Zu wenig Milch zum Vollstillen von ehemaligen Zwillingsfrühchen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Gesperrt
KeksTerminator
ist gern hier dabei
Beiträge: 55
Registriert: 13.02.2024, 09:29

Re: Zu wenig Milch zum Vollstillen von ehemaligen Zwillingsfrühchen

Beitrag von KeksTerminator »

Hallo Mondenkind,

danke, für die Zeit, die Du Dir nimmst und auch danke für die Anerkennung von dem, was ich bisher geleistet hab - das tut verdammt gut. In meinem Kopf ist die Aussage, dass Stillen das erste halbe Jahr das Beste fürs Kind ist, fest verankert, und die 3 Monate, die sie zu früh kamen, "gelten" da gefühlt bei mir nicht, analog zum korrigierten Kindesalter. Das ist wahrscheinlich einer der Stressoren der hinter meinem Still-Wunsch steckt.
Ich denke, hier liegen andere Probleme zugrunde. DAss Kinder in den Abendstunden unzufrieden sind und sehr viel an der Brust sind, ist weltweit so. Nachmittags ist die Milchproduktion aufgrund normaler Tagesrhythmen in der Hormonmenge eher weniger, das ist normal. Aber sicherlich seid ihr alle auch traumatisiert von dem, was ihr erlebt habt. Dass Kinder das über abendliche Unruhe, Unzufriedenheit und Weinen verarbeiten, ist ganz normal. Früher oder später kommt bei quasi jeder Frühchenmutter oder Mutter eines Kindes, das nach der Geburt sehr krank war (du bist beides!) der Moment, in der die Milchmenge einknickt. Das ist einfach Stressfolge. Das ist normal und pendelt sich wieder ein, echt! Eine Erhöhung der Milchmenge IST definitiv wieder und noch möglich.
Dass die Milch abends meistens weniger ist, weiss ich zwar, aber das macht meine Kinder leider weder satter noch zufriedener :(
Aber dass eine Erhöhung der Milchmenge auch nach fast 4 Monaten noch möglich ist, ist erst mal eine der wichtigsten Aussagen. So lange es sich lohnen könnte, zu kämpfen, will ich das tun.
Für Kinder, die so früh wie deine geboren wurden, kann die ERnährung mit Frauen-oder besser noch Muttermilch das Überleben bedeuten. Es ist gut möglich, dass du deinen Kinder nicht nur das Leben geschenkt, sondern auch schon gerettet hast. Hinter den Punkt "erfolgreich Muttermilch für meine Kinder bereitstellen" kannst du schon mal ein fettes CHECK setzen. Alles, was jetzt noch kommt, ist reine Kür. Was du geleistet hast, kann man kaum toppen. Wenn du nicht mehr magst - total ok. Aber du kannst noch ein paar Tage weiter machen und dann neu entscheiden. Quasi jeden Tag kannst du neu entscheiden. Wir können ja mal gemeinsam gucken, was wir für euch verbessern können. Und du schaust für dich, was für euch passt, ok?
Das klingt richtig gut und nimmt ein bisschen den Druck raus, insbesondere im Bezug auf mein halbes-Jahr-denken (s.o.). Mein größtes Problem ist gerade sicherlich das allgemeine Stillmanagement. Ich hab einfach keine Ahnung, wie ich das alles am besten koordiniere. Du hast weiter unten geschrieben, dass das glichzeitige Anlegen sicherlich eine gute Variante wäre, da dadurch der Milchfluss besonders stark angeregt wird - aber das bedeutet dann, dass ich beide Kinder nachfüttern muss. Da ich beim Mädchen nach wie vor versuche, Pre zu vermeiden, und ich keine Muttermilchvorräte mehr hab, weiss ich nicht, wie ich das hinkriegen soll. Im Prinzip liefe das dann ja auf: passende Menge Pre sowie Muttermilch vorbreiten, anlegen, beide nachfüttern, anschließend pumpen und alles sauber machen hinaus. Ich habe Sorge, dass das meinen Zeitrahmen sprengt und ich mit der Abpumperei nicht hinterherkomme. Leider hat sich aber auch rausgestellt, dass es wenig praktikabel ist, erst das Mädchen und dann den Jungen anzulegen, um ihn nachzufüttern. Ehrlich gesagt war es da jetzt am einfachsten, das Mödchen zu stillen und meinem Mann sie Flasche für den Jungen in die Hand zu drücken um dann ggfs. noch nachzupumpen. Dass das nicht die beste Lösung im Bezug auf die Milchmenge ist, weiss ich leider... Zumal das gleichzeitige Stillen wirklich gut funktioniert. Sie docken beide problemlos an und trinken dann. Kein Terz, kein Abdocken. Also eigentlich eine wirklich gute Grundlage. Ich hab auch schon überlegt, ob ich einen Tag mal wieder nur Pumpen soll, da ich momentan null Gefühl für die Milchmenge hab. Was denkst Du, ist das sinnvollste Vorgehen?
Die haben keine Ahnung. Die haben nicht durchgemacht, was du durchmachst und sie leisten auch nicht das, was du leistest. In der Situation, in der ihr seid, kann es durchaus mal sein, dass Zufüttern zumindest vorübergehend nötig und auch hilfreich ist. Aber der WErt deiner Milch bleibt. Wenn du weiter stillen willst, dann hat dir da niemand rein zu reden. Was du leistest, ist wie olympischer Leistungssport auf Goldmedaillenniveau. Niemand, der diesen Sport gar nicht oder auf Hobbyniveau betreibt, hat dir da reinzureden. Denen fehlt schlicht die Kompetenz. Du darfst dir das verbitten. Die haben gar keine Vorstellung der Tragweite und du bist denen keine Rechenschaft schuldig. Verzeih mir bitte, wenn ich das so dramatisch ausdrücke. Aber ich möchte, dass du dir deiner eigenen Leistung hier bewusst bist. Nicht viele schaffen, was du schaffst (was in aller Regel nicht deren eigene Schuld ist), und die wenigsten kommen so weit wie du. Du hast jedes Recht, dir Einmischung zu verbitten.
Danke dafür!
Tagsüber wechselst du für jedes Kind aber die Seiten, ja?
Ja, nur nachts mag ich die Kinder nicht so viiel durchs Bett wuchten.

