Stillen zum Einschlafen / Stillabstände
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- blueberry
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Re: Stillen zum Einschlafen / Stillabstände
Ich habe schon öfter von Babys gehört und gelesen, die in den ersten Monaten nachts von sich aus eine sehr lange Schlafphase haben. Soweit ich weiß, normalisiert sich das aber im zweiten Lebenshalbjahr und dann wachen die genauso oft auf wie diejenigen, die vorher keine so langen Schlafphasen hatten. Ich glaube, bei den meisten Babys pendelt es sich irgendwann auf eine drei- bis vierstündige Schlafphase in der ersten Nachthälfte und danach regelmäßiges Aufwachen mit kurzem Stillen und anschließendem Weiterschlafen ein.
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
- blueberry
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Re: Stillen zum Einschlafen / Stillabstände
Dein Baby ist ja wirklcih noch sehr jung - vertrau da also ruhig Deinem Bachgefühl, so oft nach ihm zu schauen, wie Du es für richtig hältst. Das hat überhaupt nichts mit "überängstlicher Mama" zu tun. Es gibt wissenschaftlich gut untersuchte Zusammenhänge zwischen "allein in einem Zimmer schlafen" und einem höheren Risiko für SIDS. Babys sind in den ersten Lebensmonaten darauf gepolt, immer die Atemgeräusche, Bewegungen etc. eines Erwachsenen um sich zu hören/spüren. Das verhindert oft, dass sie in zu tiefe Schlafphasen rutschen... Es ist also nicht verwunderlich, dass wir uns immer wieder vergewissern wollen, dass es einem so kleinen Baby immernoch gut geht. Unser Schutzinstinkt bringt uns sinnvollerweise dazu, das Baby nicht aus den Augen bzw. unserem Nahbereich lassen zu wollen - auch und besonders solange es schläft. Mach Dir also keine Sorgen, dass das überbesorgt sein könnte.bella27 hat geschrieben: Ich hätte auch schon früher ihn alleine lassen können, aber weil er mein erstes Kind ist konnte ich mich erst nicht von ihm trennen. Ich schau jetzt noch min. 1 mal die Stunde nach ihm, ob alles in Ordnung ist. Aber langsam werde ich sicherer und ich denke bald schau ich nur noch alle 2 Stunden nach ihm (hoffe ich, will ja nicht eine auf überängstliche Mama machen).
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
- Mirimama
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Re: Stillen zum Einschlafen / Stillabstände
Den meisten meiner Vorrednerinnen kann ich mich ebenfalls nur anschließen! Bis ca. nach drei Monaten steigerten sich bei meinem Kleinen die Schlafintervalle in der Länge. Allerdings von Anfang an wollte er sehr häufig stillen, also mind. alle 1-2 Stunden. Nachts steigerten sich die Pausen dann auf drei bis vier Stunden. Er schlief zu dem Zeitpunkt keine Minute alleine. Ich war immer bei ihm, hab mich nie getraut, mich auch nur aus dem Raum zu bewegen um z.B. was zu holen oder so. Dann plötzlich wurde es sehr anstrengend: Er wachte alle halbe Stunde auf, die ganze Nacht. Ich war am Verzweifeln. Irgendwann schlief er dann auch mal ne Stunde, aber trotzdem! Im Rückbildungskurs meint auch alle, ich müsse ihn halt mal schreien lassen o.ä. (O-Ton:"Also, ich hab meinen dann auch einfach mal eine Mahlzeit ausschreien lassen. Das muss man machen, sonst kriegt man die Mahlzeiten nicht verringert") Naja, zum Glück hab ich nicht drauf gehört. Aber ich habe weiter nach Lösungen gesucht und das war mein Glück, denn nur durch dieses "Problem" bin ich überhaupt so richtig zum Attachment Parenting gekommen und dafür bin ich sooo dankbar!!!
Geholfen hat mit Folgendes:
1. Im Buch "Schlafen statt schreien" habe ich Tipps bekommen, wie ich den Tag an den Bedürfnissen meines Babys orientieren und rhythmisieren kann. Das hat uns allen gut getan und wir kriegten eine relativ klare Tagesstruktur mit drei Tagschläfen und abends einschlafen so gegen 18-19 Uhr. (An Stillabständen und Schlafphasenlängen hat sich aber nichts geändert)
2. Wir haben uns ein Kamera-Babyphone gekauft. Das ist für uns Gold wert! Denn so trau ich mich, den Raum zu verlassen, kann genau sehen und hören, was passiert. Noch bevor ein Ton kommt, sehe ich die Bewegungen, weiß, wann Möppi unruhig wird und aufwacht und kann schnell hin und stillen und er schläft einfach weiter. Abstände weiterhin 1-2 stündlich, aber wir genossen die neue Freiheit!
