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Re: Stillen: Wie klappts am besten.Gibts da ein Handbuch für

Verfasst: 01.11.2012, 10:29
von bertilla
Wie geht es euch denn inzwischen?

Als wir aus dem Krankenhaus kamen, hatten wir auch so eine Schlafmütze. Das war richtig anstrengend. Oft haben wir fast eine Stunde lang versucht, das Kind zu wecken - keine Chance. Dazu kam noch eine Saugschwäche. Meine Hebamme hat uns sofort gesagt, dass wir tagsüber mindestens alle zwei Stunden, nachts mindestens alle drei füttern müßten. Wie, war ihr egal, also ob an die Brust anlegen oder anderswie. Ihrer Auffassung nach mußte das Kind erstmal zunehmen und fitter werden, danach könnten wir uns um Stilltechniken kümmern. Sie hat auch sehr versucht, mir den Streß zu nehmen. Wir haben abgepumpt und gebechert (ja, auch schlafend funktionierte das!) und siehe da - nach zwei Tagen war das Baby zunehmend wacher und munterer und hat nach drei Tagen das erste Mal selbst schreiend verkündet, dass sie jetzt Hunger hätte. Den Moment hab ich richtig gefeiert! Bis sie die Brust "ohne alles" genommen hat, hat es noch mehrere Wochen gedauert, aber das war alles nicht mehr so belastend wie die ersten paar Tage.

Re: Stillen: Wie klappts am besten.Gibts da ein Handbuch für

Verfasst: 01.11.2012, 21:52
von 4tiere
Wie geht es euch?
(Ich hoffe unser etwas eindringliche Nachfragen hat dich nicht verschreckt.)

Re: Stillen: Wie klappts am besten.Gibts da ein Handbuch für

Verfasst: 04.11.2012, 23:27
von blueberry
Wie geht es Dir und Deiner Maus inzwischen? Ich hoffe, dass du nicht schreibst ist kein Zeichen, dass es Deiner Kleinen inzwischen bedeutend schlechter geht und die Apathie ein Anzeichen für irgendwas Bedenklicheres ist... :(

Ich schick Dir einfach mal gute Wünsche auf diesem Wege und dass Dein Baby schnell zu Kräften kommt und wacher wird :)

Re: Stillen: Wie klappts am besten.Gibts da ein Handbuch für

Verfasst: 09.11.2012, 22:47
von SoulDream
Soo...

vorgestern hatte ich nen derben Zusammenbruch... War den ganzen Tag nur am heulen, Finja klammerte total, kam alle 2 Stunden und ließ sich nicht einmal für 2 Minuten Klo ablegen. Dazu die ganze Pumperei, das ewige Anlegen-Einschlafen... das Gefühl wie im Knast zu sein... Abends kam meine hebi vorbei und wir haben geredet und eine Entscheidung getroffen.

Ich werde Finja anlegen wenn ich Lust habe und denke das es für uns beide ok ist, trink sie dann gut, trink sie nicht, gibt es die Flasche. Abpumpen tue ich nach Lust & Laune und zu keinen festen Zeiten, sollte das nicht reichen gibts halt Pre-Nahrung. Gestern und Heute haben wir nach dem neuen Schema gelebt, es ist toll so ganz ohne Druck zu sein. Uns geht es so viel besser, wir sind beide ruhiger und gelassener geworden. Und gepumpt hab ich nach Lust & Laune 4-5x am Tag und trotzdem die gleiche Menge gehabt wie beim alten Rhytmus.

Morgen fahren wir zu meinen Eltern, da werde ich vorher pumpen, eine Flasche mit Mumi mitnehmen und später bekommt sie dann Pre.


Ich weiß ihr schlagt nun die Hände über den Kopf zusammen, aber ich war so fertig und bevor es richtig böse endet... ist es mir so lieber. Ich will nicht die Schuld gänzlich aufs KH abwälzen, aber dort wurde der Grundstein für unsere Probleme gelegt. Damit muss ich leben, gut... Stillen klappt so nicht, aber ich kann für mich sagen: ich habe es versucht so gut ich konnte. Hat nicht geklappt aus verschiedenen Gründen, also jut gibts halt Flasche. Solange ich pumpen kann und genug kommt bekommt Finja Mumi über die Flasche.


Danke für die vielen liebgemeinten Tips und Ratschläge, auch wenn viele davon bei uns nicht wirklich gehlfen haben. Wir werden es beizeiten vieleicht nochmal versuchen und neustarten mit dem Versuch voll zu stillen, erst einmal jedoch möchte ich bei Finja und mir Ruhe reinbringen und den Alltag meistern.

