Probleme: Arbeiten und Stillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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MausMama
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Re: Probleme: Arbeiten und Stillen

Beitrag von MausMama »

So, Softcup ist bestellt, jetzt sind wir noch auf der Suche nach jemandem, der uns das zeigen kann. Und ich habe vielleicht eine Stillberaterin in der Nähe ausfindig gemacht - hab erstmal eine Mail geschrieben und warte noch auf Antwort.

Stillen ohne Stillprobe ist mir zumindest im Moment noch zu unsicher. Zu der Zeit, als sie nicht zugenommen hat, war ich der festen Überzeugung, dass das Stillen toll klappt, sie zufrieden ist und Unmengen an Milch kriegt. Dabei wurde es immer weniger, und ich habe es einfach nicht gemerkt. :( Daher fühle ich im Moment mit der Stillprobe einfach sicherer.
jusl hat geschrieben:
Das BES ist definitiv eine Überlegung wert; dessen Erfolgsaussichten hängen allerdings vom genauen Störungsbild ab. Wenn Dein Baby an sich noch gut andockt und sich nur darüber ärgert, dass die Milch aus der Brust anders fließt als aus der Flasche, dann ist das BES mit Sicherheit eine gute Idee. Der kontinuierliche und regelbare Milchfluss aus dem BES animiert das Baby, zufrieden an der Brust zu bleiben. Die Benutzung des BES ist auch mit Hütchen möglich, allerdings noch fummeliger als ohnehin schon. Eine mit dem BES vertraute Beraterin vor Ort wäre also eine sinnvolle Maßnahme, um Euch bei Euren ersten Versuchen mit dem BES zu unterstützen.

Wenn Dein Baby allerdings schon Probleme mit dem Andocken hat und z.B. schlichtweg das Mundgefühl des Flaschensaugers dem Mundgefühl der Hütchen vorzieht, dann bringt das BES voraussichtlich (noch) nichts. Hier sollte das Baby erst vom Flaschensauger entwöhnt werden, z.B. mittels Softcup, und Flasche konsequent weglassen.
Das Andocken scheint (noch) zu funktionieren, allerdings kommt es mir schon so vor, als müsste sie manchmal überlegen: wie geht das nochmal? Es dauert halt in letzter Zeit manchmal etwas länger, bis sie anfängt zu saugen. Ansonsten scheint sie ziemlich ungeduldig zu sein, wahrscheinlich weil aus der Flasche die Milch schneller und ohne Unterbrechungen kommt..

Maus hat Hunger, muss wieder ran :5: .. Schreibe später nochmal!
mein Mausemädchen: * 09/2012
jusl
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Re: Probleme: Arbeiten und Stillen

Beitrag von jusl »

Hallo MausMama,

ich kann gut verstehen, dass Dir das Sicherheitsgefühl momentan wichtig ist. Allerdings ist die Durchführung von Stillproben ihrerseits mit Risiken und Nebenwirkungen behaftet, die Stillprobleme zur Folge haben können. Deshalb ist eine strenge Indikationsstellung so wichtig. Mit unnötigen Stillproben (und bei Euch gibt es derzeit keinerlei med. Indikation) vergrößert sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich alte Probleme verstärken oder neue auftauchen.

Das gute Gedeihen eines Babys - insb. das eines Babys mit Stillproblemen - sollte sorgfältig überwacht werden, gar keine Frage. Stillproben sind dafür aber nur wenig geeignet. Das gute Gedeihen lässt sich VIEL SICHERER anhand ANDERER Kriterien feststellen, und das mit weniger Risiken und Nebenwirkungen.
Ausführliche Info findest Du dazu in unserer Grundinfo Gedeihen und Gewichtsentwicklung.
Rückfragen dazu immer gerne.

Ich drücke Dir die Daumen für gelungene Erstversuche mit dem Softcup und dem BES.

LG
Julia
MausMama
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Re: Probleme: Arbeiten und Stillen

Beitrag von MausMama »

jusl hat geschrieben: Ich bin nicht sicher, ob Hütchenentwöhnung JETZT eine gute Idee ist. Für eine Entwöhnung spricht, dass sie sich sicherlich positiv auf Deine Milchproduktion auswirken würde. Dagegen spricht, dass ein weiterer Lernschritt nötig wäre, der Zeit und Mühe kostet. Das kannst nur Du entscheiden - Du musst Dir da überlegen, was Du möchtest, und was Dir wichtig ist. Wenn Du künftig gerne vollstillen möchtest, bzw. Dir eine möglichst geringe Zufüttermenge wichtig ist, wäre eine Entwöhnung sinnvoll. Wenn Du einfach nur *irgendwie* weiterstillen willst, gerne auch mit Hütchen sozusagen, dann wäre es auch denkbar, nur das Flaschefüttern sein zulassen und sich dann auf eine gute Trinktechnik MIT Hütchen zu konzentrieren. Wie gesagt, da sind Deine Wünsche ausschlaggebend.
Als erstes ist mir mal am wichtigsten,überhaupt weiter zu stillen. Ich habe nämlich Sorge (oder fast schon Panik), dass mir die Milch ausgeht wenn sie weiter nicht richtig trinkt. Mein Wunsch-(Traum?) wäre schon, irgendwann wieder voll zu stillen oder wenigstens die Zufüttermenge zu reduzieren. Im Moment kommt es mir so vor, als würde schon diese Umstellung auf Softcup wie ein großer Berg vor uns liegen, ich bin mir nicht sicher ob weitere, gleichzeitige Maßnahmen nicht doch unsere Kräfte übersteigen. Wir hatten schon so viele Probleme mit dem Stillen, und jedes Mal wenn ich dachte wir kriegen das in den Griff taucht schon wieder das nächste auf :( . Ich glaube wir fangen erstmal mit dem Softcup an und sehen dann, wenn das läuft, weiter.. Oder stehe ich mir damit meinem Wunsch, irgendwann wieder voll zu stillen, total im Weg?