Hier mal aktuelle Daten, heute war die Hebamme nämlich wieder zum Wiegen da!

Mädchen
29.01. 2950g (hier zuletzt im Krankenhaus gewogen)
01.02. 2940g (Hebamme), Beginn FMS
05.02. 3050g (Hebamme), Ende FMS wegen Verdacht der Unverträglichkeit
10.02. 3060g (Hebamme), erneuter Beginn FMS
15.02. 3250g (Hebamme)
20.02. 3460g (Hebamme)
23.02. 3590g (Kinderarzt), Aufbrauchen restliches FMS
26.02. 3750g (Hebamme)
Junge
14.01. 3170g (hier zuletzt im Krankenhaus gewogen)
16.01.24 3190g (Hebamme)
20.01.24 3310g (Hebamme)
26.01.24 3540g (Hebamme)
01.02.24 3710g (Hebamme) - ab hier beide Zuhause, dem entsprechend beide gestillt ohne Zufütterung
05.02.24 3940g (Hebamme)
10.02.24 4090g (Hebamme) - ab hier zufüttern mit Muttermilch Vorräten
13.02.23 4180g (Kinderarzt)
15.02. 4260g (Hebamme) - ab hier Pre zusätzlich
20.02. 4500g (Hebamme)
26.02. 4760g (Hebamme)

Unterm Strich war eher weniger das Gewicht der ausschlaggebende Faktor als immer die Unzufriedenheit der Kinder nach dem Stillen.

