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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?
Verfasst: 22.12.2020, 12:01
von Alice89
Hihi, also unter 30 Minuten geht bei uns gaaar nichts, nicht mal nachts. So 5-Minuten-Einheiten mit 10 Schlucken schreib ich gar nicht auf, weil ich der Meinung bin, da kam grad eh nix Nennenswertes bei rum (blöd eigentlich, fällt mir grad auf).
Aber das ist doch, zumindest für mich, eine logische Erklärung, dass deine Schnute den MSR steuert, sie ist ja immerhin schon ein erfahrenes Stillkind. Vielleicht lösen Babys allgemein viel Milch aus, wenn sie anfänglich stark saugen, und weniger, wenn sie es moderater angehen lassen. Das würde dann ja bedeuten, dass sich deine Kleine zwischendurch halt einfach Snacks holt.
Jedenfalls liest du dich heute schon viel besser, das ist schön

Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?
Verfasst: 22.12.2020, 12:24
von Jara
Manchmal ist es einfach auch ein Fluch zu viel zu wissen.. Wenn man den Milchspendereflex gar nicht kennt, geht man einfach davon aus, da kommt sofort Milch, sobald das Kind an der Brust ist.. Ich glaub da ist man viel entspannter.. Mein kleiner braucht manchmal auch ewig, um den MSR auszulösen und ich werde dabei immer unentspannter und das merkt er dann natürlich auch..
Ich fühle den MSR übrigens auch immer anders.. Eine Zeitlang überhaupt nicht, aber Schrödinger hat fleißig geschluckt und zugenommen.. Aktuell jucken mir immer die Achseln, wenn der MSR ausgelöst wird

Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?
Verfasst: 22.12.2020, 12:35
von ShinyCheetah
Was das Pummelbaby

deiner Schwester angeht: Wenn ihr in ein oder zwei Jahren eure Kinder ständig rumschleppen müsst - und ganz ehrlich, ich kenne quasi nur zweijährige, die dauernd auf den Arm wollen - und deins wiegt 11 kg und ihres 17... Also ich bin mir ziemlich sicher, wer dann auf wen neidisch ist
Ganz ehrlich, ich habe da auch Extreme erlebt. Wir hatten für F ziemlich viele Klamotten von Freunden geliehen. Als er knapp 2 war, haben sie dann gefragt, ob sie die 86/92 Sachen zurück haben können. Weil ihr 4 Monate altes Riesenbaby die brauchte. F haben sie zu dem Zeitpunkt noch wunderbar gepasst

Für mich war es zuletzt ganz schön schwer, passende Hosen für ihn zu finden, weil er einfach sehr schmal ist. Aber er hat perzentilengerecht zugenommen, ist fit, agil, super entwickelt. So ist es eben. Und in ein paar Jahren dreht sich die Sichtweise sowieso komplett. Da wird dann bei den Kindern jedes Gramm zu viel kritisch beäugt. Isst es wohl zu viel Schokolade? Bewegt es sich zu wenig? Ist das schon Adipositas?
Als Eltern werden wir es nie einfach haben. Da ist es einfach gut im Kopf zu behalten, dass nicht alle Menschen dem Durchschnitt entsprechen.
Ich freu mich auch, dass du wieder so viel entspannter klingst - ich hoffe, es hält über die Feiertage an

Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?
Verfasst: 22.12.2020, 18:10
von amaryllis
Kobold hat geschrieben: 22.12.2020, 11:42
Auch, wenn du deine Sorgen hier natürlich nicht zu unser aller Unterhaltung teilst, möchte ich dir trotzdem mal sagen, dass ich dich gerne lese. Und ich finde es bemerkenswert, mit wie viel Selbstironie du deine Kontroletti-Ader versuchst im Zaum zu halten.
Vielen Dank für deine lieben Worte, Kobold. Darüber habe ich mich sehr gefreut.
Was du über deinen Msr schreibst, verblüfft mich. Dann scheint es das ja tatsächlich zu geben. Mir schwebte irgendwie immer eine Red-Buzzer-Analogie vor. Einmal gedrückt, geht's richtig ab (oder in meinem Fall halt eben nicht).

Nein, ernsthaft, ich dachte schon, dass der Msr bei Frauen individuell verschieden sein kann, aber je Frau dann eben nur eine Ausprägung hat.
ShinyCheetah hat geschrieben: 22.12.2020, 12:35
Was das Pummelbaby

deiner Schwester angeht: Wenn ihr in ein oder zwei Jahren eure Kinder ständig rumschleppen müsst - und ganz ehrlich, ich kenne quasi nur zweijährige, die dauernd auf den Arm wollen - und deins wiegt 11 kg und ihres 17... Also ich bin mir ziemlich sicher, wer dann auf wen neidisch ist

Auf dass sie einen Bandscheibenvorfall erleiden möge!

Kleiner Spaß am Rande.
Ich freu mich auch, dass du wieder so viel entspannter klingst - ich hoffe, es hält über die Feiertage an
Ich gebe mein bestes, aber ich kann nichts garantieren. Vielleicht kann ich mich heute Nacht mal wieder nicht beherrschen und tippe (den hundertsten) wutentbrannten Zornesbeitrag in die Tasten.

Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?
Verfasst: 22.12.2020, 18:16
von Serafin
Wir haben ja auch Pummelbabys gehabt. Hat auch nicht gepasst. Weil so ein dickes Baby ja nicht von der Milch von mir dürrem Hering satt werden kann, soll dich lieber zufüttern. Und überall fragt jeder und der bekommt nuuuur Muttermilch, wirklich? Der Maulwurf war echt überall das dickste Baby, mir war es manchmal schon peinlich. Und jetzt ist er zaundürr und es passt schon wieder nicht.
Fazit: die Leute reden sowieso.
Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?
Verfasst: 22.12.2020, 18:47
von luise90
Das mit dem Milchspendereflex habe ich auch so unterschiedlich.
Zu Beginn meiner stillzeit war er bei mir immer schmerzhaft, das hörte irgendwann auf.
Mittlerweile merke ich ihn meistens nur noch am schlucken des kleinen. Aber manchmal, gerade vorhin wieder gehabt, habe ich noch MSR wo die Brust dann ganz hart wird.
Bei mir ist das dann meistens wenn ich länger nicht gestillt habe oder nicht zur üblichen Zeit oder so.
Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?
Verfasst: 22.12.2020, 19:07
von Maikäferchen19
Die Erfahrung von Kobold (und Luise, wie ich gerade sehe) kann ich absolut bestätigen. Auch bei uns ist ein Stillen nicht wie das andere. Manchmal spüre ich den MSR fast schon schmerzhaft, es sticht dann richtig. Und manchmal merke ich nur, dass die Brust fest wird. Und manchmal spüre ich gar nichts, merke aber, dass der Knuffi plötzlich schnell schluckt, obwohl ich eigentlich dachte, er sei schon eingeschlafen weil er ewig "nur" genuckelt hat. Wird dann wohl auch einer gewesen sein.. Und prall sind meine Brüsten mittlerweile nur noch abends, wenn das Mittagseinschlafstillen ausgefallen ist. Das hat also keinen Einfluss auf die Art des MSR (tendenziell stärker spürbar, wenn praller, aber auch nicht immer).
Die Kommentare zum Stillen und zum Aussehen/Gewicht sind sowas von bescheuert. Das verunsichert total und man kann es eh nie recht machen, wie Serafin schreibt.
Und wenn dir heute Nacht danach ist, deine Gedanken und Sorgen hier aufzuschreiben, mach das. Ist doch egal, ob du es am nächsten Morgen anders formuliert hättest oder vielleicht auch ein Problem bei Tageslicht ganz anders scheint. Wenn es dir hilft, ist das gut.
Ich lese hier auch gerne und wünsche euch von Herzen eine entspannte Stillbeziehung. Und ich glaube, durch deine Selbstreflexion kommt ihr auch irgendwann an den Punkt, an dem es einfach läuft. Ob mit oder ohne Hilfsmittel für Körper und/oder Psyche.
Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?
Verfasst: 23.12.2020, 09:34
von deidamaus
Mein mittlerer Sohn war immer in fünf Minuten mit Stillen fertig und hat als kleines Baby mega zugenommen. Meine Tochter hat immer 30 min getrunken und war gleichbleibend dick und rund. Ihr Stillverhalten war völlig unterschiedlich. Das Essverhalten heute auch: mein Mittlerer isst ganz langsam (obwohl er der megaschnelle Stiller war) und meine Tochter ist ratz-fatz fertig, obwohl sie als Baby ewig gebraucht hat. Es ist alles beides normal, und es muss kleine, schmal und dicke, große Babys geben. So ist es einfach.
Plötzlich nicht mehr abpumpen ist ungeschickt, schleiche es lieber langsam aus, sonst riskierst du eventuell noch einen Milchstau.
Ich studiere Pädagogik der Kindheit (schreibe gerade die Bachelorarbeit, was mit geschlossenen Bibliotheken nicht so einfach ist), bin aber auch Mathematikerin. Also zwei völlig verschiedene Sachen, die man in einer Bachelorarbeit aber super verknüpfen kann.
Gewicht ist gut. Alles super. Dein Baby weiß genau, was es braucht. Es wird nicht vor vollem Teller und praller Brust Hunger leiden. Ganz sicher nicht.
Liebe Grüße
deidamaus
Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?
Verfasst: 27.12.2020, 06:28
von amaryllis
SOS, ich brauche mal kurz Hilfe. Ich bin gerade aufgewacht und meine linke Brust schmerzt bei Druck zwischen 9 und 12 Uhr. Ich habe dann direkt das Spray benutzt, sodass die Schnute die Brust recht gut leeren konnte. Ich pumpe schon seit einer Woche nicht mehr ab und auch das Spray habe ich kaum noch benutzt. Das ging so eigentlich ganz gut und ich zähle auch keine Stilleinheiten mehr, sondern lass es einfach laufen.
Gestern und vorgestern hat die Maus allerdings schon früh geschlafen und da waren die Brüste nachts doch ziemlich voll. Wobei vorgestern eigentlich deutlich mehr als heute. Seltsam. Wie vermeide ich denn jetzt einen Milchstau bzw. eine Brustentzündung? Ich hatte zu Beginn der Stillzeit schon mal das volle Programm inklusive 40 °C Fieber, Todeskopfschmerz und Schüttelfrost von Feinsten. Ich habe mich damals ohne Medikamente, sondern nur mit Quark, Retterspitz und Wärme-Kühl-Programm dadurch gequält. Auf eine Wiederholung kann ich gerne verzichten.
Sollte ich abpumpen? Aber das regt dann eher zusätzlich an oder? Ausstreichen? Falls ja, nur soviel, dass der erste Druck weg ist oder möglichst gründlich?
Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?
Verfasst: 27.12.2020, 06:39
von luise90
Nur ganz schnell :
Kühlen kühlen kühlen
Gute Besserung