Seite 3 von 20

Re: mittlerweile ungluecklich

Verfasst: 30.09.2011, 22:41
von tania
vicci hat geschrieben:
JUST-ME hat geschrieben:
Jägerin hat geschrieben: Ich denke aber, wenn du wirklich nicht mehr magst, ist das Abstillen in Ordnung. Und das sollte man auch als Stillberaterin dürfen.
Das kann ich nur unterschreiben... Ich denke auch eine Stillbeziehung soll beide Partner glücklich machen, und auch wenn das Kind eindeutig am kürzeren Hebel sitzt muss ich trotzdem nicht an meinem schlechten Gefühl vorbeistillen.... vlt einige Zeit lang, aber wenn es zum Dauerzustand wird ist es einfach nicht mehr richtig!!

Hmmm, ich sollte aber einen Kompromiß eingehen, bei dem JEDER etwas gewinnt. Und richtig ist nicht zwangsläufig, was einen befriedigt oder glücklich macht. Kinder sind uns hilflos ausgeliefert, da ist es doch selbstverständlich, daß ich phasenweise lieber ein schlechtes Gewissen beim Stillen habe als mein Kind gegen seinen Willen abzustillen!
Ich geh jetzt schlafen :D Solche Diskussionen sind meist wenig konstruktiv....
ach vicci, ich finde, du hast freundlich und verständnisvoll geschrieben und trägst dazu bei, dass diese diskussion sich spannend liest. ich hoffe, auch die threadstarterin liest das so. sei doch nicht so pessimistisch.

und schlaf gut!!

Re: mittlerweile ungluecklich

Verfasst: 30.09.2011, 23:11
von JUST-ME
Ich finde es auch nicht gut ein Kind gegen seinen Willen einfach ganz plötzlich abzustillen, aber ich denke schon das auch ich als Mutter mir das Recht herausnehmen darf zu sagen wann es mir reicht (vorrausgesetzt das Kind ist alt genug um sich auch anders zu ernähren und die Beziehung so gefestigt das das Kind sich geborgen und geliebt fühlt).
Bei mir war es zum Beispiel so das ich das abstillen forciert habe, nicht weil ich nicht mehr wollte... nein ich bin momentan eher sehr wehmütig :( sondern weil ich mir überhaupt nicht vorstellen kann Tandem zu stillen (und nein, es kommt wirklich NICHT in Frage für mich) und nicht in die Situation kommen wollte plötzlich und für meinen Sohn zu aprupt abzustillen.
Für meinen Sohn war das stillen immer sehr wichtig so das ich das abstillen immer weiter nach hinten verschoben habe, obwohl ich es in der Schwangerschaft jetzt teilweise recht unangenehm fand. Vor etwa 4 Wochen fing es an das er von sich aus immer weniger an die Brust wollte und ich habe einfach gespürt das jetzt der Zeitpunkt da ist an dem es für uns beide passen kann. Und so war es, er hat seitdem offiziellen letzten Stillen noch dreimal gezeigt das er stillen möchte und ich habe ihn gelassen... seitdem kam von seiner Seite keine Aktion mehr in der Richtung. Er ist, wie schon immer, sehr verkuschelt und schläft Nachts an mich angekuschelt, will auch tagsüber viele Schmuseeinheiten und viel auf den Arm, was sicher auch mit dem fehlenden Körperkontakt durch das fehlende Stillen zu tun hat, aber ich habe nicht das Gefühl das er traurig oder irgendwie verstört davon ist das wir nicht mehr stillen.
Ich denke wir haben zusammen den frühest möglichen Zeitpunkt gefunden... auch wenn ich mir im klaren darüber bin das er wohl noch laaange gestillt hätte wenn ich nicht den ersten Schritt in Richtung abstillen gemacht hätte.