Und so läuft das aktuell:
Mädchen
22.02. 9x gestillt, 80ml Mumi + FMS, 1x Stuhlgang, 6x Pipi, 130ml abgepumpt
23.02. 8x gestillt, 90ml Mumi + FMS, 0x Stuhlgang, 6x Pipi, 65ml abgepumpt
24.02. 7x gestillt, 180ml Mumi + FMS, 0x Stuhlgang, 135ml abgepumpt
25.02. 10x gestillt, 45ml Mumi, 2x Stuhlgang, 7x Pipi, nichts abgepumpt
Junge
22.02. 8x gestillt, 340ml Pre, 1x Stuhlgang, 6x Pipi
23.02. 7x gestillt, 470ml Pre, 0x Stuhlgang, 7x Pipi
24.02. 7x gestillt, 440ml Pre, 0x Stuhlgang, 5x Pipi
25.02. 5x gestillt, 480ml Pre, 0x Stuhlgang, 6x Pipi
KeksTerminator
ist gern hier dabei
Beiträge: 55
Registriert: 13.02.2024, 09:29

Re: Zu wenig Milch zum Vollstillen von ehemaligen Zwillingsfrühchen

Beitrag von KeksTerminator »

Heute markiert einen neuen Tiefpunkt. Die Nacht war sehr, sehr unruhig, im Prinzip wollte dauernd eins der beiden Kinder eine Brust und trotzdem schienen sie unzufrieden. Morgens haben wir es trotzdem geschafft, nochmal eine Runde zu kuscheln, das war sehr schön, aber danach gings los. Ich hab beide gleichzeitig angelegt - keiner ist richtig satt geworden. Meine Tochter hat noch eine übertrieben hohe Menge Milch nachgefordert (100ml, und die waren nicht wirklich genug), mein Sohn hingegen hat mir auf die Flasche gepfiffen und immer nur ein bisschen getrunken und wieder aufgehört, was zu einem dauer-schreienden Kind geführt hat. Ich habe im Tagesverlauf trotzdem einen weiteren parallelen Anlegeversuch gestartet. Der verlief nicht ganz so desolat, aber es ist für mich extrem unbefriedigend, danach noch *zwei* hungrige Kinder zu haben. Das schmälert mein Selbstvertrauen in meine Stillfähigkeit leider ganz erheblich. Ich hab mit Müh und Not noch zwei Mal anschließend gepumpt, die zweite Portion hab ich dann direkt wieder an meine Tochter verfüttert. Fand ich doof. Gerade würde ich am liebsten abstillen... Und gleichzeitig bin ich so wütend, dass die Milch einfach nicht reicht. Das würde mein Leben mit zwei Babies einfach so viel leichter machen, aber stattdessen ist es einfach ein zusätzlicher Stressfaktor, dass ich mich dauernd fragen muss, ob die Milch reicht und ob die Kinder satt werden. Ausserdem bin ich besser im Brust anbieten als im Flasche geben. Ich bin gerade total frustriert! Und die blöde Milchpumpe will ich eigentlich auch am liebsten zum Teufel jagen.

Mädchen
22.02. 9x gestillt, 80ml Mumi + FMS, 1x Stuhlgang, 6x Pipi, 130ml abgepumpt
23.02. 8x gestillt, 90ml Mumi + FMS, 0x Stuhlgang, 6x Pipi, 65ml abgepumpt
24.02. 7x gestillt, 180ml Mumi + FMS, 0x Stuhlgang, 135ml abgepumpt
25.02. 10x gestillt, 45ml Mumi, 2x Stuhlgang, 7x Pipi, nichts abgepumpt
26.02. 7x gestillt, 155ml Mumi, 0x Stuhlgang, 6x Pipi, 385ml abgepumpt
Junge
22.02. 8x gestillt, 340ml Pre, 1x Stuhlgang, 6x Pipi
23.02. 7x gestillt, 470ml Pre, 0x Stuhlgang, 7x Pipi
24.02. 7x gestillt, 440ml Pre, 0x Stuhlgang, 5x Pipi
25.02. 5x gestillt, 480ml Pre, 0x Stuhlgang, 6x Pipi
26.02. 3x gestillt, 540ml Pre, 0x Stuhlgang, 7x Pipi (kann mir nicht erklären, warum so wenig gestillt)
KeksTerminator
ist gern hier dabei
Beiträge: 55
Registriert: 13.02.2024, 09:29

