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Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten
Verfasst: 11.09.2016, 21:45
von EhMijaf
Hallo Teazer,
Eben gerade ist er, nachdem er die erste Seite im liegen getrunken hatte (sehr unruhig), friedlich und entspannt beim stillen der zweiten Seite eingeschlafen - allerdings saß ich dabei auf dem pezziball und hatte ihn im Wiegegriff... Ob das vielleicht einen Unterschied macht? Ich werde es ausprobieren...
Mich lässt halt das Gefühl nicht los, dass er nicht einfach nur unruhig ist an der Brust, sondern sein Bauch ihn wirklich quält und das ist nicht schön mit anzusehen...
Wenn es an der Brust mit dem einschlafen nicht klappt, dann schaukel ich ihn auf dem Pezziball in den Schlaf, in die Trage möchte er abends zum einen nicht und zum anderen kann ich ihn nur vom Arm ablegen, ohne, dass er aufwacht. Vielleicht wäre ja die Lösungen des Problems, dass ich ihn auf dem Pezziball Stille, so wie eben.
Ist Dir denn irgendwas pathologisches bekannt, was ihm zu schaffen machen könnte? Oder kann ich das ausschließen?
Er trinkt aus normalen Gläser und Tassen, Schnuller hat er gar nicht und vor ein paar Tagen hat er mal ein bisschen Wasser aus einer klassischen Flasche getrunken, aber das war eine absolute Ausnahme. Ehrlich gesagt wollte ich testen, ob er überhaupt eine Flasche nimmt, falls ich das Stillprojekt abbreche. Wir haben von klean kanteen eine Flasche, da ist eine Art Schnabel drauf (für unterwegs), fällt das in die Kategorie künstlicher Sauger?
Er isst ganz normal mit uns mit, also drei volle Mahlzeiten plus etwas kleines zwischendurch. Er isst selbstständig (mit den Händen) und wird nur gefüttert, wenn es etwas gibt, was er nicht alleine essen kann (selten). Trotzdem habe ich immer etwas sorge, ihn zu überfüttern. Er fordert Essen schon eine ganze Weile deutlich ein und isst sich auch satt. Ich Stille morgens, nachmittags, abends und nachts. Eine Stillmahlzeit macht ihn allerdings nicht satt. Er hatte auch einen deutlichen Abfall in seiner Gewichtskurve, als er 7 Monate alt war und hat das erst aufgeholt, als er viel Beikost gegessen hat (das mit dem Absacker ist mir erst vor kurzem aufgefallen). Ich glaube, dass er durchs stillen damals gar nicht mehr satt geworden ist, obwohl ich mindestens alle zwei Stunden gestillt habe, Tag wie Nacht... Es ist echt zum verrückt werden. Irgendwie steht das ganze unter keinem guten Stern. Gibt es das, dass die Milch ein Baby einfach nicht mehr satt macht, obwohl man eigentlich genug hat? Kann es sein, dass meine Milch nicht nahrhaft ist? Die Tochter von einer Freundin (gleiches alter) ist nach einer Stillmahlzeit 4 Stunden lang satt und stillt phasenweise fast noch ausschließlich. Und die kleine ist wohl genährt, wiegt mindestens ein Kilo mehr als mein Sohn und ist total gut drauf.
Richtig schmerzfrei war ich (zumindest auf der schlimmen Seite rechts) bisher nicht. Aber die Schmerzen in der Brust und der schmerzhafte Milchspendereflex sind seit der Behandlung mit Fluconazol weg. Die letzten zwei Wochen lief es wieder schlechter, weil ich wieder einen zugewachsenen Milchgang und damit verbundenen starken Milchstau hatte. Das war wirklich übel, die Schmerzen konnte nicht mal ich als Profi aushalten. Dadurch habe ich die eh immer angegriffene Rechte Seite mehr gestillt und das führte zu stärkeren Schmerzen in der rechten Brustwarze. Es hat relativ lange gedauert, bis sich die linke Brust von dem Milchstau und dem Milchbläschen erholt hat. Jetzt geht es wieder und rechts ist wieder im Schongang und nicht mehr so wund.
