Langzeitstillen und Alkohol

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Lösche Benutzer 28783

Re: Langzeitstillen und Alkohol

Beitrag von Lösche Benutzer 28783 »

Ich grüße euch liebe Still-Mamis und Schwangere

Ich berichte über meine unschöne Zeit auf die ich nicht stolz bin,und uber die Sachen die bei uns schief gelaufen sein,und über meine Sorge darüber.
Ich muß sagen dass mich dieser Forum schon sehr beruhigen konnte,da bin ich sehr dankbar,denn ich habe mich wegen Schamgefühl und Angst noch niemanden geöffnet.
Ich bin derzeit weder schwanger,noch stillend und habe auch kein Alkoholproblem (mehr)
Ich habe 3Kinder und habe alle lange gestillt,habe in keiner der Schwangerschaften einen Tropfen getrunken und auch in den ersten 2Stillzeiten der beiden älteren Kinder(jeweils 2.5Jahre)auch nicht,aber beim dritten Kind leider schon
Und zwar fing es damit an das ich mit 3kleinen Kinder von meinem Ehemann wegen der anderen Frau sitzen gelassen wurde als die jüngste Tochter 1Jahr alt was und noch morgens und nachts gestillt hatte.
bis zu diesem Tag habe ich kein Alkohol angerührt,und zu dem Zeitpunkt hatte sie schon alles vom Familientisch gegessen, tagsüber wurde nicht mehr gestillt,aber abends zum einschlafen unbedingt,und nachts war sie immer unberechenbar und wollte teilweise ständig an der Brust hängen (keune Ahnung ob sie da effektiv viel Milch getrunken hatte oder hauptsächlich genuckelt hatte.
Jedenfalls war das die schlimmste Zeit meines Lebens (ist jetzt 1.5 Jahre her),und ich habe täglich Alkohol getrunken,immer nur Bier oder Weissweinscorle,meistens uber den Nachmittag verteilt 3Stück.Davon habe ich schon was gemerkt, gestillt wurde aber cca 4Stunden nach dem letzten Schluck.
Das ging so fast ein Jahr😳🙈🙈🙈,und bis auf 3Mal wo es mehr als 3Getränke wurden (da waren es sicher 5,und der Abstand zu der nächsten Mahlzeit war nicht mehr als 4Stunden,also hatte ich sicher noch ein sitzen als fie kleine an der Brust war,aber nicht besinnungslos betrunken)
Wie schon gesagt tut es mir furchtbar leid,aber hatte damals keinen anderen Ausweg gesehen,und der kleinen die Brust weg zu nehmen,in so einer sowieso schweren Situation konnte ich einfach nicht über's Herz bringen 😭😨.
Zu jetzt:mit genau 2Jahren habe ich die Maus abgestillt,es wurde recht gut akzeptiert,sie ist motorisch und kognitiv Top entwickelt,spricht schon fließend,und zwar 2Sprachen,ist bereits trocken und so weit alles überdurchschnittlich gut.
Die Sache mit stillen ist jetzt 6Minate her,und damit auch mein Alkoholkonsum 🙈🙈,komisch aber wahr,ich habe verstanden das es mich im leben nicht weiterbringt.
Aber ich mwche mir furchtbar Sorgen und Gedanken wegen Langzeitschäden aller Art,es vergeht kein Tag an dem ich mich deswegen nicht fertig mache,die kleine ist nämlich öfter krank, vorallem Magen-Darm,iat das eventuell die Folge?Oder bilde ich es mir nur ein,denn ea gibt nicht viele Studien die die Langzeit Schäden von Alkoholkonsum in der Stillzeit beinhalten?
Was meint ihr?
Könnt ihr mich etwas beruhigen?
Wird mein Mädchen eventuell dadurch später Alkoholiker?
Vielen Dank im vorraus und alles liebe.
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rueckenwind
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Re: Langzeitstillen und Alkohol

Beitrag von rueckenwind »

Liebe BebaRey,
es tut mir leid, dass du so eine schwere Zeit hattest.
Ich habe selbst in der Stillzeit nur sehr selten und wenig Alkohol konsumiert und hatte in diesem Bereich auch sonst nie eine Problematik. Dennoch möchte ich deinen Bericht nicht nur schweigend gelesen haben, es hat sicherlich viel Überwindung gekostet, hier zu schreiben.

Abhängigkeit ist ein sehr komplexes Thema - da kommen so viele Dinge zusammen dass man nicht sagen kann, dass etwas zwangsläufig in eine Abhängigkeit führt. Sollten in Zukunft physische oder psychische Entwicklungsprobleme bei deinem Kind auftauchen wäre es bestimmt hilfreich, wenn du deinen Alkoholkonsum in dieser Zeit nicht verschweigst, auch wenn das sicherlich nicht leicht ist.
Nimmst du externe Hilfen in Anspruch? Fachkräfte können Anzeichen für eine Entwicklungsbeeinträchtigung sicherlich gut einschätzen und dich auch sonst unterstützen.

Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute
T. mit Rumpeltochter (04.11), Purzelsohn (08.13) und Flitzeline (08.19)
Jadzia
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Re: Langzeitstillen und Alkohol

Beitrag von Jadzia »

Linda89 hat geschrieben: 24.11.2020, 20:20 Ab dem Zeitpunkt, wo dein Kind halbwegs was isst, musst du dich ins Koma saufen, damit dein Kind durch die Milch so viel Alkohol wie durchs essen aufnimmt.