Re: Zu wenig Milch zum Vollstillen von ehemaligen Zwillingsfrühchen

Beitrag von KeksTerminator »

Ich hab zwar immer noch keinen Plan, wie ich am besten vorgehe, aber die Dokumentation für die Beratung hilft schon mal ganz gut, um herauszufinden, was funktioniert und was nicht! Es wäre mir sonst beispielsweise nicht bewusst gewesen, dass ich meinen Jungen deutlich weniger anlege. Letzte Nacht habe ich zum Beispiel nur das Mädchen an beiden Seiten gestillt, da die Nacht davor so unruhig war, und siehe da, sie hat länger geschlafen. Das macht in der Summe aber erstens weniger Anlegeversuche für meinen Jungen und zweitens geht das in die falsche Richtung, weil er dementsprechend letzte Nacht die Flasche bekommen hat.

Heute habe ich nach dem Stillen einmal Powerpumpen ausprobiert, als die Kinder spazieren gefahren worden sind. Ich war ganz überrascht, wie viel und vor allem was für eine wunderbar fette Milch dabei rauskam. Das möchte ich jetzt gerne jeden Tag versuchen - im best case stiegert sich dadurch die Milchmenge, im worst case kriegt mein zartes Mädchen dadurch einen extra Energiekick.

Im Wesentlichen muss ich mich jetzt entscheiden, ob ich ein Flaschen- und ein Stillkind haben werde (etwa so läuft es ja jetzt - und ich finds nicht gut) oder ob ich zwei Stillkinder haben werde, die ggfs. zugefüttert werden. Ich hab leider große Angst, dem Mädchen Pre zu geben - Mondenkind, hast Du Erfahrungswerte zur Ernährung nach überstandener NEC? Vom Krankenhaus habe ich keine weiteren Infos zur Ernährung abseits des Stillens bekommen. Fakt ist jedenfalls, dass ich nicht parallel anlegen und nachfüttern kann, so lange ich das Defizit mit Muttermilch beim Mädchen auffangen möchte statt mit Pre.
Im Übrigen fühlt sich das gegenüber meinem Jungen auch überhaupt nicht schön an, dass ich seine Schwester bevorzuge, was das Stillen angeht - nur, weil er nicht so eine fiese Komplikation hatte, heisst das ja nicht, dass er nicht auch genauso meine Milch verdient hat...

Vielleicht fahre ich jetzt erst mal ein Wechselmodell: an Tag 1 parallel Stillen mit Zufüttern, an Tag 2 das Mädchen bevorzugt stillen und abpumpen, dann weiter wie an Tag 3. Oder ist das ganz doof?

Mädchen
22.02. 9x gestillt, 80ml Mumi + FMS, 1x Stuhlgang, 6x Pipi, 130ml abgepumpt
23.02. 8x gestillt, 90ml Mumi + FMS, 0x Stuhlgang, 6x Pipi, 65ml abgepumpt
24.02. 7x gestillt, 180ml Mumi + FMS, 0x Stuhlgang, 135ml abgepumpt
25.02. 10x gestillt, 45ml Mumi, 2x Stuhlgang, 7x Pipi, nichts abgepumpt
26.02. 7x gestillt, 155ml Mumi, 0x Stuhlgang, 6x Pipi, 385ml abgepumpt
27.02. 7x gestillt, 130ml Mumi, 1x Stuhlgang, 6x Pipi, 85ml abgepumpt
Junge
22.02. 8x gestillt, 340ml Pre, 1x Stuhlgang, 6x Pipi
23.02. 7x gestillt, 470ml Pre, 0x Stuhlgang, 7x Pipi
24.02. 7x gestillt, 440ml Pre, 0x Stuhlgang, 5x Pipi
25.02. 5x gestillt, 480ml Pre, 0x Stuhlgang, 6x Pipi
26.02. 3x gestillt, 540ml Pre, 0x Stuhlgang, 7x Pipi (kann mir nicht erklären, warum so wenig gestillt)
27.02. 5x gestillt, 390ml Pre, 0x Stuhlgang, 6x Pipi
jbi
schreibt ganz schön oft
Beiträge: 128
Registriert: 18.05.2023, 13:53

