Da mag ich mal ganz dick unterschreibencoccolone hat geschrieben:Seht ihr, so sind wir halt alle verschieden. Meine HERZENSsprache ist definitiv Englisch. Mein zaertliches Vokabular (um Tanias Ausdruck aufzugreifen) ist z.B. in Englisch ausgepraegter. ~Das liegt sicherlich daran, dass ich halt mit meinem Mann Englisch spreche und wir mittlerweile seit 14 Jahren zusammen sind. Insofern ist es mir nie schwer gefallen mit unserem Sohn auf der zaertlichen Ebene in dieser Sprache zu sprechen. Im Gegenteil, als ich anfangs hauptsaechlich Deutsch mit ihm sprach, musste ich das wirklich ganz bewusst tun, um nicht automatisch wieder ins Englische zurueckzufallen. In UK war naemlich Englisch meine dominante Sprache. Wie gesagt, fuer uns passt es, dass die Umgebungssprache eben nicht Familiensprache ist. Lebten wir noch in UK wuerde Deutsch zu Hause ganz bestimmt eine staerkere Rolle spielen. Ich denke einfach, dass es in der Bi- und Multilingualitaet kein "one size fits all" gibt.
Ich finde es wichtig, dass es immer zur jeweiligen Situation passen muss. Als ich mich vor der Geburt unserer Tochter mit dem Thema Zweisprachigkeit beschäftigt habe, kamen mir die Tränen, als ich überall lies, ich dürfe bloß kein Italienisch mit ihr sprechen, weil es ja nicht meine Muttersprache ist. Wir haben jetzt auch Italienisch als "zuhause" Sprache und sprechen draußen deutsch. Für mich ist das genau richtig, mir fehlt es kein bisschen mit ihr zuhause deutsch zu sprechen, ich denke aus den gleichen Gründen, die coccolone angibt.