Ich habe mir eben die Informationen zur Gewichtsentwicklung etc. durchgelesen. Aber von den Kriterien, an denen man erkennt, dass genug Milch getrunken wird, erfüllt meine Tochter eins nicht: 8 - 12 mal trinken in 24 Stunden. Meistens landen wir (bis auf an den letzten beiden Wochenenden) nur bei 7 mal, und es ist auch noch nicht so lange her dass sie nur 5 - 6 mal am Tag getrunken hat. Muss ich mir deswegen Gedanken machen?

Übrigens hat sie heute morgen bevor ich zur Arbeit gefahren bin, richtig ordentlich getrunken - ruhig und ohne größere Unterbrechungen. Und eben nach der Arbeit eigentlich auch - nur zum Schluss hat sie angefangen zu brüllen, hat aber sofort aufgehört als ich sie zum Bäuerchen machen hoch genommen habe..

Vielen Dank schonmal für die vielen Tips! :) Ich habe doch wieder Hoffnung geschöpft dass das vielleicht auch weiterhin gutgehen kann.
mein Mausemädchen: * 09/2012
jusl
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Re: Probleme: Arbeiten und Stillen

Beitrag von jusl »

Ich glaube wir fangen erstmal mit dem Softcup an und sehen dann, wenn das läuft, weiter.. Oder stehe ich mir damit meinem Wunsch, irgendwann wieder voll zu stillen, total im Weg?
Nö, warum? Ich halte das für eine gute Möglichkeit, einen für Euch gut gangbaren Weg zu finden.
Ich habe mir eben die Informationen zur Gewichtsentwicklung etc. durchgelesen. Aber von den Kriterien, an denen man erkennt, dass genug Milch getrunken wird, erfüllt meine Tochter eins nicht: 8 - 12 mal trinken in 24 Stunden. Meistens landen wir (bis auf an den letzten beiden Wochenenden) nur bei 7 mal, und es ist auch noch nicht so lange her dass sie nur 5 - 6 mal am Tag getrunken hat. Muss ich mir deswegen Gedanken machen?
Naja, von der Versorgungsschiene her nicht: 5 mal 200 ml am Tag trinken ist eine reichliche Gesamtmilchmenge (die meisten Babys trinken weniger). Aber als gute Gelegenheit zum Stillen Üben ist das ziemlich selten. ;-) Insofern sind häufigere Mahlzeiten, insb. wenn Du den ganzen Tag da bist, eine gute Idee.
Übrigens hat sie heute morgen bevor ich zur Arbeit gefahren bin, richtig ordentlich getrunken - ruhig und ohne größere Unterbrechungen. Und eben nach der Arbeit eigentlich auch - nur zum Schluss hat sie angefangen zu brüllen, hat aber sofort aufgehört als ich sie zum Bäuerchen machen hoch genommen habe..
Prima! :D Ganz wichtig, bei allen Bemühungen, die vor Euch liegen: Baby genießen nicht vergessen! ;-)

Ich freue mich auf Deine weiteren Berichte.

LG
Julia
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Re: Probleme: Arbeiten und Stillen

Beitrag von Kleeblaettchen »

vielleicht kannst du ja deine 2 Partnermonate Elterzeit noch nehmen, dann könnt das Problem nochmal ganz in Ruhe angehen.
Ich wünsch dir alles Gute
Liebe Grüße Kleeblaettchen
mit
Winterkind *2008 gestillt,geflascherlt,geimpft,im eigenen Bett schlafend
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immer mal Kleinschreibend,da im arm öfter mind. ein Baby
Dank Großzwerg hängt die Tastatur, Rechtschreibfehler also bitte ignorieren. Danke
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Sakura
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Re: Probleme: Arbeiten und Stillen

Beitrag von Sakura »

MausMama hat geschrieben:Mein Wunsch-(Traum?) wäre schon, irgendwann wieder voll zu stillen oder wenigstens die Zufüttermenge zu reduzieren.
Hi Mausmama, selbst WENN ihr in nächster Zeit das Vollstillen nicht schafft, hast Du dennoch gute Chancen, in Zukunft ohne Pre-Nahrung auszukommen: nämlich dann, wenn Dein Kind beikostreif ist, und anfängt zu essen. Zur Beikostreife hier: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 6&t=124805. In dem Maße, in dem Dein Kind seine Kalorienzufuhr durch Beikost deckt, kannst Du die Pre-Menge reduzieren und schließlich weglassen, und somit zusätzlich zum Essen nur noch stillen.

