Also, dass ein Kind mit vier Jahren nicht versteht, was gesagt wird, hört sich tatsächlich seltsam an. Es klingt für mich aber eher nach einem anderen Problem als einem sprachlichen. Lässt sich natürlich aus der Ferne schwer beurteilen.Baba hat geschrieben:Oh, das ist ja ein interessanter Fred hier.
Meine Nichten wachsen auch zweisprachig auf.
Sie machen das auch nach dem OPOL-Prinzip.
Die Mutter spricht mit ihnen russisch, der Vater und wir anderen deutsch.
Die Große ist 4 1/4 jahre alt. Die Kleine ist 2,5 Jahre alt.
Ich kenne mich mit zweisprachiger Erziehung leider kaum aus. Deswegen möchte ich gern mal wissen, ob das was ich wahrnehme noch im Bereich des "Normalen" ist.
Die Große (ist auch schon seit 1 Jahr im Kindergarten) spricht leider kaum deutsch. Sie spricht wirkich rudimentär ein paar Worte mit russischem Akzent. Man versteht sie sehr schlecht und sie selbst scheint einen auch nicht so gut zu verstehen.
Das ist ein ziemliches Problem, denn sie findet so keinen Anschluss an andere Kinder, denn die verstehen sie nicht.
Die Kleine spricht in beiden Sprachen wesentlich mehr und auch besser. Sie spricht eigentlich fast wie ein einsprachig aufgewachsenes Kind.
Wie ist denn sonst die Persönlichkeit des Mädchens einzuschätzen? Ist sie in Deutschland schon die ersten drei Jahre aufgewachsen? Wenn ich als Eltern wirklich wahrnehme, dass mein Kind unter einer Situation sehr leidet, würde ich mir psychologische Hilfe holen, wenn Hörsprobleme bereits ausgeschlossen wurden, vorausgesetzt. Ich kenne hier auch einen Jungen, der sehr wenig spricht, nicht weil er es nicht kann, sondern einfach, weil er es nicht braucht, das was er spricht reicht ihm persönlich zum Glücklichsein. Vielleicht meinen wir manchmal, etwas sei gut fürs Kind und im Grunde, ist unser Bedürfnis nicht immer das gleiche, wie das vom Kind. Hoffe, das war jetzt verständlich.

