Hallo Julia,
Vielen Dank für Deine Hilfe und Deine ausführliche Antwort. Ich gehe mal all die Fragen und Punkte durch.
Schaust Du bitte noch mal über die Liste (hab's etwas geglättet), ob alles so richtig ist?
Kleine Korrekturen und Ergänzungen am 20., 23. und 30.12.:
20.11.: 3.270g Geburt
23.11.: 3.055g (Klinik)
26.11.: 3.120g, (ab jetzt immer Hebamme), dann Einlauf
27.11.: 3.080g
28.11.: 3.100g, 4x Pipi, 1x Aa
29.11.: 3.080g, 5x Pipi, 2x Aa
30.11.: 3.080g, 8x Pipi, 3x Aa
01.12.: 3.100g, 7x Pipi, 2x Aa
02.12.: 3.100g, 6x Pipi, 5x Aa
04.12.: 3.150g 5x Pipi, 5x Aa
06.12.: 3.160g, 7x Pipi, 1x Aa, ab hier 240-300 ml Mumi und 100-190 ml PRE per Flasche
09.12.: 3.360g, 6x Pipi, 1x Aa.
11.12.: 3.450g, 4x Pipi, 3x Aa
13.12.: 3.510g, 5x Pipi, 3x Aa
17.12.: 3.740g, 3x Pipi, 1x Aa
20.12.: 3.710g KiÄ, 5x Pipi, 2x Aa. Ab hier weniger Pre (40/60 ml pro Tag, kein höherer Bedarf)
23.12.: 3.760g Hebi, 7x Pipi, 1x Aa. Ab jetzt kein Pre mehr. Ab 24.12. kein Pumpen mehr
25.12.: 3.780g 8x Pipi, 3x Aa
27.12.: 3.760g Hebi.
29.12.:................80-90 ml Mumi, 90-120 ml PRE per Flasche
30.12.: 3.900g Hebi, 120 ml Pre, 70 ml Mumi per Becher
Wie oft pro Tag pumpst Du zur Zeit? Oder kamen die zuletzt gefütterten Mumi-Portionen aus dem Eisschrank?
Bestenfalls 2x pro Tag vormittags und mittags. Die Mengen waren also gepumpt und nicht aus dem Eisschrank, aber für mehr pumpen fehlt mir der Nerv. Es war zuletzt einfach zu viel für uns beide (Freund und mich), jetzt ist die Kleine nach ihrem Schub öfter wach und dann lege ich sie lieber an statt zu Pumpen.
Vielleicht war das Reduktionstempo einfach bloß etwas zu hoch. Ihr habt ja am 6.12. praktisch von jetzt auf gleich diekrt rund 400 ml täglich zufüttert, das ist eine sehr große Zufüttermenge für ein Neugeborenes. Entsprechend riesenhaft fiel daraufhin auch die Gewichtszunahme in den folgenden beiden Wochen aus (ca 270 g/Woche, das ist extrem viel in dem Alter). Da kann man also im Nachhinein sagen, dass diese Zufüttermenge sicher ZU HOCH gewählt war. Entsprechend ist es auch kein Wunder, wenn innerhalb weniger Tage eine Reduktion auf null viel zu schnell ist; da kommt ja keine Brust hinterher mit Nachproduzieren.
Oh weh, da wird einem ja ganz anders. Wir sollten nach jedem Stillen erst abgepumpte Mumi und dann Pre anbieten, so viel wie geht... Die hohe zunahme wurde damit begründet, dass die Kleine so viel aufzuholen hatte und erstmal alle Speicher aufgefüllt hat und zudem der Darm jetzt auch voller wäre.
19 Tage Domperidon
Wann genau war das? Wie lautete die Diagnose/Indikation für die Einnahme? Und v.a. wer hat empfohlen (und warum), damit nach 19 Tagen wieder aufzuhören?
Ab 30.11., nach Einschleichen 3x3 Tabletten täglich, 190 Tabletten in Summe. Auf Vorschlag der Hebamme weil die milchmenge trotz all dem homöop. Zeugs nicht höher wurde und die Maus zu schläfrig zum kräftig saugen alle zwei Stunden war. Abgesetzt haben wir es nach Erhalt des prolaktinspiegels. Ich denke es hat nicht geschadet, aber den spürbaren Durchbruch hat es auch nicht gebracht.
Aber sämtliche Stillproben (2 oder 3) landeten bei frustrierenden 20-40g
Wer hat diese angeordnet/empfohlen? Wann genau wurden die durchgeführt?
Vorgeschlagen noch im KH und 2x im Beisein der Hebamme. Die erste war am 23.11., die letzte am 06.12. und die dazwischen irgendwann Anfang Dezember.
20 Minuten schreien kostet ziemlich viele Kalorien. Wie wäre es, wenn Du sie stattdessen trägst und dabei ggf. an Deinem kleinen Finger nuckeln lässt? Hast Du ein Tragetuch oder eine geeignete Tragehilfe daheim, die Du gerne nutzt?
Habe ich und nutze ich auch viel, allerdings vor allem zuhause. Ich hatte gehofft es geht auch mit dem schicken neuen kiwa, aber da muss ich jetzt eben durch. Wäre doch nicht dauerhaft oder?
Wie wäre es, die Abläufe abends evtl. einfach zu verändern? Ein spätes gemeinsames Bad? Ein gemeinsamer Spaziergang bei Mondschein?..
