Langzeitstillkinder = später schlechte Esser

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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honigtopf2010
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Re: AW: Langzeitstillkinder = später schlechte Esser

Beitrag von honigtopf2010 »

Ach und es ist das Kind der TS. Die Mutter hatte dann allerhand Negativbeispiele eingeworfen.
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milkshake
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Re: Langzeitstillkinder = später schlechte Esser

Beitrag von milkshake »

Mein Kind brauchte auch sehr lange, bis es andere 'Nahrung als MuMi überhaupt MOCHTE. Sie wollte am liebsten immer nur stillen, wir haben bis 3 1/2 'Jahre (teil)gestillt, bis ca. 8 Monate vollgestillt. Heute, mit 7 Jahren, ißt sie immer noch selektiv, aber ganz normal.

Ich habe sie damals leider anfangs ein wenig gedrängt, mit der festen Nahrung zu beginnen, Unwissenheit und Druck von außen... :roll: Heute würde ich sowas nie mehr machen!! Es kann doch einiges kaputt machen, meine Tochter und ich hatten längere Phasen, die schwierig waren was das Essen betraf, und erst als es bei mir klickte, konnten wir entspannen und sie aß einfach das und soviel wie sie wollte. Essen ist etwas so Elementares, es sollte immer selbstbestimmt sein!

Ich denke auch, es ist einfach Typ/Charaktersache wie wichtig das Thema Essen für einen Menschen ist. :wink:
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°°° Wird's besser? Wird's schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich! (Erich Kästner) °°°
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Latascha
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Re: Langzeitstillkinder = später schlechte Esser

Beitrag von Latascha »

Also mein Kind ist vielleicht in dem Sinne ein schlechter Esser, dass sie nicht pausenlos alles in sich rein schaufelt. Wenn sie satt ist, dann ist sie satt und hört auch bei Eis oder anderen Dingen auf. ICH bin darüber ehrlich gesagt ganz froh.
Viele meinen, ja sie isst doch so wenig. Klar in einer einzelnen Mahlzeit, aber über den Tag verteilt passt das und es nicht so, dass hier dauernd etwas angeboten wird.
Was die Auswahl anbelangt: Sie isst so ziemlich alles, nur eben nicht immer. Vorgestern hat sie sich beispielsweise die Zucchini aus dem Reis rausgepickt. Da hat meine Mama sie gefragt, ob sie die etwa nicht mag, die sei doch lecker. Antwort: "Doch, schmeckt gut, aber heute nicht."
Dafür hat sie an dem Tag die Champignons und Paprika gegessen, die sonst manchmal aussortiert werden.
Also ich bin super zufrieden und es ist nie so, dass sie von vornherein etwas nicht mag, oder nicht probieren möchte oder oder. Kann diese Aussage also rein gar nicht bestätigen.
Liebe Grüße
Latascha
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komalasuoz
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Re: Langzeitstillkinder = später schlechte Esser

Beitrag von komalasuoz »

wie schon gesagt alles unterschiedlich, vov persönchen zu persönchen ;)
bei uns ist es phasenweise immer sehr unterschiedlich, zur zeit ist sie zum beispiel am
liebsten zum mittag nur kartoffeln, nicht anderes dazu, keine soße, kein gekochtes gemüse....
oder auch kein brot, nur den aufstrich oder die wurst oder den käse....
was soll ich machen, kommt schon wieder irgendwann, dafür ist zur zeit rohes gemüse sehr beliebt zur zeit,
was bis vor kurzem nicht so war.....

ach und ich wurde nicht gestillt oder nur so lange, dass es nicht erwähnenswert ist und bin absolut mäklig,
meine Tochter habe ich 3 Jahre gestillt und diese probiert eigentlich fast alles und ist meiner Meinung nach
vernünftig und gut, eben in oben genannten phasen ab und an....
Schöne Grüße von komalasuoz (Clauwi GK 03/14) mit Mausi (12/2008) und Spatzi (10/2012) gestillt, getragen und glücklich im Familienbett
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antje143
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Re: Langzeitstillkinder = später schlechte Esser

Beitrag von antje143 »

hallo,

ich habe hier 2 kinder...die große heute 7 jahre wurde 5 jahre und 5 monate gestillt...die kleine fast 5 wurde 3 jahre und 3 monate gestillt...

meine kleine ist fast alles--die große hat bestimmte sachen,die sie isst...im kiga wurde mir schon vor 4 jahren gesagt von der damaligen köchin,das sie "mäklig" und kompliziert sei...ich sehe es anders...sie weiß genau,was sie essen will und was nicht...sie mochte ganz lange z.b. keine vermischten essen...d.h. nudeln mußte ich immer getrennt von der toatensoße anbieten und sie tauchte die nudeln ein...erst später war es o.k.,wenn ich die soße über die nudeln machte...suppe will sie bis heute keine oder auflauf,weil alles durcheinander ist...sie will sehen,was sie isst...fleisch/fisch lehnte sie mit 2,5 jahren ab,weil dafür tiere sterben müssen---das sagte sie aus sich heraus,denn bei uns in der familie oder dem umfeld essen alle fleisch/fisch...ich akzeptiere das so und finde es gut,das sie da ihren weg geht,auch wenn es manchmal anstrengend ist...denn die auswahl ist bei ihren vorlieben weniger groß...

