Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
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agata
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Das mit der Betonung ist auch witzig. Wenn ich mich z.B. mit meiner Mutter auf Polnisch unterhalte und dabei einen deutschen Ortsnamen verwende, spreche ich den mit polnischem Akzent aus, obwohl ich ihn deutsch sprechend "richtig" aussprechen würde.
- sajonc
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ah Mist. Da habe ich wohl was missverstanden. Wobei...wenn ich so darüber nachdenke. Hm. Hier liegt der Schwerpunkt wohl wirklich darin, was natürlich/künstlich ist. Und was "eigentlich einsprachig" sein soll. Hm.Nein, intentional zweisprachig heißt das, was die anderen schon erläutert haben. Die Familie ist *eigentlich* einsprachig, entscheidet sich aber aus welchen gründen auch immer dafür, *künstlich* zweisprachig zu sein. Wie auch immer man hier künstlich definiert. Das führt schon bei leicht näherer Betrachtungsweise zu Problemen, denn alles kann irgendwie künstlich oder natürlich sein.
Zum Thema Denken: Ich selber denke eigentlich meistens auf Deutsch. Ansonsten wie bei agata: Wenn ich etwas auf polnisch sehe/lese, denke ich auch auf polnisch.
In englisch passiert mir das nur, wenn ich mich mit anderen auf englisch unterhalte (beim Lesen/normalem zuhören nicht).
Und Träume habe ich mal auf deutsch, mal auf polnisch und sehr selten auf anderen Sprachen
Mit der Herzdame seit Mai 2012 durchs Leben.
- kleineRaupeN
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich bin zwar nicht mehrsprachig aufgewachsen, aber ich denke auch immer in der jeweiligen Sprache. Also Deutsch, wenn ich z.B. hier im Forum unterwegs bin, Französisch im Alltag und Englisch, wenn ich über Bücher oder Filme nachdenke, die ich auf Englisch gelesen/gesehen habe (dabei habe ich Englisch "nur" studiert und nie in einem englischsprachigen Land gewohnt).
Ich hätte da auch noch zwei Fragen, an die anderen, die mit zwei Sprachen jonglieren:
Wie rechnet ihr im Kopf? Ich rechne immer auf Deutsch und übersetze dann das Ergebnis. Weiß zwar dann niemand außer mir, aber ich finde es einfacher...
Und mir passiert es andauernd, dass ich andere (französische) Kinder auf Deutsch anspreche, da ich mit der Miniraupe nur Deutsch spreche. Geht es euch auch so?
Ich hätte da auch noch zwei Fragen, an die anderen, die mit zwei Sprachen jonglieren:
Wie rechnet ihr im Kopf? Ich rechne immer auf Deutsch und übersetze dann das Ergebnis. Weiß zwar dann niemand außer mir, aber ich finde es einfacher...
Und mir passiert es andauernd, dass ich andere (französische) Kinder auf Deutsch anspreche, da ich mit der Miniraupe nur Deutsch spreche. Geht es euch auch so?
Dezembermaus (12/11), Maikäfer (05/14) und Novemberbär (11/16)
- Menschenkind
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich bin ja wie schon erläutert dreisprachig aufgewachsen: Mein Vater (tagsüber zuhause) sprach Englisch, meine Mutter (nur abends zuhause) Polnisch, alle zusammen Englisch, mit allen anderen Deutsch. Wenn ich Deutsch spreche denke ich (auf)* deutsch, bei Englisch meistens auch englisch. Im Polnischen allerdings müsste ich schon sehr tief in eine Diskussion verwickelt sein um auf polnisch zu denken. Ich denke es liegt daran, dass ich mich in der Sprache nicht so firm fühle. Oder auch andersrum.Sandküste hat geschrieben:Was ich mich schon öfter gefragt habe und hier könnt ihr mir das sicher sagen:
wie denkt ein zweisprachig aufgewachsenes Kind? Also, wenn ich denke, dann natürlich in deutsch. Und egal wie viele Sprachen ich sprechen würde - leider sind es außer ein wenig englisch keine - würde es wohl auch immer meine Muttersprache bleiben.
Aber wie ist das mit Kindern, die zweisprachig aufwachsen? Wie denken sie - welche Sprache benutzen sie in Gedanken?
Auf meine Träume habe ich nie groß geachtet, ich meine aber, dass ich auch auf Deutsch träume, höchstens vielleicht die resp. Sprachen, wenn die Träume meine Eltern involvieren.
* Wohlgemerkt, nicht nur die Sprache ändert sich in Gedanken sondern auch der Ton und Inhalt! Hat das auch jemand anderes zweisprachiges gemerkt?
- sajonc
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Haha. Gute Frage. Ich habe nämlich im deutschen ziemliche Probleme, was Zahlen anbelangt. Ich vertausche gnadenlos die Zahlen. Wenn mir jemand sagt zwei-und-dreißig habe ich 23 im Kopf. Es ist echt schlimm und aufgefallen ist mir erst kurz vor dem Abi, als ich damals mit meinem Freund dafür lernte.kleineRaupeN hat geschrieben: Ich hätte da auch noch zwei Fragen, an die anderen, die mit zwei Sprachen jonglieren:
Wie rechnet ihr im Kopf? Ich rechne immer auf Deutsch und übersetze dann das Ergebnis. Weiß zwar dann niemand außer mir, aber ich finde es einfacher...
Und mir passiert es andauernd, dass ich andere (französische) Kinder auf Deutsch anspreche, da ich mit der Miniraupe nur Deutsch spreche. Geht es euch auch so?