Jetzt habe ich einen kleinen Roman geschrieben, aber ich bin echt traurig darüber, wie es läuft und habe da auch wenig Möglichkeiten mich drüber auszutauschen. Die Leute verstehen mich nicht, warum ich überhaupt weiter Stille und da kann ich mich nicht ausheulen - das ist dann eher die Haltung "selbst Schuld". Und manchmal bin ich auch kurz davor abzustillen und mache es dann nur nicht, weil ich gar nicht wüsste, wie das gehen sollte. Und weil ich eigentlich gar nicht abstillen will.
Viele Grüße,
Silja
Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten
Verfasst: 12.09.2016, 07:36
von Teazer
Guten Morgen!
Silja86 hat geschrieben:Hallo Teazer,
Eben gerade ist er, nachdem er die erste Seite im liegen getrunken hatte (sehr unruhig), friedlich und entspannt beim stillen der zweiten Seite eingeschlafen - allerdings saß ich dabei auf dem pezziball und hatte ihn im Wiegegriff... Ob das vielleicht einen Unterschied macht? Ich werde es ausprobieren...
Ja, mach das auf jeden Fall.
Mich lässt halt das Gefühl nicht los, dass er nicht einfach nur unruhig ist an der Brust, sondern sein Bauch ihn wirklich quält und das ist nicht schön mit anzusehen...
Das kann ich mir gut vorstellen. Ist das denn nur beim Stillen so oder auch beim Essen?
Tragen würde ihm dabei auch gut tun. Es wärmt den Bauch und massiert durch die Bewegung.
Ist Dir denn irgendwas pathologisches bekannt, was ihm zu schaffen machen könnte? Oder kann ich das ausschließen?
Mir fällt da nichts ein. Wenn Du Dir jedoch Sorgen machst, dann hol Dir eine Zweitmeinung bei dem stillfreundlichen KiA. Wahrscheinlich ist bloß der Darm gewachsen und muss sich neu justieren o.a.
Wir haben von klean kanteen eine Flasche, da ist eine Art Schnabel drauf (für unterwegs), fällt das in die Kategorie künstlicher Sauger?
Du meinst die Kid-Version? Die kann, muss aber nicht Probleme machen.
Trotzdem habe ich immer etwas sorge, ihn zu überfüttern. Er fordert Essen schon eine ganze Weile deutlich ein und isst sich auch satt.
Wenn Du ihm gesunde, abwechslungsreiche Nahrung anbietest, kannst Du Dich darauf verlassen, dass er sich nicht selbst überfüttert.
Ich Stille morgens, nachmittags, abends und nachts. Eine Stillmahlzeit macht ihn allerdings nicht satt.
Das muss es in diesem Alter auch nicht mehr. Deshalb gibt es ja Beikost.
Gibt es das, dass die Milch ein Baby einfach nicht mehr satt macht, obwohl man eigentlich genug hat?
Die Milchproduktion ist nur bis zu einem gewissen Grad steigerbar. Danach, meist zur Mitte des ersten Lebensjahrs, benötigen Babys mehr und dann kommt die Beikost ins Spiel.
Kann es sein, dass meine Milch nicht nahrhaft ist?
Deine Milch ist absolut nahrhaft, sonst wäre Dein Baby vollstillend nicht gut gediehen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Babys zu Beikostbeginn ihre Perzentile verlassen. Magst Du mir mal alle Gewichte mit Datum posten? Ich guck es mir gerne an.
Die Tochter von einer Freundin (gleiches alter) ist nach einer Stillmahlzeit 4 Stunden lang satt und stillt phasenweise fast noch ausschließlich. Und die kleine ist wohl genährt, wiegt mindestens ein Kilo mehr als mein Sohn und ist total gut drauf.
Vergleiche machen keinen Sinn. Jedes Baby bringt andere Gene und Ess-/Trinkvorlieben mit. Auch jede Mutter ist anders. Selbst Geschwister entwickeln sich sehr unterschiedlich. Von daher, vergleich Dein Baby nicht mit anderen. Er ist ein Individuum und seine Entwicklung muss nur seinem eigenen Masterplan entsprechen.
Richtig schmerzfrei war ich (zumindest auf der schlimmen Seite rechts) bisher nicht.
Wie fühlt sich der Schmerz an? Wann tritt er auf? Verfärben sich Deine Brustwarzen?
Jetzt geht es wieder und rechts ist wieder im Schongang und nicht mehr so wund.
