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Re: Dauerstillen durch die Nacht

Verfasst: 30.01.2014, 12:03
von Osterglocke
Liebe gartenbritta
Grüss dich! Schön von dir zu hören. Ja, in der letzten 1-2 Wochen ist es deutlich besser bei uns geworden. Ich melde mich bei dir!

Liebe flügelchen,
es tut mir leid, dass das Clusterfeeding dich auch erwischt hat. Wie gesagt, bei uns sind die Nächte viel besser geworden und ich bin sehr froh. Es wird Nachts zwar oft gestillt, aber dazwischen wird hauptsächlich geschlafen, nicht geschrien. Manchmal haben wir noch Schreiphasen, bevorzugt von 3 - 6h morgens, oder auch tagsüber, aber das geht dann auch. Bevor es besser geworden ist, hatten wir einiges ausprobiert. Schwer zu sagen was geholfen hat. Aber Falls es von Interesse ist, hier ist unsere Liste:
1. Cranio saccral Therapie: eine Therapeutin hat die Verspannung unseres Babys etwas gelöst.
2. Zwei unterschiedliche KiÄ meinten, dass er nicht vor lauter Hunger trinkt, sondern um etwas (Magenprobleme, Übersäuerung) zu betäuben - " er hat AUA in Bauch". Das hat mich beruhigt, weil ich inzwischen Angst hatte, dass er zu wenig Milch bekommt. Aber bei uns war das offensichtlich nicht der Fall - er ist mit 4340g zur Welt gekommen, war 4100g als wir das Krankenhaus verlassen haben, und war über 5000g gut 3 Wochen später (und mit 5 Wochen 5600g). Die Ärzte meinten, man sollte die Abstände zwischen Mahlzeiten verlängen (aber ich weiss nicht genau wie, wenn das Kind wie am Spieß schreit).
3. Magen massagen, um die Verdauung anzuregen (ich meine, das hat tatsächlich geholfen).
4. Nach der Empfehlung der Cranio-saccral therapeutin und auch eine Stillberaterin habe ich auf Milchprodukte verzichtet (die blähen wohl auf). Ich hatte auf Brot (und alles anderes das bläht) verzichten sollen, aber das war für mich zu viele Umstellung auf einmal. Meine Hebamme war etwas skeptisch, aber ich habe es trotzdem versucht.
5. Aus reiner Verzweiflung bin ich Nachts (2h, 3h, 6h) mit dem Kinderwagen die Strassen rauf und runter gefahren, damit er endlich einschläft. Das hat oft, aber nicht immer, geholfen. Mit dem Tragen hatte ich weinger Erfolg.

Ich hoffe, dass die Nächte bei euch schnell besser werden.

Liebe Grüße
O.

Re: Dauerstillen durch die Nacht

Verfasst: 30.01.2014, 17:38
von Flügelchen
Liebe Osterglocke,

danke für Deine Liste. Das mit dem Schreien ist natürlich noch mal was ganz anderes. Das ist es hier ja GsD nicht! Nur eben, dass sie nachts dauernuckelt. Manchmal gelingt es mir auch, sie mit ganz engem Körperlontakt und Kuscheln zu trösten, aber da ist bei mir dann nichts mehr mit Schlafen.

Einen Punkt an der Liste fand ich für mich sehr interessant und würde die Frage hier auch gerne mal erörtert wissen: das mit dem Stillabstände verlängern.
Tagsüber gelingt mir das (eher zufällig) ganz gut. Da ist sie im Tragetuch oder auch Kinderwagen durchaus mal länger zufrieden. Aber ich bin nicht sicher, ob dadurch nicht erst Recht die Abstände nachts kürzer werden, weil die Kalorien tags vielleicht nicht ausreichen? Oder trinkt sie bei größeren Abständen effektiver und gelangt so häufiger an die sättigende Hintermilch, die sie mit ihrem eher nuckelndem Stillverhalten evtl zu wenig bekommt?
Das alles sind so Fragen, die ich mir stelle....
Bin jetzt echt (trotz aller Mühe, die ich mir gegeben habe, damit das Stillen überhaupt klappt) schon drauf und dran, ihr einen Schnuller für nachts zu geben. Nur nimmt sie bislang keinen... :oops:

Re: Dauerstillen durch die Nacht

Verfasst: 02.02.2014, 21:14
von Papillon
Darf ich mich mal bei euch einreihen? Ich will einfach nur ein bisschen jammern... Noch haben wir zwar keine extremen Dauerstillphasen (selten länger als 2 Stunden), aber meine Brustwarzen tun sooo weh :? Andocktechnik ist gut, soweit ich das beurteilen kann... wenn er mal nicht so gut andockt (und das tut dann richtig weh), dockt er wieder ab und versucht es nochmal. Sonst hab ich Lansinoh hier, was ich brav benutze, ab und zu mal Bepanthen, die Multi-Mam Kompressen fand ich nicht ganz so toll (nachdem ich die benutzt hatte, hat meine Brustwarze beim Stillen richtig geblutet), ich lauf quasi nur oben ohne rum... Johanniskrautöl hab ich auch hier, aber nicht ausprobiert (war ein Tipp von der Schwiegermama)...
Mein Kleiner ist jetzt 10 Tage alt und ist ein sehr guter und kräftiger Trinker. Und meistens ist es eh erträglich, aber manchmal fürcht ich mich bissi vorm Anlegen... ich freu mich einfach so, wenn die Brustwarzen besser werden!!! Das dauert schon einige Wochen, oder?