die kleine weiß auch,was ihr schmeckt und sagt das...doch sie ist am liebsten fleisch und fisch...suppen und aufläufe sind bei ihr o.k. ...und was ich immer wieder spannend finde,das sie z.b. bei krank-sein wissen,was ihnen gut tut und was sie lieber sein lassen...sie essen sehr intuitiv und ich lerne dabei von ihnen...

denn ich bin ein kind gewesen,was aufessen mußte und wenn ich dazu 2-3 std am tisch alleine saß,und mit viel wasser mir das zeug runter ekelte...oder im kiga wurde mir das das essen aufgezwungen...wenn es was gab,was ich nicht mochte,dann stand jemand mit einem riesen quirl neben mir und mir wurde gesagt,wenn ich nicht esse,stopfen sie es mir rein... :? :roll: ich habe beizeiten gelernt im mund zu sammeln und ins klo spucken zu gehen... :roll:
meine mutter kochte auch essen,wo sie genau wußte,das ich es nicht esse,und zwang mich dann auch zum aufessen...oder mit ca. 2-3 jahren wurde ich wegen nicht-essen-wollen sogar in den kartoffelkeller gesperrt...ich bin wie zu DDR-zeiten wohl üblich,kaum gestillt worden und wußte auch genau,was ich wollte...doch interessiert hat das keinen...und dieser zwang und das angst-machen haben ganz sicher dazu geführt,das ich meine essstörung immer weiter "ausbauen" konnte... :roll: "überfressen" und "hungern" gehörten immer dazu,so lange ich denken kann...und ich habe als erwachsene echt zu tun gehabt,damit umgehen zu lernen...ich kannte keinen hunger und wurde nie satt...essen war ersatz für vieles und übers hungern konnte ich kontrolle ausüben...
heute bin ich froh,ein gutes verhältnis zum essen zu haben und zu fühlen,wenn ich hunger habe oder einfach satt bin...das ist arbeit ,die schon fast seit 15 jahren dauert...und mir wurde immer nachgesagt,ich sei "mäklig" und doch war ich ein gern gesehener gast,weil ich immer so schön den teller leer gegessen habe und auch massen verdrücken konnte...so konnte ich bei meiner oma z.b. auch 7 verschiedene kuchensorten essen--wo andere nach 2 oder 3 genug hatten...alle lobten mich immer,was ich doch so schön auf-esse... tja,es ist mir aufgezwungen worden und wenn der teller leer war,waren alle anderen zufrieden...wie es mir dabei ging,hatte keinen interessiert...


soviel zur theorie deiner mutter...
ein lieber Gruß von Bild mit
großer Prinzessin Jan.06 - kleiner Prinzessin Mai.08 und
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KinderKinder
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Re: Langzeitstillkinder = später schlechte Esser

Beitrag von KinderKinder »

Habe zu bieten: Kind 1, nicht LZS, Kind 2 und 3 je LZS (mittlerweile beide abgestillt)

Kind 1 isst alles, war noch nie heikel
Kind 2 und 3 haben erstaunliche Phasen. Entweder sie essen ALLES und riesige Mengen, oder sie essen NICHTS (keine Ahnung, wovon sie sich in diesen Phasen ernähren, da nehmen sie nur homöopathische Mengen zu sich). Ich denke aber eher, dass diese Phasen mit Wachstumsphasen zusammen hängen.

Ansonsten wollen alle 3 alles probieren, kosten. Natürlich gibt es Lebensmittel, die sie gerne essen und welche, die sie weniger gerne essen, aber im Prinzip passt es wunderbar.
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MarySun
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Re: Langzeitstillkinder = später schlechte Esser

Beitrag von MarySun »

Hallo!
Hier spricht die TS, und ja, die Frage bezieht sich nicht auf die Ernährung meiner Tochter, wir sind da ja noch ganz am Anfang.
Und ich war einfach nur Neugierig, wie eure Erfahrungen mit dem Essverhalten eurer Kinder und die Stilldauer sind. Wie gesagt, ich hatte/habe den Verdacht das es dabei keinen Zusammenhang gibt und ich habe nun den Eindruck, dass ihr mir da Recht gebt.
Ich war nur doch etwas verwirrt, weil die einzigen lzs-Kinder, die ich kenne, sehr schwierige Esser (im Sinne von monoton und wenig experimentierfreudig) sind.
Aber ja, wohl wie alles im Leben eine Typfrage.
Ich danke euch für das Niederschreiben eurer Erfahrungen.
mit Klein (10/12) und Groß (07/08).
nido56
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Re: Langzeitstillkinder = später schlechte Esser

Beitrag von nido56 »

Ich glaube auch, dass, wenn es einen Zusammenhang gibt, der eher andersrum ist: Hat man ein Kind, das eher schwierig ist beim Essen, ist man wahrscheinlich froh, wenn es wenigstens zuverlässig stillt, und kommt vielleicht eher zum lzs.