Re: Zu wenig Milch zum Vollstillen von ehemaligen Zwillingsfrühchen

Beitrag von jbi »

Ich möchte dir auch meinen Respekt aussprechen! Wirklich Wahnsinn, was du hier leistest. Ich hatte damals beim Zufüttern auch viele Sorgen, ob ich unfreiwillig abstille und weiß, was das für ein Gedankenkarussell auslösen kann. Wir mussten damals ab Tag 1 Pre zufüttern und trotzdem konnte ich nach fünf Monaten noch zum Vollstillen übergehen und hatte noch zwei volle Monate nur Stillen bevor Beikost interessant wurde. :)
mit Milchfan '23
Kitsune
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1583
Registriert: 02.01.2022, 15:58

Re: Zu wenig Milch zum Vollstillen von ehemaligen Zwillingsfrühchen

Beitrag von Kitsune »

Wäre es eine Möglichkeit 2 BES gleichzeitig zu nutzen?
Also BES 1 mit Mumi für deine Tochter und BES 2 mit PRE für deinen Sohn. Dann könntest du beide gleichzeitig Stillen und zufüttern und dabei weiterhin deiner Tochter nur Mumi geben.
Ich weiß aber nicht, da ich keine praktische Erfahrung mit einem BES habe, ob das so funktionieren könnte.
M. + S. (08/21)
KeksTerminator
ist gern hier dabei
Beiträge: 55
Registriert: 13.02.2024, 09:29

Re: Zu wenig Milch zum Vollstillen von ehemaligen Zwillingsfrühchen

Beitrag von KeksTerminator »

Danke für eure Unterstützung, aber ich glaube ich muss einsehen, dass das alles nichts bringt und dass ich da was erzwingen will, was nicht sein soll. Musste jetzt sogar meine Tochter nachfüttern, weil die Milch Mai wieder nicht gereicht hat... Ich bin wirklich frustriert
WuselSusl
hat viel zu erzählen
Beiträge: 243
Registriert: 29.04.2023, 13:28

Re: Zu wenig Milch zum Vollstillen von ehemaligen Zwillingsfrühchen

Beitrag von WuselSusl »

Liebe Keks Terminator,
ich kann mich da meinen "Vorrednern" nur anschließen... Es ist Wahnsinn, was du da leistest! Ich war auch sehr oft frustriert und hatte den Gedanken, das Stillen aufzugeben. Und dabei habe ich "nur" ein Kind und hatte keinen solch schweren Start ins Elterndasein... du spielst da in einer komplett anderen Liga!
Es tut mir wahnsinnig leid, dass du dich gerade so traurig und resigniert liest...
Ich hoffe, du kannst dich von diesen Gedanken ein wenig lösen, dass deine Milch nicht genug sei (so nach dem Motto "es reicht nicht aus, was ich zu geben habe")... denn du gibst ALLES. Und es hat nichts mit "etwas erzwingen wollen" zutun, du willst einfach das Beste für deine Kinder ❤️
Und egal wie du dich im Endeffekt entscheidest, ihr werdet euren Weg finden. Und dabei bekommt ihr hier Unterstützung.

Fühl dich ganz fest gedrückt, Löwenmama 💪🥹
mit Töchterchen 02/2023 und Babyboy 12/2024
Mondenkind
Forumsleitung
Beiträge: 30216
Registriert: 25.09.2008, 17:33

Re: Zu wenig Milch zum Vollstillen von ehemaligen Zwillingsfrühchen

Beitrag von Mondenkind »

