Vollstillen sehr erwünscht - noch möglich nach schwierigem Stillstart?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Bali
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Re: Vollstillen sehr erwünscht - noch möglich nach schwierigem Stillstart?

Beitrag von Bali »

Danke für eure Beiträge!
M. hat heute fürchterlich geweint, als sie Stuhl abgesetzt hat. So hat sie noch nie geschrien. Es war so schlimm, dass meinem
Partner die Tränen in den Augen standen und er sagte, es fühle sich an wie bei der Geburt...
Sie hat sich sehr angestrengt, wir haben sie dann wie beim Abhalten gehalten. Zusätzlich haben wir ihren Po dann mit Wundsalbe eingerieben. Der sah am Poloch schon gerötet aus, da sie die letzten Tage ja echt oft Köttel gemacht hat.
Meine Intuition sagt mir, dass es ihr einfach weh tut, den Stuhl herauszudrücken.
Was sollen wir jetzt machen? Sollten wir die Beikost ein paar Tage weglassen? Oder nur Birne und Pflaume füttern?
Sie tut uns so wahnsinnig leid!!! Ich fühle mich, als hätte ich ihr das mit der Beikosteinführung angetan... 😭😭😭
Alice89
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Re: Vollstillen sehr erwünscht - noch möglich nach schwierigem Stillstart?

Beitrag von Alice89 »

Meine Tochter hatte anfangs auch Probleme, allerdings mehr in Richtung Bauchweh. Ich hab dann ein paar Tage ausschließlich Birne und auflockerndes Gemüse (z. B. Zucchini oder Broccoli) gegeben und die Fettmenge erhöht. Ob es was gebracht hat oder sich der Verdauungstrakt dann einfach an das neue Essen gewöhnt hat, kann ich aber nicht sagen. Aber mir gings wie dir, mein Zwerg hat mir furchtbar leid getan und ich hab die Beikost ein paar mal verflucht 😅
Bali
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Re: Vollstillen sehr erwünscht - noch möglich nach schwierigem Stillstart?

Beitrag von Bali »

Guten Abend,
ich bin grad mit M. im Klinikum. Sie ist heute vom Sofa gerutscht. 😭😭 Ich war auf Toilette, mein Partner war bei ihr und hatte einen unaufmerksamen Moment. Da lag sie auch schon unten. 😭😭😭 Mein Partner sagt, sie lag auf dem Bauch auf dem Boden, aber sicher sei er sich nicht...
Es sieht alles gut aus. Sie wirkt fit und hat hier viel erzählt,
... Da sie noch so jung ist, haben sie uns trotzdem für 24-48 Stunden zur Überwachung hier behalten... Sie ist jetzt verkabelt und liegt neben mir und schläft selig nach diesem echt absolut verkorksten Tag!
Drückt uns die Daumen, dass es wirklich nur der Schreck war und hier alles unauffällig verläuft.
Meinem Partner gehts echt schlecht. Er macht sich die schlimmsten Vorwürfe. Und ich habe auch mit „Warum hast du nicht aufgepasst? Ich hab’s dir doch x Mal gesagt...“ reagiert 🙈 Auf der einen Seite bin ich stocksauer, weil ich ihm schon öfter gesagt habe, dass man sie auf dem Sofa oder Wickeltisch nicht einen Moment unbeobachtet lassen darf, und er mich da nicht ernst genommen hat; auf der anderen Seite fühle ich mit ihm mit. Ich hätte auch ein unfassbar schlechtes Gewissen und würde mir die schlimmsten Vorwürfe machen...
Ach man, Leute... habt ihr ein nettes Wort für mich?
Liebste Grüße
Bali 🌺
KatharinaL
gut eingelebt
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Re: Vollstillen sehr erwünscht - noch möglich nach schwierigem Stillstart?

