Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Pustemuffin
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von Pustemuffin »

Guten Morgen!

03.12.14 - 4100 Gramm - Geburt KH
05.12.14 - 3850 Gramm - Entlassung KH
08.12.14 - 3720 Gramm - Hebamme
10.12.14 - 3760 Gramm - Hebamme
12.12.14 - 3760 Gramm - Hebamme (ab da unregelmäßig kleine Mengen Pre zugefüttert)
15.12.14 - 3780 Gramm - Hebamme
16.01. 4410g (angezogen + 30g), 7x gestillt, 190ml PRE, 0x Stuhl, 7x Pipi
17.01. 4470g, 8x gestillt, 155ml PRE, 0x Stuhl, 7x Pipi
18.01. 4430g, 9x gestillt, 100ml PRE, 1x Stuhl, 4x Pipi
19.01. 4520g, 11x gestillt, 220ml PRE, 45ml MuMi, 0x Stuhl, 6x Pipi
20.01. 4570g, 11x gestillt, 290ml PRE, 40ml MuMi, 1x Stuhl, 5x Pipi
21.01. 4580g, 12x gestillt, 80ml PRE, 20ml MuMi, 0x Stuhl, 6x Pipi
ab hier befolgen wir die 3-Stunden-Regel beim Stillen:
22.01. 4640g, 6x gestillt, 220ml PRE, 50ml MuMi, 0x Stuhl, 6x Pipi
23.01. 4650g, 6x gestillt, 250ml PRE, 50ml MuMi, 1x Stuhl, 5x Pipi
24.01. 4750g, 6x gestillt, 165ml PRE, 15ml MuMi, 1x Stuhl, 4x Pipi
26.01. 4880g, 8x gestillt, 210 PRE, 60ml MuMi, 0x Stuhl, 6x Pipi
27.01. 4880g, 7x gestillt, 230ml PRE, 0x Stuhl, 6x Pipi
28.01. 4900g, 8x gestillt, 150ml PRE, 1x Stuhl, 4x Pipi
29.01. 4880g, 8x gestillt, 150ml PRE, 0x Stuhl, 5x Pipi
30.01. 4950g, 9x gestillt, 100ml PRE, 0x Stuhl, 7x Pipi
31.01. 4930g, 11x gestillt, 20ml PRE, 0x Stuhl, 6x Pipi
01.02. 4940g, 13x gestillt, 100ml PRE, 0x Stuhl, 6x Pipi
02.02. 4960g

So, mit der Flasche habe ich auch gestern die 100ml PRE ins Kind bekommen. Becherfütterungen hab ich zwei kleine geschafft. Da wurde er jedoch schnell sehr unruhig und hat seinen Kopf vehement Richtung Brust gedreht.

Flasche ging besser, aber auch dabei mag er mich augenscheinlich immer angucken wollen, als hinge er an meiner Brust. ;-)

Er war ansonsten gestern öfter ein wenig unruhig an der Brust und hat wegen des Gezappels öfter mal die Brustwarze losgelassen, um dann ganz wild geworden, wie eine Schnappschildkröte wieder danach zu suchen. *?* Überhaupt scheint er sich - manchmal vor Freude, manchmal vor Ungeduld - kaum bremsen zu können, wenn es an die Brust geht.

Das fing erst gegen Mittag an, meine ich, nachdem ich den ersten Becher gegeben habe. War ihm dann die Menge aus meiner Brust zu wenig oder kam zu langsam heraus? Auffällig war auch, dass er nach der PRE-Gabe deutlich mehr gepupst hat bzw. die Pupse nicht mehr so locker weggesteckt hat. Ich werde das heute auf jeden Fall nochmal etwas genauer beobachten. Immerhin hat er heute Morgen nach dem ersten Aufwachen erstmal fröhlich vor sich hin gepupst, statt dabei zu weinen. Juhu!

