Wollte meine Thread mal wieder ausgraben.
Schwanger bin ich, leider, immer noch nicht. Dafür steht das Thema Abstillen groß im Raum. Mein Mann hat es dort abgestellt.
Er macht viele Probleme(chen), die wir haben, auf einmal daran fest, dass ich den Lütten noch stille. Manchmal bin ich ja z.B. abends beim ins Bett bringen genervt. Da meint er, er könne den Knirps ja ins Bett bringen, wenn ich abgestillt hätte. Auf meinen Vorschlag, doch überhaupt mal zu versuchen, Stillen und Einschlafen zu entkoppeln, ohne gleich abzustillen, ist er nicht eingegangen. Das würde ja z.B. auch seinem zweiten Wunsch, mal wieder abends wegzugehen usw. entgegenkommen, aber er sträubt sich. (Mal davon ab, dass ICH kein Problem damit habe, mal eine kurze Zeit auf so etwas zu verzichten, denn ich denke, die Lütten übernachten noch früh genug bei Oma und Opa.)
Aber er findet es auch "unnormal", dass so ein großes Kind noch gestillt wird. Dann trinkt der Kleine momentan auch verstärkt tagsüber, was mein Mann normalerweise ja nicht mitkriegt. Jetzt waren wir im Urlaub, so dass es eben auch manchmal dazu kam, dass der Knirps unterwegs wollte. (Haben wir hier nie, da kommt der Wunsch immer nur, wenn wir zu Hause sind.) Wahrscheinlich alles sehr aufregend, ne Phase, was auch immer. Das hat meinem Mann nicht gepasst, war ihm peinlich, was auch immer.
Einmal war ich längere Zeit nicht da (ca. 3,5 Stunden) und die letzte halbe Stunde hat der Lütte ständig nach der Brust verlangt und war nicht abzulenken/zu beruhigen. Das hat meinen Mann so gestresst, dass er mir dann quasi ein Ultimatum gestellt hat, als ich wieder kam. Alles sehr unschön mit viel Weinen bei mir und verhärteter Front bei ihm. Momentan "darf" ich zwar noch stillen, aber es kamen auch Vorwürfe, dass wir dadurch kein zweites Kind bekämen. Alles anstregend und blöd, zumal ich eigentlich noch nicht Abstillen will. Ich finde, es tut dem Kleinen gut und ich denke, er braucht es auch noch, nur werde ich jetzt sicherlich keinen Rückhalt mehr durch meinen Mann bekommen.
Ein wenig getroffen hat mich die Aussage (von jemand anders) dass Ich das Stillen vermutlich auch noch brauchen würde, z.B. um mich gegen meine Schwiegerfamilie abzugrenzen. Das sehe ich nun überhaupt nicht so. Klar, manchmal ist es bequem, den Lütten nebenbei laufen zu lassen bei der Hausarbeit und als Ausgleich dafür dann zu stillen. Das gibt uns beiden die Möglichkeit, inne zuhalten und intensiv Zeit miteinander zu verbringen. Das anders zu erreichen stelle ich mir zeitintensiver vor. Trotzdem sehe ich den Hauptgrund für´s Stillen darin, dass der Kleine es braucht und es gut für ihn ist. Ich hätte nicht übel Lust, meinem Mann dazu mal entsprechendes Infomaterial zu lesen zu geben, aber das würde er ohnehin nicht angucken.
Alles in allem gibt es bei uns definitiv Handlungsbedarf, was Abläufe, Kommunikation und anderes angeht, aber leider weiß ich nicht, wie ich meinen Mann dazu bekomme, mit mir auch sinnvolle Gespräche zu führen. Vor allem solange für ihn ja nur das "böse Stillen" das Problem ist und sowieso ja nur ICH ein Problem habe.
