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Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Verfasst: 09.03.2013, 14:18
von Seerose
Sussa hat geschrieben:
- Wie seid Ihr ans Langzeitstillen gekommen? War es von Anfang an geplant oder hat es sich selbst ergeben?
Zweiteres. Ich kam nie auf die Idee daß es überhaupt ne Stillalternative gäbe.
- gibt das Kind den Impuls (und wie? Kommt es und grabbelt am Pulli rum oder sagt es, dass es an die Brust will?) oder gebt ihr ihn im Sinne von 'Kind, komm her, Zeit fürs Abendessen!' ?
Ersteres, je nach Alter. Von zweiterem hab ich noch nie gehört.
- habt ihr ein Alterslimit oder werdet ihr einfach abwarten, bis das Kind nicht mehr will?
Zweiteres, das Ende war fließend so daß ich keinen Zeitpunkt angeben kann da es keinen ZeitPUNKT gegeben hat.
- wie hat euer Umfeld darauf reagiert? Und wie seid ihr damit umgegangen?
Die ersten drei Jahre war's mir wurscht. Danach hab ich's nicht mehr in der Öffentlichkeit gemacht, auch weil meine Tochter früher immer 1-2 Jahre älter aussah.
Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Verfasst: 11.03.2013, 21:47
von hannah0402
Ich sag immer, dass es für mich vollkommen überflüssig ist, nun auf Kunstmilch umzustellen. Schließlich kauft auch niemand, der Hühner im Garten hat, seine Eier bei Aldi, oder der Bauer seine Milch im Tetrapack.

[/quote]
was ein tolles argument! merk ich mir

Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Verfasst: 11.03.2013, 22:02
von eve
Sussa hat geschrieben:Wie seid Ihr ans Langzeitstillen gekommen? War es von Anfang an geplant oder hat es sich selbst ergeben
Ich wollte auf jeden Fall gern zwei Jahre stillen, an die Zeit danach hatte ich vorher nicht gedacht. Ich selbst wurde immerhin ca 18 Monate gestillt, sodass "längeres" Stillen für mich normal ist.
gibt das Kind den Impuls (und wie? Kommt es und grabbelt am Pulli rum oder sagt es, dass es an die Brust will?) oder gebt ihr ihn im Sinne von 'Kind, komm her, Zeit fürs Abendessen!' ?
Töchterlein sagt einfach, wenn sie stillen will. Als sie noch klitzeklein war hab ichs auch einfach mal angeboten, aber spätestens als sie das Handzeichen fürs Stillen konnte, gings immer von ihr aus.
habt ihr ein Alterslimit oder werdet ihr einfach abwarten, bis das Kind nicht mehr will?
Nee, ein Alterslimit hab ich nicht. Ich werde so lange stillen, bis eine von uns nicht mehr mag.
wie hat euer Umfeld darauf reagiert? Und wie seid ihr damit umgegangen?
Mann findets gut, dass wir noch stillen, wobei er immer mal wieder glaubt, er könne mit Töchterlein länger alleine irgendwo hinfahren, wenn sie nicht mehr stillen würde. Ich bezweifel das. Die Schwiegereltern sind total locker, obwohl all ihre Kinder nur seeeehr kurz gestillt wurden. Meine Mutter ging bis Töchterlein fast 18 Monate alt war, fest davon aus, dass sie sich ja nun bald abstillen würde, weil ich das ja damals auch getan hätte. Und nun meint sie immer, wenn wir uns sehen, dass wir ja seeeehr viel weniger stillen würden inzwischen (haha). Unsere Freunde sagen eigentlich nix zum Stillen.
Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Verfasst: 11.03.2013, 23:52
von Sussa
Ihr Lieben, ich danke euch für die zahlreichen Berichte. (Das heißt nicht, dass ich nichts mehr hören will

