Freundin ferbert - hilfe...

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Sakura
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Sakura »

miss_undercover hat geschrieben:Wenn das Programm nach 10 Tagen noch keine spürbare Verbesserung bringe, solle man abbrechen und es zu einem späteren Zeitpunkt noch mal probieren, sonst arte es in Quälerei aus.
Schon allein DAS würde das ganze "menschlicher" gestalten, als es teilweise gehandhabt wird.... Siehe oben...
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Sibi
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Sibi »

Miss_Undercover
Ok, dann habe ich das wohl falsch gelesen, verstanden oder abgespeichert.

Sakura
Ich denke auch, dass da einfach zwei völlig verschiedene Menschen- und Weltbilder zusammentreffen bei Dir und Deiner Freundin. Und solche prinzipiellen Vorstellungen sind schwer revidierbar. Gonzalez schreibt ja z. B. selbst, dass er natürlich von diesem Menschen- und Kinderbild geleitet ist, das er hat. Das dieses nicht begründbar ist, sondern eben eine tiefe Überzeugung, die man teilen kann oder auch nicht.

Ich denke auch, Gonzalez ist "zu extrem" für Mainstream-Eltern. Renz-Polster ist "sachlicher" und kann bessere Überzeugung leisten, weil er evolutionsbiologisch argumentiert. Wobei ich z. b. eine Freundin kenne, die es gelesen hat und ganz toll fand und trotzdem wurde das Kind mit 9 Monaten abgestillt und mit 12 Monaten aus dem Elternschlafzimmer ausquartiert. Und viele Kleinigkeiten zeigen mir, dass sie ganz sicher nicht AP betreibt, auch wenn ich Renz-Polster als verkapptes AP-Buch gelesen habe. Aber das ist es eben nicht (nur), sondern es zeigt erst mal nur, warum Kinder wie handeln. Wie Eltern darauf reagieren, ist ein anderes Paar Schuhe.
Menschenkinder kenne ich nicht - vielleicht wünsche ich es mir zu Weihnachten, ich glaube, irgendjemand mag noch ein Buchtitel wissen, den er mir schenken kann. :wink:
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Sakura
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Sakura »

ich finde menschenkinder eine tolle ergänzung zu kinder verstehen. viel knackiger und knapper, dabei aber nicht einfahc nochmal das gleiche in grün :-)
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Jadzia
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Jadzia »

Hallo Sakura


Ich habe echt Zweifel, ob ein Buch deine Freundin weiterbringen wird.

Auf mich wirkt sie doch aus deiner Erzählung sehr unsicher und ängstlich. Ja, du hast richtig gelesen. Du nennst das willensstark. Aber ich finde, wenn man gar nicht mehr merkt was man auslöst und stur an seinen Plänen festhält, dann fehlt da einfach Souveränität- Und das beim 2. Kind!!! Beim 1. ist das ja doch noch sehr viel einleuchtender.

Außerdem ist sie ja schon derartig in Machtkämpfe verwickelt ( Laufstall), daß ich mir denke : Entweder du als ihre Freundin kommst an sie heran. An sie!!!! Oder aber da wird sich nix bewegen.

Sie will sich ja gerade nicht in ihr Kind einfühlen, sondern die Kontrolle bewahren.

Ich würde auch gar nicht übers Kind argumentieren, sondern sie mal fragen, was sie denn so befürchtet und wo ihr Schuh drückt.

Könnte es vielleicht auch sein, daß sie enorme Angst vor Nähe hat? Es würde gut ins Bild passen und das ist auch sehr verbreitet dieses Problem. Und da kann Gonzales noch so tolle Bücher schreiben. Das ändert nichts, wenn man solche Ängste hat.
Ich habe auch so eine Freundin, und die würde ich mit solchen Büchern und "missionarischem Eifer" nur aggressiv machen, trotzdem ist bei ihr nicht alles umsonst. Sie braucht nur Zeit um sich auf gewisse Dinge einzulassen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß sie so weit kommt ein Baby zu stillen. Da sitzen einfach tiefe Blockaden und das macht sie ja nicht extra. Das ist eben ihre Aufgabe.