Re: Stillen: Wie klappts am besten.Gibts da ein Handbuch für

Verfasst: 09.11.2012, 23:33
von emm
Hi SoulDream,

auch, wenn es natuerlich doof ist, wenn das KH schon die Grundlage fuer Stillprobleme legt: das klingt, als haettet ihr einen Weg, der fuer euch passt, gefunden, super. Es soll euch ja auch gut gehen dabei und keine Quaelerei sein.

Wenn sich der Alltag einigermaszen eingespielt hat und ihr Lust habt, koennt ihr ja immer noch schauen, ob sich die Zufuettermenge reduzieren laesst. Wenn nicht, auch gut, Du tust, was Du kannst und achtest dabei auch auf Dich, das find ich klasse.

wuensch euch alles Gute und Dir viel Freude an Finja (:

Liebe Gruesze von der Insel,

Re: Stillen: Wie klappts am besten.Gibts da ein Handbuch für

Verfasst: 10.11.2012, 00:14
von blueberry
Es tut mir leid zu hören, dass es Dir zwischenzeitlich so schlecht ging. Deiner Maus scheint es inzwischen aber besser zu gehen - Deine Beschreibung klingt, als sei sie nun fitter und nicht mehr so apathisch. Ist der Eindruck richtig? Was haben denn Arzt und Hebamme gesagt/vermutet, warum sie vorher so unglaublich schläfrig und kaum zu erwecken war? Aber wenn sie Dich kaum aufs Klo gehen lässt, scheint sie aus dieser Anfangs-Apathie ja inzwischen etwas heraus zu sein - ein gutes Zeichen :wink: , auch wenn es anstrengend ist, die Tage mit einem so bedürfnisstarken kleinen Menschlein zu verbringen und dann "nebenher" noch zu Pumpen.

(Pumpst Du eigentlich zeitlich versetzt zum Stillen oder ist es Dir ab und an möglich, mit einer guten elektrishen Pumpe zu pumpen während Dein Baby zeitgleich an der anderen Seite trinkt? Das spart nämlich zum einen Zeit und zum anderen macht es das Auslösen des MSR um vieles einfacher als mit Pumpe allein.)

Zum Pumpen/PRE-Geben/Stillversuchen hast Du jetzt einen Weg gefunden, der Dich im Moment entlastet - das ist doch prima! Das "Babygenießen" soll nicht zu kurz kommen :wink: Es ist manchmal gar nicht so leicht, einen Kompromiss zwischen kurzfristigen und langfristigen Vorteilen verschiedener Optionen zu finden - schön, wenn Du jetzt für Euch einen Weg gefunden hast, der sich für Dich gut und gleichzeitig machbar anfühlt.

Und selbst wenn es auf dauerhaftes Pumpstillen/Pre-Füttern hinauslaufen sollte:

1. kannst Du (solange Deine Maus noch an die Brust geht) immer nochmal einen Versuch starten, mit dem BES zuzufüttern (und die Brust außerdem immer zum "Beruhigungsnuckeln" geben :D ) und von der Flasche wieder wegzukommen. Und wenn das mit dem BES gar nicht klappen sollte, gibt es:

2. immernoch die Möglichkeit, auch Flaschefüttern so babygerecht und stillähnlich wie möglich zu gestalten, sprich:
- das Füttern auf eine oder zwei wichtige Bezugspersonen beschränken,
- Baby mal im rechten und mal im linken Arm halten (damit es sich symmetrisch entwickeln kann)
- beim Füttern viel Hautkontakt ermöglichen (also z.B. zuhause immer Baby mit der Wange an den nackten Oberkörper/Oberarm von Mama oder Papa halten, damit es eine Nase voll "Mama/Papaduft" und "Streicheleinheiten" als Seelennahrung nehmen kann :wink: )
- Baby so aufrecht halten, dass es überschüssige Milch aus dem Mund laufen lassen kann (aus einer Flasche - im Gegensatz zur "babyregulierbaren" Brust - kommt halt auch beim Nuckeln immer noch Milch raus - in Rückenlage ist das für's Baby sehr ungünstig, wenn es mal schon vor "Flaschenende" satt ist... Durch aufrechtes Halten - wie beim Becherfüttern - kann man das vermeiden.)

Hier gibt es etliche Mamas, die mit ihren Babys eine schöne und liebevolle (wenn auch zuweilen mühevolle) Zeit des Pumpstillens hatten - manchmal bis weit ins zweite Lebensjahr hinein :) . Deswegen schlägt hier ganz sicher niemand die Hände über dem Kopf zusammen, wenn eine Mama pumpstillt :wink: 8) (Auch wenn es natürlich immer traurig ist, wenn man bei einer Mama von Mühen und Stillproblemen liest, die ursprünglich vielleicht mal vermeidbar gewesen wären... :( - das hat aber mit "Hände überm Kopf zusammenschlagen" nichts zu tun :wink: )

Dir jedenfalls alles Gute weiterhin und eine schöne erste Reise mit Baby.