Pflegst Du Deine Brustwarzen mit Lanolin?
Jetzt habe ich einen kleinen Roman geschrieben, aber ich bin echt traurig darüber, wie es läuft und habe da auch wenig Möglichkeiten mich drüber auszutauschen.
Das tut mir leid. ((())) Ich höre Dir gerne zu und unterstütze Dich.
Die Leute verstehen mich nicht, warum ich überhaupt weiter Stille und da kann ich mich nicht ausheulen - das ist dann eher die Haltung "selbst Schuld".
Diese Leute haben keine Ahnung was Du Großartiges leistet. Du gibst Deinem Sohn mit dem Stillen so viel mehr als bloß Kalorien. Sie sollten Dir anerkennend auf die Schulter klopfen. Das hast Du nämlich verdient.
Und manchmal bin ich auch kurz davor abzustillen und mache es dann nur nicht, weil ich gar nicht wüsste, wie das gehen sollte. Und weil ich eigentlich gar nicht abstillen will.
Dann gucken wir, was wir tun können, damit Ihr weiter stillen könnt.
Viele Grüße,
Teazer (Modteam Stillberatung)
Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten
Verfasst: 12.09.2016, 22:42
von EhMijaf
Hallo Teazer,
danke für Deine Worte, das tut wirklich gut zu lesen. Heute war ich auch wieder bei der Stillgruppe, das hat mir auch noch mal neue Kraft gegeben und mir deutlich gemacht, dass ich überhaupt nicht abstillen will - dieser Gedanke kommt halt immer nur in den Momenten, wo ich wirklich verzweifelt bin.
Manchmal fängt er auch beim essen an zu zappeln. Er scheint wirklich sehr intensiv seine Verdauung zu spüren. Glaubst Du, dass sich das irgendwann gibt? Vielleicht wird er auch ein "Bauch-Mensch"... Bin ich auch. Ich würde mich einfach nur freuen, wenn er seine Stillmahlzeiten mehr genießen könnte - und ich auch.
Er wird noch relativ viel getragen über den Tag. Oder meinst Du speziell abends zum schlafen? Ich glaube, da wird er die Trage nicht akzeptieren...
Ich kriege morgen wahrscheinlich das Ergebnis einer Stuhluntersuchung. In der Stillgruppe heute wurde vorgeschlagen, ihm gute Darmbakterien zuzuführen. Da die Probleme ja schon viele Monate bestehen und er eigentlich von Geburt an Schwierigkeiten mit seinem Bauch hatte, spreche ich vielleicht wirklich noch mal mit einem Kinderarzt. Ich will einfach nichts übersehen. Aber wenn das Testergebnis morgen ohne Befund ist, kann ich ja schon mal beruhigt sein.
Ja, die Kid-Version. Ich habe das Gefühl, dass das Trinken aus dieser Flasche so anders ist als das Trinken aus der Brust, da kommt er nicht durcheinander. Hoffe ich!
Vielleicht ist es auch nur meine allgemeine Unsicherheit zum Thema stillen, aber mittlerweile habe ich rückblickend das Gefühl, dass er gar nicht so gut gediehen ist. Er hat über drei Wochen gebraucht, bis er sein Geburtsgewicht wieder erreicht hat. Unsere Hebamme war auch etwas alarmiert, ich sollte dann zusätzlich pumpen und das zufüttern. Und er hat auch nicht nach 6 Monaten sein Gewicht verdoppelt (habe mal gelesen, dass das so sein sollte). Mit 7 Monaten dann der Absacker. Ich habe nur die Gewichtsdaten aus dem Vorsorheheft, ich poste sie morgen, komme gerade nicht an das Heft.
Ich habe wochenlang dauergestillt und dann viele Monate alle 1-2 Stunden, Tag wie Nacht. Vielleicht ist er nie so richtig satt geworden? Er hat auch direkt zu Beginn der Beikost große Mengen essen wollen und fand Essen im Allgemeinen total gut (bis heute).