Gar nicht so leicht üder solche Diskrepanzen hinweg Freundschaft zu leben
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Herbstmami
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Herbstmami »

Ich denke auch, dass Freundschaft etwas ist, was nicht nur auf der Basis "Kindererziehung" statt findet, auch wenn ich deine Sicht absolut nachvollziehen kann.
Nur als kleinen Denkanstoß:
Meine Mama hat mich und meinen Bruder selber gestillt und meinen kleinen Bruder ab und zu mit dem Tuch auf der Hüfte getragen und das vor 20 Jahren, obwohl da bestimmt einige und nicht zuletzt der ganze Rest der Familie gegen geredet haben.
Und ausgrechnet diese Frau, bei der man ja eigentlich vermuten würde, dass sie eine eigene Einstellung zum Thema Babys hat, hat mir das Buch "jedes Kind kann schlafen lernen" geschenkt, weil meine Große damals (mit gerade einmal 9 Monaten) nicht alleine in den Schlaf kam! Weil ich jeden Abend mindestens 2 Stunden mit dem Kind gestillt, gekuschelt habe.
Ich habe das Buch nie gelesen, es liegt irgendwo im Keller und verstaubt! Weil mir mein Gefühl gesagt hat, dass ich M. nicht schreien lassen sollte! Dass es nicht richtig ist, dass sie mit 9 Monaten schon schlafen soll!
Trotz meiner eigenen tiefen Überzeugung habe ich nie erzählt, dass M. auch jetzt, mit fast 5 Jahren noch ab und zu bei mir im Bett schläft, habe nie erzählt, dass M. noch fast bis sie zwei war zum einschlafen gestillt hat, dass ich M. nicht habe weinen lassen!
Nicht, weil ich mich dafür schäme, sondern weil ich weiß, dass es in endlose Diskussionen ausarten würde.
Und, weil ich meinen Standpunkt nicht vertreten könnte, ohne die andere Seite ordentlich vor den Kopf zu stoßen.

Des weiteren habe ich eine wirklich tolle Freundschaft mit der Cousine von meinem Mann.
Diese raucht (auch während der Schwangerschaft, was ich unter aller S*u) hat nicht gedielt, wegen dem rauchen, hat den kleinen ca 60% seiner Wachzeit (bevor er laufen konnte) im Laufstall gehabt und erst gestern hat ihr Sohnemann (mittlerweile 1 1/2) die halbvolle Tasse !!Kaffe!! Geext! :shock:
Und in nun ist Baby Nr. 2 unterwegs und das erste, was sie sagt, als ich erzählt habe, dass F. nur im Tuch oder auf meinem arm schläft: so wie mein Großer ( nicht gestillt, nicht getragen, mit der saftflasche auf dem arm zum schlafen gebracht, dann hingelegt) wird das Baby gar nicht erst verwöhnt! Das geht von Anfang an ins eigene Bett!
Aber auch da werde ich definitiv nichts dran ändern, denn ihr Eltern,die ebenfalls im gleichen Haus wohnen raten ihr auch zu diesen "Methoden"
Meine groß nehme ich dort nie mit hin, gehe da wenn nur mal auf nen Kaffe vorbei, wenn sie im Kindergarten ist, weil ich nicht möchte, dass sie das vorgelebt bekommt!
Trotzdem ist sie eine Freundin von mir, weil sie menschlich einfach ein sehr lieber Mensch ist, wenn auch mit einem völlig anderen Leben, mit anderen Ansichten. Und ja, oft sträuben sich mir die nackenhaare.
Ich erzähle halt immer wieder, wie Praktisch stillen ist, wie einfach das Familienbett, wie erleichternd das Tragen, erwarte aber eigentlich nicht mehr, dort auf offene Ohren zu treffen.
In der Familie(auch bei allen anderen Verwandten von seiner familie und seinen Eltern usw, aber auch vie bei meiner eigenen Familie) stehe ich halt doch als komisch da.. Für die bin eben ich die, mit den "falschen" Ansichten..

Lg..

