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Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Verfasst: 24.10.2011, 21:21
von JUST-ME
Aber ich erhole mich ja nicht nur beim schlafen, für mich ist Erholung vor allem auch das ich mal in Ruhe in die Wanne kann, einen Film schauen oder sonst irgendwas was ich mit Kind nicht machen kann.... wenn ich in seiner Schlafenszeit auch schlafe, wann soll ich solche Dinge dann tun?
Und bei mir sieht es nicht immer gut aus wenn ich nur aufräumem und putze wenn er wach ist... das geht vlt mit einem Kind das sich viel alleine beschäftigt, oder wenn man es dabei tragen kann (kann ich nicht, Babybauch verhindert tragen im Bondolino und im Sling, den Onbu mag er nicht) aber wenn nicht....

Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Verfasst: 24.10.2011, 22:20
von prinzesschenmama
ja, und es geht auch dann nicht, wenn man noch andere Kinder hat, die vielleicht auch mal ein wenig aufmerksamkeit für sich haben möchten, wenn die kleinen/das kleine Geschwister im bett ist bzw. sind. oder- oh wie egoistisch- einen Mann, der auch mal mit einem sprechen will, ohne über 3 Kinder hinweg zu reden (zumal man da ja auch nicht jedes thema ansprechen kann, von "ehleben" mal ganz zu schweigen).

Klar, hat das schwächste Glied in der Gmeneinschaft Vorrang, ich finde auch, dass man die Kinder nicht von anfang an jedem seiner eigenen Launen und Bedürfnisse unterordnen sollte. (z.B. das Bedürfnis nach einem Kurzurlaub ohne das nichtmal 6 Mosnte alte Kind :roll: schon erlebt).
ABER: Ich kann und will ehrlich gesagt dann auch nciht verstehen, warum und mit welchem Zweck es hier oft den Anschein hat, dass es der einzig "gute", SuTige oder wie immer akzwptable Weg ist, sich für das Kind aufzuopfern und auf Teufel komm raus so lange auf alle Bedürfnisse einzugehen, bis die Mutter dann am ende ein Burnout hat und selbst das schwächste Glied der Kette wird? Wer hat denn dann was davon?

Mir ist es so ergangen und ich hab auch immer das gefühl gehabt ich muss bis über meine Grenzen alles geben nur damit die Bedürfnisse der Kinder befriedigt werden, meine eigenen hab ich da eine ganz weile weitgehend ignoriert. Jetzt bin ich an dem Punkt, an dem es mir ehrlich gesagt ziemlich bescheiden geht (kann man hier so einigen Posts von mit entnehmen) und ich das Gefühl habe, es geht bald garnichts mehr, körperlich wie psychisch. Inzwischen hab ich vom Doc AD bekommen und nehme anderweitige Hilfe in Anspruch und habe wohl gerade noch die Notbremse gezogen, bevor ich hier komplett ausfalle. So kann es also auch gehen. :? Aber vielleicht bin ich einfach nur ein Weichei :roll:

Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Verfasst: 25.10.2011, 09:39
von vicci
JUST-ME hat geschrieben:Aber ich erhole mich ja nicht nur beim schlafen, für mich ist Erholung vor allem auch das ich mal in Ruhe in die Wanne kann, einen Film schauen oder sonst irgendwas was ich mit Kind nicht machen kann.... wenn ich in seiner Schlafenszeit auch schlafe, wann soll ich solche Dinge dann tun?
Und bei mir sieht es nicht immer gut aus wenn ich nur aufräumem und putze wenn er wach ist... das geht vlt mit einem Kind das sich viel alleine beschäftigt, oder wenn man es dabei tragen kann (kann ich nicht, Babybauch verhindert tragen im Bondolino und im Sling, den Onbu mag er nicht) aber wenn nicht....
Das verstehe ich, ich bade auch gerne :D Wie ists mit dem Wochenende? Oder einer Oma/Freundin/Papa?
Ich sags meinem Mann oft ganz klar: Ich kann nicht mehr, ich brauche Zeit für mich. In der Regel versteht er das, auch wenn er viele Überstunden gemacht hat und gerade erst von der Arbeit kommt. Außerdem habe ich zwei ganz tolle Freundinnen, die ganz bestimmt vorbeikämen und Lara beaufsichtigen damit ich mal in Ruhe in der Wanne lesen kann oder oder.
Und mit dem putzen ist es genauso: Wenns garnicht geht rufe ich meinen Mann an und frage, wann er kommt und sage gleich dazu, daß Lara mich nichts "machen läßt". Eine Familie besteht eben nicht nur aus einer Mutter, um die Bedürfnisse aller ernst zu nehmen braucht man die Unterstützung des Mannes!
Tendenziell schiebe ich ohnehin alles was geht aufs Wochenende. Ganz abgesehen davon: Auf lange Sicht trage ich persönlich ein Kind lieber gegen seinen Willen im Onbu als abzustillen :wink: Oder hilft Dir vielleicht ein Tuch, tief gebunden?
Ja, als Mutter kommt man oft zu kurz, wenn man das so nennen mag. Aber das ist kein Opfer, das ist eine Investition (in die Zukunft). Und der Zeitraum ist absehbar!
LG

Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Verfasst: 25.10.2011, 10:02
von vicci
prinzesschenmama hat geschrieben:ja, und es geht auch dann nicht, wenn man noch andere Kinder hat, die vielleicht auch mal ein wenig aufmerksamkeit für sich haben möchten, wenn die kleinen/das kleine Geschwister im bett ist bzw. sind. oder- oh wie egoistisch- einen Mann, der auch mal mit einem sprechen will, ohne über 3 Kinder hinweg zu reden (zumal man da ja auch nicht jedes thema ansprechen kann, von "ehleben" mal ganz zu schweigen).

Klar, hat das schwächste Glied in der Gmeneinschaft Vorrang, ich finde auch, dass man die Kinder nicht von anfang an jedem seiner eigenen Launen und Bedürfnisse unterordnen sollte. (z.B. das Bedürfnis nach einem Kurzurlaub ohne das nichtmal 6 Mosnte alte Kind :roll: schon erlebt).
ABER: Ich kann und will ehrlich gesagt dann auch nciht verstehen, warum und mit welchem Zweck es hier oft den Anschein hat, dass es der einzig "gute", SuTige oder wie immer akzwptable Weg ist, sich für das Kind aufzuopfern und auf Teufel komm raus so lange auf alle Bedürfnisse einzugehen, bis die Mutter dann am ende ein Burnout hat und selbst das schwächste Glied der Kette wird? Wer hat denn dann was davon?