3. Ich las William Sears "Schlafen und wachen". Das hat mich enorm voran gebracht. Gefühlsmäßig. Der Schlaf hat sich nicht verändert. Aber ich mich. Ich verstehe ihn nun und finde das alles sowas von ok und es tut soo gut, einfach mal eine absolut klare Bestätigung zu kriegen. Ohne den Versuch, das "Problem" zu beheben. Seit ich mich mit der ganzen Geschichte so beschäftigt habe und es einfach angenommen habe, wie es ist, ist es einfach kein Problem mehr für mich. Klar, manchmal ist es richtig anstrengend, wenn dann noch Zähne oder sonstwas dazu kommen, aber die meiste Zeit, ist es einfach ok. Er bewegt sich, ich stille, beide schlafen weiter. Und mittlerweile ist eingetreten, was ich nie für möglich gehalten habe: Ich könne beim besten Willen nicht sagen, wie oft wir nachts gestillt haben. Ich weiß es einfach wirklich nicht. Scheinbar passiert vieles echt im Halbschlaf. Zumindest kann ich aber sagen: Auch heute noch geht absolut nichts ohne Einschlafstillen. Aber am meisten hat mir wie gesagt das Annehmen der Situation geholfen. (Und Gonzales "In Liebe wachsen" war dann noch ein sehr unterhaltsames i-Tüpfelchen, das mich ebenfalls wieder super darin unterstützt hat.)
Sorry, dass mein Beitrag jetzt so lang wurde, ich hoffe, es ist was interessantes für dich dabei! Ich bin nur so ausschweifend geworden, weil mich dieses Thema selbst so sehr bewegt hat, im letzen Herbst.
Geholfen hat mit Folgendes:
1. Im Buch "Schlafen statt schreien" habe ich Tipps bekommen, wie ich den Tag an den Bedürfnissen meines Babys orientieren und rhythmisieren kann. Das hat uns allen gut getan und wir kriegten eine relativ klare Tagesstruktur mit drei Tagschläfen und abends einschlafen so gegen 18-19 Uhr. (An Stillabständen und Schlafphasenlängen hat sich aber nichts geändert)
2. Wir haben uns ein Kamera-Babyphone gekauft. Das ist für uns Gold wert! Denn so trau ich mich, den Raum zu verlassen, kann genau sehen und hören, was passiert. Noch bevor ein Ton kommt, sehe ich die Bewegungen, weiß, wann Möppi unruhig wird und aufwacht und kann schnell hin und stillen und er schläft einfach weiter. Abstände weiterhin 1-2 stündlich, aber wir genossen die neue Freiheit!
3. Ich las William Sears "Schlafen und wachen". Das hat mich enorm voran gebracht. Gefühlsmäßig. Der Schlaf hat sich nicht verändert. Aber ich mich. Ich verstehe ihn nun und finde das alles sowas von ok und es tut soo gut, einfach mal eine absolut klare Bestätigung zu kriegen. Ohne den Versuch, das "Problem" zu beheben. Seit ich mich mit der ganzen Geschichte so beschäftigt habe und es einfach angenommen habe, wie es ist, ist es einfach kein Problem mehr für mich. Klar, manchmal ist es richtig anstrengend, wenn dann noch Zähne oder sonstwas dazu kommen, aber die meiste Zeit, ist es einfach ok. Er bewegt sich, ich stille, beide schlafen weiter. Und mittlerweile ist eingetreten, was ich nie für möglich gehalten habe: Ich könne beim besten Willen nicht sagen, wie oft wir nachts gestillt haben. Ich weiß es einfach wirklich nicht. Scheinbar passiert vieles echt im Halbschlaf. Zumindest kann ich aber sagen: Auch heute noch geht absolut nichts ohne Einschlafstillen. Aber am meisten hat mir wie gesagt das Annehmen der Situation geholfen. (Und Gonzales "In Liebe wachsen" war dann noch ein sehr unterhaltsames i-Tüpfelchen, das mich ebenfalls wieder super darin unterstützt hat.)
Sorry, dass mein Beitrag jetzt so lang wurde, ich hoffe, es ist was interessantes für dich dabei! Ich bin nur so ausschweifend geworden, weil mich dieses Thema selbst so sehr bewegt hat, im letzen Herbst.
Ich und my little lovers of life (07/11, 07/14, 07/17 und 02/22)