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Re: 3-Monatskoliken
Verfasst: 24.04.2012, 13:19
von MaMaJa
Das ist doch echt zum Kotzen, da reißr du dir den Arsch auf, versorgst sie mit Infomaterial, redest dir den Mund fusselig, belastest dich SELBST mit ihren Problemen und die spurt ihrer inkompetenten Hebamme. Und ja, ich nehmen mir das raus sie als in kompetent zu bezeichnen, tausende SuTlerinnen die in ganz anderen Berufen arbeiten wissen 10x mehr übers Stillen als so manche Hebamme, das kann doch nicht sein?!?
Re: 3-Monatskoliken
Verfasst: 24.04.2012, 14:11
von bienenmeister
Danke Dir! Ich bin nicht allein mit meinem Ärger...
Ihr Handeln beruht auf der Annahme, dass die MUTTERMILCH Blähungen verursacht (der Tee nicht), und dagegen helfe nur, die Abstände auf 4 h ("warum genau vier?" "ihr normaler rythmus ist 3 h , aber dann hat sie dauerblähungen und deswegen verlängere ich auf 4 h").
Ich habe ihr deswegen auf kroetes Empfehlung hin folgenden Text gesendet:
auf der Webseite www.stillkinder.de
Diane Wiessinger, MS, IBCLC
Mein Baby hat Koliken oder Blähungen
... können Symptome sein, dass ein Baby "zuviel Suppe und nicht genug Dessert" erhält (gemeint ist Vormilch und zu wenig Hintermilch).
... tritt auf, wenn wir versuchen die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten auf zwei Stunden oder mehr zu verlängern, kann es dazu kommen, dass das Baby sich durch die Riesenmenge Suppe ackert und niemals viel Dessert bekommt. Es gedeiht gut. Aber gerade die fetthaltigere Milch ("Dessert") beruhigt den Magen hervorragend, indem sie die Passage der Milch durch den Darm verlangsamt. Ohne dieses extra Fett passiert die Milch den Darm ohne dabei vollständig abgebaut zu werden, und kann dann im Dickdarm fermentieren und dabei Blähungen und Unwohlsein verursachen.
Nun bin ich völlig wirr, was soll man denn noch sagen? Sie möchte sich treffen, aber ich weiß nicht, ob ich es durchhalte, ein hungerndes Kind zu erleben.
Ich frage mich, ob es nicht wirklich besser wäre, sie füttert Flasche. Ich habe einfach SORGE, dass das Kind zu wenig bekommt. Mit der Flasche würde sie natürlich auch rigide irgendwelche Pläne einhalten, aber ich denke das diese Pläne der Hersteller immerhin dazu reichen, das Kind ausreichend zu versorgen.
Ok, ich habe mir jetzt vorgenommen, heute meinem Ärger noch freien Lauf zu lassen, morgen höre ich damit auf und dann muss es mir leider am A vorbei gehen. Man kann nicht alle retten.
Re: 3-Monatskoliken
Verfasst: 24.04.2012, 14:47
von Leyket
Ich denke, ich würde mich mit ihr treffen um am vorgelebten Beispiel zu zeigen, wie es anders gehen kann, statt missionarisch auf sie einzureden (überspitzt dargestellt, ich denke ja nicht, dass du auf sie einredest.)
Und falls das wirklich nichts bringt, wird es dir am A vorbeigehen müssen. Du belastest dich sonst zu sehr damit. Das ist zwar schade, aber wie du so schön sagst, du kannst nicht alle retten.
(Übrigens sollte auch Pre Milch nach Bedarf und nicht nach strengen Fahrplänen gegeben werden)
Re: 3-Monatskoliken
Verfasst: 24.04.2012, 15:18
von bienenmeister
Danke auch dir! Mal sehen wie ich morgen drauf bin. Wenn ich es innerlich schaffe, dann mache ich mich auf den Weg zu ihr.
Heute ist bei Alexander der Wurm drin, ich bin gefühlt am Dauerberuhigen. Heute wäre der richtige Tag zum Zugucken für sie gewesen. Wie ich ihn - schreiend - immer und immer wieder die Brust angeboten habe, er sie wedelnd und fuchtelnd abgelehnt hat, ihn eingetucht, geschuckelt und besungen habe, er ist immer mal kurzzeitig eingenickt, wieder schreiend aufgewacht und wieder
"es tanzt ein bibabutzemann in unserem kreis herum...", ach wem erzähle ich das, ihr kennt das

Letzendlich hat er die Brust genommen, stöhnend tiefe kräftige Züge genommen, ist mit offenem, milchverschmierten Mund, mit Tränchen benetzten Wimpern, ins Milchkoma gefallen, habe ihn zurückgetucht, er hat einen kräftigen Rülps a la Papa abgegeben und nun ist er lächelnd eingeschlafen.
Hach, Mama sein ist einfach wunderschön!
Re: 3-Monatskoliken
Verfasst: 24.04.2012, 15:26
von bienenmeister
Mondenkind hat geschrieben: Ist jetzt wohl nicht die Antwort, die Du hören willst, und vielleicht steht mir diese Desillusioniertheit als Stillberaterin auch schlecht zu Gesicht, aber so sehe ich es (leider).
Ich denke mittlerweile, dass diese Desillusioniertheit sehr gut zu dir passt - wie sonst kannst du denn deine Arbeit als Stillberaterin ertragen?