Noch die Ergänzung zu gestern:
Mondenkind hat geschrieben:
Pustemuffin hat geschrieben:31.01. 4930g, 11x gestillt, 20ml PRE, 0x Stuhl, 6x Pipi
Die 20ml sind mir etwas zu wenig. In so einem Fall bitte dann ruhig noch auf die gewohnte Weise nachfüttern! Bitte heute auf jeden Fall nochmal bei den 100ml bleiben. Super aber, dass Du Dich ans bechern getraut hast. Wie hast du gebechert? Wie hast du ihn gehalten? Wie hast du den Becher gegeben?
Gut, dann weiß ich Bescheid und hole die Flaschen nochmal aus dem Schrank. ;-)

Ich hatte mir das in der Linksammlung verlinkte Video dazu angeschaut. Gehalten habe ich ihn "nomal" auf dem Arm, ein Spucktuch unters Kinn und mit meiner linken Hand habe ich seine linke Hand leicht an seinen Körper gedrückt (wie beim Pucken). Seine Rechte klemmte leicht zwischen ihm und meinem Bauch. So war er zumindest ein bisschen unzappeliger ;-)

Den Becher hab ich lediglich auf die Unterlippe gesetzt und etwas Milch auf seine Unterlippe schwappen lassen (gar nicht so einfach...) und immer versucht, die Menge auf dem Rand konstant zu halten, wenn er mit der Zunge von dort etwas weggeschlabbert hat. Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es ja darum, dass die Milch eher aufgeleckt und nicht ins Kind hineingekippt wird. Zwei Mal hat er allerdings so die Schnute aufgerissen, dass mir ganz leicht etwas dort hinein geschwappt ist. Es sah wirklich aus, als mache er Anstalten aus dem Becher trinken zu wollen. ;-)
Nach 20ml hat er aber keine Anstalten gemacht, noch weiter zu trinken, daher habe ich es vorerst dabei belassen und nachher gehts weiter, um die 100 heute voll zu bekommen.

Ist ja auch schön, wenn er offensichtlich den Großteil seines Hungers an meiner Brust gestillt hat. *applaus*

Mondenkind, ein paar Fragen habe ich dennoch:

Zur Saugverwirrung:
Ich würde es so verstehen, dass sämtliche Sauger weggelassen werden sollen, damit sich das Kind nur noch auf die Saugtechnik an der Brust konzentrieren kann
Der Gnubbel "kann" (oder meine ich das nur) ja augenscheinlich mit allen Saugmethoden etwas anfangen (sie also parallel anwenden) und bekommt ja auch Milch aus der Brust. Ist davon auszugehen, dass er durch die Entwöhnung besser an der Brust trinkt und ggf. eine größere Menge herausholt? Oder hat die Menge mehr etwas mit den persönlichen Vorlieben (für Portionsgrößen) eines Kindes zu tun?
Oder wird es weiterhin wie jetzt funktionieren und man minimiert lediglich das Risiko, dass er irgendwann die Brusttechnik ganz verlernt, wenn andere Sauger genutzt werden?

Zum BES/Deinem "Behandlungsplan" für uns ;-):
Ich habe ja schon gesagt, dass ich ein bisschen Bammel vor der Fummelei mit dem BESvhabe, jedoch definitiv dazu bereit bin, es durchzuziehen, wenn es mir hilft, zum Vollstillen zu gelangen. Wir sieht denn Dein grober Plan mit uns aus? Erstmal schauen, wie es mit Teilreduktion und Becher aussieht mit der Gewichtsentwicklung und abwarten, ob das BES zum Einsatz kommen muss? Mir sind da die Zusammenhänge noch nicht ganz klar (oder ich hab ein Brett vor dem Kopf, dann sieh es mir bitte nach ;-))

MSR:
Ist das das leichte Brennen im Warzenvorhof, wenn die zwei Stunden Pause zwischen zwei Mahlzeiten rum sind?

Zum Beitrag von Joanna habe ich schon ein paar Gedanken verfasst, bin aber noch nicht fertig. Kommt später nach ;-)
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von Mondenkind »

Hallo, ich bin auf dem WEg zur ARbeit, daher nur kurz.

