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Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Verfasst: 18.03.2015, 14:13
von Maren
Ich habe nächste Woche einen Termin beim Kinderzahnarzt und werde mir da eine zweite Meinung holen. Berichte dann....
Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Verfasst: 21.03.2015, 23:53
von Alioscha
Liebe Maren,
Darf ich fragen wie die kariösen Stellen bei Deinem Kind aussehen? (Braun oder weiß) Mein Kleiner, 19 Monate, hat an allen vier oberen Schneidezähnen weiße Verfärbungen, die sich verstärken. Letzter Besuch beim Kinderzahnarzt war im Dezember und da waren es nur zwei Zähne. Diagnose damals: vermutlich angeborener Schmelzdefekt, kein Karies. Aber nun breitet es sich eben immer weiter aus und ich bin total verunsichert. Kind stillt vor allem nachts noch sehr viel...
Alles Gute für Euren Arzttermin natürlich auch!
Lg
Alioscha
Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Verfasst: 21.04.2015, 10:18
von rose
hallo,
bei uns waren es damals auch "nur" diese weissen stellen oben am zahnrand( sie war 21 monate alt) .. dann wurden sie hellbraun.. ich kann die foto zeigen, wie es damals aussah und wie es heute aussieht, mehr als ein jahr später mit 3 jahren.. nun lasse ich es aber behandeln...
Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Verfasst: 21.04.2015, 10:43
von rose
@maren: erfahrung mit behandlung in dem alter hab ich nicht, wir haben einfach so lange gewartet, bis man sie normal behandeln kann.. sie ist jetzt genau 3 und eine kleine karies hat sie schon ohne betäubung behandeln lassen... den rest machen wir bald (nächste woche ) unter "lachgas".
Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Verfasst: 21.04.2015, 13:41
von deidamaus
Beim Stillen kommt kaum Milch an die Zähne (die wird ja fast direkt in den Rachen gespritzt). Die Schneidezähne bekommen da nichts ab. Außerdem enthält Mumi Substanzen, die gegen Karies wirken. Legt man Zahnschmelz in Mumi zusammen mit Kariesbakterien passiert nichts. Mumi allein verursacht also kein Karies. Packt man aber Zucker dazu, gibt es Karies.
Wenn Kinder also Karies bekommen, dann nicht weil gestillt wird, sondern obwohl gestillt wird.
Liebe Grüße
Deidamaus
Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Verfasst: 21.04.2015, 13:57
von rose
ich könnte mir trotzdem vorstellen, dass meine tochter zb kein karies bekommen hätte, wenn sie nicht ständig (inklusive nachts bis zum alter von fast 2) an der brust genuckelt hätte... es ist ja trotzdem so, dass der ph-wert im mund durch die milch verändert wird (wenn auch nicht so stark wie durch säure zb) , dann ist es auch egal, ob die milch hinter den zähnen rauskommt oder sie umspült. der veränderte ph-wert im mund verhindert eben eine remineralisierung der zahnschmelzes, ,wenn das kind alle 30 min an die brust geht oder dauernuckelt. deshalb soll man ja pausen zwischen dem essen lassen, damit sich der zahnschmelz remineralisieren kann... wenn er das nicht kann, dann wird er eben leichter durch kariesbakterien angegriffen...und die bakterien ernähren sich von zucker, das abfallprodukt ist wieder säure, die den zahnschmelz zerstört...
wie gesagt, ich denke, dass bei uns das dauernuckeln viel dazu beigetragen hat... meine anderen beiden töchter haben auch lange dauergenuckelt und sich an der brust bedient, wie sie wollten, sie hatten aber kein karies... deshalb ist das stillen natürlich nicht der grund für karies.... aber ohne das stillen hätte vielleicht auch meine tochter jetzt kein karies bekommen....
meine tochter hat zb diese typische flaschenkaries, wo die schneidezähne oben betroffen sind und die ersten backenzähne unten... obwohl sie ja auch nie an einer flasche genuckelt hat.... woher soll sie also sonst kommen? ich kann mir das nur so erklären... wobei das natürlich kein grund für mich ist, jetzt mit dem stillen aufzuhören

Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Verfasst: 27.04.2015, 11:04
von carol
Hallo....
Bei unserem Sohn wurde auch Karies festgestellt als er ca 14 Monate war.Ich war total von den Socken,er hat bis dahin wirklich kaum etwas gegessen,geschweige denn Süßigkeiten bekommen...Habe sehr lange fast ausschließlich gestillt.Wir gehen alle 3 Monate zur Kontrolle u die zwei angegriffenen Schneidezähne werden fluoridiert.Er ist jetzt 2,5 Jahre alt,die Stellen sind wohl "ausgehärtet" und das ganze nur noch ein ästhetisches Problem.Außerdem haben wir "tooth Mousse" benutzt,weil ich auch um die anderem Zähne Angst hatte,da diese auch weiße Flecken aufzeigten (besonders nach dem Schlafen).Das ist jetzt auch weg

Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Verfasst: 27.04.2015, 12:33
von deidamaus
rose hat geschrieben:ich könnte mir trotzdem vorstellen, dass meine tochter zb kein karies bekommen hätte, wenn sie nicht ständig (inklusive nachts bis zum alter von fast 2) an der brust genuckelt hätte... es ist ja trotzdem so, dass der ph-wert im mund durch die milch verändert wird (wenn auch nicht so stark wie durch säure zb) ,
Klar, aber ob ein ph-Wert von 6,8-7,1 oder 7,1-7,2 ist kein wirklich großer Unterschied.
dann ist es auch egal, ob die milch hinter den zähnen rauskommt oder sie umspült. der veränderte ph-wert im mund verhindert eben eine remineralisierung der zahnschmelzes, ,wenn das kind alle 30 min an die brust geht oder dauernuckelt.
Das ist wohl wahr aber die wenigsten Kinder stillen wirklich 24 h pro Tag alle 30 min.
deshalb soll man ja pausen zwischen dem essen lassen, dam it sich der zahnschmelz remineralisieren kann... wenn er das nicht kann, dann wird er eben leichter durch kariesbakterien angegriffen...und die bakterien ernähren sich von zucker, das abfallprodukt ist wieder säure, die den zahnschmelz zerstört...
Kariesbakterien können die Laktose in der Mumi nicht verstoffwechseln. Dies geht nur mit Einfachzuckern. Mumi allein verursacht kein Karies, da die Kariesbakterien Mumi nicht in Säure umwandeln können.
wie gesagt, ich denke, dass bei uns das dauernuckeln viel dazu beigetragen hat... meine anderen beiden töchter haben auch lange dauergenuckelt und sich an der brust bedient, wie sie wollten, sie hatten aber kein karies... deshalb ist das stillen natürlich nicht der grund für karies.... aber ohne das stillen hätte vielleicht auch meine tochter jetzt kein karies bekommen....
Das kann man leider nicht beweisen. Ich vermute in so Fällen eher eine Veranlagung oder einen Schmelzdefekt.
meine tochter hat zb diese typische flaschenkaries, wo die schneidezähne oben betroffen sind und die ersten backenzähne unten... obwohl sie ja auch nie an einer flasche genuckelt hat.... woher soll sie also sonst kommen? ich kann mir das nur so erklären... wobei das natürlich kein grund für mich ist, jetzt mit dem stillen aufzuhören

Veranlagung plus Essen? Wissen tue ich es nicht, aber nach meinem Gespräch am Wochenende mit Denise glaube ich nicht, dass das Stillen selbst Schuld ist am Karies, sondern die Begleitumstände.
Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Verfasst: 28.04.2015, 12:50
von rose
ich denke ja auch, dass das stillen alleine nicht der grund ist, aber hat vielleicht (oder auch nicht) seinen teil dazu beigetragen... und bei uns war wirklich oft dauernuckeln angesagt und sie ist auch tagsüber alle 30 min "mal kurz" an die brust...
ich habe gerade in einem heft von der leche ligue nachgelesen, dass auch ein verkürztes oberes lippenbändchen schuld sein kann (hatte sie)...
sie hatte auch keuchhusten und hatte sich wochenlang mehrmals am tag/nacht erbrochen... das kommt auch noch hinzu....
naja, jedenfalls hat sie karies, warum weiss keiner genau.. ist halt so und wir versuchen, es jetzt besser zu machen

Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Verfasst: 28.04.2015, 13:08
von blueberry
rose hat geschrieben:ich habe gerade in einem heft von der leche ligue nachgelesen, dass auch ein verkürztes oberes lippenbändchen schuld sein kann (hatte sie)...
Das sehr tief angewachsene, kurze Lippenbändchen an der Oberlippe meiner Kleinen machte das Putzen der oberen Schneidezähne fast unmöglich. Hätte sie es sich nicht im Laufalter bei einem Sturz selbst durchgerissen, hätte ich das über kurz oder lang beim Arzt machen lassen, da man wirklich nur mit (zahnpastabeschmiertem) Wattestäbchen jeden Schneidezahn einzeln etwas abrubbeln konnte, aber nicht wirklich putzen.
rose hat geschrieben:sie hatte auch keuchhusten und hatte sich wochenlang mehrmals am tag/nacht erbrochen... das kommt auch noch hinzu....
Erbrechen ist eine derart große Säurebelastung der Zähne, dass ich hier eine der Hauptursachen sehen würde! Zumal wenn mehrmals pro Tag! Nach Säurebelastung sollte man ja auch nicht direkt die Zähne putzen (auch nach Obst, Obstsaft und anderen saueren Lebensmitteln nicht!) sondern als direkt mit Wasser (oder was anderem, nicht saurem) ausspülen/nachtrinken und vor dem Putzen 30-60 Minuten verstreichen lassen, und erst DANN gründlich die Zähne putzen, weil man sonst den von der Säure angegriffenen Schmelz mechanisch schädigt.
Wenn eine derartige Belastung über einen längeren Zeitraum vorlag (und Du gewiss auch nicht jeweils eine Stunde nach dem Erbrechen dann fluoridieren konntest), würde ich hier einen Hauptfaktor für die Kariesentstehung vermuten. Das Stillen wird ganz sicher in dieser Zeit die Zähne eher geschützt haben (da es den PH-Wert der Säure abmildert.)
rose hat geschrieben:naja, jedenfalls hat sie karies, warum weiss keiner genau.. ist halt so und wir versuchen, es jetzt besser zu machen

Blick nach vorn ist in solchen Fällen tatsächlich die sinnvollste Herangehensweise. Alles Gute für Euch!
LG, blueberry