Das meine ich voll ernst - ich möchte mich zwar am liebsten sofort zur Stillberaterin ausbilden lassen, dennoch wird mir anhand dieser Freundin gewahr, dass es sicher nicht nur eititei Stillerei sein wird.
Re: 3-Monatskoliken
Verfasst: 24.04.2012, 18:37
von femianca
Bei uns haben die "Koliken" definitiv nichts mit Bauchschmerzen zu tun gehabt.
Die "große" Maus hatte Anpassungsprobleme, war schnell überreizt und hatte riesige Probleme, einzuschlafen.
Wir haben im Grunde die ersten drei Monate damit verbracht, mit ihr im Tuch rumzulaufen und ihr beim Einschlafen zu helfen. Glücklicherweise hat es nachts gereicht, im Dunkeln mit ihr dazuliegen und zu kuscheln, auch wenn sie nachts aufgewacht ist hat kuscheln und stillen gereicht.
Trägst Du denn selber? Dann könntest Du ihr ja mal Dein Tuch anbieten, denn das ist ja definitiv nicht "zu dick".
Habt Ihr vielleicht ein Stillbuch? Oder Deine Hebamme oder die Bücherei?
Sonst fällt mir leider auch nicht mehr viel ein, womit man so überzeugende Leute, die aber Quatsch verbreiten, "schlagen" könnte.
Re: 3-Monatskoliken
Verfasst: 25.04.2012, 09:07
von tussi
bienenmeister, vlt solltest du dich ein bissl zurücklehnen, dankbar u demütig, weil du eins von den normalen 24 stundenbabys bekommen hast.
ich les hier schon die ganze zeit mit u wollte eigentlich nix dazu schreiben, aber so langsam reicht´s.
weißt du, ich wünsch niemandem die erfahrung, aber ich glaube, dir täte es gut, als 2. o 3. kind auch eins von den schreibabys zu bekommen, die eben nicht auf mamas arm ruhig zu bekommen sind, die sich manchmal auch 1 jahr lang überhaupt nicht an mamas busen beruhigen lassen, die sich mitunter ein halbes jahr lang überhaupt nicht beruhigen lassen u nur ruhig sind, wenn sie mal schlafen - meilenweit davon entfernt mit einem lächeln zu schlafen, sondern völlig verkrampft, so wie sie auch tagsüber verkrampft sind. mamasein ist nicht per se wunderschön meine liebe! mit einem schreibaby leidet das mamaselbstbewusstsein! mit einem schreibaby wirst auch du in deiner not auf bauchwohltee o globuli o sab simplex zurückgreifen, selbst wenn du dein erstes kind problemlos voll stillen konntest! alles schon mal da gewesen
nimm deine freundin lieber mal in den arm statt sie permanent zu kritisieren. sie hat ein schreibaby u das ist kein zuckerschlecken.
Re: 3-Monatskoliken
Verfasst: 25.04.2012, 10:16
von Sakura
MaMaJa hat geschrieben: die spurt ihrer inkompetenten Hebamme. Und ja, ich nehmen mir das raus sie als in kompetent zu bezeichnen, tausende SuTlerinnen die in ganz anderen Berufen arbeiten wissen 10x mehr übers Stillen als so manche Hebamme, das kann doch nicht sein?!?
ob das wirklich so ist, sei dahingestellt. aber: dass eine frau nach der ersten entbindung mehr auf die hebamme als auf jemanden anderen hört, finde ich ziemlich normal. dass eine mutter mit einem schreibaby mit den nerven fertig ist und sich an jeden strohhalm klammert, kann ich auch gut nachvollziehen.
eben. wir können nicht alle retten. das mädel scheint auch mit einem 4-stunden-stillrhythmus ausreichend zuzunehmen (sonst wäre sie bei den aktuellen arztbesuchen doch sofort auffällig geworden?).
wir können nicht jede mutter zwingen, alles so zu machen, wie wir selbst das machen. um mal ganz krass zu werden: nicht jede hier im forum praktiziert familienbett. na und?
Re: 3-Monatskoliken
Verfasst: 25.04.2012, 15:10
von MaMaJa
Öhm... bienenmeister hat doch gar nichts von "Schreibaby" gesagt, sondern nur dass das Baby viel weint, die Hebamme dies aufs Stillen zurückführt und die Freundin nun die Stillabsttände verlängert und mit Tee überbrückt.
Und natürlich hört man als frischgebackne Mama eher auf die Hebamme als auf die Freundin, DAS ist ja in dem Fall das Schlimme.
Re: 3-Monatskoliken
Verfasst: 25.04.2012, 17:24
von tussi
mamaja, du hast wie bienenmeister auch kein 3-monatskolikbaby...siehe threadtitel. vlt solltest du den eingangspost noch einmal studieren?
u jaaa, meinem kleinen verschlucker hat bauchwohltee gut getan, das war das einzige von all den 1000 dingen, die wir unternommen haben, das hin u wieder linderung verschafft hat.
ach u was ich heut früh noch vergessen habe:
bienenmeister, es ist ein himmelweiter unterschied, ob ein normales baby weint/schreit, oder ob ein (für mamaja) kolik- bzw schreibaby sirene gibt. das ist einfach nicht zu vergleichen. die lautstärke, die rote rübe, eigentlich sieht man stundenlang nur noch das gaumenzäpfchen u das babylein beruhigt sich null, weder an der brust, noch im tuch, noch aufm arm u nix, absolut gar nix hilft!