es tut mir sehr leid, dass Dich meine Antwort so mitnimmt. Du hast nichts falsch gemacht und Deinem Sohn das größte Geschenk gemacht, dass eine Mutter ihrem Kind geben kann: Geborgenheit, Liebe, Abwehrstoffe, ... Gräm Dich bitte nicht. Du hast immer wieder Deine Sorgen geäußert und auf diese wurde nicht genügend eingegangen. Ich bin mir jedoch sicher, dass Hebammen und Ärzte, die von Deinem Sohn mehr als nur Zahlen gesehen haben, ihre Gründe für die andere Auswertung hatten. Daher gehe ich davon aus, dass Dein Sohn trotz der langsameren Zunahme gut versorgt war.
Deine Milch ist so nahrhaft wie sie nur sein kann. Ich vermute jedoch, dass das Zeitfenster für die maximale Steigerung verstrichen ist, ohne dass alle Möglichkeiten der Steigerung ausgeschöpft wurden. Gerade für die Zukunft und eine im Raum stehende zweite Stillzeit möchte ich Dir sagen, dass es mit kompetenter Unterstützung anders gelaufen wäre. Es gibt viel, was man in den ersten Wochen zur Milchsteigerung machen kann. Leider wurdest Du da nicht gut beraten.Silja86 hat geschrieben:Ich bin davon ausgegangen, dass das nur wieder eins meiner Hinrgespinste ist, dass ich zu wenig/nicht nahrhafte Milch habe.
Das macht mich auch wütend. Vor allem, weil Du Dich jetzt im Nachhinein mit solchen Fragen quälen musst, obwohl Du alles getan hast, damit es Deinem Baby gut geht. Du bist eine tolle Mutter. Du wurdest bloß nicht gut begleitet.Zu lesen, dass mein Baby die ersten 7 Monate nicht satt geworden ist (Hunger leiden musste?) tut weh. Und es macht mich wütend, dass niemand etwas bemerkt hat.
Du hast ein gutes Bauchgefühl und daher bin ich überzeugt, Du hättest Hunger erkannt. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Hunger haben und wenig zunehmen. Du hast Dein Baby nicht hungern lassen. Unter anderen Umständen hättest Du mehr Milch gehabt und er mehr zugenommen. Ein Baby kann auch mit weniger als der optimalen Milchmenge gedeihen. Und das hat Dein Sohn auch.aber zum Glück relativ bald wieder meinem Gefühl vertraut und gestillt, wenn er unruhig wurde - das hat ihn immer beruhigt.
Das kann ich Dir nicht sagen. Und es entzieht auch wahnsinnig viel Energie, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Fokussier lieber auf das Hier und Jetzt. Die Vergangenheit kannst Du nicht mehr ändern.Hat ihm das geschadet? Wird sein Essvehalten langfristig davon geprägt sein, mal nicht genug bekommen zu haben?
Das sehe ich völlig anders. Deine Milch, jeder einzelne Tropfen, hat eine Grundlage für eine gesunde Zukunft gelegt. Dein Baby ist gesund und entwickelt sich gut. Ich sehe da kein Scheitern. Was ich sehe, sind schlechte Ratgeber und eine tolle Mutter, die ihrem Kind "weißes Gold" geschenkt hat. (((())))Für mich ist das wirklich ein weiterer Tiefschlag. Ich dachte, ich quäle mich wenigstens, damit mein Sohn das Beste bekommt. Aber es war gar nicht das Beste. Das ganze Stillprojekt scheint von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen zu sein.
Viele Grüße,
Teazer (Modteam Stillberatung)