muss ihm nen Schnuller geben. Wollte ich eigentlich nicht, habs dann doch ausprobiert, er wollte ihn auch nicht. Fands auch immer traurig zu sehen, wie den Kindern beim Kleinsten Mucks der Stoepsel reingesteckt wird. Klar, wenn sie ein grosses Saugbeduerfnis haben und den Schnuller gerne nehmen, ok. Aber oft ist das ja nur fuer die Eltern. Die Kinder haben doch auch ein Recht sich zu aeussern!
Jedenfalls haben wir das mit dem Schreien und halten probiert. Mein Mann hat mich gehalten und ich den Kleinen. Einmal war sogar unsere Hebi dabei und hat uns gut zugeredet. Und wir haben alle geheult. Ich hatte aber das Gefuehl, danach waren wir alle viel ausgeglichener. Hatten eine gute Nacht und es hat uns irgendwie zusammengeschweisst. Ich musste mir selber immer wieder sagen: "Der klagt mir sein Leid und ich sollte zuhoeren!" Hab ihm das dann auch immer wieder gesagt: "Ich hoer dir zu! Ich halte dich fest!..."
Mittlerweile ueberlege ich so: Beruhgie ich ihn jetzt, weil er beruhigt werden will oder weil ich ihn ruhig haben will (er aber gerade was zu klagen hat). Das ist naemlich ein grosser Unterschied. Das heisst, manchmal wird getragen/beruhigt und manchmal wird geschrien. Versuche zu verstehen, was er gerade braucht.
Ich denke die Beraterin hat auf jeden Fall Recht, dass es ganz wichtig ist, dass du zur Ruhe kommst. Nur wenn du ruhig und ausgeglichen bist, kannst du das auch uebertragen. Also ueberleg auch, was dir gut tut und goenn dir mal was. Sonst schaukelt sich das ja immer wieder auf. Baby unruhig-Mama wird unruhig-uebtraegt sich aufs Baby...
Ich hab viel geredet und ueberlegt, was mich beruhigen koennte. Hab dann an unserer Wohnsituation was geaendert, mit Nachbarn gesprochen (und erklaert wie das ist mit dem Schreien, hatte naemlich immer das Gefuehl eine schlechte Mama zu sein, wenn das Kind schreit und was sollen die Nachbarn denken. Das hat mich z.B. auch immer unruhig gemacht. Lustigerweise haben die Nachbarn gesagt: Wir haben doch selbst Kinder, die haben auch so geschrien!)
Lass dich nicht verunsichern und hoer auf dein Bauchgefuehl!
Irgendjemand hat mir dann mal gesagt. "Die Seelen der Kinder suchen sich ja aus, zu wem sie auf die Welt kommen. Und sie wissen schon, was sie tun. Sie suchen die Mama und den Papa aus, von denen sie wissen: Die schaffen das, sich gut um mich zu kuemmern." Naja, das kann man wohl nicht so generell sagen, hat aber trotzdem gut getan, das zu hoeren.