Seitdem habe ich angefangen alle Zahlen quasi auf polnisch zu denken/lesen. Rechnen läuft bei mir dementsprechend auch auf polnisch ab -wobei ich wie gesagt eher bewusst eingeführt habe (wie erst zuvor erwähnt; wenn ich eh in einem pl.-sprachigem Umfeld bin, denke ich eh auf pl.).
Mit anderen Kindern hatte ich bis jetzt keine "Probleme". Ich denke, es kommt daher, dass ich diese Sprachteilung von klein auf gewohnt bin.
Ich rede ausnahmslos auf polnisch mit meiner Kleinen, egal, was und wie um mich herum ist. Andere Kinder hier in Deutschland sind für mich ganz "deutsch".
Aber in deinem Falle ist es so, dass du in einem frz. Umfeld bist? Hm. Das ist ja wiederum eine andere Sache.
Menschenkind hat geschrieben: * Wohlgemerkt, nicht nur die Sprache ändert sich in Gedanken sondern auch der Ton und Inhalt! Hat das auch jemand anderes zweisprachiges gemerkt? [/quote="Menschenkind"]
Explizit wäre es mir nicht aufgefallen. Der ganze Traum ist halt anders. Ich könnte das jetzt gar nicht vergleichen.
Könnte mich auch nicht gerade an explizite Beispiele erinnern...
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- kleineRaupeN
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Stimmt, wenn man zweisprachig aufgewachsen ist, fällt es vielleicht leichter, die richtige Sprache zu wählen. Ich bin ja nicht zweisprachig und wenn ich zu lange hin und her übersetze (z.B. zwischen meinem Mann und meiner Familie), dann sprech ich schonmal in der falschen Sprachesajonc hat geschrieben: Mit anderen Kindern hatte ich bis jetzt keine "Probleme". Ich denke, es kommt daher, dass ich diese Sprachteilung von klein auf gewohnt bin.
Ich rede ausnahmslos auf polnisch mit meiner Kleinen, egal, was und wie um mich herum ist. Andere Kinder hier in Deutschland sind für mich ganz "deutsch".
Aber in deinem Falle ist es so, dass du in einem frz. Umfeld bist? Hm. Das ist ja wiederum eine andere Sache.
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich bin auch nicht ursprünglich zweisprachig, sondern erst spät (mit 16) geworden, und trotzdem denke ich auf Englisch, je nachdem, wie oft und lange ich es gesprochen haben bzw. mit welchen Menschen ich zusammen bin. Komme ich ins Ausland, dauert die komplette Umstellung 1-2Tage. Zu Hause kommt es darauf an, wenn ich z.B. Besuch habe oder viel gesprochen habe.
- milkshake
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich GLAUBE (weiß es ja nicht, bin nur einsprachig aufgewachsen), daß dies auch von der Umgebung bestimmt wird, welche Sprache also primär genutzt wird. Mein Ex wuxchs ja 3sprachig auf und sagte mir, er hätte mal in der Sprache, mal in der anderen gedacht.Sandküste hat geschrieben:Was ich mich schon öfter gefragt habe und hier könnt ihr mir das sicher sagen:
wie denkt ein zweisprachig aufgewachsenes Kind? Also, wenn ich denke, dann natürlich in deutsch. Und egal wie viele Sprachen ich sprechen würde - leider sind es außer ein wenig englisch keine - würde es wohl auch immer meine Muttersprache bleiben.
Aber wie ist das mit Kindern, die zweisprachig aufwachsen? Wie denken sie - welche Sprache benutzen sie in Gedanken?
Als ich ein Jahr in den USA als Aupair war, wußte ich, daß ich in der englischen Sprache angekommen war, als ich nach 6 Monaten automatisch begann,auf Englisch zu träumen und zu denken. Das war ein Meilenstein für mich, ab dann kam alles ganz natürlich.
Und so empfinde ich es auch mitmeiner 'Tochter. Sind wir bei Papa in den USA denkt sie auf Englisch, hier in D auf deutsch. Menschen können sich halt so wunderbar anpassen.
- June
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Re: AW: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich hänge mich mal dran. Ich habe mit meiner Tochter von Anfang an viel Englisch gesprochen. Ich habe die Sprache studiert und mir war es einfach wichtig, dass sie damit sehr früh in Kontakt kommt. Jetzt zahlt es sich aus, weil mein neuer Partner Amerikaner ist und wir untereinander ausschließlich Englisch sprechen (obwohl sein Deutsch hervorragend ist).
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Ich beherrsche meine Muttersprache - Rechtschreib- und Tippfehler sind akuten Anfällen von Smartphonitis geschuldet
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*1/2018 & *3/2018
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- Stefania
- alter SuT-Hase
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
ich bin zweisprachig aufgewachsen und denke mal in der einen, ,mal in der anderen Sprache, je nachdem, wo ich gerade bin und mit wem ich mich gerade unterhalte..momantan habe ich manchmal echt Probleme, das deutsche Wort zu finden, wenn mir ein italienisches im Kopf rumschwirrt
Anfangs ( also als ich direkt aus Italien zur Geburt nach D kam)wollte ich auch m it allen Kleinkindern ital. sprechen, ich musste mich echt konzentrieren...
heute ist das kein Problem mehr, eher ,daß ich in Anwesenheit deutscher Kinder mit meinem Kind auch Deutsch anstatt italienisch rede...
träumen kann ich auch in beiden Sprachen, je nach Situation und Traum, aber sicher mehr in deutsch..
Anfangs ( also als ich direkt aus Italien zur Geburt nach D kam)wollte ich auch m it allen Kleinkindern ital. sprechen, ich musste mich echt konzentrieren...
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