Ich gehe derzeit davon aus, dass wir sehr schnell reduzieren können, ich bin mir nicht sicher, ob wir das BES lange brauchen und das Teil kostet ja leider auch Geld. GArantieren kann ich das aber nicht. Es kann immer mal sein, dass man auf den letzten Metern noch etwas langen Atem braucht und das BES dann eine große Hilfe ist. Also, wenn Du Dir eins besorgen würdest (bitte unbedingt incl. Elterninfo!), dann gerne. Ich sehe es aber nicht mehr als zwingend notwendig an, denn wir sind ja schon bei einer sehr geringen Menge. Von mir aus reicht bechern. Bei der geringen Zufüttermenge ist Becher wirklich völlig ok.

Geh heute mal auf 80ml, bitte.

Liebe Grüße, Mondenkind, ModTeam Stillberatung
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von Pustemuffin »

Alles klar, mache ich! Danke Dir für die fixe Rückmeldung und einen guten Start in die Woche!
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von Pustemuffin »

Mondenkind hat geschrieben:@ joanna78:
DEIN MANN wünscht sich, Du könntest wieder mehr am Leben teilnehmen - empfindest Du das auch so?
Diesen Einwand finde ich sehr berechtigt! Denn eine Prioritätenverschiebung, Besinnlichkeit und etwas "Rückzug ins Nest" ist mit so kleinem Baby ja völlig normal und auch wichtig, solange das Stillen noch nicht reibungslos klappt.
Jein. ;-) Er hat ja mitbekommen, dass ich mich den ganzen Tag eigentlich nur im Kreis gedreht hab und fürchterlich unzufrieden und enttäuscht war, dass es mit dem Vollstillen nicht klappt. Es hat ja auch lange gedauert, bis ich die Prenahrung akzeptiert bzw. hingenommen habe. Es war einfach seine Art zu sagen: "Der Kleine nimmt jetzt - wenn auch erstmal nicht durch die von Dir favorisierte Ernährungsmethode - zu. Akzeptiere das für den Moment, atme durch und tu mal wieder etwas für Dich (bzw. überhaupt etwas) und komm aus Deinem Sorgenkämmerlein heraus." Es war also nur gut gemeint, auch wenn ich damit dachte: "Mist, jetzt muss ich das auch noch, dann hab ich ja nicht mehr so viel Zeit, den Gnubbel anzulegen, dann steigt die Milchproduktion nicht etc." Im Endeffekt musste ich jetzt selbst auf den Trichter kommen, es nicht als zusätzlichen Anspruch an mich zu sehen. ;-) Er hat ja Recht: Dem Kleinen geht es soweit gut, wir haben einen stabilen Zustand mit der (wenn auch recht hohen) Zunahme erreicht und da kann ich jetzt mal ein bisschen loslassen. Bisher war eben immer der Gedanke, dass jede Gelegenheit und jeder Moment, in dem ich nicht bereit für die Nahrungsaufnahme meines Kindes war, sofort wieder zur Gewichtsabnahme führt. Da sitzt einfach noch die Angst der letzten Wochen drin.
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von Pustemuffin »

Aaah, Hälfte vergessen:

Mondenkind, noch eine Frage zum Gewicht/der Gewichtsentwicklung:
Ich hatte ja schon geschrieben, dass er verhältnismäßig zart ist und wir der Auffassung waren, dass eine größere (aber noch im Normbereich liegende) Zunahme in Ordnung ist, bis er endlich auch hier den Normbereich betritt (Verhältnis von Größe zu Gewicht). Warum hast Du da Bedenken? Weil er das Gewicht bei erfolgreichem Vollstillen durch unterschiedlichen Bedarf sowieso in seinem Tempo anpasst?
Mondenkind hat geschrieben:@ joanna78:
DEIN MANN wünscht sich, Du könntest wieder mehr am Leben teilnehmen - empfindest Du das auch so?
Diesen Einwand finde ich sehr berechtigt! Denn eine Prioritätenverschiebung, Besinnlichkeit und etwas "Rückzug ins Nest" ist mit so kleinem Baby ja völlig normal und auch wichtig, solange das Stillen noch nicht reibungslos klappt.
Jein. ;-) Er hat ja mitbekommen, dass ich mich den ganzen Tag eigentlich nur im Kreis gedreht hab und fürchterlich unzufrieden und enttäuscht war, dass es mit dem Vollstillen nicht klappt. Es hat ja auch lange gedauert, bis ich die Prenahrung akzeptiert bzw. hingenommen habe. Es war einfach seine Art zu sagen: "Der Kleine nimmt jetzt - wenn auch erstmal nicht durch die von Dir favorisierte Ernährungsmethode - zu. Akzeptiere das für den Moment, atme durch und tu mal wieder etwas für Dich (bzw. überhaupt etwas) und komm aus Deinem Sorgenkämmerlein heraus." Es war also nur gut gemeint, auch wenn ich damit dachte: "Mist, jetzt muss ich das auch noch, dann hab ich ja nicht mehr so viel Zeit, den Gnubbel anzulegen, dann steigt die Milchproduktion nicht etc." Im Endeffekt musste ich jetzt selbst auf den Trichter kommen, es nicht als zusätzlichen Anspruch an mich zu sehen. ;-) Er hat ja Recht: Dem Kleinen geht es soweit gut, wir haben einen stabilen Zustand mit der (wenn auch recht hohen) Zunahme erreicht und da kann ich jetzt mal ein bisschen loslassen. Bisher war eben immer der Gedanke, dass jede Gelegenheit und jeder Moment, in dem ich nicht bereit für die Nahrungsaufnahme meines Kindes war, sofort wieder zur Gewichtsabnahme führt. Da sitzt einfach noch die Angst der letzten Wochen drin.
FrauMahlzahn hat geschrieben:. Es gibt sehr unterschiedliche Sichtweisen auf Kinder (und Erwachsene). Hier im Forum wird meist die Sichtweise vertreten, dass Kinder liebenswürdig sind, lernen wollen und dass man ihre Entwicklung begleiten soll, aber nur eingreift wenn etwas deutlich schief läuft. Es gibt aber auch z.B. die Vorstellung, Kinder seien wie ein leeres Blatt Papier oder wie ein Klumpen Ton, der noch geformt werden muss oder sogar die Vorstellung der Mensch sei von Natur aus schlecht und man muss durch Erziehung aufpassen bzw. Verhindern dass er das auslebt und ihn "zum Guten" führen. Im Grunde vertreten die meisten Menschen eine Mischform und sind sich gar nicht bewusst was sie da glauben. Aber "die kleinen garstigen Biester" schimmern immer wieder durch in Sätzen wie "Der tanzt Dir doch nur auf der Nase herum", "der bockt nur", "der hat dich ja ganz schön im Griff", " da musst du konsequent sein, sonst setzt der immer seinen Willen durch", "wenn du so weiter machst, dann musst du noch in der Schule ..." oder wie mein Schwiegervater sagt "Druck brauchen die Jungs"
Das ist mir auch erst jetzt bewusst geworden, dass ich mir da bisher noch nicht so die Gedanken gemacht habe. Ich habe da so ein paar Ansätze und wollte erstmal laufen lassen und gucken, ob sich da was bestätigt. Wie gesagt: Entspannt bleiben und das Kind erstmal machen lassen.
Zum Thema Berechnung bei kleinen Kundern ein Beispiel: Ich habe schon öfter beobachtet, dass kleine Kinder erst einen prüfenden Blick umherwerfen, wenn sie hingefallen sind. Ist jemand in der Nähe, der gleich auf es zueilt, wird die Sirene angeworfen. Ist aber keiner da oder geht ruhig auf das Kind zu, tröstet kurz (meist passiert ja nicht wirklich etwas, sondern es ist nur der Schreck) und spielt dann mit ihm weiter, dann ist das augenscheinlich für das Kind auch okay und es macht da weiter, wo es aufgehört hat. Das zeigt mir ja
Ich habe da noch nicht ganz raus, ob und wenn ja, wo mein Mann und ich uns da grob unterscheiden. Beide sind wir der Auffassung, dass der Gnubbel sich beispielsweise nicht in Rage brüllen soll und es eben auch mal aushalten muss, "nur" im Kinderwagen mit in der Küche zu sein, statt auf dem Arm. Wenn unsere Grundbedürfnisse nicht gestillt sind, können wir uns (nicht zuletzt mental) auch nicht so entspannt der Bedürfnisbefriedigung des Kindes widmen. Ich glaube (bin mir aber noch nicht so recht sicher), dass mein Mann ihn länger weinen lassen würde. Sobald ich ihn nehmen kann (weil ich beispielsweise einen Quark mit einer Hand löffle), tue ich das auch (wobei ich das Essen nicht unterbrechen würde, um mit ihm durch die Gegend zu laufen). Mein Mann würde sagen, er muss das jetzt mal aushalten und ertragen, dass wir nicht sofort springen, wenn er brüllt. Wie gesagt, schwierig und so ganz habe ich noch nicht raus, inwiefern wir uns da vom Ansatz her doch unterscheiden oder ob wir nur aneinander vorbeireden *kopfkratz*
FrauMahlzahn hat geschrieben:Drei Dinge mag ich dir noch da lassen:

