ich würde gerne erstmal hierauf eingehen:
Das halte ich für einen guten Ansatz - genau deshalb hatte ich gestern nach "Stillen ohne klassische Stillposition" gefragt.sooo, habs jetzt grade mal versucht mit dem tuch.
erst mal ist es total schwierig sie im tuch so tief runter zu kriegen das sie an die brustwarze kommt.
hab sie dann halb gehalten und tatsächlich hat sie die brustwarze in den mund genommen und ein paar mal gesaugt!!
es kam keine milch so schnell und danach wollte sie auch nicht mehr.
Falls ja, wäre es sicherlich einen Versuch wert, die Zeit, bis Du wieder mehr Milch hast und die Frustrationstoleranz Deiner Tochter wieder auf ein Normalmaß angestiegen ist, mit einem entsprechenden Stillhilfsmittel zu überbrücken, z.B. mit dem BES oder einer kleinen Sonde. Diese dient exakt dazu: Baby dockt an, und wird direkt mit Erfolg belohnt (weil sofort Milch fließt). Zufüttern könntest Du in diesem Moment mit abgepumpter Milch oder mit PRE oder einer Mischung aus beidem.
Auf jeden Fall halte ich es sinnvoll, die Tragetuchsache weiter zu verfolgen - dass das Andocken gleich beim ersten Versuch geklappt hat, ist ein großer Erfolg, auf dem Du sicherlich aufbauen kannst.
Zu Deinen Fragen:
Noch viel Zeit. Ihr habt längst noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Aber es nützt auch nichts, stillberaterisch gleich mit "allem auf einmal" loszuballern, lass uns erstmal den obigen Ansatz weiterverfolgen, OK?wieviel zeit habe ich bis aus dem stillstreik ein abstillen geworden ist?
Hm, DAS ist gar nicht die entscheidende Frage, sondern der Punkt ist einfach: sehr wahrscheinlich spielt bei Euch die Umgewöhnung Brust --> Schnuller die wesentliche Rolle. Zweifellos sinnvoll ist also, den Schnullergebrauch möglichst schnell massiv einzuschränken, damit Dein Baby die Möglichkeit(!) hat, künftig wieder Trost und Beruhigung routinemäßig an der Brust zu finden anstatt am Schnuller. Ob der FÜR EUCH geeignete Weg dorthin über "auf einmal ganz weglassen" oder über "schrittweise entwöhnen" führt, weiß ich nicht - das müsst Ihr ausproberen. Verlass Dich dabei auf Deine Intuition. Schätze ab, was Du Euch beiden zumuten kannst (und das mute Euch dann zu!.. ).muss ich den schnuller jetzt auf einmal ganz weglassen oder ist zeit um ihn schrittweise zu entwöhnen?
Von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Klar ist: ohne Nachfrage wird es früher oder später keine Produktion mehr geben - solange Dein Baby noch nicht wieder stillt, musst Du die Nachfrage auf anderem Wege aufrecht erhalten. Sehr blöd wäre ja, dass es schlussendlich DESHALB nicht mehr mit Stille klappt, weil Dein Baby wegen des verringerten Milchangebots frustriert ist. Deshalb sehe ich es etwas anders als Mondenkind: Ich würde an Deiner Stelle die Produktion jetzt kräftig anregen, denn ich bin den Ansicht, dass diese Maßnahme Eure Erfolgsaussichten steigert.ab wann produziert meine brust keine milch mehr?
Letztlich eine Definitionssache der Begriffe, aber in Grunde ist das ja bereits der Fall: Sie KANN derzeit nicht erfolgreich an der Brust saugen. Deshalb ja der ganze Aufwand geradeab wann kann sie nicht mehr saugen oder hat es vergessen?
Falls Du Dich mit Deiner Frage generell auf das Alter des Babys beziehst, also bis wann Stillstreiks erfolgreich behandelt werden können: Ihr habt noch Zeit. Das hängt nämlich vom Saugbedürfnis des Babys ab. Manches Baby hat mit 7 Monaten ein derart geringes Saugbedürfnis, dass eine Streikgeschichte tatsächlich leicht ins vorzeitige Abstillen führt. Andere Kinder überwinden ihre Streiks mit 1,5 Jahren problemlos, einfach weil das Saugbedürfnis noch so groß ist.
Also, was meinst Du zu dem Tragetuchansatz? Wie geht es Dir mit der Aussicht auf Schnullerentwöhnung?
LG
Julia