Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Was kommt nach dem Vollstillen?

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alequito
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von alequito »

fingerfood food ohne backenzähne find ich auch ok. :wink:
immerhin wird hier die möglichkeit selbst aus dem angebot zu wählen gegeben.
aber wieviele babys sind denn wirklich bereit mit 6 monaten beikost zu essen?- siche die wenigsten ( wenn die zeichen, die von den kindern ausgehen auch reichtig gedeutet werden)

ich denk auch, dass das Schauen und interessiert sein, wenn die GRoßen essen oft gleichgesetzt wird, dass das kind essen will.

Eine Freundin von mir meinte mal ganz toll ausgedrück ( ihr Kind war 5 Monate alt) Vielleicht schaut sie so interessiert, weil sie eben gerne schaut. In dem Alter sauegen sie doch alle noch wie ein Schwamm auf, was es zu sehen gibt. Und glänzendes Besteck ist nun mal fastzinierend.

ich finde den hype, dass die kinder endlich essen müssen nur so schrecklich. Und dafür werden dann neue Studien erfunden....
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Leila
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von Leila »

Irgendwie finde ich mich in Alequitos Beiträgen wieder, so sehe ich das auch... Wie hat das ganze Jahrtausende funktioniert, aber auf ein mal nicht mehr? Das kann ich mir nicht vorstellen...

Zum Thema vorkauen: Das hat noch den netten Effekt, daß die Nahrung anverdaut wird, und Enzyme beigemischt werden, die das Kind selbst noch nicht hat (Amylase z.B.). Daraus folgt: Besser verdauliches Essen, als mit dem Pürierstab gemixtes... :idea: An sich habe ich ja auch nichts gegen Brei, wenn das Kind so weit ist. Mir wurde damals in Canada gesagt (da wird zu erst Getreide eingeführt), ich solle mein Kind hungern lassen (also keine Flasche geben, Stillen war wegen meiner Infektion nicht mehr möglich), dann wird sie essen... Oder, so ungefähr,: You can make her eating, if you want to... Das war meine Kinderärztin... Zum Glück sind wir kurz darauf wieder nach D gekommen, somit mußte ich nicht mehr zu der netten Dame... :roll:

Soviel dazu... Ach ja, in Canada bekommen Kinder unter 1 auch geriebenen Käse, wegen dem Calcium... :shock: Und das in Mengen, die nicht mal ich essen würde... :twisted: :shock:

Lieben Gruß

Anja
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von lieselliesel »

Sagittaria hat geschrieben:
olgaga hat geschrieben:
asujakin hat geschrieben:Also was ein ARZT sagt ist nicht immer richtig.
ja, nur wie kann man das entscheiden??? die eine bekannte ist z.b. nicht wirklich viel online unterwegs, war völlig enttäuscht von allen ratgebern, die sie sich jemals gekauft hatte, weil keiner auf ihre situation zutraf, hatte angst, dass ihre mutter evtl. zu veraltete tipps gibt usw usw... wenn man sich nichtmal auf einen ARZT verlassen kann, ist man halt irgendwann allein mit onkel hipp und seinen gläschen bei dm im regal... es IST einfach sehr sehr schwer heutzutage! es gibt einfach fast zu viel information in jede richtung... WEM soll man denn nun glauben?? ist wirklich nicht so einfach!
Den entsprechenden Fachleuten, in dem Fall die Stillberaterin ;)
Aber auch die sagen doch, dass man mit 4 Monaten anfangen kann. dass sie nur die Empfehlung nicht abändern wollen, weil sonst zu VIELE Menschen zu FRÜH beginnen. Sie sagen aber nicht, dass es GRUNDSÄTZLICH falsch sei. (siehe in dem oben angegebenen Link).

Und die Studienlage sieht derzeit tatsächlich so aus, dass es bezüglich des Allerigerisikos egal ist, ob man mit 4,5 oder 6 Monaten Brei gibt. Selbst Cochrane, die Oberinstanz aller Studien, die nur qualitativ hochwertige und "saubere" Studien in ihre Reviews aufnehmen, sagen das.

Grüßle, Ma
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von lieselliesel »

alequito hat geschrieben: 2. Backenzähne um die Nahrung zerkleinern zu können.-> geht mit Schneidezähnen nicht
Kann ich so nicht bestätigen.

Lene hat ihre ersten Zähne mit 10,5 Monaten bekommen, Nummer 3 und 4 folgten erst mit 13,5 Monaten. Mit knapp 11 Monaten hat sie beschlossen keinen Brei mehr zu essen (sie hat erst mit gut 8 Moanten damit angefangen..), selbst der Plastiklöffel war unerwünscht. Ab da gab es Familienkost. Selbst die Karotte wurde mit den 2 Zähnchen kleingeraspelt...

Das mit dem aufrecht sitzen find ich auch, aber die Zähne sind nach meiner rfahrung überhaupt keine Vorraussetzung für Familienkost oder Beikost.