Ich wollte nicht die Babys vergleichen, sondern eher die Muttermilch

jetzt hat sich dieser Gedanke in meinem Kopf festgesetzt, dass es zwar vielleicht nicht eindeutig zu wenig war, aber immer so an der Grenze. Ich weiß gar nicht, wie das werden soll, wenn ich ein zweites Mal schwanger werde. Wahrscheinlich zerbreche ich mir nur den Kopf darüber, wie das mit dem stillen wird. Ich habe in meiner ersten Schwangerschaft fast schon ein bisschen neurotische über alles nachgedacht und mich belesen, es gab nichts, was ich nicht im Kopf durchgespielt habe oder worüber ich nicht irgendwelche Fachliteratur gelesen habe - außer über stillen. Ich bin nie auf die Idee gekommen, dass das irgendwie nicht klappen könnte und wusste gar nicht, dass es sowas wie Stillprobleme gibt. Manchmal geht meine Angst so weit, dass ich kein 2. Kind möchte oder darüber nachdenke, gar nicht zu stillen und direkt die Flasche zu geben - völlig absurd.
Im Moment benutze ich Kokosöl und eine Salbe aus der Drogerie (extra für Brustwarzen). Ich muss dringend mal wieder Lanolin bestellen, das Zeug ist nur ja leider wahnsinnig teuer...
Rechts ist es der übliche Wundschmerz, der je nach Beanspruchung stärker oder schwächer ist. Nach 1-2 Minuten hört es meist auf weh zu tun. Links war nach der Einnahme vom Fluconazol alles super, da kamen erst mit dem Milchbläschen und dem Stau vor zwei Wochen wieder Probleme. Einerseits die Schmerzen in der Brust vom Stau und dann noch eine ganze Weile Schmerzen in der Brustwarze, vor allem beim Andocken und dem ersten fließen der Milch. Ich hatte das Gefühl, dass der Betroffene Milchgang im Bereich der Brustwarze verletzt war (vielleicht durch das Aufstechen?) und die kleine Verletzung bei jedem Stillen wieder aufging. Seit gestern tut es fast gar nicht mehr weh, was bleibt ist aber die starke Berührungsempfindlichkeit. Ich habe auch schon überlegt, ob vielleicht die Spasmen wieder ausgelöst wurden.. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich zumindest Teile der Brustwarze weiß färben. Aber irgendwie traue ich meinem Urteilsvermögen nicht so richtig. Die Schmerzen in der Brust sind auf jeden Fall komplett wieder verschwunden.
Auf der rechten Seite ist es auch so, dass er einfach nicht sauber andockt. Seine Zähne drücken unangenehm und er macht den Mund nicht weit genug auf. Nachts ist es besonders schlimm. Ich gebe mir wirklich Mühe, es Klappt links ja auch einwandfrei. Aber irgendwie funktioniert es nicht. Deswegen hatte ich ja auch schon überlegt rechts abzustillen.
Viele Grüße
Silja
Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten
Verfasst: 13.09.2016, 09:38
von Phytolacca
Hallo Silja,
Ich bin beeindruckt wie du durchhältst und nichts unversucht lässt. Ich selber bin auch bei die Schmerzen lassen sich aushalten angekommen. Aber habe immer noch Hoffnung und würde auch gern wenigstens ein Jahr stillen.
Nur mal eine Idee aus meiner erfahrungsecke. Wart ihr schon mal beim Orthopäden oder Osteopathen. Ich denke daran, wegen den gehampel und das eine Seite schlechter ist, auch das er auf einer Seite den Mund nicht richtig auf gemacht hat und die Oberlippe nicht rauskam erinnert mich an meinen Sohn.
Bei Blockaden in der Wirbelsäule ist wo auch der Bauchraum so verspannt, dass es zu Koliken kommt
Liebe grüße
Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten
Verfasst: 13.09.2016, 14:12
von Teazer
Liebe Silja,
Du machst Dir viele Sorgen. ((()))
Ich guck mir morgen gerne mal die Gewichtsdaten an. Vielleicht sind danach einige Dinge klarer.
Darmbakterien sind unter Muttermilchernährung für gewöhnlich gut aufgestellt. Ohne ärztliche Verordnung würde ich da nichts machen.
Leider nur kurz, da mobil.
Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten
Verfasst: 13.09.2016, 17:00
von EhMijaf
Hallo phytolacca,
danke für Deine Worte. Tut mir leid, dass Du andcheinend auch Probleme hast...wenn man es aushalten kann, ist ja schon mal gut, aber schöner wäre es, wenn das Stillen gar nicht weh tun würde.
