Hier wollte ich schon lange mal wieder schreiben, aber seit Sonntag sind wir alle krank und es wird nur langsam besser. Am Samstag hatte mein Sohn fast 40°C Fieber - das ist allerdings weg. Naja, ist jedenfalls sehr unglücklich, wenn die ganze Familie flach liegt und ich freu mich schon, dass es hoffentlich bald ausgestanden ist.
Aber zum eigentlichen diesen Threads:
1. Muffin-Rezept: Grünfrosch, hast Du das noch? Ich würde das vielleicht auch mal probieren. Dient Banane als Süßungsmittel?
2. Mein eigener Zuckerentzug läuft zu meiner große Freude richtig prima. Ich fühle mich aufgrund der Bronchitits jetzt natürlich ziemlich kacke, aber ich habe kaum Gelüste nach Süßem (und wenn, dann kann ich sie mit Obst besänftigen). Was enorm ist, denn normalerweise sind solche Situationen in denen es mir so dermaßen schlecht geht, prädestiniert für die Droge Zucker. Aber ich komme locker ohne klar. Natürlich habe ich eh nicht solchen Hunger oder auch nur Appetit, aber meine Gedanken an Süßigkeiten sind eher so etwas wie Erinnerungen. Es ist etwas, was ich normalerweise getan hätte, aber nun steht es nicht zur Auswahl. Das klingt vielleicht etwas abgefahren. Besonders angesichts der Tatsache, dass ich durchaus noch einiges an Naschen hier habe, was ich nicht mehr vernichten konnte, da mein Entschluss zum Zuckerentzug so spontan war.
Sehr geholfen hat mir ein Gespräch mit meinem Mann und zwar darüber, wie ich auf Zucker reagiere. Reagiert ja nicht jeder so und er schon mal gar nicht. Aber ich kann absolut nicht damit umgehen. Er hat mir zugehört und natürlich bestätigt, dass er das Problem sieht, aber sich nicht der Ausmaße bewußt war. Natürlich ist es auch nicht leicht zu begreifen, aber da ich mich so ernst genommen gefüllt habe, hilft mir das glaube ich sehr, bei der Stange zu bleiben.
Außerdem habe ich die ersten Tage (bis krank wurde und damit meinen Hunger verlor) immer Obst und Gemüse gefrühstückt (Brokkoli). Und das hat mir sehr geholfen. Es ist mega komisch morgens Brokkoli zu essen, aber das angenehme Gefühl danach und das es den ganzen Tag irgendwelche Heißhungergelüste im Zaum hält machen sich bezahlt. Gerade esse ich ja kaum etwas und das ist schon ein Unterschied. Sobald es mir wieder gut geht, steht Brokkoli dann auch wieder auf meinem Frühstücksplan, da es meine Entwöhnung ganz offensichtlich sehr vereinfacht.
Also kann ich bisher 9 zuckerfreie Tage vermelden. Im Vorfeld hätte ich nicht erwartet, es so ohne gefühlte Schwierigkeiten zu schaffen. Und selbst die Einladung zum Geburtstagskaffee am 2. Entzugstag habe ich ohne Probleme überstanden. Ich habe mich an Tee gehalten und konnte die Kuchen und anderen Süßigkeiten links liegen lassen.
3. Koffeinentzug: Habe ich schon einige Mal hinter mir

. Mit jedem Mal wurden die Kopfschmerzen weniger und erträglich. Ich habe erst letzten Sommer 6 Wochen ohne gelebt, aber dann denke ich - fälschlicherweise IMMER - ach, komm eine Tasse (oder alternativ: ein Stückchen Schokolade) kannst Du Dir doch nun erlauben. Und ruck zuck kann ich nicht mehr aufhören und es wird immer wieder mehr (also die Dosis steigert sich dann wieder über mehrere Tage oder Wochen). Aber Koffein gehe ich ab 18.2. an. Derzeit trinke ich noch 1 Tasse täglich (weil mir mehr nicht schmeckt).
Und zum Schluß: Hut ab, Grünfrosch, vor 4 Jahren Durchhaltevermögen. Du bist dann jetzt erst mal mein Vorbild.

Das beweist nämlich, dass man auch ohne den Kram leben kann.