Überfüttern mit Muttermilch

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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jusl
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Re: Überfüttern mit Muttermilch

Beitrag von jusl »

Ich meine das Überfüttern, in dem ich meinem Kind wider besseren Wissens mehr Muttermilch verabreiche als gesund für das Baby ist.
OK, aber DAS wiederum ist ja schon sehr starker Tobak wenn man's genau nimmt... eine Handlung am Kind, von der ich als Mutter WEISS, dass es der Gesundheit meines Kindes schadet... also das wäre ja praktisch mutwillige Körperverletzung.
Also genau genommen meine ja nicht ich das sondern mein Gegenüber.
Ja, schon klar ;-) - aber gehst Du bei Deinem "Gegenüber" wirklich davon aus, dass es Dir auf gut Deutsch Körperverletzung vorwirft? Vielleicht stehen da doch andere Motive im Vordergrund... ich hoff's zumindest. ;-)
Wäre die korrekte Antwort für diese Menschen also:

Ja, du hast Recht. Ich überfüttere mein Baby, da es gewichtsmäßig über der 97. Perzentile liegt und damit per Definition Übergewicht hat, was ihm aber nicht schadet, da:

1. Es daraus keine Langzeitschäden zu befürchten hat.

2. Stillen mehr ist, als Füttern?
:lol: Ich weiß nicht, ob ich da jetzt in der Lage bzw. der Position bin, eine "korrekte Antwort" abzusegnen. :lol:
MEINE Formulierung wäre es wohl eher nicht... Denn der Begriff "überfüttern" beinhaltet für mich persönlich(!), dass ein Baby objektiv "zu viel Nahrung" bzw. "zu viel Kalorien" bekommt. Das "zu viel" sollte ja irgendwie quantifiziert werden können für eine solche Diagnose, und außerdem nennenswerte Symptome haben (außer nur vorübergehend(!) mehr Gewicht).
Mein eigenes ehemals monatelang offiziell "makrosom-adipöses" Baby (heute ein SEHR SEHR schlankes sehniges Grundschulkind) hat definitiv nicht "zu viel Nahrung" bekommen; denn die Stillhäufigkeit war ganz normal durchschnittlich, und die Stilldauer betrug für gewöhnlich zwischen 2 und 5 Minuten...
Hier im Stillforum gibt es immer mal wieder Zufütterfälle, wo das Kind zusätzlich zum Stillen sehr viel Pre bekommt, warum auch immer, UND dabei über einen längeren Zeitraum mehr als die "Normalbereich"-330g/Woche zunimmt. Das kann man dann durchaus überfüttern nennen (und praktisch immer eindeutig NICHT "wider besseren Wissens", sondern meist wegen Unsicherheit oder schlechter Beratung).

LG
Julia
honigtopf2010
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Re: AW: Überfüttern mit Muttermilch

Beitrag von honigtopf2010 »

Hmm. Wie bekomme ich denn ein Baby dazu, dass es so viel mehr Nahrung aufnimmt als benötigt, wie in deinem genannten Fall? Liegt das dann an der Flasche? Mir ist schon klar, dass solche Sachen oft in bester Absicht geschehen.

Bei uns ist es ja so, dass der Milchmann ausschließlich Brust nach Bedarf erhält und da er ja sehr propper ist, bekomme ich die genannten Kommentare. Das entspricht dann schon meiner Definition. Ich glaube diese Menschen denken da einfach nicht drüber nach, was sie mir damit unterstellen. Danke jedenfalls für deine Antworten.
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greenie bird
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Re: AW: Überfüttern mit Muttermilch

Beitrag von greenie bird »

Die Geschwindigkeit des Milchflusses bestimmt die Sauggeschwindigkeit, bei einer Flasche gibt es keine Pausen wie zwischen den MSR Intervallen. Das Kind kann den Sauger nicht zukneifen, dass nichts mehr kommt. Wenn der Saugreflex nachlässt, so dass doch was in der Flasche ist, so denke ich dass das echt die 'Notbremse' ist.
Bei starkem MSR ist es daher vermutlich schon möglich, dass das Kind mehr trinkt, als der Magen fassen kann, dann erbricht es. Das ist dann aber auch keine böse Absicht der Mutter. Dann ist man im Zwiespalt, das Kind ist satt, mag aber nuckeln, nimmt aber wiederum keinen Ersatz. So oder so ist das Kind dann unzufrieden, riskiert man ein bisschen nuckeln und schafft es nicht vorher abzuzocken, dann pumpt man das Baby wieder voll...