Beitrag von KatharinaL »

(((Bali und M.)))
Ich drücke die Daumen, dass alles in Ordnung ist!
Vom Sofa runter ist ja nicht so extrem hoch, oder?
Katharina mit Maus 5/18 und Meisenmann 2/21
Mein Vorstellungsthread
LaraLiv
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Re: Vollstillen sehr erwünscht - noch möglich nach schwierigem Stillstart?

Beitrag von LaraLiv »

Liebe Bali, ohwei! Ich drück dich ganz fest.
Ich denke, dass es immer wieder diese schrecklichen Momente gibt in denen man hilflos ist und tatenlos zusehen muss wie den Würmern gerade echt blödes passiert oder passiert ist.
Liv ist mir damals vom Wickeltisch gefallen, da war er allerdings schon älter, er konnte schon stehen. Mein Mann war zum Glück gleich sehr einfühlsam als ich weinend auf dem Boden kauerte..ich wusste aber, wenn es anders herum gewesen wäre, hätte ich nicht so reagiert.......
Ich denke ihr müsst offen über eure jeweiligen Gefühle sprechen und du ihm sagen, dass die Sorge natürlich hier größer ist als die wut und das teilt ihr.
Ich hoffe und glaube sehr, dass es M. gut geht, die Kleinen sind ja schon auch irgendwie robust! Aber ja, das ist eines der Dinge die wir Eltern uns so oft sagen und einbläuen... Aber letztlich passieren immer und immer wieder solche Unfälle, das können wir einfach nicht verhindern - und doch verstehe ich dich und deinen Partner natürlich sehr gut. Und auch wenn das alles noch bestimmt lange nachhallen wird in euren Gedanken und Gefühlen, versucht miteinander damit umzugehen und helft euch.

Sei umarmt!
mit Liv 05/19 und Noa 02/21
Bali
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Re: Vollstillen sehr erwünscht - noch möglich nach schwierigem Stillstart?

Beitrag von Bali »

Danke, liebe Katharina!
Nein, es ist nicht hoch. 43cm. Wir haben auch Dielenboden und sie ist in Bauchlage vorne rübergerutscht. Ihre Nase ist rot geworden im Klinikum. Vermutlich ist sie darauf gelandet. Oben auf dem Kopf habe ich auch einen Kratzer gesehen, aber sie kratzt sich auch manchmal (wie auch immer sie das schafft). Mein Partner sagt, sie habe so auf dem Bauch gelegen, wie sie auch oben gelegen hat. Sicher war er sich aber nicht.
Ich hoffe einfach, dass die Zeit hier schnell rum geht. Im Moment tut sie das nicht... ich bin echt fertig und sterbe vor Sorge...
M. ist zwischendurch ein paar Mal zum Stillen wach geworden. Eine Elektrode hat sich wohl auch gelöst. Die Schwester hat das Kabel dann abgezogen, weil sie natürlich ständig Alarm hatten.
Ich frage mich, wie das mal werden soll, wenn ich sooo ängstlich und voller Sorge bin! Es wird ja nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sie etwas hat. Das beschäftigt mich gerade sehr...
Bali
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Re: Vollstillen sehr erwünscht - noch möglich nach schwierigem Stillstart?

Beitrag von Bali »

Liebe LaraLiv,
danke für deine Worte! Sie stoßen so sehr auf Resonanz in mir, dass die Tränen kullern...
Ich habe meinem Partner schon gesagt, bevor wir ins Klinikum fuhren, dass ich ihn sehr liebe und alles schon gut wird, dass ich mir einfach total Sorgen mache und es mir leid tut, dass ich auch noch gemeckert habe. Ich habe ihm am Telefon auch gesagt, dass es mir auch hätte passieren können.
Und trotzdem ist diese Wut in mir. Und das tut mir leid, dass sie da ist!
Es wird sicher lang nachhallen. Da bin ich mir sicher!
Ich habe immer gedacht, dass ich mich um meine Lieben sehr sorge. Aber diese Sorge habe ich noch nie zuvor gespürt.
Danke für deine Umarmung!
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ShinyCheetah
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Re: Vollstillen sehr erwünscht - noch möglich nach schwierigem Stillstart?

