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Re: Zuckerfrei(er) leben!
Verfasst: 07.02.2019, 06:05
von Sandtiger
Ja genau, so ging es mir auch. Jedenfalls war mein Mann der Auslöser, dass wir was tun, vorher hätte ich ihm mit "sowas" nicht kommen müssen, aber er hat von sich aus verstanden, dass wir einfach noch bewusster aufs Essen schauen müssen und uns überlegen sollten, brauche und möchte ich das jetzt? Wir tun das zwar schon in vielen Punkten, aber Zucker war da bisher noch nicht so im Fokus.
Re: Zuckerfrei(er) leben!
Verfasst: 08.02.2019, 12:05
von Laakemum
Wow! Ich könnte es nicht durchziehen. WIe hast du die Zeit, alles selber zu machen? Bitte um Rat
Re: Zuckerfrei(er) leben!
Verfasst: 08.02.2019, 14:32
von britje
Schlaf wird überbewertet...
Ich komme hier mit zwei Wirbelwinden auch irgendwie zu nichts.
Ich habe gestern mal meine Fixprodukte durchgeschaut.
Ich habe zwar nicht viele, aber zB Gemüsebrühe mache ich nicht selbst und da war auch Zucker drin. Schon krass, wo der überall drin steckt. Ich bin desshalb auch wieder weg von Zuckerfrei, das ist mit so kleinen Kindern einfach zeitlich nicht machbar, aber ich gestalte es jetzt zuckerarm. Lasse Süßigkeiten weg und backe vieles selbst. ZB Brot und Kekse. Für die Kinder gibt es ab und an mal etwas Naschi, aber dann sonst eben Obst usw.
Re: Zuckerfrei(er) leben!
Verfasst: 09.02.2019, 12:40
von Lösche Benutzer 15449
Der Sohn (5):
"Mama, ich möchte eine Pinata zum Geb."
- ok -
"Dann müssen wir aber noch zu Action und kleine Spielzeuge und Sticker kaufen."
- Warum? -
"Damit wir was ohne Zucker haben für alle für die Pinata."
Der Vater (38):
Kauft sich heimlich Mezzo und Kinderschokolade.
Was soll ich sagen...
Re: Zuckerfrei(er) leben!
Verfasst: 09.02.2019, 13:15
von Sternenfaengerin
Kinder sind einfach beeinflussbarer als erwachsene Männer

Re: Zuckerfrei(er) leben!
Verfasst: 09.02.2019, 13:48
von Lösche Benutzer 15449
Dass klingt so manipuliert, wenn du das so formulierst.
Ich würde sagen lernfähiger, einsichtiger,...

Re: Zuckerfrei(er) leben!
Verfasst: 09.02.2019, 14:13
von Sternenfaengerin
Wölfin1983 hat geschrieben: 09.02.2019, 13:48
Dass klingt so manipuliert, wenn du das so formulierst.
Ich würde sagen lernfähiger, einsichtiger,...
Ich glaube es hat ganz viel damit zu tun, wie man es vorlebt und im Alltag thematisiert bishin zum Predigen. In aller Regel wollen Kinder ihren Eltern gefallen.
Eine Selbstreflektionsfähigkeit im Ernährungsverhalten wäre in dem Alter kognitiv nicht wirklich zu erwarten
Aber wenn dein Kind es als „gut“ und selbstverständlich wahrnimmt und annimmt, ist das doch megagut. Sicher kommen auch andere Phasen, aber es ist eine Basis, die man bieten kann, ein Modell zur Orientierung.
Dein Mann ist ein anderer Mensch mit anderen Ideen und das ist doch auch gut so. Es gibt verschiedene (Ernährungs-)Modelle und im Erwachsenenleben (wenn man das so miterlebt hat) birgt das optimalerweise die Fähigkeit zur Toleranz: zu wissen, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt.
Re: Zuckerfrei(er) leben!
Verfasst: 09.02.2019, 14:27
von Lösche Benutzer 15449
Sternenfaengerin hat geschrieben: 09.02.2019, 14:13
Wölfin1983 hat geschrieben: 09.02.2019, 13:48
Dass klingt so manipuliert, wenn du das so formulierst.
Ich würde sagen lernfähiger, einsichtiger,...
Ich glaube es hat ganz viel damit zu tun, wie man es vorlebt und im Alltag thematisiert bishin zum Predigen. In aller Regel wollen Kinder ihren Eltern gefallen.
Eine Selbstreflektionsfähigkeit im Ernährungsverhalten wäre in dem Alter kognitiv nicht wirklich zu erwarten
Aber wenn dein Kind es als „gut“ und selbstverständlich wahrnimmt und annimmt, ist das doch megagut. Sicher kommen auch andere Phasen, aber es ist eine Basis, die man bieten kann, ein Modell zur Orientierung.
Dein Mann ist ein anderer Mensch mit anderen Ideen und das ist doch auch gut so. Es gibt verschiedene (Ernährungs-)Modelle und im Erwachsenenleben (wenn man das so miterlebt hat) birgt das optimalerweise die Fähigkeit zur Toleranz: zu wissen, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt.
Naja, ich thematisiere bei unserem Sohn schon, dass er natürlich Zucker essen darf, dass ich das aber nicht kaufen möchte, weil ch merke, dass es uns nicht gut tut. Und ich mache ihn drauf aufmerksam, wenn er Zucker isst und danach Bauchweh hat bzw er danach in die Hose macht (meine Kinder reagieren darauf ähnlich wie ich und umso flüssiger der Stuhl umso schwerer fällt es ihm natürlich, trocken zu bleiben - das ist ja eh so ein Thema bei ihm). Entsprechend hat er natürlich schnell rausgehen, dass ihm das nur in Maßen gut tut.
Was mich nervt ist, dass wir ja auf Anregung meines Mannes hin Zucker komplett verbannt haben, weil er "voll verzuckert" gesehen hat und er voll zum Moralprediger wurde - und er es jetzt heimlich hinter meinem Rücken reinschmuggelt, als wäre ich der Drachen vor dem Turme. Das hat doch nix mit Beziehung auf Augenhöhe zu tun.

Re: Zuckerfrei(er) leben!
Verfasst: 09.02.2019, 14:30
von Lösche Benutzer 15449
Aber ich bin gerade an einem Punkt, an dem ich unsere ganze Beziehung leider etwas hinterfrage und da bekommen solche Kleingkeiten leider blödes Gewicht.

Hoffentlich nur das verflickste siebte Jahr.

Re: Zuckerfrei(er) leben!
Verfasst: 10.02.2019, 20:26
von Grünfrosch
Laakemum hat geschrieben: 08.02.2019, 12:05
Wow! Ich könnte es nicht durchziehen. WIe hast du die Zeit, alles selber zu machen? Bitte um Rat
Ich mache längst nicht alles selbst! Aber mit der Zeit habe ich mich in meinem Bioladen durch alle Regale gearbeitet und kenne die wenigen zuckerfreien Ausnahmen.

Die Kinder bekommen Fruchtriegel, die nicht gezuckert sind, da gibt es durchaus Auswahl. Es gibt in letzter Zeit immer mehr Dinge, die mit Datteln / mit wenig Honig / mit Stevia oder sonstwie gesüßt sind, das ist echt im Kommen. Beim türkischen Gemüsehändler gibt es Datteln, die mit halben Walnüssen gefüllt sind.

Es dauert natürlich seine Zeit, aber so allmählich weiß ich, was ich kaufen kann.
Am Wochenende backe ich auch mal was selbst, klar. Aber im normalen Alltag habe ich auch keine Zeit für solche Extrawürste.