Mir ist es so ergangen und ich hab auch immer das gefühl gehabt ich muss bis über meine Grenzen alles geben nur damit die Bedürfnisse der Kinder befriedigt werden, meine eigenen hab ich da eine ganz weile weitgehend ignoriert. Jetzt bin ich an dem Punkt, an dem es mir ehrlich gesagt ziemlich bescheiden geht (kann man hier so einigen Posts von mit entnehmen) und ich das Gefühl habe, es geht bald garnichts mehr, körperlich wie psychisch. Inzwischen hab ich vom Doc AD bekommen und nehme anderweitige Hilfe in Anspruch und habe wohl gerade noch die Notbremse gezogen, bevor ich hier komplett ausfalle. So kann es also auch gehen. :? Aber vielleicht bin ich einfach nur ein Weichei :roll:
Mir geht es ähnlich wie Dir. Andere Story, selber Ausgang. Mehr gerne in einer persönlichen Mail :wink:
Die Sache ist einfach die und ich glaube als Betroffene darf ich das mal ganz klar so sagen: Der Grund für einen Burnout/Depression sind nicht die Still-/Schlaf-/Essensgewohnheiten oder sonst was der Kinder. Das Problem ist PRIMÄR doch die eigene innere Einstellung. Der Perfektionismus, das mangelnde Selbstwertgefühl, das "Sich-nicht-wahrnehmen-wollen/können", die schlechte Beziehung zu sich selbst und und und. Du kannst ein Kind abstillen und bist des Pudels Kern noch nicht los. Du schläfst im besten Fall ruhiger (Achtung: Meine depressive Freundin mußte dann ohne Stillen stundenlang singen, wiegen, streicheln...) aber die Krankheit ist deshalb nicht wundersam verschwunden.
Ich mußte mein Kind in nichts einschränken, nicht weil ich so einer Supermami bin, die alles richtig macht, sondern weil es alternative Wege gibt, die das Kind aus der Verantwortung für das mütterliche Befinden außenvor lassen. Diese Wege erscheinen vielleicht erst mal unbequemer, aber es lohnt sich. Ich persönlich hätte ein furchtbar schlechtes Gewissen, wenn ich meine geliebten Familienmitglieder hätte "ändern" müssen oder hätte die Verantwortung für mich und meine Krankheit übernehmen lassen müssen, nein, nicht die anderen sind es, die mich krank machen, nicht die Begleitumstände, nicht der Schlafmangel oder die fehlende Wanne am Abend, ich bin es, meine Gedanken, mein Verhalten, meine Hirnchemie, sicher auch meine Erfahrungen und Sozialisation.
Jeder muß selbst entscheiden, wohin er im Leben gehen möchte. Ich habe aber schon einige Mütter erlebt, die aus falschen Hoffnungen heraus an ihrem Kind "herumgewerkelt" haben. In den meisten Fällen hat sich an der Krankheit nichts geändert. Aber an ihrem Gewissen. Sie hatten von da an stets das Gefgühl eine unzureichende Mutter zu sein, weil sie denken, ihrem Kind nicht alles gegeben zu haben. Und das alles weil sie nicht die Unterstützung durch jemanden hatten, der gesagt hat: Du bist kompetent, Dein Kind ist es, ihr schafft das gemeinsam, glaub an Dich. Es mangelt an guten Therapeuten und das ist ein schrecklicher Zustand!
Ich persönlich habe (leider :wink: ) nur ein Kind, meine Mädels haben aber mehrere Kinder. Ja, die sind fertig wie ein Brötchen :D Und haben oft die Schnauze voll. Aber sie schaffen das, auch ohne Schlaf, Zeit für sich oder Zeit für den Partner. Wobei diese Damen auch ein Vorbild an geistiger Gesundheit sind :)
Wenn Du Dich austauschen magst, können wir uns gerne schreiben :)
LG

Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Verfasst: 25.10.2011, 16:34
von JUST-ME
Ja, ich gebe natürlich auch viel an meinen Mann ab, und habe zum Glück eine Mama die mich unterstütz und mir meine Sohn mal abnimmt damit ich hier in Ruhe putzen kann (und nein ich bin keine solche Sauberfrau wie sich das hier jetzt anhört :mrgreen: aber im Müll leben mag ich auch nicht und finde Hausarbeit mit meinem Kind doch noch sehr anstengend) aber dennoch bin ich die die sich am meisten in der Wohnung aufhält und deshalb auch am meisten Zustand macht... wobei das alles bei mir ja auch nicht der Grund fürs abstillen war, sondern schlicht und ergreifend das ich mir überhaupt nicht vorstellen kann tandem zu stillen und aus dem abstillen keine für beide Seiten schmerzhafte Hauruck-Aktion machen wollte. Ein bischen trauere ich dem Stillen nach wie vor nach, und sich hat auch mein Sohn es in guter Erinnerung... aber ich habe nicht das Gefühl ihm oder unserer Beziehung damit geschadet zu haben.

Dieses Rumwerkeln am Kind in der Hoffnung das sich dies und das verändern könnte finde ich auch schlimm. Ich habe das abstillen nie als Chance gesehen länger zu schlafen etc. wäre ich nciht schwanger hätte ich sicher noch ne ganze Zeit in der Nacht gestillt.
Ich habe bisher bei meinem Sohn die Erfahrung gemacht das alles seine Zeit hat, er fing an zu essen als ER es wollte, er fing an durchzuschlafen als ER es wollte und er reduzierte das stillen als ER es wollte.... nur ganz aufgehört habe ich als ICH es wollte... aber nicht um ein anderes Verhalten seinerseits herbeizuführen sondern aus oben genannten Gründen und da es sich in dem Moment einfach auch irgendwie so ergeben hat. Ich denke das man sich als Mama nicht IMMER hinten anstellen muss um ein glückliches Kind zu haben, sondern man muss auch auf sich selbst achten. Und ein Burn Out hat defnitiv nix damit zu tun das in meiner Gehirnchemie was nicht passt, das ist schlicht und ergreifend eine Überforderung der eigenen Kräfte, nichts weiter. Das man das abstillen in diesem Moment vlt als letzte Möglichkeit sehen sollte sich Freiraum zu verschaffen sehe ich auch so, aber wenn es für einen echt nicht mehr geht finde ich es auch nicht schlimm wenn man diesen Schritt so sanft wie möglich geht.
Und das sage ich obwohl ich mit Depressionen und Burn-out zum Glück keine Probleme habe

Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Verfasst: 25.10.2011, 19:46
von laelia1831
Danke für die vielen Anregungen und natürlich der entstandenen Diskussion.

Ich war heute morgen etwas angepiekst ´, muss ich zugeben (hatte aber dann keine zeit mehr zu antworten) :oops: .
Ich möchte zunächst mal für mich sortieren.

Danke zunächst an prinzesschenmama und JUST-ME --> ich empfinde es genau so wie ihr.
Ich möchte nicht jeden Abend um 19Uhr ins Bett gehen, wenn ich um 16/17uhr gerade mal von der Arbeit komme.
Ich beschäftige mich mit meinem Sohn und esse mit ihm zu abend 8und mit meinem Mann naürlich). Ich bereite meine Arbeitsbrote vor, dank Senseo geht der morgendliche Kaffee schnell. Alle Klamotten für den nächsten tag liegen bereit, und doch muss ich früh auf, weil der Papa mit unserem Hund raus muss, ich schon schnell das Frühstück vom Lütten vorbereite, damit wir dann nciht hetzen müssen und ich mich noch frisch machen kann. Mit einem Fahrweg von 1-1,5h und vorher den Kleinen noch zur Tagesmutter bringen kann man eben nicht viel Zeit durch Vorbereitung einsparen :| .

Es ist auch nicht so, dass mich der Schlafmangel fertig macht. Ich bin rein Körperlich am Ende. Habe gerade erst mein Untergewicht überwunden, hangel allerdings immernoch an der Grenze. Mittags hinlegen geht bei mir nicht. Ich arbeite da ;-). Und am WE haben mein Mann und ich uns abwechselnd einen "Ausschlaftag" zugeteilt. Klingt komisch, funktioniert aber um wieder Schlaf auf zu holen.

was ich noch los werden wollte:
vicci: Du schreibst nach meiner Beschreibung leidet mein Kind mehr als ich? Das sehe ich allerdings anders. Mein Kind BRAUCHT da Stillen nicht mehr. Er ERNÄHRT sich nicht davon und will einfach nur Körpernähe nachholen, die er Tagsüber nicht hat wenn cih arbeite. Das mache ich daran fest, dass es ihm auch manchmal reicht wenn ich ihn ohne stillen kurz in den Arm nehme. Mein Mann stillt ja auch nciht ;-). Da reicht kuscheln nachts auch. Und ich gebe ihm das wenn er es braucht. Die Brust braucht er aber nicht zwangsläufig dafür. Ich hole ihn wenn er wach wird in unser Bett und gut ist. Das er so ein Theater macht sehe ich nciht als Ausdruck von Leid. Er leidet gerade so viel wie ein Kind, dass nicht an den Süßigleitenschrank darf, wenn es Mittag essen soll und deshalb frustriert ist ;-).
Ich gebe ihm Nähe und geborgenheit, Aber ich möchte einfach nicht mehr stillen. Und wenn ich mich für alle seine Bedürfnisse sonst einsetze, so möchte ich HIER meinem Bedürfnis bitte Vorrang geben. UND mich nciht dafür rechtfertigen müssen.

Ums Durchschlafen geht es mir nicht primär. Das wird sich denke ich mit der Zeit ohne stillen sowieso regulieren... Die räumliche Trennung hat schon ganz viel bewirkt. Plötzlich kann er alleine einschlafen, ohne unsere Anwesenheit (mit einem Nachtlicht) und vorherigem Abendlichen Stillen. Und verlangt Nachts jetzt auch schonmal sein Wasser und nciht immer nur die Brust. Nach dem Stillen sagt er fertig und drückt die Brust weg. Ich denke so langsam wird es vielleicht auch von alleine weniger.

