Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

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amaryllis
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

deidamaus hat geschrieben: 18.12.2020, 08:05 Davon bin ich ausgegangen. Es passiert schnell mal, dass man über das Verkaufen von Dingen schreibt.
Wenn dann würde ich die Milch verschenken, Geld möchte ich defintiv keins dafür haben. Ich werde den Überschuss des Überschusses aber nun wohl eher doch entsorgen. Oder ich bade einmal in purer Milch, wie Kleopatra. :mrgreen:
Du kannst es ja erstmal jeden zweiten Tag reduzieren, was meinst du?
Das ist eine gute Idee. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich schon soweit bin. Heute hat die Maus nur 4x getrunken und irgendwie habe ich schon wieder Angst, dass die Milch zurückgeht, wenn ich jetzt auch noch reduziere. Dabei weiß ich ja mittlerweile eigentlich, dass sie notfalls auch wiederkommt. Trotzdem fällt es mir nicht leicht.
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amaryllis
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

Ich korrigiere: gerade wird zum fünften Mal getrunken.
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amaryllis
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

Allmählich nervt mich das nächtliche Abpumpen doch wieder.

Mein Mann schläft mittlerweile im Wohnzimmer, weil er von dem Geräusch der Pumpe aufwacht und auch das Spray wirkt irgendwie eher so mittelmäßig. Der Msr setzt zwar ein, aber nicht mehr so stark. Bisher hat ein halber Sprühstoß gereicht. Heute habe ich in 30 Minuten auch nur 90 ml rausbekommen. Es könnte auch daran liegen, dass das Oxytocin im Spray allmählich zerfällt. Die Haltbarkeit des Präparates beträgt nur vier Wochen und da bin ich ja schon drüber. Ich werde mir wohl ein neues besorgen, aber auch das nervt mich. Die Schnute stillt mittlerweile (inklusive des nächtlichen Mittrinkens beim Abpumpen) nur noch 5x. Ob sie nicht öfter will, oder der Msr einfach nicht einsetzt, ich weiß es nicht. Da sie ja gut zugenommen hat, klammere ich mich an ersteres.

Ich überlege gerade, alles einfach sein zu lassen und ein Abstillen zu risikieren. Oder erstmal weiterhin einmal nachts das Spray zu benutzen, damit die Maus (zur Stimulation) zumindest 1x pro Nacht trinkt. Ohne fiele das unter Garantie weg. Das Domperidon würde ich dann aber erstmal weiterhin mit 2x1 nehmen.

Generell hat mich irgendwie der Winterblues gepackt. Stillen fühlt sich gerade wieder einmal nur anstrengend, stressig und unnatürlich an. Vielleicht bin ich auch einfach nicht dafür geschaffen.
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ShinyCheetah
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von ShinyCheetah »

Liebe Amaryllis, ich bin sicher, du wirst am Ende machen, was sich für dich am richtigsten anfühlt. Und das ist auch gut so! Auch wenn es heißt, dass du neues Oxy-Spray besorgst. Du bist gut informiert, selbstreflektiert, witzig, selbstironisch ;) Ich glaube du weißt, dass du hier genauso so sehr einen Kampf für das Gewicht deines Babys wie gegen deine eigene Psyche führst ;)

Wünschen würde ich dir aber aus vollem Herzen, dass du das Pumpen und das Sprayen und auch das Domp weglassen und einfach deinem Baby vertrauen kannst. Du hast Milch, du bietest ihm zu essen an. Es kann stillen und essen. Es ist gerade ein halbes Jahr alt geworden (herzlichen Glückwunsch!! :)). Es wäre so schön, wenn du das Vertrauen finden könntest, dass es vor so einem gedeckten Tisch nicht verhungern wird. Und ein 6-Monate altes Baby, das keine künstlichen Sauger als Alternative hat, stillt sich nicht ab. Wirklich nicht. Dein Baby ist ein Menschenkind, auch wenn es natürlich ganz viele individuelle Eigenschaften hat. Kleine gesunde Menschenbabys stillen sich nicht selbst ab.

Winterblues ist doof und wenn du magst lass ich dir einen Drücker da (()).

Oh und eine Frage noch. Du zählst immer noch nur die (deinem Empfinden nach) effektiven Stilleinheiten, oder? Wie oft ist dein Baby eigentlich so an deiner Brust, wenn du auch nuckeln zählst? Nur so aus Neugier.
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amaryllis
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

Danke Shiny, deine Worte haben mich aufgemuntert. Deinen Drücker nehme ich gerne an.