Zum Thema Hütchen möchte ich Dir Mut machen: wir sind die Hütchen erst mit ca. 4,5 Monaten los geworden, dann aber innerhalb weniger Tage und völlig stressfrei. Kind war auf einmal "groß", Kind konnte auf einmal das, was vorher monatelang undenkbar war.

Liebe Grüße
S. :-)
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

MausMama
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Re: Probleme: Arbeiten und Stillen

Beitrag von MausMama »

Hallo,

jetzt passiert scheinbar das, was ich befürchtet habe: weniger Milch :( . Habe bis vor kurzem bei jedem pumpen um die 100 - 120 ml abgepumpt, jetzt sind es nur noch 75 - 80. Hoffentlich wird das wieder.

Dafür hat das Stillen seit Montag wieder ganz gut geklappt. Sie hat jedenfalls ordentlich getrunken und machte meistens einen ganz zufriedenen Eindruck gemacht. Wenn ich das Spielchen nicht schon die letzten beiden Wochen mitgemacht hätte, könnte ich fast glauben, dass sich das Problem von alleine erledigt hat.

Der Softcup ist heute angekommen, wir werden das am Wochenende mal ganz in Ruhe testen. Leider habe niemanden gefunden, und auch die Kontaktaufnahme mit der Stillberaterin hat sich als schwierig erwiesen. Wir versuchen es jetzt erstmal im Alleingang, will das nicht noch hinausschieben.

Wie lange dauert das wohl, bis sie sich an das Füttern mit Softcup gewöhnt hat. Mein Mann ist nämlich nicht gerade der geduldigste - ich hoffe mal dass er das dann auch durchzieht..
Kleeblaettchen hat geschrieben:vielleicht kannst du ja deine 2 Partnermonate Elterzeit noch nehmen, dann könnt das Problem nochmal ganz in Ruhe angehen.
Ich wünsch dir alles Gute
Das geht leider nicht mehr - meine Mutterschutzzeit wurde aufs Elterngeld angerechnet, daher sind die Partnermonate schon weg. Rein rechtlich könnten wir zwar so noch zusammen Elternzeit nehmen, aber das geht auch aus verschiedenen, nicht zuletzt finanziellen Gründen nicht. Aber ich nehme jetzt einfach mal bei Gelegenheit einen halben Tag frei, und hoffe dass ich nächsten Monaten vielleicht mal zwei Wochen Urlaub nehmen kann - mehr ist im Moment leider nicht drin.
Sakura hat geschrieben: Hi Mausmama, selbst WENN ihr in nächster Zeit das Vollstillen nicht schafft, hast Du dennoch gute Chancen, in Zukunft ohne Pre-Nahrung auszukommen: nämlich dann, wenn Dein Kind beikostreif ist, und anfängt zu essen. Zur Beikostreife hier: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 6&t=124805. In dem Maße, in dem Dein Kind seine Kalorienzufuhr durch Beikost deckt, kannst Du die Pre-Menge reduzieren und schließlich weglassen, und somit zusätzlich zum Essen nur noch stillen.

Zum Thema Hütchen möchte ich Dir Mut machen: wir sind die Hütchen erst mit ca. 4,5 Monaten los geworden, dann aber innerhalb weniger Tage und völlig stressfrei. Kind war auf einmal "groß", Kind konnte auf einmal das, was vorher monatelang undenkbar war.

Liebe Grüße
S. :-)
Das sind ja beides schonmal gute Aussichten! :) Hoffentlich schaffen wir es so lange durchzuhalten.


Übrigens: Schilf hatte recht was das Kiss-Syndrom angeht - wir waren heute beim Osteopaten, und der hat eine Blockade im Nacken gelöst. Jetzt bin ich mal gespannt ob und wie sich das auf das Stillen auswirkt.
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Re: Probleme: Arbeiten und Stillen

Beitrag von Katha »

Die Pumpmenge sagt eigent
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
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Katha
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Re: Probleme: Arbeiten und Stillen

Beitrag von Katha »

Sorry, verklickt
Die Pumpmenge sagt kaum etwas bzw. gar nichts über die Produktion aus.
Ein Baby saugt immer effektiver als eine Pumpe.
Dass mit der Zeit beim Pumpen immer weniger kommt, ist durchaus bei vielen Müttern so.
Kennst Du schon die Tips zum Abpumpen in der Linksammlung Stillwissen.

Nicht verzagen, Du machst das ganz toll!!!!
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
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Re: Probleme: Arbeiten und Stillen

Beitrag von Sakura »

MausMama hat geschrieben:wir waren heute beim Osteopaten, und der hat eine Blockade im Nacken gelöst. Jetzt bin ich mal gespannt ob und wie sich das auf das Stillen auswirkt.
Ich drücke euch die Daumen!!!
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

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