Beitrag von ShinyCheetah »

Alles wird gut ((Bali und Familie)). Ich kenne mehr Babys, die so einen Unfall im ersten Jahr hatten, als welche, die es NICHT hatten. Ich bin gestolpert und mit F im Arm auf der Straße gestürzt, als er ein paar Monate alt war. Wir waren auch über Nacht im Kkh, weil ich dachte, er sei mit dem Kopf auf den Asphalt geschlagen, aber es war alles in Ordnung. Und ich kenne diese Wut. Ich hatte ihn nur auf dem Arm, weil seine Oma unbedingt versuchen wollte, ihn im KiWa zu schieben. Natürlich hat er gebrüllt wie am Spieß, aber ich hatte kein Tragetuch dabei, also musste ich ihn eine längere Strecke "ungesichert" tragen. Ich hatte so eine Wut. Auf die Oma mit dieser blöden KiWa-Fixierung, auf den KiWa selbst, auf mich, weil ich es zugelassen hatte und dann auch noch das blöde Tuch vergessen hatte... Ich hoffe, ihr könnt bald beruhigt nach Hause!
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
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ShinyCheetah
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Re: Vollstillen sehr erwünscht - noch möglich nach schwierigem Stillstart?

Beitrag von ShinyCheetah »

Die Sorge kenn ich auch. Bis der Krankenwagen da war, war ich ein zitterndes heulendes Häufchen Elend mit brüllendem Baby auf dem Arm. Das macht Elternsein eben mit uns.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


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LaraLiv
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Re: Vollstillen sehr erwünscht - noch möglich nach schwierigem Stillstart?

Beitrag von LaraLiv »

Ja. diese Sorge. Ich habe meine Schwester damals, bevor ich Kinder hatte und sie drei, gefragt wie Eltern das bloß überleben. 😅
Heute würde ich sagen, dass man mit der Sorge leben lernt. Wenn die Babys noch so klein sind ist in der Regel ja wenig los, was Sorge bereitet, aber gerade jetzt mit Noa merke ich, dass das schwieriger ist für mich damit umzugehen. Bei Liv ist ja täglich irgendwas los, dass mir Sorge bereitet, aber ich sehe auch, dass er mit Trauer und Schmerz umzugehen lernt und das hilft mir. Also ich würde sagen man wächst da mit den Kindern zusammen.
Nochmal was anderes, vielleicht ein Rat, Hinweis, tip, ich weiß nicht so recht. Aber du schreibst, dass dein Partner nicht mehr so genau wisse wie sie unten lag. Ich habe vor einiger Zeit mal einen Artikel gelesen, dass Eltern (oder die betreuenden Person) Kinder, wenn sie gefallen sind, nicht sofort hochnehmen sollen. Oft neigt man dann dazu dass es ruckartig passiert und dann die Gefahr einer weiteren Verletzung oder eines Schreckens groß ist. Klar, bei so kleinen Babys fällt es super schwer, aber als liv mobiler wurde haben wir versucht sehr darauf zu achten. Das hat uns auch geholfen die vorangegangene Situation besser zu verstehen, auch wenn wir sie nicht gesehen haben. Auch liv dann zu erklären was und wie es wohl passiert ist, hat ihm geholfen. Gerade wenn er damals gestolpert war o.ä. hat man immer deutlich gesehen, dass er gerade ziemlich schockiert und einfach enttäuscht von der Welt war, dass das nun passiert ist, einfach so... 😅
Aber das nur am Rande...

Ich kann mir vorstellen, dass die Zeit gerade überhaupt nicht rum geht 😔 halte durch und berichte gern zwischendrin.
mit Liv 05/19 und Noa 02/21
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