Ist das erfolgsversprechend? Gestern Abend lief ganz gut, aber sie schlief trotz ewig Stillen immer nur an der Brust ein und war nach dem Ablegen immer binnen 5 min wach. Geholfen haben letztlich nur 25 ml Pre, so dass meine Partner (verständlicherweise) sofort dachte, dass sie trotz Stillen nicht satt war, weil meine Brust abends einfach nicht genug hätte. Bei der kleinen Zufütterungsmenge kann ich das kaum glauben, aber dieser Zweifel nagt permanent an mir und Kommentare von außen machen es nicht leichter. Wie kann ich sicher sein dass sie nicht hungert, egal ob sie an meiner Brust hängt oder nicht?.
Wie kann ich da jetzt zwischen Hunger und nuckeln-wollen unterscheiden?
Das brauchst Du nicht - es gibt keine klaren Kriterien, bei Babys "Hunger" oder "bloß Nuckelbedürfnis" (oder Beruhigungsbedürfnis oder Trostbedürfnis oder Kommunikationsbedürfnis oder Körperkontaktbedürfnis....) zu unterscheiden, und das ist auch gar nicht sinnvoll. Für ALL DAS ist Stillen da.
Das ist schön zu wissen, ich muss nur die Angst loswerden dass sie nicht genug bekommt...
Sie meckert/schreit sehr viel beim "bechern". Das ist hoffentlich nur die Umstellung? Die Flasche wurde ohne wenn und aber sofort akzeptiert... Jetzt muss ich sie am Ende der Ration regelrecht mit schuckeln und gut Zureden darauf stoßen dass sie einen toll vollen Magen hat.
Was genau meinst Du mit "am Ende der Ration"? Versuchst Du, eine Art Mindestmenge zu füttern?
Schon irgendwie, die Hebamme meinte wir sollen jeweils 30 ml anbieten und ggf steigern (bezogen aufs Zufüttern generell). Momentan meckert die Kleine sehr beim Bechern, schreit die ganze Zeit. Ich denke mir dann tapfer, dass sie lieber den Becher anstatt meine Brust anschreien soll und es geht ja auch erstaunlich fix, aber schön ist natürlich anders. Ich hoffe sehr das legt sich noch

Nur füttere ich dann recht konsequent, so lang der Mund trotz meckern aufgeht und pausiere nicht nach jedem Schluck, sondern erst wenn ich denke jetzt sollte sie einen Effekt merken. Erstmals so nach 10-15 ml. vielleicht gibt es da irgendeinen Trick für weniger Schreien??
bis zu welchen Mengen kann man das mit dem Becher machen? Also alltagstauglich? Lohnt sich die Anschaffung vom Medela Soft Cup?
Eine ml-Angabe kann ich Dir da nicht nennen, das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Aber es kann durchaus sein, dass die Anschaffung des Softcups für Euch sinnvoll wäre; die Handhabung ist in der Tat bequemer als mit Becher, und wenn die Akzeptanz höher ist, umso besser.
Ich möchte fürs weitere Vorgehen folgenden Vorschlag machen:
* Ab jetzt konsequent mindestens 8-12 mal in 24 Stunden stillen.
* erstmal keine künstlichen Sauger mehr, also keine Flaschen, kein Schnuller, kein Hütchen. Fingernuckeln ist OK.
* Zufüttern per Softcup oder Becher, täglich 150 ml.
* Tägliche Dokumentation hier: Datum - Babygewicht - Stillhäufigkeit - Zufüttermenge - Ausscheidungen.
Das machen wir jetzt erstmal einige Tage lang, und dann sehen wir schon klarer, auf welche Weise Ihr noch zum Vollstillen kommen könnt.
Was hältst Du davon?
Finde ich super! Du schreibst nur"auf welche Weise Ihr zum Vollstillen kommen könnt", nicht "ob Ihr zum Vollstillen kommen könnt". Ich hoffe das ist kein Zufall sondern Ausdruck Deiner Zuversicht vor dem Hintergrund Deiner Erfahrungen

Drei Fragen noch:
wenn ich um 2 Uhr stille, 20 Minuten, und dann um 3:30 Uhr wieder, zählt das dann schon als "neues" Stillen? Ja, oder? Ich habe heute bereits um 0:00, 2:00, 3:30, 5:00, 6:30 und 8:45 gestillt, Wahnsinn. Ich würde ab jetzt darauf achten, dass am restlichen Tag die abstände nicht größer als 3-4 Stunden werden. Okay?
Und bei so vielen Stillmahlzeiten ist es da auch akzeptabel, wenn es mal nur 15 min sind? Einfach weil ich sie zwar anlege, der Hunger aber gar nicht sooo groß ist? Das hatten wir grad beim Stillen um 8:45, die anderen Male hat sie die Brust allein eingefordert, diesmal hab ich sie einfach angelegt weil sie wach war und über 2h rum waren.
Ich bin nicht ungeduldig, aber mein Freund geht ab Montag wieder arbeiten. Meinst Du mit der Dokumentation "einige Tage lang" etwa eine Woche? Oder länger? Nur damit ich in etwa weiß was auf mich/uns zukommt.
Puh, das wars. Ich melde mich morgen wieder mit dem Protokoll von heute. Tausend Dank, ehrlich. Dies hier ist meine letzte Rettung, ich spüre wie mein Partner zunehmend von dem Thema genervt ist und ich selbst wäre auch dankbar, zumindest zu sehen ob sich das Kämpfen überhaupt lohnt. Ich hoffe dass uns zumindest darauf die Dokumentation schon in wenigen Tagen Antwort liefert.
Einen guten Rutsch ins neue Jahr Dir liebe Julia, und all den anderen, lieben Antworterinnen auch!
Lg
Animay