Re: Dauerstillen durch die Nacht

Verfasst: 02.02.2014, 22:07
von Papillon
und vielleicht schieb ich noch schnell eine frage hinterher... kann man stillhütchen auch nur sporadisch verwenden, bzw. nur an einer seite und an der anderen nicht? es ist nämlich hauptsächlich die linke brustwarze, die so weh tut... da ist ein richtiger riss vorne. :(

Re: Dauerstillen durch die Nacht

Verfasst: 02.02.2014, 22:12
von Altraia
Ja, kann man. Aber Stillhütchen bergen ihre eigenen Risiken und sollten nur mit größten Bedacht angewandt werden.

Ich fürchte, dass dein Anliegen hier untergehen könnte. Mach besser einen eigenen Thread auf, damit die Stillmods auf dein Problem eingehen können. Lösungen gibt es, du musst nicht wochenlang leiden...

Kurz und knapp mit tapatalk

Re: Dauerstillen durch die Nacht

Verfasst: 02.02.2014, 22:26
von Papillon
DANKE für deine Antwort :knutsch

Ja, dass Stillhütchen nicht ganz unproblematisch sind, hab ich auch schon gelesen... deswegen wollte ich damit erst gar nicht anfangen und mich so durchkämpfen. Und bisher war ich eh ganz tapfer :wink: (man muss sich ja auch mal selbst loben). Aber gerade eben tats wieder soooo weh, dass ich dann halt nur die rechte Brust gegeben hab, was ja auch nicht auf Dauer geht :wink: Manchmal ist es dann wieder erträglich. Ich schau mal, wies diese Nacht so läuft und die nächsten Male Stillen...

Ah, genau, ich versuch mal eine andere Stellung. Bisher hab ich nur Wiegeposition und im Liegen, diese Rückenhaltung oder wie die heißt könnte ich noch ausprobieren...

Re: Dauerstillen durch die Nacht

Verfasst: 02.02.2014, 22:51
von soda
Hallo, nur ganz kurz:

Ich habe mich lange mit Rissen gequält. Jetztdenke ich, ich hätte mir früher (z.b. von meiner Frauenärztin) ein Schmerzmittel empfehlen lassen sollen (Ibuprofen war es dann geworden). Außerdem glaube ich, daß evtl eine Entzündung der Risse vorlag, denn die Heilung dauerte leider wochenlang :(

Ich habe ca 7 Wochen oder so mit Stillhütchen gestillt und auch die Nachteile gespürt (weniger Milch und schleppende Gewichtsentwicklung; Baby kaut jetzt nach Abgewöhnen der Stillhütchen auf der Brustwarze herum, so wie früher auf den SH; ultralange Dauer einer Stillmahlzeit und noch mehr).

Was ich sagen will:
1.) Prüfe, ob z. B. Entzündungen die Heilung verzögern, damit du erstens nicht mehr lange leiden mußt und zweitens, falls doch Stillhütchen zum Einsatz kommen sollten, dies nur kurz der Fall ist.
2.) Denk drüber nach, ob du Schmerzmittel brauchst, damit das Anlegen dich psychisch nicht so in Angst und Schrecken versetzt. Davon wird es noch schlimmer, glaube ich.

Alles Gute!

Re: Dauerstillen durch die Nacht

Verfasst: 03.02.2014, 21:46
von Papillon
Danke für die tipps, tinababy. Ja, das psychische darf man echt nicht unterschätzen... wann war das, gestern oder vorgestern, da saß ich echt heulend auf der Couch, weil ich mich so gefürchtet hab, und weil es auch so weh tut, aber man kommt halt ned aus, weil man ja sein Kind ernähren will... Aber ich muss sagen, dass es heute Nacht und tagsüber wieder erträglich war... vielleicht hatte ich ihn einfach falsch angelegt?

Morgen kommt die Hebamme wieder vorbei, ich frag sie mal, was sie von meiner Brustwarze hält... ich kann das leider nicht beurteilen, ob die entzündet ist.

Wie gehts dir denn jetzt mit dem Stillen?

Ich bekomm halt von allen Seiten Tipps, dass ich ihn nicht so lange nuckeln lassen soll... das Baby würde in den ersten 5-10 Minuten (oder so) das meiste trinken und am Ende nuckelt es eh nur noch. Ich habe zwar ein seehr friedliches Baby, das kaum schreit, aber ich merk halt, das er ganz unruhig ist und sucht... und ich will ihm halt auch nichts vorenthalten. Heute hat er ungefähr von 5 bis 8 Uhr immer wieder getrunken mit kurzen Pausen dazwischen. Gut, dass sind "nur" drei Stunden, ihr habt da ja ganz anderes erlebt :wink:
Aber es ist ja nicht so, dass das Baby "nur" nuckelt... es kommt ja wirklich Milch raus! Aber manchmal dock ich ihn schon ab und trag ihn dann bisschen oder schaukel ihn... oft ist er dabei auch ruhig und verlangt erst nach einiger Zeit wieder nach der Brust. Das ist dann doch ok, oder?
Und wenns dann nimmer so weh tut, darf er von mir aus gaaaanz lange Nuckeln 8)