Damit deine Milch so viel Alkohol wie Traubensaft oder eine reife Banane hat, brauchst du über fünf Promille und dann bist du tot.
Nur mal als Erinnerung.


2 Glas Wein ab Beikostalter ist absolut nicht erwähnenswert.
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Lösche Benutzer 28783

Re: Langzeitstillen und Alkohol

Beitrag von Lösche Benutzer 28783 »

Danke ihr lieben,wie gesagt die Zeit ist schon vorbei, sowohl das stillen,als auch Alkohol(ich trinke keinen Tropfen),und ich habe alles.soweitmim Griff,aber ich mache mir eben Vorwürfe und Sorgen....

Es geht mirnrein um die eventuell körperlichen Schädigen,oder bleibende Schäden,z.B.Niere oder Leber,und falls ja,wann würde sich so etwas bemerkbar machen?Ich dachte das vielleicht jemand jemanden kennt,der jemanden kennt wo es ähnlich war....denn psychisch oder motorisch ist alles(bisher)in bester Ordnung mit der Maus.

Aus welcher Quelle habt ihr das mit dem das man 5Promile haben müsste,damit das Kind soviel über die MuMi aufnimmt wie über Traubensaft?
Vielen Dank für euere Antworten und ich freue mich auf weitere Infos..
Serafin
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Re: Langzeitstillen und Alkohol

Beitrag von Serafin »

Die Milch hat den gleichen Alkoholgehalt wie das Blut der Mutter. Folglich brauchst du 5 Promille, damit dein Kind Milch mit 5 Promille trinkt. Was halt schlicht nix ist, normale Nahrung hat das oder mehr auch oft.

Schwanger ist das anders. Da hat das Blut des Kindes den gleichen Alkoholgehalt wie das Blut der Mutter. Sprich wenn Mutter 5 Promille im Blut hat, hat die das Kind auch im Blut. Das ist ziemlich schlecht.
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Lösche Benutzer 28783

Re: Langzeitstillen und Alkohol

Beitrag von Lösche Benutzer 28783 »

so genau kann das nicht stimmen oder liebe Serafin 🧐?Wenn die Mutter 5Promile hätte,hatte die MuMi die das Baby trinkt,bzw was in Babys Blut ankommen würde, trotzdem bedeutend weniger....
Kambly
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Re: Langzeitstillen und Alkohol

Beitrag von Kambly »

BebaRey hat geschrieben: 06.02.2023, 09:10 so genau kann das nicht stimmen oder liebe Serafin 🧐?Wenn die Mutter 5Promile hätte,hatte die MuMi die das Baby trinkt,bzw was in Babys Blut ankommen würde, trotzdem bedeutend weniger....
Ich habe das auch so im Kopf wie Serafin. Promilllegehalt ist ja das, was im Blut ist und der gleiche ist in der MuMi. Also trinkt das Kind ja Milch mit 5 Promille (nicht Prozent!!!) Alkohol. So hab ichs auf jeden Fall verstanden.
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Re: Langzeitstillen und Alkohol

Beitrag von Sommermama2017 »

BebaRey hat geschrieben: 06.02.2023, 09:10 so genau kann das nicht stimmen oder liebe Serafin 🧐?Wenn die Mutter 5Promile hätte,hatte die MuMi die das Baby trinkt,bzw was in Babys Blut ankommen würde, trotzdem bedeutend weniger....
Das, was man trinkt,.kommt ja nicht direkt so ins Blut.
Wir Erwachsenen trinken ja auch Getränke mit einem bestimmten %-Satz (!) an Alkohol, haben aber dann "nur" Promille (also viel weniger konzentriert) Im Blut.

Das Stillbaby kriegt dann schon nur noch Milch mit Alkohol im kleinen Promille-Bereich und davon gelangt ja nur ein Minibruchteil ins Blut. Keine Ahnung, wie viele Nullen das dann sind, wenn man den Anteil angeben möchte...
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
Serafin
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Re: Langzeitstillen und Alkohol

Beitrag von Serafin »

BebaRey hat geschrieben: 06.02.2023, 09:10 so genau kann das nicht stimmen oder liebe Serafin 🧐?Wenn die Mutter 5Promile hätte,hatte die MuMi die das Baby trinkt,bzw was in Babys Blut ankommen würde, trotzdem bedeutend weniger....
Hab ich doch geschrieben. Wenn das Blut der Mutter 5 Promille hat, hat die Milch 5 Promille. Diese Milch trinkt das Baby und beim Baby kommt damit im Blut quasi nix an.

So lange das Baby im Bauch ist, ist das anders. Dort haben Mama und Baby den gleichen Alkoholspiegel im Blut.
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Kaba
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Re: Langzeitstillen und Alkohol

Beitrag von Kaba »

Eine reife Banane enthält bis zu 0,6% also 6 Promille Alkohol. Das heißt, wenn man 1 Promille im Blut hat, würde das Kind durch die Milch soviel Alkohol aufnehmen, wie mit einem Sechstel Banane (oder wahrscheinlich einem halben Apfel, einem Glas Osaft, einem Stücke Hefezopf usw.).

Es gibt also aus meiner Sicher überhaupt keinen Grund, sich Sorgen um Langzeitschäden beim Stillkind, das ja da schon über 1 war, zu machen.
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
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