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Re: Frage an Logopäden und Stillberaterinnen- Kieferverformu

Verfasst: 20.03.2014, 11:54
von SchneFiMa
Ok, das wird dann doch komplexer! Aber ich versuche mich nach und nach durch zu wurschteln :-)

Re: Frage an Logopäden und Stillberaterinnen- Kieferverformu

Verfasst: 20.03.2014, 17:43
von Lissi23
Musst du ja auch nicht - ich fühl mich bei unserem Logopäden ganz gut aufgehoben und es gibt ja auch Fortschritte - er hat ja noch 1,5 Jahre bis zur Schule und es gibt auch noch andere Baustellen bei ihm, daher vielleicht auch die Schwäche bei der Sprache.
Aber beim Kleinen bin ich verwundert, denn er war mit allem eher früh dran, kann er sich die schlechte Aussprache vom Bruder abgeschaut/angewohnt haben?

Re: Frage an Logopäden und Stillberaterinnen- Kieferverformu

Verfasst: 21.03.2014, 09:22
von Morgaine47
Ich muss sagen, meine Kinder würden rein statistich die Ausgangsaussage bekräftigen.
Meine Große 28 Monate gestillt, der erste richtieg Sprachschub mit 25 Monaten, ab 4 1,5 Jahre Logopädie, veile Ausspracheauffälligkeiten, auch jetzt mit 6,5 noch. Ich denke nach dem Somemr, wenn die 1. Klasse vorbei ist machen wir mit Logo weiter.
Der Kleine 39 Monate gestillt, noch mal deutloich später mit Sprechen angefangen als seine Schwester, so einen ersten deutlichen Sprachschub gabs nicht, jetzt mit 3,5 kann man ab und zu mal verstehen was er sagt. Er wird definitiv auch Logo brauchen.

Trotzdem glaube ich nicht, dass es am Stillen liegt. Bei meiner Großen vermutet die Logopädin eine auditive Wahrnehmungsstörung. Sie kann was sie selber sagt nicht richtig hören anscheinend. Sie hat z.B. statt Elefant Elesant gesagt. Wenn jemand anders Elesant gesagt hat, hat sie sofort gehört, dass es falsch ist, bei sich selber hört sie es nicht. Ich korrigiere sie jetzt sofort, damit wird es besser, den die übliche Taktik, das falsch gesagte einfach im Satz ohen auf den Fehler aufmerksam zu machen richtig zu wiederholen funkrioniert bei ihr nicht, da si enicht emrkt, dass sie es falsch gesagt hat. Und so hat sie sich ne Menge Wörter falsch eingeprägt. Lesen lernen hilft jetzt, da sie die Buchstaben sieht.

Beim Kleinen muss ich als nächstes mal die Ohren untersuchen lassen, ob er überhaupt richtig hört. In der Beziehung ist unser KiA leider imemr etwas zu entspannt.

Re: Frage an Logopäden und Stillberaterinnen- Kieferverformu

Verfasst: 21.03.2014, 11:03
von SchneFiMa
hej-da hat geschrieben:Hallo,

Hat er, hat er sich auch sehr schnell alleine abgewöhnt. Habe erwähnt, dass er zwei Jahre gestillt wurde und darauf meinte sie: ah ja, dann würde der Überbiss wohl daher kommen. Ich war etwas perplex, denn bisher dachte ich, das Gegenteil wäre der Fall :?:

Außerdem meinte sie, der Saugreflex würde ja mit einem Jahr abnehmen, längeres Stillen wäre überhaupt nicht gut für die Entwicklung aus logopädischer Sicht und eher hemmen.

Aber ich soll mir nun keine Vorwürfe machen, ich bin nun nicht daran schuld :lol:
Ich habe mich nun erstmal zurückgehalten, gesagt, dass ich davon noch nie etwas gehört habe. Ich könne ihr das aber ruhig glauben.

Nun frag ich mich natürlich, ob es tatsächlich einen Zusammenhang gibt......es gibt doch eher Studien, die das Gegenteil belegen, oder?

Übrigens ist die gute Frau auch Trinkberaterin.

Das ich die Kleine ebenfalls noch stille und das es ein naturliches Abstillalter gibt, habe ich nun erstmal verschwiegen und will mich nun erstmal schlau machen.

Lieben Gruß
hej-da
Was ist eine Trinkberaterin? Ist sie Stillberaterin, hat sie eine Fortbildung nach castillo Morales gemacht?

Zunächst möchte ich nur einmal anmerken, dass ich hier keine Kollegen in die Pfanne hauen möchte, sondern nur die mir bekannten Fakten erzählen kann. :lol:

Also, das Stillen ist die Naturform der Ernährung, jede andere Fütterungsform ist entwickelt. Kinder, die früher nicht stillen konnten (also so in der Urzeit) konnten in der Regel nicht überleben.

