So, ich war fleißig

und möchte folgendes vorstellen:
Bei Meitais lässt sich ein (Achtung: Worterfindung) BEUTELWERT bestimmen.
Grundlage ist die hier bereits reichlich diskutierte Tatsache, dass - mit entsprechenden Abnähern und Schnittführung usw. - aus einem zweidimensionalen Stoffstück ein dreidimensionaler BEUTEL ergibt.
Ich schlage also als BEUTELWERT das Verhältnis aus 1. der Länge des Tuchs längs über die Rückenmitte gemessen (am einfachsten im Tragezustand, dann dann alle Falten weg sind) und 2. der Länge der Strecke "obere Hüftgurtmitte-Nackenmitte" im PLATTEN Zustand vor (platt heißt: Meitai-Seitenkanten liegen eben auf dem Tisch, in der Mitte entsprechend Faltenwurf.)
Hier ein Bild zur Veranschaulichung - die dicken rosa Punkte sind jeweils "die obere Hüftgurtmitte" und die Mitte der Nackenkante.
meitai.JPG
Die Definition des Beutelwert steht in dem Kasten rechts unten und hat einen Wert zwischen 1 und ~ 1,57
(na, wieso? Mathefreunde vor?
Richtig! ~1,57 sind gerade Pi/2. 1,57 wäre also der Beutelwert eines perfekten Halbkreises, sozusagen als erste Näherung für ein Modell einer Totalkyphose.).
Ich habe natürlich schon einige Testmessungen durchgeführt

Und als praxistauglicher Wert ließe sich auch noch ein sog. (linear) NORMIERTER BEUTELWERT einführen, der die Ausbeutelung bezogen auf den Maximalwert eines Halbkreises angibt (also so, dass der Halbkreis den nomierten Beutelwert "1" erhält). Dieser normierte Beutelwert kann dann wiederum Werte zwischen ~0,64 (null Ausbeutelung) und 1 (max. Ausbeutleung, also Halbkreis) annehmen.
(Kleiner Mathe-Einschub: ich hätte es nett gefunden, eine Normierung zu finden, die "natürlicherweise" 0 als Beutelwert für NULL Ausbeutelung angibt, und 1 als Maximalwert. Allerdings scheint mir dies ein ziemlich komplexes Problem zu sein, da dies meiner Ansicht nach am sinnvollsten mit einer Ellipsengleichung passiert, bzw. mit einer Funktion, die Umfang des Halbkreises und dessen Exzentrizität in Beziehung setzt. Parametrisierung als Stichwort. Wer davon Plan hat und Lust dazu, der kann das ja mal machen
Bei Interesse maile ich gerne meine Vorüberlegungen dazu.)
Jedenfalls: Mit diesem Modell ist der Totalkyphose-Beutelwert 100%, der eines chinesischen Ur-Meitais mit null Ausbeutelung 64%.
Und da hab ich natürlich mal ganz neugierig Bondo, Ergo und Manduca gemessen und eingereiht - wenig überraschend ist der normierte Beutelwert des Bondos am größten:
Bondolino ---- 81 %
Ergo ---------- 73 %
Manduca------ 69 %
chin. Meitai-- 64 %
Lustig was?
Wer mag, kann ja mal seine eigenen Meitais entsprechend durchmessen und hier posten
Die praktische Aussagekraft des Beutelwerts würde ich folgendermaßen einschätzen:
* "irgendwas um 80 rum macht nen guten Beutel"
* Der Steg muss selbstverständlich von Kniekehle zu Kniekehle reichen
* Bei einer bestimmten Körpergröße hängt die notwendige Stegbreite eindeutig vom Beutelwert ab! Je höher der Beutelwert, desto kleiner darf der Steg sein (um eben immernoch von Kniekehle zu Kniekehle zu reichen). Dabei gilt:
* Je höher der Beutelwert, desto stärker die Anhockung, und desto kleiner der Steg, und desto geringer die Spreizung.
Mein persönlicher Traum *kicher*: eine schöne Funktion, welche die Körpergrößes des Kindes in Beziehung setzt zu Beutelwert und Stegbreite, und somit die perfekte Meitaigeometrie für jedes Alter generiert. Mehrdimesionale Funktionen schaff ich aber heut nicht mehr

- aber messt doch ruhig Eure Kinder und Meitais durch! (Schon mal ein paar Daten sammeln)
LG;
Julia
PS: achja: wer jetzt kommt mit "wasn das fürn sinnloser Quatsch hier!" - bitte gleich stecken lassen! Ein bissl humoriges Theoretisieren wird sicher erlaubt sein

*kleiner Scherz*