Es wäre mir sonst beispielsweise nicht bewusst gewesen, dass ich meinen Jungen deutlich weniger anlege.
Hm, ich hatte das schon ein bisschen rausgelesen aus dem, was du geschrieben hast.
KeksTerminator hat geschrieben: 28.02.2024, 20:40 Heute habe ich nach dem Stillen einmal Powerpumpen ausprobiert, als die Kinder spazieren gefahren worden sind. Ich war ganz überrascht, wie viel und vor allem was für eine wunderbar fette Milch dabei rauskam. Das möchte ich jetzt gerne jeden Tag versuchen - im best case stiegert sich dadurch die Milchmenge, im worst case kriegt mein zartes Mädchen dadurch einen extra Energiekick.
Super! Ich hätte das mit dem Pumpen jetzt gar nicht unbedingt von mir aus vorgeschlagen, weil ich befürchtet hätte, dass es dich stresst. Aber schön, dass es so ein Erfolgserlebnis war!
Zumal das gleichzeitige Stillen wirklich gut funktioniert. Sie docken beide problemlos an und trinken dann. Kein Terz, kein Abdocken. Also eigentlich eine wirklich gute Grundlage
Dann leg sie doch häufiger so an. Nichts steigert die Milchmenge besser.
Ich hab auch schon überlegt, ob ich einen Tag mal wieder nur Pumpen soll, da ich momentan null Gefühl für die Milchmenge hab.
Du hattest jetzt ja ein erfolgreiches "Pumperlebnis". Das ist gut. Aber letztlich: fürs Stillen muss man Stillen. Daher bringt dir das Anlegen am meisten.
Ich würde versuchen, so ein "Alles oder nichts-Denken" abzulegen. Wenn nur gleichzeitiges Anlegen zu schwierig ist, dann leg nur ein paar Mal am Tag gleichzeitig an. Und die restlichen Male einzeln. Ist dein Mann den ganzen Tag da? Wäre es eine Möglichkeit, wenn du alleine bist, nur gleichzeitig zu stillen und nur wenn dein Mann da ist, den Jungen abzugeben? Du kannst es auch unter der Woche anders machen als am Wochenende, so wie es passt. Ärger dich nicht, dass du zufüttern musst (zur Zeit). Freu dich, dass du stillst und freu dich, dass es die Möglichkeit gibt, mit Zufütterung nachzuhelfen. Ich weiß, von außen ist das leicht gesagt. Aber es ist jetzt wie es ist. Mach dich nicht deswegen fertig, das bringt dich nicht vorwärts.

Doofe Tage wird's immer geben. Das ist ganz normal. Aber ich sehe bei euch ganz viel Potential, die Situation noch zu verbessern. Einfach, weil du mega kompetent im Umgang mit deinen Kindern zu sein scheinst, ganz viel Biss und Motivation hast und auch eine gute Milchbildung.

Zusammenfassend:
1. Gleichzeitig anlegen ist gut für die Milchbildung und für's Stillen allgemein. Also mach es, so oft es geht. Wenn es wegen Nachfüttern nicht passt, dann leg einzeln an oder gib die Flasche und ärger dich nicht!
2. Pumpen ist gut, v.a. für den Vorrat. Wenn es dich entlastet und zeitlich passt, super! Wenn es nervt: lass es!
3. Denk immer dran, deine Kinder auch zu genießen, egal wie. Das ist wichtig.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
KeksTerminator
ist gern hier dabei
Beiträge: 55
Registriert: 13.02.2024, 09:29

Re: Zu wenig Milch zum Vollstillen von ehemaligen Zwillingsfrühchen

Beitrag von KeksTerminator »