Ansonsten werde ich Anfang nächstes Jahr (solang geb ich ihm noch die Zeit sich evtl. allein umzugewöhnen) mit Gordon versuchen ab zu stillen. Wenn auch etwas abgewandelt (ich werd ihn zum beruhigen trotzdem raus holen, aber eben ohne stillen).

Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Verfasst: 26.10.2011, 09:13
von vicci
JUST-ME hat geschrieben:Ja, ich gebe natürlich auch viel an meinen Mann ab, und habe zum Glück eine Mama die mich unterstütz und mir meine Sohn mal abnimmt damit ich hier in Ruhe putzen kann (und nein ich bin keine solche Sauberfrau wie sich das hier jetzt anhört :mrgreen: aber im Müll leben mag ich auch nicht und finde Hausarbeit mit meinem Kind doch noch sehr anstengend) aber dennoch bin ich die die sich am meisten in der Wohnung aufhält und deshalb auch am meisten Zustand macht... wobei das alles bei mir ja auch nicht der Grund fürs abstillen war, sondern schlicht und ergreifend das ich mir überhaupt nicht vorstellen kann tandem zu stillen und aus dem abstillen keine für beide Seiten schmerzhafte Hauruck-Aktion machen wollte. Ein bischen trauere ich dem Stillen nach wie vor nach, und sich hat auch mein Sohn es in guter Erinnerung... aber ich habe nicht das Gefühl ihm oder unserer Beziehung damit geschadet zu haben.

Dieses Rumwerkeln am Kind in der Hoffnung das sich dies und das verändern könnte finde ich auch schlimm. Ich habe das abstillen nie als Chance gesehen länger zu schlafen etc. wäre ich nciht schwanger hätte ich sicher noch ne ganze Zeit in der Nacht gestillt.
Ich habe bisher bei meinem Sohn die Erfahrung gemacht das alles seine Zeit hat, er fing an zu essen als ER es wollte, er fing an durchzuschlafen als ER es wollte und er reduzierte das stillen als ER es wollte.... nur ganz aufgehört habe ich als ICH es wollte... aber nicht um ein anderes Verhalten seinerseits herbeizuführen sondern aus oben genannten Gründen und da es sich in dem Moment einfach auch irgendwie so ergeben hat. Ich denke das man sich als Mama nicht IMMER hinten anstellen muss um ein glückliches Kind zu haben, sondern man muss auch auf sich selbst achten. Und ein Burn Out hat defnitiv nix damit zu tun das in meiner Gehirnchemie was nicht passt, das ist schlicht und ergreifend eine Überforderung der eigenen Kräfte, nichts weiter. Das man das abstillen in diesem Moment vlt als letzte Möglichkeit sehen sollte sich Freiraum zu verschaffen sehe ich auch so, aber wenn es für einen echt nicht mehr geht finde ich es auch nicht schlimm wenn man diesen Schritt so sanft wie möglich geht.
Und das sage ich obwohl ich mit Depressionen und Burn-out zum Glück keine Probleme habe
Ich möchte nur richtigstellen, daß die Hirnchemie NIE im Gleichgewicht ist, wenn AD verschrieben werden. Zumindest, wenn sie begründet verschrieben werden 8) Und daß ein Burnout schlichtweg eine Überforderung ist ist so einfach nicht richtig!
Grüße,
Dr. Vicci :P kleiner Scherz

Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Verfasst: 26.10.2011, 09:28
von vicci
An die Threadstaterin:
Wenn Du alles so klar für Dich hast ist doch gut!
Irgendwie ging es in Deinem Post um Müdigkeit, ich habe da wohl etwas mißverstanden.
Ich möchte hier aber trotzdemnoch sichergehen, daß Du Untergewicht und Stillen nicht in einen Topf wirfst.
Und Vater und Mutter. Daß gerade die Mutter stillen kann hat seinen Sinn. Und daß Stillen bei einem Kleinkind nicht mehr Ernährung ist sondern ganz intensives Beisammensein auch. Das hört sich an, als wäre Stillen nur als Deluxnahrung gut, im Anschluß kann man abstillen, weil man ja kuscheln kann :? Das finde ich so auch nicht richtig. Und widerspricht all meinen Erfahrungen mit LZSKindern.
Ich finde es auch grundlegend falsch ein Stillkind, das nach Nähe schreit mit einem Kind vor dem Süßigkeitenschrank zu vergleichen :? Trotz- und Wutanfälle werden in ihrer emotionalen Dimension (wie sie sich für das Kind darstellen) gerne unterschätzt. Ein Trotzanfall aus Lust an Süßigkeit mag scheinen wie ein weinen nach der Brust, kann sich aber für das Kind grundlegend anders anfühlen. Eine Süßigkeit ist nicht warm und weich, sie riecht nicht nach Dir, sie wiegt und streichelt nicht und vorallem SCHMECKT sie nicht nach Dir, nach zuhause, nach Nähe, nach Sicherheit. Kuscheln erinnert nicht an die Zeit, in der das Baby eins mit Dir war, Tag und Nacht an Deinem Körper, mit, an und von Dir lebend. Ein Zustand übrigens, der von vielen Erwachsenen noch angestrebt wird, weil dieses Bedürfnis nicht erloschen ist (gerne mit Mutter-Kind-Dyade und Urvertrauen umschrieben ;-)). Kuscheln und Süßigkeiten mit Stillen zu vergleichen finde ich falsch.
Stillen ist schon mehr, als Du darstellst.
LG

Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Verfasst: 26.10.2011, 10:30
von prinzesschenmama
hier ging es ja immer ums SANFTE abstillen und die threadstarterin hat sich ja schon eine menge gedanken gemacht, wie sie ihr Kind abstillen kann, ohne "Holzhammermethode". ich finde das zeigt schon, dass sie es sich nicht einfach macht und eigentlich das beste für ihr Kind will.
Und ganz ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ein Kind in dem Alter einen bleibenden Schaden davonträgt, wenn es langsam und einfühlsam (also nicht ferbern oder so, sondern kuscheln und trösten)abgestillt wird.
Es ist ja nunmal nicht von der Hand zu weisen, dass monatelanges dauerstillen und dauerbereitschaft ohne chance auf kurze pausen (weil der papa ja nun nicht stillen/ beruhigen kann) manche Mütter einfach schlaucht. Keine Ahnung, was bei denen anders läuft, die das "besser" machen. :?
WAs soll denn Deiner meinung nach eine MUtter tun, die das so alles eben nicht mehr leisten kann und schon völlig k.o. ist?? "Einfach" weitermachen bis garnix mehr geht?

Sei mir nicht böse, ich will hier jetzt keinen "krawall" verursachen, ist ja auch garnicht mein thread, aber mich nervt es irgendwie wenn jemand schreibt, dass es ja alles gehen kann , wenn man sich nur zusammenreißt. das Kind steht schließlich über den bedürfnissen (und der Gesundheit??) der Mutter. Das klingt so selbstgerecht. So einfach ist es aber leider nicht, wenn es Dir wirklich selbst mal so ging, weißt Du das sicher auch selbst.


Übrigens Frau Dr., gibts ja auch eine Erschöpfungsdepression... :wink:

Re: 17 Monate gestillt- nun Abstillen. Wie am besten?

Verfasst: 26.10.2011, 19:10
von laelia1831
Vielen Dank für deine Einschätzung Vicci.
Ich habe aber nicht das Stillen als solches mit "Süßigkeiten" verglichen. Ich wollte lediglich darstellen, dass mein Sohn nicht so darunter leidet, als würde er einen psychischen Schaden davon tragen, oder ähnliches.
URVERTRAUEN, Hat mein Sohn mit Sicherheit erwerben können und auch wenn ich ihm nach 1,5 Jahren stillen die Brust nicht mehr NACHTS geben möchte, weil ich ich meine persönliche Grenze erreicht habe, wird er da sicherlich keinen Schaden davon tragen.
Ich habe ja nicht vom Radikalen Abstillen gesprochen, dann könnte ich deine Einwände verstehen.

Man braucht mit mir auch nicht sprechen, als wüsste ich nciht schon, was das stillen für ein Kind über die Ernährungsfunktion hinaus bedeutet. Ich denke, da können wir uns sicher alle die Hände reichen, wüsste ich das nicht (oder irgendeine Mutter aus diesem Forum), so hätte ich wohl mit seinem 6 Monat abgestillt und Pre- oder 1erMilch aus der Flasche gefüttert.

