jatta hat geschrieben:hach, wir sind wieder zu hause
die kleine wollte übrigens nur in die lila geckos und mit dem pfau kuscheln und zudecken. wir haben keinen einzigen blutflecken, dafür hat die kleine nun inzwischen ein echtes ärztetrauma und ich komme mir absolut scheisse und wie der letzte verräter vor...
die leute im kh waren alle sowas von lieb und sind so toll auf uns eingegangen. trotzdem wollte l. nicht die ko tropfen trinken (verständlich), so dass wir dann gemeinsam einem tobenden tasmanischen teufel die narkosemaske aufs gesicht pressen mussten. es gab keine alternative...bei einem betäubungspflaster und legen der narkose über einen zugang wäre es ähnlich zugegangen...das hat mich jahre meines lebens gekostet...dieser blick von l. dabei...und sie hatte sich so über das narkosehemd mit den elefanten gefreut....
ich hoffe so sehr, dass sie sich wirklich nicht daran erinnert, es wurde ihr dann noch etwas gespritzt und die ärztin versicherte mir, dass die erinnerung an den kampf weg sein wird.
puuuuh....die kleinen vertrauen einem doch so, und dann sowas
aber jetzt geht es ihr schon viel besser, die op war absolut nötig. sie musste auch röhrchen bekommen, da das sekret total dick war und sie wohl kaum noch was gehört hat. mandeln sind auch verkleinert und ich gewöhne mich nun an ihre neue, viel heller klingende stimme.
sowas brauche ich echt nicht noch einmal

Liebe jatta!
Ich kann das was du schreibst total gut verstehen, ich war einmal in genau der gleichen Situation mit Mika! (Ich wollte ihm die Maske mit dem Betäubungsmittel aufsetzen, damit es nicht die Schwestern tun müssen, habs aber nicht geschafft (!), haben dann also doch die Schwestern machen müssen, ihm die Maske draufgedrückt wie wild, haben es alle nicht geschafft bzw. es hat bei Mika nicht gewirkt

und als er genäht wurde am Kopf, immernoch bei Sinnen, hab ich ihn festgehalten zusammen mit 2 Schwestern und natürlich ruhig auf ihn eingeredetet und ihm erklärt dass wir das Loch nähen müssen

, doch er war immernoch zu stark, so dass sie ein 3. Krankenpfleger rufen mussten, so hielten also schlussendlich 4 Erwachsene den kleinen rebellierenden Körper eines 2 und halb jährigen fest....! Erst als sie fertig war, ist Mika fast umgefallen weil auf einmal das Mittel angeschlagen hat).
Trotzdem war es ein wichtiger Eingriff und ich habe kein schlechtes Gewissen, denn alles was ich tun konnte, war bei ihm zu sein, ihm die Situatioun zu erklären und ihm nicht noch durch meine Angst zusätzlich Angst zu machen. Irgendwie bin ich ganz schön stolz deswegen weil ich sehr ruhig war von Anfang bis zum Schluss.
Und du hast es bestimmt genausogut gemacht! In so einer Situation kannst du nichts machen, das Vertrauen in Ärzte und Schwestern ist (leider) sowieso futsch, du kannst nur für sie da sein und das hast du bestimmt ganz toll gemacht! Und trotzdem: ich kenne aber das Gefühl, dass das eigene Kind in so einer Situation steckt und um Hilfe ruft, und wir, die Mütter dürfen sie da nicht rausholen, können nichts machen

(. Hab mich auch gefragt was Mika eigentlich denkt, warum ich ihm nciht helfe

(( Natürlich fragen sich dann die kleinen warum

( Aber das wird nichts an ihrem Urvertrauen zu dir rütteln

) *drück*
Es stimmt übrigens dass sie den Kampf wahrscheinlich vergisst... Mika konnte oder wollte da auch nicht mehr drüber reden, die im KH meinten, er würde es vergessen durch die Betäubungsmittel.
Das mit der Stimme ist ja interessant, das wär bestimmt ganz komisch für mich. Aber vlt. ist das einfach ihre richtige Stimme, die vorher durch die großen Mandeln gehindert wurde!
Schön dass ihr wieder zuhause seid!!! Alles Liebe!!