Oh ja, mit Selbstbelohnung arbeite ich auch oft! Ich versuche oft um neun Feierabend zu machen, dummerweise gehen meine Kinder erst später ins Bett und springen hier dann noch manchmal rum, was mich etwas am Entspannen hindert (das ist aber eine andere Lernaufgabe). Hier ist es auch oft mein Mann, der für den späten (gemeinsamen) Feierabend verantwortlich ist. Er kratzt oft bis zehn/halb elf rum und wenn er dann endlich fertig ist, möchte ich oft noch mit ihm Zeit verbringen und dann wird es halt schnell halb zwölf, bis ich mich in Richtung Bett aufmache, dann noch kurz ans Handy zum Abschalten und dann habe ich wieder nicht vor Mitternacht geschlafen...
Mir hilft auch oft mir tatsächlich eine Uhr zu stellen bzw. mir selbst zu sagen, um x Uhr ist Schluss und bis dahin schaust Du mal, wieviel Du schaffst. Ich genieße es nämlich sehr in einem ordentlichen Umfeld zu entspannen. Der Rest der Familie legt da nicht so einen Wert drauf, d.h. das eigentlich konstant hohen Level an Aufgeräumtheit (zumindest im Wohnzimmer) halte ich alleine. Mein Mann macht eher andere Sachen. Ob ich damit glücklich bin? Ehrlicherweise nicht immer, ich bin sogar manchmal ziemlich genervt, wenn die Küche als Saustall verlassen wird um etwas anderes zu erledigen. Und ich dann die Wahl habe das Chaos zu sehen oder es doch wieder selbst zu machen. Ich merke aber langsam Fortschritte bei meinem Mann, von den Teenagern brauche ich nicht viel zu erwarten. Bzw. ich tue es, aber es funktioniert eher selten.
Pirouge, danke für den Gedanken doch viel mehr zu sehen, was man geschafft hat, was gut läuft, statt sich auf die Defizite zu fokusieren. Das will ich wieder mehr versuchen. Ich bin nämlich tatsächlich, vor allem im Vergleich zu früher, sehr sehr zufrieden mit der Grundordnung bei uns zu Hause (da hat mein Mann einen sehr großen Verdienst dran, er kann das viel besser als ich), und auch mit der täglichen Ordnung zumindest in Wohnzimmer und meist auch Küche. Irgendwann konnte ich das eher "einfach machen", ohne stundenlang Anlauf nehmen zu müssen. Früher blieb mir beim Aufräumen immer ein Stapel an Sachen, die keinen Platz mehr hatten, so dass das Aufräumen frustrierend war. Das gibt es jetzt so gut wie nicht mehr und das hilft enorm.
So - kleiner Roman zum Abend