Ich war schon mal mit meinem Sohn bei einer Osteopathin, da war er wenige Wochen alt. Vielleicht ist das eine Option. Hat euch das geholfen? Was ist denn eure Problemlage?
Ich drücke euch die Daumen, dass alles gut wird! Wir haben jetzt ein Jahr geschafft und ich hoffe, wir schaffen noch ein zweites...
Hallo Teazer,
die stuhlprobe hat ergeben, dass mein Sohn staphylokokkus aureus im Darm hat, dies aber nicht weiter schlimm wäre. Zur Unterstützung der darmflora soll ich ihm 5 Tage lang jeweils einen Milliliter von einer Suspension geben, habe den Name gerade vergessen. Hole morgen das rezept. Das klang nicht so, als könnten diese Bakterien für seine Probleme verantwortlich sein.
Hier die Gewichtsdaten:
03.09 U1: 3820 Gramm
10.09 U2: 3750 Gramm, gewogen beim Kinderarzt. Dieses Gewicht stimmt auf keinen Fall, es war weniger. Zwei Hebammen haben mit zwei Waagen ein geringeres Gewicht gemessen, ich weiß aber nicht mehr, wieviel es war.
14.10 U3: 4500 Gramm
16.12 U4: 5870 Gramm
01.04 U5: 7000 Gramm
05.09 U6: 9730 Gramm
Alle anderen daten weiß ich nicht mehr. Die ersten Wochen war das wiegen Stress pur, weil es nicht richtig hoch ging und ich mir große Sorgen gemacht habe.
Danke fürs anschauen.
Viele Grüße,
Silja
Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten
Verfasst: 13.09.2016, 19:57
von Phytolacca
Hallo Silja
Ich würde mir auch wünschen dieses berühmte kitzeln zu verspüren und diesen doofen Stillhut loszuwerden, aber im Moment macht er es nicht ohne. Ich kenne auch diese Tiefs, wenn man eine Besserung hinter sich hat und ein neues Problem auftauch und man dann er eut mit den abstillgedanken kämpft.
Ich könnte dir jetzt Romane schreiben über unsere Problemlage, aber ich werde mich kurz fassen. Wir hatten eine schwere Geburt und das stillen tat von Anfang an weh (Risse, wund, stillhütchen) und später dann auch Vasospaßmen.
Er war sehr unruhig, zu Beginn ehr ein stillkampf. Und es tat lnks mehr weh wie rechts. Dann haben wir Fuchs und Feuerstein durch gemacht, Stillberatung, Osteopath, Bändchen Kontrolle, Cremes ect
Und eine Logopädin (leider nicht die Osteopathin) erkannte dass er so sehr verspannt ist dass der Oberkiefer kaum beweglich ist und beim saugen nicht mit macht und das vor allem bei der kopfdrehung nach rechts ( also linke Brust).
Dann sind wir zum Orthopäden (nicht jeder kennt sich aus) und der hat mehrere Blockaden der Wirbel an verschiedenen Bereichen festgestellt und behandelt. Seitdem ist es rechts ganz okay und links aushaltbar, je nach Tagesform. Nur leider kommen die Blockaden immer wieder. Er stillt jetzt auch ruhiger.
Liebe Grüße
Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten
Verfasst: 13.09.2016, 20:55
von Teazer
Liebe Silja,
danke für die Daten. Die sind in den ersten sieben Monaten tatsächlich sehr auffällig. Dass es so lange dauerte bis das Geburtsgewicht wieder erreicht wurde, spricht dafür, dass die Etablierung der Milchproduktion in den ersten Lebenswochen nicht optimal gelaufen ist. Das zog dann die Perzentilenkreuzungen nach sich. Hat Dir Deine Hebamme außer zu pumpen und nachzufüttern noch andere Empfehlungen gegeben was das Stillmanagement betrifft (Stillhäufigkeit und -dauer, Wechstillen, Brustkompression, etc.)? Was hat der KiA dazu gesagt?
Seit der U7 ist die Gewichtsentwicklung sehr erfreulich. Er hat sich auf die 50. Perzentile hoch gearbeitet. Er gedeiht mit der Kombination Stillen plus Beikost wunderbar und wird sich vermutlich bald in "seiner" Perzentile einpendeln.