Meine Hebamme (die hier in Spanien bei den Vorsorgeuntersuchungen dabei ist) meinte übrigens, dass gestillte Kinder generell oft unkomplizierte Esser sind, weil sie von Anfang an daran gewöhnt sind, dass der Geschmack der Milch etwas variiert.

Mein Sohn ist jetzt 15 Monate alt, stillt noch recht viel und isst begeistert vom Tisch mit, auch gerne mal Paella mit Meeresfrüchten oder so...
nido mit dem Piraten (01/2012)
Sibi
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Re: Langzeitstillkinder = später schlechte Esser

Beitrag von Sibi »

Mein Kind hat auch lange viel gestillt, aber andererseits auch früh Familientisch mitgegessen. Und zwar wirklich alles, außer Dingen, die sauer waren. Das ist immer noch so, obwohl ich auch mit der Phase rechne, in der dann zeitweise sehr mäkelig gegessen wird. Aber ich weiß zumindest, dass sie in ihren ersten 2 Lebensjahren schon so ziemlich alles gegessen und gemocht hat, was wir auch essen.
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Re: Langzeitstillkinder = später schlechte Esser

Beitrag von under30 »

MarySun hat geschrieben:Hallochen!
Ich hatte gerade ein eigenartiges Gespräch mit meiner Mutter. Ich erzählte ihr, dass meine Kleine "immer noch" feste Nahrung (in welcher Form auch immer) weitesgehend ablehnt und ich mir langsam durchaus vorstellen kann, langer als das eine obligatorische Jahr zu stillen. Sie meinte daraufhin zu mir, dass lzs-kinder später unendlich schlechte Esser werden. Sie selbst hat meine kleine Schwester etwa 2,5 Jahre gestillt und ja, sie ist auch heute eine wahre Mäkeltante (sie wird im Mai 14), aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das am stillen liegt. Darüber hinaus erzählte sie mir noch von einer Nachbarin, die ihre Tochter etwa 4 Jahre gestillt hat und jetzt ebenfalls schlecht isst (im Sinne von nur Reis oder Brötchen mit Salami), besagte Nachbars Tochter ist nun 12Jahre alt.
Und nun will ich euch fragen, ist da doch was dran? Ich kann's mir eigentlich nicht vorstellen, bin aber doch verunsichert..
Und ich war mir nicht sicher, wo ich dieses Thema eröffnen soll, als falls das hier falsch ist, kann es gerne verschoben werden.
Liebe Grüße!
Hallo,

ich habe 2 LZS Kinder zu bieten.

Die Große wurde 2 J 10 Monate gestillt, da war ich schwanger und wollte nicht mehr. Kurz vor ihrem 3ten Geburtstag waren wir in Kroatien in einem Hotel mit tollem Büffet. Meine damals Kleine hat mich zielsicher zu den Muscheln geführt und sass dann da auf dem normalen Stuhl, der Berg Muscheln überagte ihren eigenen Kopf. Ihr hat es super geschmeckt. Sie isst die meisten Sachen. Es gibt immer mal wieder Sachen, die sie nicht mag, dann isst sie halt was anderes. Ich würde aber nicht sagen, dass sie ein schlechter Esser ist, sondern ein guter. Übrigens hat sie zB nie ein ganzes Gläschen im babyalter gegessen, und mit 18 Monaten habe ich sie nochmal für 6 Wochen voll gestillt.

Die Kleine ist mittlerweile 26 Monaten und ich würde sie als guten Esser bezeichnen. Sie isst dass was sie braucht, trinkt noch viel Muttermilch, ist normalgewichtig und agil.

Ich bin übriges der Meinung, es gibt keine schlechten Esser nur zu hohe Erwartungen der Mütter.

Bzw man kann Kinder zu schlechten Esser erziehen, indem man selbst dauernd am Essen mäkelt, sagt, dass essen wir (er od. ich) nicht. Von vornerein die Nase über bestimmtes Essen rümpft. Selbst keine unbekannten Sachen probiert. Also mit negativem Beispiel vorangeht, Dinge vom Kind erwartet, welche man selbst nicht erfüllen mag.

Theresa
Theresa mit Nasenzwerg 2/2011 und großer Kampfzicke 8/2007
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