Super! Ich hätte das mit dem Pumpen jetzt gar nicht unbedingt von mir aus vorgeschlagen, weil ich befürchtet hätte, dass es dich stresst. Aber schön, dass es so ein Erfolgserlebnis war!
Ich hab die Pumpe in der Anfangszeit auch wirklich gehasst. Rückblickend schade, dass es so lange gedauert hat, bis ich es positiv sehen konnte, dass ich den Kindern so noch was gutes tun kann. Nachdem beide Zuhause waren, hatte ich sie schon freudig weggepackt und mir gedacht, dass ich die jetzt zum Glück nicht mehr brauche. Tatsächlich bin ich aber ganz froh, dass ich sie noch hab. Einerseits, weil ich nach den ganzen Klinikmonaten sehr auf Zahlen fixiert bin und ich echt null Gefühl hab, was da beim Stillen raus geht, und andererseits, weils gut ist, um Vorräte für meine Kleine zu haben.
Du hattest jetzt ja ein erfolgreiches "Pumperlebnis". Das ist gut. Aber letztlich: fürs Stillen muss man Stillen. Daher bringt dir das Anlegen am meisten.
Ich würde versuchen, so ein "Alles oder nichts-Denken" abzulegen. Wenn nur gleichzeitiges Anlegen zu schwierig ist, dann leg nur ein paar Mal am Tag gleichzeitig an. Und die restlichen Male einzeln. Ist dein Mann den ganzen Tag da? Wäre es eine Möglichkeit, wenn du alleine bist, nur gleichzeitig zu stillen und nur wenn dein Mann da ist, den Jungen abzugeben? Du kannst es auch unter der Woche anders machen als am Wochenende, so wie es passt. Ärger dich nicht, dass du zufüttern musst (zur Zeit). Freu dich, dass du stillst und freu dich, dass es die Möglichkeit gibt, mit Zufütterung nachzuhelfen. Ich weiß, von außen ist das leicht gesagt. Aber es ist jetzt wie es ist. Mach dich nicht deswegen fertig, das bringt dich nicht vorwärts.
Du hast recht mit allem, was Du sagst und heute schäme ich mich auch ein bisschen für die Melodramatik gestern. Ich weiss ja auch, dass wir keine Maschinen sind und dass nicht jeder Tag wie der andere ist.
Unterm Strich lege ich seit 3 Tagen immer wieder gleichzeitig an. An Tag 1 wars ne Katastrophe, danach waren alle gestresst und unzufrieden, deswegen hab ich nur einmal parallel angelegt. Es kam nicht so super viel Milch schätze ich (zumindest haben sie nur sehr kurz getrunken und dann hat mein Sohn angefangen um sich zu hauen und danach haben sie noch gut was weggetrunken). Gestern wars schon besser auszuhalten, deswegen habe ich den Spaß zwei Mal gemacht. Heute bislang nur einmal, aber ich empfand es als Erfolgserlebnis: beide dockten gut an, beide tranken nicht nur die ersten 7-8 Minuten ordentlich, sondern auch noch danach. Als ich die Seiten gewechselt hab und die Kinder dafür hab aufstoßen lassen, haben sie leider beide eine ordentliche Menge gespuckt (die gute Milch!), danach aber nochmal weitergesaugt, so dass ich unterm Strich bestimmt 20-25min gestillt hab. Erst sind sie dann beide eingeschlafen, dann waren sie doch wach; meine Tochter hat dann noch 50ml Mumi bekommen, danach war sie kurz im Milchkoma. Meinem Sohn hatte ich Pre vorbereitet, davon hat er aber nicht sehr begeistert nur 10ml getrunken. Er war zwar ein bisschen motzig, aber jetzt liegen beide in der Federwiege und ich hab wirklich das Gefühl, dass die Brust gut leer ist (das schafft meine Tochter eher nicht, da es für ein Kind eben doch zu viel Milch ist).