Viele Grüße,
Teazer (Modteam Stillberatung)
Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten
Verfasst: 13.09.2016, 22:36
von EhMijaf
Hallo Teazer, vielen Dank für die Bewertung der Daten.
Ich bin gerade sehr schockiert. Ich bin davon ausgegangen, dass das nur wieder eins meiner Hinrgespinste ist, dass ich zu wenig/nicht nahrhafte Milch habe. Zu lesen, dass mein Baby die ersten 7 Monate nicht satt geworden ist (Hunger leiden musste?

) tut weh. Und es macht mich wütend, dass niemand etwas bemerkt hat. Ich habe zwei Kinderärzte angesprochen. Der erste antwortete mir auf meine Sorge, dass alle Babys viel mehr auf den Rippen haben als mein Sohn, lediglich, dass die meisten seiner Altersgenossen ebenfalls mehr auf den Rippen hätten als er (Der Kinderarzt war sehr schlank). Der zweite Arzt, den ich bei der U5 nach dem wiegen und den 7 Kilo, die mir sehr wenig vorkamen, fragte, meinte nur, dass sei absolut in Ordnung. Er hat das Gewicht in dem Vorsorgeheft allerdings gar nicht eingetragen (hinten bei den Kurven), kannte also die Kurve und die Relation von meinem Sohn gar nicht.
Die Hebamme hat mir nur das mit dem pumpen empfohlen, weil ich nach einem wiegen, wo wieder kaum eine Zunahme zu erkennen war, in Tränen ausgebrochen bin. Wenn ich so besorgt sei, dann solle ich pumpen und zufüttern. Dies habe ich allerdings nur wenige Tage gemacht, da das mit dem pumpen zum einen nicht funktionierte und ich zum anderen wahnsinnig fertig war zu der Zeit - ich wusste nicht, dass es eigentlich wichtig gewesen wäre, wieder mit dem pumpen aufzuhören hat die Hebamme als okay befunden. Eine Vertretungshebamme (ausgebildet in emotionaler erster Hilfe, betreut Eltern von Schreibabys etc) hat sogar zu mir gesagt (ich war wirklich fix und alle von dem wochenlangen Dauerstillen unter starken Schmerzen), ich solle meinen Sohn sowieso nicht immer die Brust geben, wenn er weint, ich würde ihm dann ja "das Maul stopfen" und er müsse lernen, sich anders zu beruhigen. Ich könnte ihn ja später auch nicht immer mit stillen trösten. Da war mein Sohn vielleicht 6 Wochen alt. Ich habe mich kurzfristig sehr davon verunsichern lassen, aber zum Glück relativ bald wieder meinem Gefühl vertraut und gestillt, wenn er unruhig wurde - das hat ihn immer beruhigt.
Das macht mich alles wirklich traurig. Ich dachte immer, ich hätte genug Milch. Es tut mir so leid, dass er nicht satt geworden ist. Hat ihm das geschadet? Wird sein Essvehalten langfristig davon geprägt sein, mal nicht genug bekommen zu haben?
Für mich ist das wirklich ein weiterer Tiefschlag. Ich dachte, ich quäle mich wenigstens, damit mein Sohn das Beste bekommt. Aber es war gar nicht das Beste. Das ganze Stillprojekt scheint von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen zu sein.
Viele Grüße,
Silja
Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten
Verfasst: 13.09.2016, 23:27
von EhMijaf
Mein Sohn war nach dem stillen immer zufrieden, er hat nicht weiter geweint oder nach der Brust gesucht. Er war zwar nie sehr lange zufrieden, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass er nach dem stillen noch hungrig war, obwohl es mir gerade nicht so leicht fällt, auf meine Wahrnehmung zu vertrauen. Kann ich dann davon ausgehen, dass er zwar nicht optimal versorgt wurde, aber keinen Hunger leiden musste, weil er immer an die Brust durfte? Es gab manchmal Situationen, da habe ich durch tragen im Tuch eine Stillpause von 2 Stunden erzeugt, wenn ich wirklich nicht mehr konnte und meine Brustwarzen pause brauchten oder ich schlafen musste.
Ich mache mir Vorwürfe und kann den Gedanken, dass er nicht genug bekommen hat, eigentlich gar nicht aushalten.