Beim Stillen wird die Brustwarze zum größten teil in den gesamten Mund genommen. Die Zunge stößt nicht, wie beim Flasche trinken, nach vorne, sondern bewegt sich in Wellenbewegungen am Oberkiefer entleng, da ja die Brust quasi ausgedrückt wird, durch die Zunge. Die Bewegung und das Saugen bedürfen eine gewisse Kraft, weshalb Kinder mit Muskelschwäche es beim Stillen schwer haben können. Durch das häufige Stillen, werden Lippen und Zunge gestärkt und gekräftigt. zudem wird beim Stillen die physiologische Zungenhaltung und das physiologische Schlucken trainiert und gefestigt.

Wird früh aufgehört zu stillen oder eben gar nicht gestillt entwickeln die Kinder bei falschen Saugern ein falsches Schluckmuster, in dem sie mit der Zunge nach vorne stpßen und somit Milch aus der Flasche drücken. Der Sauger kann sich (logischerweise) nicht so fgut an den Gaumen andrücken, wie die weibliche Brustwarze.

Dieses zur Theorie. Ich kann euch gerne noch Quellenangaben liefern, also eher Bücher, wo das nochmal hübsch nachzulesen ist, ich habe da welche in der Praxis.


Das gleiche ist dann auch, wenn ein kind nuckelt, lange und ausdauernd nuckelt. Meine Tochter hat etwa 2 1/2 Jahr genuckelt und sie hatte einen leicht offenen Biss. Mit der Abgewöhnung war das dann aber erledigt und das Gebiss hat sich richtig geformt.

Der Daumen ist sehr hart und formt somit auch Kiefer und Zähne in meist stärkerem Maße als ein Schnuller, Sauger oder gar die weiche Brustwarze. Einen lutschoffenen Biss kann man sehr gut erkennen. Sauger und Daumen verformen auch gerne mal den Gaumen, schon gesehen bei solchen Kirschsaugern, die dann wie eine Murmel in den Gaumen geformt haben.

Mit dem beikostalter sollte das korrekt erlernte Schluckmuster beibehalten werden. Also die zunge drückt nach oben und schiebt dadurch die Nahrung nach hinten in den Rachen.

Bei Flaschkindern kann es gut sein, dass die Zunge weiterhin nach vorne schiebt und sich somit die korrekte Schluckhaltung nicht einstellt.

Hej-da, ich denke nicht, dass dein Sohn die ganze Zeit über voll gestillt wurde?

Es gibt keine wirklichen Studien, die etwas über das Langzeitstillen und die zahnstellungen aussagen (vielleicht mag das mal jemand erforschen?)

Fakt ist dann wieder, dass ja irgendwann Zähne wachsen und die Brust dann schon einen gewissen Widerstand darstellt. In welchem Maße das weiche gewebe, welches ja eigentlich recht platt gedrückt wird, dann aber zu einer vwerformung führen kann, kann ich nicht eindeutig sagen. Ja, ich kann mir durchaus vorstellen, dass nach einer langen zeit die Zähne ein wenig der Brust Platz machen, aber so stark wie bei einem Nuckel oder gar dem Daumen? nein!

Es besteht ja auch noch immer die Möglichkeit, dass es eine angeborene Sache ist, es ist ja nunmal so, dass auch Menschen nicht immer grade Zähne haben, die dann schon nicht so wachsen. Es gibt Überbisse und Unterbisse, die alle mit dem trinkverhalten nichts zu tun haben.

Da ich deinen Sohn nur flüchtig von Bildern kenne, kann ich eben zu seinem Zahnstatus nicht viel sagen. Was sagt denn der Zahnarzt?

Für mich ist das Argument mit dem lange Stillen eher ein totschlagargument und ich würde es nicht aussprechen. Ich würde sowas ansprechen, wenn das Kind sehr lange an der Flasche hing oder sogar mit 3/4 noch einen Nuckel oder Daumen benutzt ja.

Ich frage auch nach dem Stillen und wie lang, im gleichen Atemzug frage ich aber, ob es Stillprobleme gab etc etc.

Warum soll dein Sohn den behandelt werden? Was ist der Grund?

Re: Frage an Logopäden und Stillberaterinnen- Kieferverformu

Verfasst: 24.03.2014, 06:25
von hej-da
Vielen lieben Gruß für deine ausführliche Antwort.
Ich antworte noch, aber dass muss ich machen,wenn ich etwas Ruhe habe und nicht vom Handy ausaus :mrgreen:

Re: Frage an Logopäden und Stillberaterinnen- Kieferverformu

Verfasst: 24.03.2014, 06:50
von hej-da
Stillberaterin ist sie sicherlich nicht. Sie hat nur erwähnt, dass sie Trinkberaterin. Ich schau mal Freitag,ob ich einen Flyer oder so finde. Im Inet steht nix Explizites dazu.
M hat mit Ca 3 Monaten seinen Daumen entdeckt und ich meine, so gegen 3 war er nicht mehr interessant. Eher schon früher. Gestillt wurde er 24 Monate, davon das erste Jahr nahezu voll, aber durchaus mit Kennen lernen verschiedenster Nahrungsmittel. Brei fand er doof, somit sind wir zu Fingerfood übergegangen.
Stillprobleme hatten wir nur am Anfang,da er eine ausgeprägte Saugschwäche hatte und einige Tage auf der ITS lag.
Zum Kiefer. Man konnte schon im Ultraschall damals sehen, dass er ein eher "fliehendes Kinn" hat. Das hat er von meinem Mann geerbt. :wink:
Da st nix mit den Zähnen, dass auf Dauernuckeln usw schließen lässt, würde ich als Laie behaupten. Würde es daher kommen, wären doch eher die unteren Zähne nach unten und die oberen Zähne nach vorn verschoben, oder? Die Zähne stehen alle super, nur ist eine etwas größere Lücke, wenn der Mund v geschlossen ist.Zahnarzt meinte, es ist gut, dass er so lange gestillt wurde. Ansonsten alles gut. :lol:

Warum mein Sohn behandelt wird: wir waren im März zur Sprachstandsüberprüfung beim Kia. Dort haberte es an einigen Lautbildungen, Verwechslungen. Die Schwester war z.b die Frester usw. Das löstsich allerdings grad alles in Wohlgefallen auf. Er kann nun fast alle Buchstaben aussprechen, verwechselt noch g/k, t usw. Somit müssen wir nur noch Freitag hin. Er steht dann auf der Warteliste (es wird nach Dringlichkeit behandelt) und in einen halben Jahr sollen wir anrufen und berichten, wie es ist.
So, nun hab ich's doch vom Handy aus geschrieben und nun müssen wir gaaaaannz flott raus aus dem Bett. Ich hoffe, ich habe nix vergessen.

Ich denke, ich werde das Thema aus strategischen Gründen auf sich beruhen lassen, es ggf nur kurz ansprechen,da mein Sohn eventuell im Sommer den Kiga wechseln wird und in einen I-Kiga wechselt und dreimal dürft ihr raten, mit welchem Logo der zusammenarbeitet. Und ich möchte nicht, dass er dann schon direkt den Stempel hat, das ist M. mit der nervigen Mutter. :lol:
Und zum Glück macht es auch nicht sie, sondern eine Kollegin.

Re: Frage an Logopäden und Stillberaterinnen- Kieferverformu

Verfasst: 24.03.2014, 10:19
von SchneFiMa
Danke, für deine ausführliche Antwort. Genau, ich würde es auch darauf beruhen lassen, wobei ich mich immer freue, wenn die Eltern fragen und sich einbringen, aber du hast ja einen Eindruck von ihr und wenn sonst die Chemie stimmt, ist es ja ok.

Wenn er 3 Jahre am Daumen genuckelt hat, kann es schon sein, dass davon die Lücke kommt. Der Daumen ist ja viel Härter als alles andere. Wenn er dazu noch ein "fliehendes Kinn" hat, dann ist meistens der Überbiss noch etwas mehr sichtbarer. Ich würde mir da jetzt keine Gedanken machen, solange er eben nicht mehr nuckelt (woran auch immer) :D

Nein, bei einem lutschoffenen Biss sind die unteren Tähne nicht nach innen, ich schau mal ob ich Bilder im netz finde, die ich mal verlinken kann.

Re: Frage an Logopäden und Stillberaterinnen- Kieferverformu

Verfasst: 24.03.2014, 10:24
von SchneFiMa
Ich habs einfach mal gegoogelt, da sieht man so richtig fette offene Bisse (es gibt auch da natürlich Abstufungen):

https://www.google.de/images?q=lutschof ... d=0CCEQsAQ

Re: Frage an Logopäden und Stillberaterinnen- Kieferverformu

Verfasst: 24.03.2014, 15:22
von hej-da
SchneFiMa hat geschrieben:Ich habs einfach mal gegoogelt, da sieht man so richtig fette offene Bisse (es gibt auch da natürlich Abstufungen):

https://www.google.de/images?q=lutschof ... d=0CCEQsAQ
Nee, so ist das nicht mal im Ansatz. Wenn das Gebiss geschlossen ist, sind die Vorderzähne so über den Unterzähnen, wie es sich gehört. Nur zwischen den beiden Zahnreihen könnte man von der Seite betrachtet ein Viertel Toast stecken :lol: also nicht zwischen oben und unten, sondern zwischen Oberzähne hinten und Unterzähne vorne......man ist das doof zu beschreiben :roll:
Hast du das verstanden?

Re: Frage an Logopäden und Stillberaterinnen- Kieferverformu

Verfasst: 24.03.2014, 15:27
von hej-da
Ach so, und beim Daumennuckeln hab ich mich verschrieben. Ich meinte bis ca 2. Ich meine mich zu erinnern, dass wir völlig überrascht waren, dass er mit dem Abstillen kein Ersatznuckeln am Daumen gebraucht hat. Er hat allerdings auch nie exzessiv genuckelt. Nur zum Einschlafen. Wenn man nachts geguckt hat, hatte er keinen Daumen im Mund.