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Herbstmami
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Herbstmami »

Das soll natürlich gestillt und nicht gedielt heißen! :shock: :oops:
Mein i-phone hat wieder mal rumkorrigiert. (wollte auch aus nackenhaare Backenbärte machen :lol: )
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Sakura »

Jadzia hat geschrieben:Auf mich wirkt sie doch aus deiner Erzählung sehr unsicher und ängstlich. Ja, du hast richtig gelesen
Hm... Da könnte was dran sein... Wenn ich so drüber nachdenke....
Ich erwarte auch nicht, dass sie ein Buch liest, Heureka ruft, und fortan alles anders macht. Das ist eher mein Versuch einer Gegendarstellung. Und aufgeschrieben ist es nun mal besser formuliert, als wenn ich in einer passenden (oder unpassenden) Situation zu faseln beginne. Und doch... je länger ich drüber nachdenke.... Doch, der Holzhammer Gonzalez soll es sein. Renz-Polster ist außerdem viel zu dick :-). Bei Gonzalez entscheidet man sich auf der ersten Seite (ich werde mir mit diesem Buch feinde machen, aber es ist mir egal) fürs Weiterlesen, und wird reingesaugt ins Buch. Meine Freundin ist ein sehr nachdenklicher Mensch... Aber es könnte was dran sein. Gerade wenn man mit Eltern unter einem Dach wohnt, und durch deren Ansagen verunsichert wird... Ich bin mir sicher, wenn ich mit meinen Eltern unter einem Dach wohnen würde, hätte ich vermutlich vieles anders gemacht...
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Laquiqui
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Laquiqui »

Hallo Sakura,
ich kann Dich gut verstehen und finde es gut, dass Du in Liebe wachsen ausgesucht hast. Meine ganzen richtig guten langjährigen Freundinnen haben alle noch keine Kinder, aber natürlich bin ich auch immer wieder mit Müttern zusammen, die es anders machen. Obwohl ich von meinem Weg zutiefst überzeugt bin, neige ich immer dazu, nicht zu viel dazu zu sagen. Muss ja jeder selbst seinen Weg finden. Wenn es aber ums Ganze geht, um Eure Freundschaft, darum, wie Du Dich mit ihr fühlst und wie es zwischen Euch weiter geht, finde ich es total angebracht, die Karten auf den Tisch zu legen. Und ja, auch zu sagen: Das finde ich grundfalsch.

(Nicht dass ich das schon gemacht hätte, ich merke nur bei mir, dass dieses freundlich-diplomatische Drumherumreden mir oft nicht so gut tut. Doch einmal, aber das mag ich hier nicht öffentlich schreiben.)
Alles Gute!
Liebe Grüße von Kirsten

"Es gibt mehrere Arten, etwas richtig zu machen" Mama Muh
Jadzia
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von Jadzia »

Hallo Sakura

Ich verstehe deine Wahl.

Gonzales trifft mitten ins Herz - oder wird weeeeeeeiiiiiiiiit weggeschoben.


Von soher : Gute Wahl :)

Ums Herz geht's doch irgendwie ......


( ich hab das Buch erst vor kurzem gelesen, obwohl ich schon lange weiß, daß es das gibt. hat sich nie ergeben. Die Geschichte vom dem kleinen Jungen der nicht in den Kiga will, die läuft mir noch total nach. Monate später. Fast zu sehr, denn sie macht mir fast ein bißchen Angst als berufstätiger Mama. Dabei hätte ich auch vorher mein Kind nicht weinend zurückgelassen und auch nicht mit Gewalt in die Krippe gebracht. Dann lieber ALG2. Doch ich kann sagen, das hat mich erreicht :wink: - war aber auch nen offenes Scheunentor)
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Re: Freundin ferbert - hilfe...

Beitrag von miss_undercover »

Sakura hat geschrieben:
Jadzia hat geschrieben: Renz-Polster ist außerdem viel zu dick :-).
Deshalb habe ich "Menschenkinder" empfohlen und nicht "Kinder verstehen" Es ist nämlich 1. deutlich dünner und 2. deutlich klarer und polarisierender und hat durchaus Streitschrift-Charakter, wie Gonzales auch.

Aber wenn Du G. als passender empfindest - klar, dann los! :) Ich wünsche viel Erfolg und bin gespannt, was Du berichtest!
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