Ma
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alequito
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von alequito »

@lieselliesel,
dein bericht klingt aber danach, dass dein kind beim essen schon mitzureden hat. wenn sie sich selber dafür entscheidet, festes zu nehmen ist das super.

die sache mit den backenzähnen ist ein gedankenstein, den ich den eltern mitgebe, die eben vielleicht mit 4 monaten brei füttern wollen.

hier ist mit sicherheit nicht das kind gefragt, ob es brei will, sondern zum einen wollen die eltern, oder "der arzt hat gesagt..."

ich finde es egal ob superstudien behaupten, dass es gut ist oder mit 4 monaten brei zu geben.

man kann auch x- studien gegen die normalität und natürlichkeit erfinden und damit dagegen vorgehen.
auch in uns hoch zivilisierten menschen steckt noch natur.

versteh gar nicht, wie das säugetiere machen ohne breie.
da stilen die jungen auch und irgendwann gehen sie sie von allein gras fressen und wieder stillen..... (natürlich nur so lange, die mensch ihnen erlaubt bei mama zu trinken. gibt ja auch arme kälber , die kurz nach geburt von den müttern weg müssen, was zusammengemixtes trinken müssen, damit mamamuh gemolken werden kann und die milch zu hapre verarbeitet werden kann- irre der kreislauf und unverständlich.... naja)
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„… Du kannst nämlich nicht verloren gehen.
Du bist Liebe.
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von lieselliesel »

@alequito: bin auch kein Freund von früher beikost. Ich hab das mit den Studien nur geschrieben, weil halt einfach oft behauptet wird, das seien alles Studien, die von Onkel Hipp und Tante Alete finanziert wurden. Und das stimmt so nicht.

Nichts desto trotz frag ich mich ernsthaft, wie man in ein 4 Monate altes Baby den Brei überhaupt rein bekommt. Mein Hannes zeigt da keine Tendenzen den Mund auf zu machen....Aber meine Mama hat auch bei Lene, als die nicht gegessen hat mit ihren 6/7 Monaten, den "das Kind macht den Mund ausVersehen auf und ich schieb schnell den Löffel rein"-Trick gemacht. Da hätt ich sie fast angefallen für.

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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von Iris »

Es gibt Kinder, die auch schon nach 4 Monaten den Mund aufmachen. Und es gibt halt welche, die auch nach 12 Monaten den Kopf wegdrehen. Warum muss man daraus jetzt ne Debatte machen? Die Kinder wissen den richtigen Zeitpunkt, aber ich glaub, das schrieb ich schon... :wink:
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von Altraia »

Es gibt Kinder, die auch schon nach 4 Monaten den Mund aufmachen. Und es gibt halt welche, die auch nach 12 Monaten den Kopf wegdrehen.
Genau. Das weiß ich ganz genau, denn ich hatte ein solches und ein solches ;-). Meine Tochter hat mit 4 Monaten den Mund aufgemacht. Sie hat gezielt den Löffel reingelassen, und wenn es ihr nicht schnell genug ging, hat sie selbst nachgeholfen. Fingerfood hat sie da auch schon selbständig genommen. Und beim Kauen hat sie wohlige Geräusche von sich gegeben und deutlich sichtbar klargemacht, dass sie mehr wollte. Ich habe ihr die Beikost nicht aufgrund irgendwelcher fixen Altersangaben verweigert, sondern die Anzeichen für Beikostreife zugrundegelegt.

Nur sind leider sehr viele Eltern nicht wirklich aufgeklärt und missdeuten das übliche Hinterherschauen, einen Entwicklungsschub mit kürzeren Stillabständen, die Tipps der Schwiegermutter und der Babykosthersteller etc. und bieten tatsächlich vorzeitig Beikost an. Eben deshalb ist es schon sinnvoll, als Anhaltspunkt ein gewisses Alter anzugeben.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von lieselliesel »

Altraia hat geschrieben:
Es gibt Kinder, die auch schon nach 4 Monaten den Mund aufmachen. Und es gibt halt welche, die auch nach 12 Monaten den Kopf wegdrehen.
Genau. Das weiß ich ganz genau, denn ich hatte ein solches und ein solches ;-). Meine Tochter hat mit 4 Monaten den Mund aufgemacht. Sie hat gezielt den Löffel reingelassen, und wenn es ihr nicht schnell genug ging, hat sie selbst nachgeholfen. Fingerfood hat sie da auch schon selbständig genommen. Und beim Kauen hat sie wohlige Geräusche von sich gegeben und deutlich sichtbar klargemacht, dass sie mehr wollte. Ich habe ihr die Beikost nicht aufgrund irgendwelcher fixen Altersangaben verweigert, sondern die Anzeichen für Beikostreife zugrundegelegt.
Oh, wollte niemandem hier auf den Schlips treten. War wirklich nicht so gemeint. Ich hätte das persönlicher ausdrücken sollen. War ungeschickt.

Lene hat halt erst mit 8 Monaten gegessen, wenn sie auch den Mund schon früher "toll" aufgemacht hat... Hannes macht eben noch keine Anstalten.

Das Problem ist halt schon, dass die meisten eben eher nicht mit 4 Monaten beikostreif sind. Leider hab ich bei vielen Eltern (nicht hier :wink: ) das Gefühl, dass sie sich hinter dem "ich kenne meine Kind und weiß, was am besten für es ist" verschanzen, um möglichst früh Beikost zu geben.

Aber wie schon mehrfach gesagt: man kann nicht verallgemeinern. Und das ist das wirkliche "Problem" daran.

Ma
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Re: Beikost zwischen dem 4.-6.LM doch okay???

Beitrag von Altraia »

Ja, ich finde das auch sehr schwierig.
Liebe Grüße,
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