Mein Kind wurde von mir getragen während der SS, nach der SS und ich trage ihn heute noch. Wenn auch Ohne TT oder Tragehilfe. Er darf auch auf mir schlafen wenn er nachts in unserem Bett schläft, ich stille ihn vor dem Einschlafen - jetzt gerade sogar in den Schlaf, was schon seit er 6 Monate alt ist eher eine Seltenheit ist weil er dann schon sehr müde sein muss. Ich bin für Ihn da, Tag und Nacht wenn ich da bin. Auch wenn das Kuscheln vielleicht kein absoluter Ersatz für das Stillen ist, gebe ich ihm damit Nähe und Geborgenheit. Er darf weiter im Familienbett schlafen, oder auch im angestellen 120m Kinderbett - darf hierbei frei entscheiden was IHM lieber ist.

Ich weis nicht, aber ICH finde noch mehr kann ich mein Kind nicht als eigene Persönlichkeit mit eignen Beürfnissen akzeptieren und ich bin der Meinung ich erkenne seine Bedürfnisse gut und bin in jeder Sekunde unseres Beisammenseins damit beschäftigt darauf einzugehen. Ich fühle mich IMMER in ihn hinein, was mir auch schon von Berufswegen her, bevor ich Mutter wurde, immer sehr wichtig war wenn es um den Umgang mit Kindern geht. Ich weis nicht was ich NOCH tun soll, damit mir zugestanden wird, dass ich einfach nicht mehr stillen möchte (zumindest nachts nicht). Ich stille tagsüber ja nun schon nicht mehr, ausser vielleicht morgens. Ich will Abends noch weiter stillen, aber nachts eben nicht.
Lukas hat genau wie ich einen anstrengenden Tag, muss früh aufstehen (bzw. wird früh wach ich muss ihn GsD nicht wecken ;-) ) und ist abends schon früh müde. Da sollte es sogar auch in seinem Interesse sein, wenn auch seine Nacht nicht ständig unterbrochen wird und wenn nur da durch, dass er das Zimmer und damit auch das Nachtsquartier ins Familienbett wechselt um bei uns zu sein.

Ich muss doch nicht auf Deibel komm raus solange stillen bis mein Kind nicht mehr mag :? . Das Stillen sollte für BEIDE Seiten angenehm empfunden werden. Klar gilt auch fürs Abstillen, dass MÖGLICHST beide dies wünschen - aber das ist nunmal auch nicht immer der Fall. Wenn Kind nciht will, Mama aber schon, zwingt sie ihr Kind ja schließlich auch nciht weiter zu machen, weil sie so sehr darunter leidet, dass ihr Kind nciht mehr stillen will :| . Und das verlangt dann komischer Weise auch keiner, weil die Bedürfnisse des Kindes Vorrang haben?! Andersherum, soll Mama sich selbst zwingen weiter zu stillen, weil das Kind ja noch will und so darunter leidet wenn die Mama nicht mehr stillen mag. Tut mir wahnsinnig leid, wenn ich da der Idealvorstellung einer Mutter ausnahmsweise NICHT entsprechen möchte. Denn ich stelle schon so viele eigene Bedürfnisse in den Hintergrund, da möchte ich wenigstens selbst über meinen Körper entscheiden dürfen.

Und Wegen dem Untergewicht. Nein es ist sicher nicht so, dass Stillen=Untergewicht bedeutet. In MEINEM FALL begann es aber mit dem Stillen. Und ich konnte soviel Kcal (auch wertvolle KCal - ich hab mich einer Ernährungsberatung unterzogen) zu mir nehmen wie ich wollte. Solange ich VOLL stillte, ging ich nie über 47Kg drüber (bei 167cm KL) Als ich nur noch Abends, nachts und morgens stillte (so seit 9 Monaten) steigerte es sich dann immer weiter, was für mich der Beweis ist.
Irgendwann stoppte mein Gewicht zwischen 49 und 50Kg. Aber ich habe mich dahinter geklemmt und bin nun bei 52Kg angelangt.