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Re: Dieses Gefummel... grrrrrrrrrr
Verfasst: 10.12.2011, 17:06
von Solenne
hm, bei mir ist es ein muttermal am bauch. was drüberziehen hilft nicht, zur not meckert er, wenn er die klamotten nicht selbst weggeschoben bekommt. ich habe trotzdem geschafft, es auf ein für mich erträgliches maß runterzuschrauben. er hat zu beginn (als er das muttermal frisch entdeckt hatte, mit anderthalb im sommer als ich nichts über dem bauch hatte weil zu warm) so doll dran gekratzt und gezerrt, dass es nach einer Weile blutig war. also habe ich ein pflaster draufgeklebt und ihm gesagt, das muttermal ist beim fummeln kaputt gegangen und braucht jetzt eine pause, bis es wieder heil ist. danach habe ich ihm erlaubt, vorsichtig zu fummeln und ihm gesagt, wann es zu doll ist. dann ist er gleich wieder vorsichtiger geworden, damit nicht wieder ein pflaster drüber kommt

keine ahnung, inwieweit das für euch übertragbar ist..
Re: Dieses Gefummel... grrrrrrrrrr
Verfasst: 11.12.2011, 00:15
von Louise Odier
Also unser Großer hat zum Glück "nur" an meinem Handrücken rumgeknibbelt. Aber als es zu exzessiv und schmerzhaft wurde, habe ich ihm ganz deutlich gesagt, dass es zu doll ist und die Hand weggenommen. Er hat dann natürlich geweint und ich habe ihm das Ganze in Ruhe erklärt und wieder knibbeln lassen mit der Ansage nicht zu doll zu machen. Klar hat es ne Weile gedauert, bis er das dosieren konnte, aber es wurde besser. Stillschweigend ertragen dem Kind zuliebe ist m.M.n. keine Lösung. Klar kann man das einem Baby noch nicht so gut klarmachen, aber wenn die Kids 1 1/2 oder 2, 3, x Jahre sind, dann kann man das doch gut erklären und sie sollten verständig genug sein.
Unser Sohnemann knibbelt jetzt mit über 3 1/2 ab und an immer noch gern an meinem Handrücken rum um runterzukommen und manchmal testet er auch aus wie doll er machen kann, bevor ich was sage.

Aber er hört auf mich.
Es ist aber schon sehr süß zu sehen wie er bei mir (oder meiner Mom und Schwiegermom) knibbelt und sich entspannt. Als mein Mann ihm mal seine Hand dafür anbot, meinte er: "Nein, ich mag deine Hand nicht. Ich mag lieber Mamas Hand knibbeln." Und als ich ihn fragte warum meinte er: "Die Hände von Männern sind zu hart. Die Hände von Frauen sind weich."

Das war schon irgendwie sehr niedlich.
Re: Dieses Gefummel... grrrrrrrrrr
Verfasst: 11.12.2011, 00:22
von jolka
jusl, so sehe ich das definitiv auch - vor allem das vorbild: "ich lasse meine grenzen überschreiten" egal vom wem. aber klar, wie kicka schreibt, manchmal erscheint das kind so bedürftig, das man das gefühl hat das kind abzulehnen wenn man das gegrabbel verbietet. das ist natürlich käse, aber muttis ticken oft so. ich hab zuletzt begriffen, das ich es eben auch unterbinden muss wenn sie krank ist (da hab ich doch tatsächlich die hand manchmal erstmal ignoriert, weil es dem kind doch so schlecht ging). das ist so blöd, weil sie dadurch natürlich beim nächsten mal sagte: "aber letztens durfte ich doch wieder?". schlaues kind, dämliche mama. jetzt gibts einfach kein gegrabbel mehr, egal in welchem zustand. man darf gerne die hand sostwo drauflegen, aber nicht in meinen ausschnitt. gut ding will...

Re: Dieses Gefummel... grrrrrrrrrr
Verfasst: 11.12.2011, 11:35
von baum
jusl hat geschrieben:Also wen das Gefummel nicht stört - bittesehr, kein Problem. (Ja, einer der Erklärungsansätze - neben Gewöhnung und Langeweile - ist tatsächlich die Stimulation für die Milchproduktion)
Aber ich wundere mich doch, dass es Mütter gibt, die das GEGEN IHREN WILLEN, mitunter monatelang, mit sich machen lassen. Immerhin zählen viele Frauen (auch) ihre Brust zum Intimbereich. Ab wann würden diese Mütter äußern und DURCHSETZEN, dass jetzt WIRKLICH Schluss ist?!? Wenn die Kinder mit den Fingern in deren Augen pulen? Mit den Fingernägelchen die Haut blutig kratzen? Mit der Hand in Mamas Schritt bohren?!?...
Dieses Posting sei also als ausdrückliche Ermunterung, wenn nicht Aufforderung verstanden:
Liebe Mütter, wenn es Euch stört, schmerzt, Grenzen überschreitet oder einfach nur tierisch nervt, dann UNTERBINDET das. Alles andere kann nicht gut fürs Selbstwertgefühl sein.