1. Ratschläge/Bücher sind nur dann was wert, wenn sie Deinen Handlungsspielraum erweitern, nicht einengen. Alle in denen die Worte "immer" und "nie" auftauchen sind mit Vorsicht zu genießen.
2. Auch wenn ich gesagt habe Bücher helfen nix, Remo Largo "Babyjahre" ist super (außer dem Stillkapitel), weil es die Bandbreite der kindlichen Entwicklung aufzeigt, Bewusstsein für kindliche Bedürfnisse schafft, wissenschaftlich fundiert ist, aber bei allem herzlich unideologisch und undogmatisch ist.
3. Man kann auf sehr unterschiedliche Art und Weisen gute Eltern sein, welche Eure ist müsst Ihr rausfinden und zwar dem ganzen Rest Eures Lebens immer wieder neu.
Danke Dir! ;-) Punkt 1 versuche ich ohnehin bei jeder Literatur (aber eigentlich auch generell im Alltagsleben) zu beherzigen. Ich finde es daher auch schwer, meine Skepsis gegenüber Jesper Juul abzulegen. Er hat vermutlich gute Ansätze, aber ich bin automatisch sehr kritisch, wenn "die breite Masse" etwas gut findet.
reininglady hat geschrieben:@fraumahlzahn ach so ;) ich kann mich all deinem
aufgezeigtem
nur anschließen. und dennoch wird es mir
immer ein rätsel bleiben, wie man in kindlichem verhalten etwas grundsätzlich schlechtes sehen kann. klar ist es
manchmal anstrengend, aber jeder konflikt hat auch sein gutes. die kinder wachsen daran, genauso wie die erwachsenen. die kinder werden dadurch immer "waiser" und die erwachsenen zu immer
besseren eltern. und ja, der prozess "eltern zu sein" hört wahrscheinlich niemals auf :)