Gefühlt würde ich glaube ich gerne erstmal das Pumpen weglassen und danach weitergucken, welche Stellschraube sich als nächstes lösen lässt. Momentan kämpfe ich mich müde zum Pumpen hoch und kann danach stundenlang nicht wieder einschlafen. Und wenn ich dann nach 2-3 Stunden wieder eingeschlafen bin, fängt die Maus ja schon recht bald mit ihrem Maulwurfgewühle an, wodurch ich dann wieder ständig aufwache, bevor wir dann irgendwann aufstehen.

Ich bin mit einem grandios schlafenden Kind gesegnet und mache hier nachts dennoch Rambazamba. Ihr müsst mich doch für völlig Banane halten. :wink:

Die Coronasituation trägt wohl auch zu meiner Gemütslage bei. Ich bin eigentlich ein sehr sozialer Mensch, der gerne viel mit Freunden unternimmt. Das ist jetzt schon so lange nur noch eingeschränkt möglich und ich wäge ständig jedes Treffen ab, weil ich die kleine Maus nicht gefährden möchte. Eigentlich wollte ich Montag einen guten Freund besuchen, aber mein Mann macht mir (nicht böswillig, sondern aus Sorge) ein schlechtes Gewissen. Ich werde es also vermutlich lassen. Immer nur draußen spazieren gehen, selbst in Begleitung, finde ich allmählich eintönig.
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amaryllis
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

ShinyCheetah hat geschrieben: 20.12.2020, 05:00 Oh und eine Frage noch. Du zählst immer noch nur die (deinem Empfinden nach) effektiven Stilleinheiten, oder? Wie oft ist dein Baby eigentlich so an deiner Brust, wenn du auch nuckeln zählst? Nur so aus Neugier.
Ups, nun ist mir doch tatsächlich deine Frage durch die Lappen gegangen. Ja, ich zähle nur die nach meinem Standard effektiven Stillmahlzeiten. Und obwohl ich weiß, dass ihr alle meine Bewertungsschablone in Frage stellt, bin ich mir nach wie vor sicher, dass der Löwenanteil während der "gezählten" Stilleinheiten getrunken wird. :mrgreen: In den zwischenzeitlichen Nuckelsessions trinkt sich niemals mehr als 20-30 ml, da bin ich mir ziemlich sicher (und nein, ich war artig habe keine weiteren Stillproben gemacht).

Wie oft sie an der Brust ist, kann ich nicht genau sagen. Da liegen wir aber locker zwischen 8 und 12 Mal, schätze ich. Wenn sie rummault und bespaßen nicht hilft, sie müde wirkt oder ich einfach zu faul für Programm bin, biete ich ihr die Brust an. Meistens nuckelt sie dann nur wenige Sekunden, manchmal aber auch ein paar Minuten oder schläft sogar ein. Die magische Allzweckwaffe, wie am Anfang, ist die Brust aber leider schon längst nicht mehr. :P
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lowri
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von lowri »

Jetzt mal rein theoretisch: Kämst du denn damit klar, wenn das zum Abstillen führen würde? Diese Befürchtung ist ja von deiner Seite gegebenund wenn du es, so unwahrscheinlich dies wohl ist, akzeptieren könntest, dann würde das eventuell Druck von dir selbst nehmen und du könntest die Situation besser annehmen, wie auch immer sie sich entwickelt?
Ab übermorgen werden die Tage wieder länger, wuhu!
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amaryllis
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

lowri hat geschrieben: 20.12.2020, 13:00 Jetzt mal rein theoretisch: Kämst du denn damit klar, wenn das zum Abstillen führen würde?
Es würde mir nicht leicht fallen. Zwanghaftes an mich binden, fände ich allerdings noch viel schlimmer. Gleichzeitig glaube ich aber nicht wirklich, dass sie sich jetzt schon abstillen würde. Sie liebt die Brust, insbesondere wenn sie müde ist. In der Wehmut der Nacht neige ich verstärkt zur Dramatik. Am meisten nervt mich, denke ich, dass lange Wachliegen. Dann beginnen meine Gedanken zu kreisen und meistens kommt da nichts Gescheites bei rum. Vielmehr werden alle Gedankenstränge durch einen nostalgischen und melancholischen Fleischwolf gedreht. Ich sollte mir abgewöhnen, hier im Rausch der nächtlichen Impulsivität zu schreiben.
Ab übermorgen werden die Tage wieder länger, wuhu!
Halleluja! :daumenhoch:
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deidamaus
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von deidamaus »

Dein Baby wird sich mit 6 Monaten nicht abstillen, da es ein Saugbedürfnis hat (und bei 8-12 Mal Zeit an der Brust pro Tag verbringen seit ihr auch seeeehhhhr weit davon entfernt, auch wenn dein Baby schon älter wäre). Höre bitte auf mitzuzählen, wie oft dein Baby "effektiv" an der Brust trinkt. Es führt nur zu Gedankenspiralen, die dir nicht gut tun.

