Ja, das kann gut sein. Er war eingefroren und bei mir längere Zeit im TK bis ich mich rangetraut habe, dann noch ein paar Tage im Kühlschrank. Konsistenz ... hmm, wie beschreibe ich das. Fast so wie dann später auch der backteig, also cremig, klebrig, dickflüssig.sabbelschnuut hat geschrieben: Du hast richtig vermutet: Nicht rühren!
Ich vermute weiter, dass dein Sauerteig noch etwas triebschwach ist, vielleicht durch den Transport oder so? In welcher Form hast du ihn denn bekommen, im Glas? Welche Konsistenz hatte er?
Wie sollte denn die ideale Konsistenz sein?
OK, so mache ich esZucker brauchts eigentlich nicht, im Mehl ist genug "Zucker" enthalten (Zucker ist ja auch nix anderes als Kohlenhydrate).
Hm, wenn du ihn jetzt umgerührt hast, kannst du natürlich nicht mehr nachvollziehen, wie hoch er noch aufgegangen wäre. Ich glaube, ich würde ihn in den Kühlschrank stellen (wenn er jetzt zu lange draußen steht, ist irgendwann die Nahrung alle und die Mikroorganismen sterben eher wieder ab, so schwächst du ihn). Und morgen nochmal nen Fütterungsversuch starten. Auch wieder 15 g von dem Sauerteig abnehmen, in ein neues Glas, 30 g Mehl (VK) und 30 g Wasser dazu, umrühren, warten. Das kann auch länger dauern als die angepeilten 5-6 h. Wichtig ist nicht die Zeit, sondern er sollte sich deutlich vergrößert haben. Dann kannst du ihn direkt nochmal füttern (auch wieder 15 g abnehmen etc pp). Marla aus dem Sauerteigforum beschreibt das ganz gut in dem Thread "1-stufige Sauerteigführung mit guter Hefevermehrung" (oder so). Musst mal im Sauerteigforum nach diesem Titel suchen, ich kann leider nichts verlinken. Auf diese Weise kräftigst du die Hefen in deinem Sauerteig wieder.
Es hat sich inzwischen immerhin etwas getan, nachdem ich den Zucker dazu gegeben hatte. Wenn es um die Hefen geht, kann das ja nicht schaden, oder? Ich hatte erst die Sorge, dass ich mir mit dem Zucker die Hefen zu sehr hochzüchte und die Bakterien zu kurz kommen. Obwohl die ja auch Zucker verstoffwechseln. Oh je, ich sag jetzt mal nicht, was ich studiert habe und was ich eigentlich wissen müsste
Aber egal, ich mache jetzt einfach mit VK-Mehl weiter und dann wird das hoffentlich klappen
Du hattest gefragt, aus welcher Mehlsorte der ST besteht. Also es ist eine Roggen/Dinkel-Mischung. Das bringt mich zu meiner nächsten Frage: ich habe den Ansatz im Kühlschrank jetzt mit Roggenvollkornmehl gefüttert. Ist das die beste Variante, oder wäre Roggen/Dinkel gemischt oder vielleicht sogar Weizen besser? Dinkel pur ja wohl eher nicht, wenn das so ne Diva ist. (Ich finde es schmeckt gemischt halt besser als pures Roggenbrot, daher war ich ganz froh über dieses Rezept meiner Freundin. Sie sagt übrigens zu meinen Fragen nur, dass ich einfach nach Anleitung machen soll und dass der Teig beim Gehen kaum aufgeht, sondern hauptsächlich beim Backen. Sie nimmt aber auch anscheinend zu viel ST....)
Aber zurück zum Thema: kann man jeden ST mit jedem VK-Mehl füttern, also immer mal variieren, oder gibt es nur DEN Roggen-ST, den Dinkel-ST usw...?
Ach und was ich noch fragen wollte: wiegt der Teig, der in den Ofen kommt, genauso viel wie dann das fertige Brot?