)
Das hört sich doch eigentlich alles gut an. Ich hab jetzt mehrfach vom Handzeichen für Stillen gelesen. Was meint ihr damit?
Lieben Gruß.
Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Verfasst: 12.03.2013, 09:26
von klimaforscherin
Sussa hat geschrieben:
- Wie seid Ihr ans Langzeitstillen gekommen? War es von Anfang an geplant oder hat es sich selbst ergeben?
Du kannst genausogut fragen: "Wie bist du ans Stillen gekommen." Das ist einfach: ich habe ein Baby bekommen.
Naja und dann eben NICHT die Entscheidung getroffen, abzustillen. Es geht also automatisch.
Sussa hat geschrieben:
- gibt das Kind den Impuls (und wie? Kommt es und grabbelt am Pulli rum oder sagt es, dass es an die Brust will?) oder gebt ihr ihn im Sinne von 'Kind, komm her, Zeit fürs Abendessen!' ?
Das mag ich nicht.
Manchmal bei Übervölle ruf ich ihn schon noch aktiv zu mir - und er kommt freudig an.
Sussa hat geschrieben:
- habt ihr ein Alterslimit oder werdet ihr einfach abwarten, bis das Kind nicht mehr will?
- wie hat euer Umfeld darauf reagiert? Und wie seid ihr damit umgegangen? (Ich kann mir schon vorstellen, wie es hier abgehen wird, wenn ich länger als 6 Monate stillen werde. Was ich werde.)
Ich habe so eine Freude am Stillen, ich will stillen, solange es geht. Das Argument, 'warum artfremde Milch, wenn auch Menschenmilch da ist' lässt mich nicht mehr los.
Dann mach doch! Du musst ja niemanden in Kenntnis setzen. Und wenn jemand ankommt - ist ja deine Sache.
Trotzdem finde ich es toll zu wissen, dass ja "Langzeit-" stillen das "Normale" ist. Man muss ja nur etwas über den aktuellen kulturellen Hintergrund hinwegsehen.
Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Verfasst: 07.04.2013, 23:47
von schlangengurke
Sussa hat geschrieben: Ich hab jetzt mehrfach vom Handzeichen für Stillen gelesen. Was meint ihr damit?
Ich habe jetzt die einzelnen Beiträge nicht noch mal durchgelesen, aber damit sind Zeichen gemeint, die ein Kind macht und die signalisiseren, dass es stillen will. Entweder geht es vom Kind aus (also das Kinder erfindet selber etwas), oder es ist ein standardisiertes Zeichen, das die Eltern beibringen, wie bei den "Babyzeichen"
http://www.babyzeichen.de/
Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Verfasst: 08.04.2013, 05:12
von Glucke85
Bevor der Kleine sprechen konnte, war unser Babyhandzeichen ein nach oben gestreckter Daumen und die Faust öffnete und schloss sich.
Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Verfasst: 20.02.2014, 06:13
von Sussa
Ich möchte mich noch einmal bei allen bedanken, die mir vor einem Jahr ihre Geschichte erzählt haben. Im vergangenen Jahr hatte ich immer mal wieder Probleme und war an meinen Grenzen. Ich bin nun die letzte in meinem Bekanntenkreis, die noch immer stillt und eure Erfahrungen und mentale Unterstützung hat da sicher auch ihren Teil beigetragen. Vielen Dank dafür.
Übrigens ist der Gegenwind viel geringer als gedacht. Es geht irgendwie niemand überhaupt noch davon aus, dass wir stillen

Da meine Tochter in der Öffentlichkeit schon ewig nicht mehr nach ihrer Mieeeel gefragt hat, habe ich eben auch schon ewig nicht mehr öffentlich gestillt. Knäckebrot und Dinkelstangen sind ihr irgendwie lieber.
Wenn ich es aber in der Krabbelgruppe erwähne, habe ich bislang nur positive Resonanz bekommen.
Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Verfasst: 20.02.2014, 14:04
von Mirimama
So ähnlich ist es bei uns auch gelaufen. Mein Sohn ist jetzt zweieinhalb und stillt eigentlich nur noch zum Einschlafen (ganz von alleine kam das übrigens so). Insofern sieht man es uns nicht an und es rechnet einfach niemand damit. Manchmal fällt mir plötzlich ein, wenn ich irgendwas in diesem Zusammenhang sage, dass das ja für andere gar nicht so selbstverständlich ist. Für mich ist das mittlerweile so normal, dass ich das weder mit Ansicht anspreche noch verheimliche. Es ist einfach Teil unseres normalen Alltags.
Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Verfasst: 20.02.2014, 14:17
von tania
na hei, das ist ja schoen zu hoeren. und jetzt stillst du ja auch schon eine weile
(mein kleiner ist ja gleichalt wie deiner und ich stille ihn noch - den grossen allerdings auch

)