Mädchen
22.02. 9x gestillt, 80ml Mumi + FMS, 1x Stuhlgang, 6x Pipi, 130ml abgepumpt
23.02. 8x gestillt, 90ml Mumi + FMS, 0x Stuhlgang, 6x Pipi, 65ml abgepumpt
24.02. 7x gestillt, 180ml Mumi + FMS, 0x Stuhlgang, 135ml abgepumpt
25.02. 10x gestillt, 45ml Mumi, 2x Stuhlgang, 7x Pipi, nichts abgepumpt
26.02. 7x gestillt, 155ml Mumi, 0x Stuhlgang, 6x Pipi, 385ml abgepumpt
27.02. 7x gestillt, 130ml Mumi, 1x Stuhlgang, 6x Pipi, 85ml abgepumpt
28.02. 9x gestillt (1x parallel), 70ml Mumi, 0x Stuhlgang, 5x Pipi, 190ml abgepumpt
29.02.10x gestillt (2x parallel), 180ml Mumi, 1x Stuhlgang, 7x Pipi, 305ml abgepumpt
Junge
22.02. 8x gestillt, 340ml Pre, 1x Stuhlgang, 6x Pipi
23.02. 7x gestillt, 470ml Pre, 0x Stuhlgang, 7x Pipi
24.02. 7x gestillt, 440ml Pre, 0x Stuhlgang, 5x Pipi
25.02. 5x gestillt, 480ml Pre, 0x Stuhlgang, 6x Pipi
26.02. 3x gestillt, 540ml Pre, 0x Stuhlgang, 7x Pipi (kann mir nicht erklären, warum so wenig gestillt)
27.02. 5x gestillt, 390ml Pre, 0x Stuhlgang, 6x Pipi
28.02. 4x gestillt (1x parallel), 430ml Pre (+x?), 0x Stuhlgang, 6x Pipi
29.02. 5x gestillt (2x parallel), 580ml Pre, 0x Stuhlgang, 7x Pipi
KeksTerminator
ist gern hier dabei
Beiträge: 55
Registriert: 13.02.2024, 09:29

Re: Zu wenig Milch zum Vollstillen von ehemaligen Zwillingsfrühchen

Beitrag von KeksTerminator »

jbi hat geschrieben: 28.02.2024, 21:55 Ich möchte dir auch meinen Respekt aussprechen! Wirklich Wahnsinn, was du hier leistest. Ich hatte damals beim Zufüttern auch viele Sorgen, ob ich unfreiwillig abstille und weiß, was das für ein Gedankenkarussell auslösen kann. Wir mussten damals ab Tag 1 Pre zufüttern und trotzdem konnte ich nach fünf Monaten noch zum Vollstillen übergehen und hatte noch zwei volle Monate nur Stillen bevor Beikost interessant wurde. :)
Wow, dass ihr das nach 5 Monaten noch geschafft habt, macht mir wirklich Mut!
WuselSusl hat geschrieben: 29.02.2024, 20:43 Liebe Keks Terminator,
ich kann mich da meinen "Vorrednern" nur anschließen... Es ist Wahnsinn, was du da leistest! Ich war auch sehr oft frustriert und hatte den Gedanken, das Stillen aufzugeben. Und dabei habe ich "nur" ein Kind und hatte keinen solch schweren Start ins Elterndasein... du spielst da in einer komplett anderen Liga!
Es tut mir wahnsinnig leid, dass du dich gerade so traurig und resigniert liest...
Ich hoffe, du kannst dich von diesen Gedanken ein wenig lösen, dass deine Milch nicht genug sei (so nach dem Motto "es reicht nicht aus, was ich zu geben habe")... denn du gibst ALLES. Und es hat nichts mit "etwas erzwingen wollen" zutun, du willst einfach das Beste für deine Kinder ❤️
Und egal wie du dich im Endeffekt entscheidest, ihr werdet euren Weg finden. Und dabei bekommt ihr hier Unterstützung.

Fühl dich ganz fest gedrückt, Löwenmama 💪🥹
Danke für Deine lieben Worte. Es tut einfach so gut, verstanden zu werden ❤️
Kitsune hat geschrieben: 28.02.2024, 22:25 Wäre es eine Möglichkeit 2 BES gleichzeitig zu nutzen?
Also BES 1 mit Mumi für deine Tochter und BES 2 mit PRE für deinen Sohn. Dann könntest du beide gleichzeitig Stillen und zufüttern und dabei weiterhin deiner Tochter nur Mumi geben.
Das geistert mir auch im Kopf rum, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es nicht einfacher ist, nach dem Stillen beide ins Zwillingskissen zu setzen und dann parallel die Flasche zu geben. Die sind sie ja sowieso schon gewohnt...
Gesperrt

Zurück zu „Stillforum“