Und im übrigen: ich finde es auch nicht fair den Kindern(!) gegenüber. Denn Ihr "erlaubt" damit Euren Kindern, sich verletzend, nervend, grenzüberschreitend zu verhalten; dies wirkt sich doch wiederum auf die Sicht aufs Kind, aufs Beziehungsgefüge, aufs Stressniveau usw. aus, und ganz sicher nicht positiv. Traut Euren Kindern zu, ohne die Fummelei auszukommen, und wahrt Eure Grenzen, damit seid Ihr Euren Kindern das beste(!) Vorbild.
LG
Julia
Wenns so leicht wäre...
eigentlich stille ich gerne-aber heute Nacht 10mal war mir dann wirklich zuviel, dann das gefummel...
ABER wenn ich sage ich möchte nicht stillen, fließen hier Bäche von Tränen,
wenn ich sage das tut weh beim gnibbeln hört sie sofort auf, guckt entschuldigend, und beginnt noch 2 min. wieder, bis ich wieder was sage...
Nach dem stillen bedankt sie sich, sagt DANKE und gibt mir ein Küßchen auf die Brust, wie kann ich denn dann das nächste mal NEIN sagen?
Re: Dieses Gefummel... grrrrrrrrrr
Verfasst: 11.12.2011, 18:18
von manja
Ich habe nicht den Eindruck, dass hier stillschweigend ertragen wird, sondern dass das NEIN nicht akzeptiert wird. Und das kommt m.M. nach daher, dass es ein biologisches Programm ist, dass nicht so einfach mit NEIN abzuschalten ist. Offenbar gehts ja, wenn die Kinder ein bestimmtes Alter erreicht haben und man streng bleibt. Bei mir wird nicht gefummelt, das ist ohne Diskussion. Aber es wird halt ständig wieder versucht, ich denke-unbewußt. Allein das nervt. Ich unterbinde das mit Kleidung drüber oder ähnlichem. Das Gefummel auszuhalten wäre mir nicht nur unangenehm, sondern auch zu übergreifend-intim.
manja
Re: Dieses Gefummel... grrrrrrrrrr
Verfasst: 11.12.2011, 20:46
von sana
Ich bin zur Zeit auch ziemlich genervt davon, obwohl genervt eigentlich der falsche Ausdruck ist. Es tut einfach weh. Sie fummelt auch immer an der anderen Seite rum. Erst wird gestreichelt znd getätschelt und dann mit Zeigefinger und Daumen die Brustwarze gezwirbelt. Das Problem ist, dass sie nur so einschläft.... Zwirbeln ist verboten alles andere duld ich, auch wenns net angenehm ist.
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Re: Dieses Gefummel... grrrrrrrrrr
Verfasst: 12.12.2011, 22:47
von Potsdame
Mops versucht das auch ständig. Er sucht nach der Brustwarze und zwirbelt sie dann zwischen seinen Fingern. Das tut verdammt weh. Ich schiebe seine Hand IMMER weg, aber trotzdem versucht er es immer wieder, obwohl er damit nie erfolg hat.
besonders stört mich, wenn er in meinen bh greift um sich zu beruhigen. ich halte die eine hand dann immer auf meine brustwarze und dann streiten wir uns

Re: Dieses Gefummel... grrrrrrrrrr
Verfasst: 13.12.2011, 00:52
von tania
ich sehe es als bedürfnis meines sohnes, das ich (mehr oder weniger gerne) stille. auch stillen finde ich nicht immer schön, knibbeln hat mich vor allem am anfang genervt (also als er damit angefangen hat, deutlich über ein jahr war er da) und ich es "unnötig" fand. ich fand halt, hei, er stillt doch schon, das muss reichen. mein mann hat dann irgendwann gesagt, dass er das sehr einleuchtend findet, dass mein sohn die andere brust anfassen will. von da waren es glaub noch ein paar monate, bis ich es voll und ganz ok fand. inzwischen finde ich es komplett normal und nicht störend. weh getan hat er mir nur selten und wenn sage ich natürlich immer was. er will mir auch eindeutig nicht wehtun. ansonsten habe ich immer wieder ein bild von maria mit einem ziemlich großen jesus an der brust vor augen, wie er hingebungsvoll an ihrer brust zwirbelt und sie diesen herrlich-stoischen madonnenblick drauf hat - mit heiligenschein natürlich