Ta ta ta... mit dem Handy da.
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Sabbermäuschen
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Re: Überfüttern mit Muttermilch

Beitrag von Sabbermäuschen »

Hallo ihr Lieben!
Das ist ein sehr interessantes Thema und habe dazu auch noch eine Frage.
Wie sieht es denn mit einem (noch) Baby aus, dass sich pappsatt essen kann und trotzdem ein noch sehr starkes Saugbedürfnis hat? Schadet man ihm damit, wenn man es Einschlafstillt obwohl es noch keinen Hunger hat, sondern nur nuckeln möchte? Man merkt Minibär richtig an, dass er nicht trinken will, aber zwangsläufig muss, wenn er dauernuckelt. Anders schläft er nicht mehr ein...

LG
Sabbermäuschen
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Re: AW: Überfüttern mit Muttermilch

Beitrag von greenie bird »

(Wenn es pappsatt sein müsste [!]) woher weißt Du, dass er es denn auch ist? Meine Tochter hat Mengen verschlungen und danach noch (gefühlte) ganze Mahlzeiten gestillt. Sie hat sich nie übergeben oder dann länger Pause gemacht.
Ich weiß bis heute nicht wie das ging.

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Re: Überfüttern mit Muttermilch

Beitrag von Novalia »

Also ich wage ja zu behaupten, dass Leo das ganz gut steuern kann. Mal trinkt er nach dem Essen noch „drei große Brüste” und mal nuckelt er nur beim Eimschlafstillen und schluckt vielleicht alle fünf Minuten.
Ist es nicht so, dass die Kinder es irgendwann raus haben, wie man (fast) ohne Milch nuckelt? Zumindest wenn die anfängliche Milchstrahl-Dusch-Zeit überwunden ist. Das war bei uns nach etwa drei oder vier Monaten.
mit großem Knups an der Hand 07|12, kleinem Knups auf dem Rücken 02|15 und meinen Sternchen Luca *13.01.17 und *03|14 für immer im Herzen

Weder Bilder, noch Klänge, noch Wort´
könnten beschreiben, was an jenem Ort
mit mir geschehn, als ich dich gesehn
in jener Nacht den Schein hast entfacht.

Schandmaul
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greenie bird
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Re: AW: Überfüttern mit Muttermilch

Beitrag von greenie bird »

Von dieser Fähigkeit habe ich leider nur gehört, bei uns klappte das nicht... Aber ich hatte auch keinen durchschnittlichen MSR :(
Ich denke aber wenn nichts raus kommt, dann passt es doch auch.

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Re: Überfüttern mit Muttermilch

Beitrag von katjuscha1210 »

Novalia hat geschrieben:Also ich wage ja zu behaupten, dass Leo das ganz gut steuern kann. Mal trinkt er nach dem Essen noch „drei große Brüste” und mal nuckelt er nur beim Eimschlafstillen und schluckt vielleicht alle fünf Minuten.
Ist es nicht so, dass die Kinder es irgendwann raus haben, wie man (fast) ohne Milch nuckelt? Zumindest wenn die anfängliche Milchstrahl-Dusch-Zeit überwunden ist. Das war bei uns nach etwa drei oder vier Monaten.
Also ich bin der Meinung, dass es bei uns genau so ist. Das hat sich mit der Zeit so eingespielt. Mittlerweile höre ich ganz genau, ob er nur nuckelt oder tatsächlich trinkt und schluckt. Ich glaub das wär von der Natur auch schlecht eingerichtet, wenn die Milch unaufhörlich läuft. Schließlich ist die Brust ja auch zur Beruhigung da.
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Sabbermäuschen
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Re: Überfüttern mit Muttermilch

Beitrag von Sabbermäuschen »

Entschuldigt bitte, dass ich mich erst jetzt wieder melde, bei uns überschlagen sich grad die Ereignisse...

Ich bin mir ehrlichgesagt nicht sicher, ob er das wirklich immer so steuern kann, ob Milch kommen soll oder nicht. Wenn er lange genug nuckelt kommt IMMER Milch und da hab ich ab und zu schon den Eindruck, dass das jetzt doch zu viel ist, er aber unbedingt nuckeln will. Naja, meine konsequenz ist eigentlich simpel - das Abendessen wird nach vorne gelegt. Klappt noch nicht immer, aber immer öfter :wink:
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