das stimmt, zum einstieg in die thematik sind baby- und kinderjahre gut. aber auch wirklich alles von jesper juul.
Joanna79 hat geschrieben: Das kam etwas plötzlich für ihn und ich musste ihn erst davon überzeugen, dass es richtig ist, auf unsere Intuition, sofern vorhanden und nicht durch gesellschaftliche Umstände irregeleitet, zu vertrauen.
Den Renz-Polster kann ich in diesem Zusammenhang nur empfehlen (der Intuition auf die Sprünge helfen...)!
Etwas von ihm im Speziellen? Mein Mann ist viel entspannter als ich, was den Kleinen angeht und er ist sich auch völlig sicher in seiner Erziehungsansicht. ;-)
Joanna79 hat geschrieben:Zwei Dinge wollte ich kurz kommentieren: Du schreibst mehrmals ausdrücklich, Du willst ja auch zwischendurch noch im Büro arbeiten - ich meine nur, nimm Dir nur nicht zu viel vor. Unrealistische Ziele setzen führt automatisch zu Misserfolg und schlechter Laune ;-)
Das habe ich auch (wenn auch ein bisschen spät) gemerkt! Gefühlt habe ich in den letzten Wochen eben nichts richtig auf die Reihe bekommen: Stillen klappt nicht, Baby verhungert, ich bin gestresst und habe keine Zeit, um wenigstens auf der Arbeit ein paar Erfolge zu erzielen und mit meinem Körper bin ich auch mehr schlecht als recht umgegangen. Wie gesagt, sogar meine "einzige Aufgabe", das Füttern und Ernähren des Babys habe ich nicht hinbekommen. Das frustet, auch wenn man sich bewusst ist, dass es Quatsch ist, zu hohe Erwartungen an sich selbst zu stellen. ;-)
Joanna79 hat geschrieben:Und wenn Dein Mann Dir mehr Freiraum verschaffen will, kann er ja den Kleinen mal nach dem Stillen ins Tuch nehmen ;-)
Das würde er liebend gern, nur kommt ihm da leider immer öfter die Arbeit dazwischen. Ich bin mal gespannt, wie es sich in der nächsten Zeit entwickelt. Er hat ja mit zunehmendem Alter des Kleinen und dessen Fertigkeiten auch immer mehr Freude daran, Zeit mit ihm zu verbringen. Das wird natürlich immer schwieriger mit der Zeit, da den Spagat zwischen Familie und Arbeit zu schaffen. Bin mal gespannt, ob und wann er welche Konsequenzen beruflich zieht.
Joanna79 hat geschrieben:Zu der Mär vom Rhythmus:
Zumindest was Neugeborene kleine Babies betrifft: da sind es in erster Linie die Eltern, die den Rhythmus brauchen bzw. unsere Gesellschaft erfordert es. Das Baby braucht in erster Linie Dich, die Brust und Körperkontakt. Der Rhythmus ergibt sich von selbst, ist aber der des Babys ;-) und nicht der der Welt aussenrum.
Das werdet Ihr mit der Zeit aber zu spüren lernen.
Hm, wenn es nach meinem Mann geht, brauchen Kinder einen Rhythmus zur Orientierung, der ihnen Sicherheit gibt (eher im kleinen Rahmen, wie beispielsweise bei Abläufen: Füttern, spielen, schlafen). Das hat der Gnubbel ja meist auch. Und er scheint zumindest schon einen Unterschied zwischen Tag und Nacht, bzw. den jeweiligen Ritualen machen zu können, denn Nachts schläft er ja - mit Ausnahme von Stillmahlzeiten im Halbschlaf - auch durch.
Joanna79 hat geschrieben:Ich wünsche Euch eine gute Zeit, genieß die ersten "ruhigen" Monate! Die gehen schneller vorbei, als Du es Dir jetzt vorstellen kannst.
Danke Dir! ;-)
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von Mondenkind »

Wir wünschen bei Zufütterung mit künstlicher Säuglingsnahrung, die zudem reduziert werden soll, keine zu hohe Zunahme, da man mit Formulanahrung, im Gegensatz zu Muttermilch, die Kinder auch überfüttern kann, sprich man hat ein Risiko für späteres Übergewicht. Beim Zufüttern haben wir zudem die Sondersituation, dass das Kind sich ja selbst eine nicht genau bestimmbare Menge Muttermilch selbst holt. Sind in der SItuation die Zunahmewerte im komfortabel normalen Bereich, wie bei Euch, gehört die Zufütterung reduziert. Was wir ja eh wollen, denn das Ziel ist ja Vollstillen.

Liebe Grüße, Mondenkind, ModTeam Stillberatung
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von millenia »