Höre ruhig nachts auf zu Pumpen, bzw. reduziere es innerhalb einiger Tage auf 0 ml. Dein Baby hat schon gezeigt, dass es weiß, wie es die Milchbildung anregt und wenn ihr die Milch nicht reicht, kann sie Beikost essen.

Die momentane Situation zerrt an unseren allen Nerven. Ich bin auch ziemlich fertig und wache jeden Morgen total verspannt auf. Eigentlich läuft hier alles gut, die Kinder sind recht friedlich, meine Bachelorarbeit kommt voran und wir müssen uns keine finanziellen Sorgen machen. Aber trotzdem fühle ich mich nicht wohl, mir fehlen die sozialen Kontakt. Videochats reichen nicht und spazieren gehen kann ich auch nicht mit Freunden, da diese auch Kinder haben und man nur mit einer Person zusammen draußen sein darf und abendliches Spazierengehen, wenn die Kinder schlafen, in BaWü nicht mehr erlaubt ist. Das setzt mir mehr zu, als ich vermutet habe. Und mir fehlt der Ausgleich neben meinen sozialen Kontakten, der mir sonst immer geholfen hat (Schwimmen und Sauna).

Na, ja, das tut hier nichts zur Sache. Zurück zu dir:

Höre nachts auf zu Pumpen, da es im Moment das ist, was dich und deine Familie am meisten belastet und versuche nicht mehr mitzuzählen, wie oft dein Baby stillt.

Und mache dir ein Muttermilchentspannungsbad oder kippe die Milch in den Kaffee ;-)

Liebe Grüße
deidamaus
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von Polarfuchs »

Ach Amaryllis, diese Gedankenspirale.
Ich wünsche dir auch wie Shiny, dass du alles irgendwann sein lassen kannst und darauf vertraust, dass deine Kleine sich das holt was sie braucht!! Ich finde es auch super, dass du so selbstironisch bist - dass gerade nachts die Gefühle mit einem durchgehen glaube ich, Schlafmangel ist auch wirklich gemein.

Ich kann dich aber verstehen, ich bin auch ein kleiner Kontrollfreak gewesen und das anfängliche zufüttern hat unsere Stillbeziehung lange begleitet.
Selbst jetzt habe ich ein Kind bei dem ich öfter denke, dass sie mit den paar Bissen doch nicht satt werden kann.
Ich denke ab und zu übers abstimmen nach und dabei kommen die „isst sie genug“ Gedanken auch manchmal hoch ;-) es wird also nicht einfacher.
Ich sage mir dann immer „ich biete ihr alles an, wenn sie es nicht möchte, dann muss ich es akzeptieren“.
Mir hat ein Freund erzählt, dass er eine Mutter kannte, die Fütterungsprotokoll geführt hat weil das Kind ihrer Meinung nach nicht genug gegessen hat. Sogar das was ausgespuckt wurde und auf dem Boden lag wurde aufgesammelt um nach dem Essen abgewogen um sagen zu können, ob es nur 10 oder 15g Nudeln waren. Damit war sie dann in einer Klinik, mehrfach, obwohl dem Kind nichts fehlte. Puh. Das fand ich so krass, dass ich mir das immer wieder vor Augen führe wenn ich eine n kleinen Anfall von Kontrollwahn bekomme ;-)

Zu deinem Thema MSR auslösen: Heute Abend hatte ich irgendwann keine Lust mehr auf stillen, da wollte ich sie abdocken, sie fand das aber nicht okay, dann habe ich ganz leicht die Brust zusammengedrückt dass mehr Milch fließt, da hörte ich nur von ihr im Halbschlaf „mmm mmm“ (mehr ging ja mit Brust im Mund nicht). Sie wollte einfach gar keine Milch sondern nur noch nuckeln und ich habe sie dabei gestört ;-)

Ihr schafft das, geniest die letzten Tage vor Weihnachten als Familie - ich möchte dich jetzt nicht ermuntern viele Menschen zu treffen, aber ab und zu sollte man es sich auch gönnen.
Polarfuchs
mit Babyhase 06/19 und Minimo 11/21 und dem Sternchen 05/2018 im Herzen 🌟
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