märtyrium ist ja meine sache nicht, aber wenn jesus und maria derart abgebildet werden, deutet das schon auf eine normalität in der stillbeziehung mit größerem kind hin. und lustig find ich es allemal: hei, sogar jesus hat gefummelt!
als letztes noch mein wahlspruch bei still-nervereien: stillen muss nicht immer befriedigend, angenehm, harmonisch und schön sein. aber wenn etwas an der stillbeziehung mich grundsätzlich stört, ist es meine aufgabe, es zu ändern. lässt sich problemlos auf andere bereiche des lebens mit kind übertragen

Re: Dieses Gefummel... grrrrrrrrrr
Verfasst: 13.12.2011, 08:42
von cosima83
manja hat geschrieben:Ich habe nicht den Eindruck, dass hier stillschweigend ertragen wird, sondern dass das NEIN nicht akzeptiert wird. Und das kommt m.M. nach daher, dass es ein biologisches Programm ist, dass nicht so einfach mit NEIN abzuschalten ist. Offenbar gehts ja, wenn die Kinder ein bestimmtes Alter erreicht haben und man streng bleibt. Bei mir wird nicht gefummelt, das ist ohne Diskussion. Aber es wird halt ständig wieder versucht, ich denke-unbewußt. Allein das nervt. Ich unterbinde das mit Kleidung drüber oder ähnlichem. Das Gefummel auszuhalten wäre mir nicht nur unangenehm, sondern auch zu übergreifend-intim.
manja
Das unterschreibe ich mal.
Ich musste auch schon an eine Milchtritt o.ä. denken, an etwas instinktives, was nicht so einfach abzuschalten ist.
Meine Maus pitscht! *aua*
Ich sage ihr, wenns mir weh tut, aber sie versteht es ja noch nicht wirklich.
Wenn ich ihre Hand festhalte, macht sie die Kratz- und Pitschbewegungen in der Luft. Manchmal reicht ihr das, manchmal möchte sie aber was zwischen den Fingern haben.
Beim Einschlafstillen pucke ich sie notfalls in die Bettdecke, so dass die Arme fixiert sind....im Halbschlaf lässt sie das zu und ich hab auch den Eindruck, dass sie sich dann schneller beruhigt.
Ansonsten macht es aber den Eindruck, dass das so tief drin steckt, dass es nicht einfach abzuschalten ist. Gott sei Dank lässt sie die freie Brustwarze in Ruhe.....ich hab auch schon über eine Kette nachgedacht, mal schauen, ob das angenommen wird. Für nachts ist das hier aber nichts, aber da kommen wir ja mit dem "Pucken" ganz gut zurande. Wenns mir zu wild wird, dann schieb ich sie auch schonmal zum Papa und hoffe, dass sie sich dort beruhigen lässt. Ich mach ihr meine Grenzen deutlich, aber abschalten kann ich es dadurch nicht, Dazu müsste ich wohl abstillen und das ist erstmal keine Option....
Re: Dieses Gefummel... grrrrrrrrrr
Verfasst: 13.12.2011, 08:49
von jusl
Also ich seh das anders. So besonders biologisch kann's nicht sein, da ich das von meinen Kindern praktisch gar nicht kenne, und auch viele andere Kinder kenne, die das nicht gemacht haben. Auch der Begriff "Bedürfnis" passt hier meiner Meinung nach nicht. Es gibt Saugbedürfnis, Schlafbedürfnis, Bedürfnisse nach Nähe, Bewegung, Nahrung und Ausscheidung... aber vom Knibbel- oder Fummelbedürfnis hab ich noch nie was gehört. Ich halte das schlichtweg für eine Angewohnheit. Die Vorstellung, ein für mich unangenehmes/schmerzhaftes Fummeln an der Brustwarze erdulden zu müssen, und das, weil ich glaube, damit ein "Bedürfnis des Babys" zu befriedigen, finde ich grauenvoll, ehrlich gesagt. Genauso die Vorstellung von Machtlosigkeit, mein Kind nicht davon abhalten zu können, permanent meine Grenzen zu überschreiten - wie schrecklich ist das?!?
Wohlgemerkt, ich spreche damit ausdrücklich nicht diejenigen Mütter an, die sich am Fummeln nicht stören; bitte sehr, kein Problem. Aber diejenigen, die es stört: Unterbindet das. "Ich kann mich nicht gegen meinen Einjährigen durchsetzen" gilt nicht.
LG
Julia