Pustemuffin hat geschrieben:
millenia hat geschrieben:Viel Erfolg auf dem Weg zum Vollstillen. Und wenn das geschafft ist, wird der Alltag auch um einiges leichter, bestimmt! ;-)
Vielen Dank, ich will es hoffen! ;-) Klappt bei Dir denn jetzt slles reibungslos bzw. für Dich euch zufriedenstellend?
Ganz ehrlich, ich habe mich von meinem Problem, das ich mit meiner ersten Tochter hatte nie richtig erholt. Zu akzeptieren, dass sie nicht nur von meiner Milch satt wurde, da habe ich schwer dran geknabbert und dieses - ich nenne es mal ganz dramatisch - Trauma habe ich jetzt bei meiner zweiten Tochter immer noch nicht überwunden. Obwohl ich sie voll gestillt habe und sie gut zugenommen hat, zweifle ich nach wie vor daran, dass ich das wirklich kann und denke sie hätte besser zugenommen, wenn ich mehr Milch gehabt hätte. Wieviel Tränen ich bei beiden Kindern vergossen habe, weil ich dachte meine Milch reicht nicht, das war alles andere als eine entspannte Stillzeit. Jetzt mit Beikost und dank des tollen Forums bin ich um einiges gelassener, weil ich weiß dass alles ok ist.
Ich wünsche dir, dass du schneller zu dieser Gelassenheit findest. Aber ich denke, du machst das super und hast hier die optimalste Unterstützung ;-)
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von Pustemuffin »

millenia hat geschrieben:Ganz ehrlich, ich habe mich von meinem Problem, das ich mit meiner ersten Tochter hatte nie richtig erholt. Zu akzeptieren, dass sie nicht nur von meiner Milch satt wurde, da habe ich schwer dran geknabbert und dieses - ich nenne es mal ganz dramatisch - Trauma habe ich jetzt bei meiner zweiten Tochter immer noch nicht überwunden. Obwohl ich sie voll gestillt habe und sie gut zugenommen hat, zweifle ich nach wie vor daran, dass ich das wirklich kann und denke sie hätte besser zugenommen, wenn ich mehr Milch gehabt hätte. Wieviel Tränen ich bei beiden Kindern vergossen habe, weil ich dachte meine Milch reicht nicht, das war alles andere als eine entspannte Stillzeit. Jetzt mit Beikost und dank des tollen Forums bin ich um einiges gelassener, weil ich weiß dass alles ok ist.
Ich wünsche dir, dass du schneller zu dieser Gelassenheit findest. Aber ich denke, du machst das super und hast hier die optimalste Unterstützung ;-)
Ich kann Dich sehr gut verstehen. Den "Knacks" habe ich durch den vermasselten Start auf jeden Fall auch weg und müsste mich beim zweiten Kind auch ermahnen, ruhig und locker zu bleiben. Das - wenn auch völlig deplatzierte - Gefühl der Unzulänglichkeit bleibt irgendwie. Ich hoffe, dass Mondenkind es mir nachsieht, aber auch ich habe noch eine leichte Unruhe in mir, sollte der Gnubbel jetzt immer "nur" noch durchschnittlich 180 Gramm pro Woche oder gar weniger zunehmen, weil er eben schon gewichtstechnisch so hinterherhinkt.

Aber es freut mich, dass Du die gewisse Gelassenheit gefunden hast! Das ist wirklich viel wert! Und klopf Dir mal ordentlich auf die Schulter, dass Du Dich dem Problem gestellt und ihm den Kampf angesagt hast. Hättest ja auch kampflos aufgeben können.

Ich könnte mir auch in den Hintern beißen, dass ich nicht schon viel früher hier aufgetaucht bin. Das wäre in den ersten Wochen Gold wert gewesen und hätte mir mit Sicherheit einigen Kummer erspart...

Ich drücke euch auch weiterhin die Daumen! *sonne*
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von Pustemuffin »

Hmpf, wenn das so weitergeht, brauche ich wohl doch das BES: Habe dem Gnubbel vorhin das Fläschchen für ein paar seiner 80ml geben wollen. Hat er heute Mittag noch (wenn auch lustlos) 10ml herausgenuckelt, so hat er es jetzt zum ersten Mal nur zum Nuckeln benutzt und nichts getrunken! Abgesehen davon, dass ich jetzt gucken muss, wie ich den Rest in ihn hinein kriege (er also nicht zu aufgekratzt fürs Bechern ist): Darf ich mich darüber freuen und Konfetti werfen?
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Re: Müdes Baby ohne Sättigungsgefühl

Beitrag von Mondenkind »

Wieviel hast Du denn heute bisher zugefüttert?

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