Re: mittlerweile ungluecklich

Verfasst: 01.10.2011, 12:30
von vicci
JUST-ME hat geschrieben:Ich finde es auch nicht gut ein Kind gegen seinen Willen einfach ganz plötzlich abzustillen, aber ich denke schon das auch ich als Mutter mir das Recht herausnehmen darf zu sagen wann es mir reicht (vorrausgesetzt das Kind ist alt genug um sich auch anders zu ernähren und die Beziehung so gefestigt das das Kind sich geborgen und geliebt fühlt).
Bei mir war es zum Beispiel so das ich das abstillen forciert habe, nicht weil ich nicht mehr wollte... nein ich bin momentan eher sehr wehmütig :( sondern weil ich mir überhaupt nicht vorstellen kann Tandem zu stillen (und nein, es kommt wirklich NICHT in Frage für mich) und nicht in die Situation kommen wollte plötzlich und für meinen Sohn zu aprupt abzustillen.
Für meinen Sohn war das stillen immer sehr wichtig so das ich das abstillen immer weiter nach hinten verschoben habe, obwohl ich es in der Schwangerschaft jetzt teilweise recht unangenehm fand. Vor etwa 4 Wochen fing es an das er von sich aus immer weniger an die Brust wollte und ich habe einfach gespürt das jetzt der Zeitpunkt da ist an dem es für uns beide passen kann. Und so war es, er hat seitdem offiziellen letzten Stillen noch dreimal gezeigt das er stillen möchte und ich habe ihn gelassen... seitdem kam von seiner Seite keine Aktion mehr in der Richtung. Er ist, wie schon immer, sehr verkuschelt und schläft Nachts an mich angekuschelt, will auch tagsüber viele Schmuseeinheiten und viel auf den Arm, was sicher auch mit dem fehlenden Körperkontakt durch das fehlende Stillen zu tun hat, aber ich habe nicht das Gefühl das er traurig oder irgendwie verstört davon ist das wir nicht mehr stillen.
Ich denke wir haben zusammen den frühest möglichen Zeitpunkt gefunden... auch wenn ich mir im klaren darüber bin das er wohl noch laaange gestillt hätte wenn ich nicht den ersten Schritt in Richtung abstillen gemacht hätte.
Ja, aber das ist doch genau der Punkt Just-me! Du hast die Reaktion Deines Sohnes miteinbezogen, auf seine Signale gehört. Wie hättest Du wohl reagiert, wenn er geschrien und geweint hätte? Hättest Du sein Bitten eine halbe Stunde ertragen können und wollen, ohne ihm die Brust zu geben? Ich glaube nicht, oder?
Ein Nicht-stillen zu forcieren ist etwas anderes als abzustillen, weil man nicht mehr möchte. Ein Forcieren bezieht auch immer die Reaktion des Kindes mit ein. Wenn dieses Forcieren vom Kind akzeptiert wird, finde ich es völlig legitim als Mutter zu sagen: Meine Bedürfnisse wollen jetzt erfüllt sein. Denn das Kind leidet dann nicht bedrohlich unter der Situation.
Die Situation stellet sich für mich anders da, wenn ein Kind erst 11 Monate ein ist, also ein SÄUGLING und weint, um an die Brust zu dürfen, wie es bei der Fragestellerin selbsterwähnt ab und an der Fall ist. Sobald ein Kind weint, leidet es. Nicht zwangsläufig irreversibel, aber es leidet. An diesem Punkt sollte meiner Meinung nach einfach von der Mutter eingelenkt werden. Wie gesagt, wir sind erwachsene, vernünftige Menschen, alle bemüht um das Wohl des Kindes, deswegen bewegen wir uns in diesem Forum. Es schadet uns weniger durchzuhalten als dem Kind gegen seinen Willen abgestillt zu werden.
KANN eine Frau nicht mehr stillen, liegt das Problem meist auf psychologischer Ebene. Denn aus der Perspektive der Natürlichkeit heraus braucht ein 11 Monate altes Baby UNBEDINGT noch Mamamilch. Ich meine das durchaus nicht negativ, wir alle haben ja irgendwo ein "Problem" auf "psychologischer" Ebene.
WILL eine Frau nicht mehr stillen, finde ich, sollte sie im Fall des Falles ihren Willen kontrolieren. Immer erst das schwächste Glied der Kette!
Grundsätztlich ist es etwas total anderes, ein 3-jähriges abzustillen, als einen Säugling. Da sind wir uns sicher alle einig!?
Und tandemstillen muß auch nicht jeder wollen, ist doch absolut legitim, wenn Dein Sohn bereit ist ohne Brust zu leben!
Meine Tochter ist nicht dazu bereit und jetzt, wo ich wieder einen Zyklus habe (juhuuuuuu!!!!!!!!!!! :mrgreen: ) würde ich mich gerne auf das Abenteuer Tandemstillen einlassen - um beiden Kindern gerecht zu werden.
So, ab in die Sonne!

Re: mittlerweile ungluecklich

Verfasst: 01.10.2011, 12:33
von vicci
@Tanja: Danke Du Liebe :D

Re: mittlerweile ungluecklich

Verfasst: 01.10.2011, 12:33
von vicci
vicci hat geschrieben:@Tanja: Danke Du Liebe :D
Tania natürlich :D

Re: mittlerweile ungluecklich

Verfasst: 01.10.2011, 20:01
von JUST-ME
Finde es zwar sehr richtig was du schreibst, aber so viel Unterschied finde ich jetzt bei einem 11 Monate alten Kind und einem 15 Monate alten auch nicht, mein Sohn ist ja auch nur 4 Monate älter als das Kind der Threadstarterin.... klar ein 11 Monate altes ist vlt auch die Nahrungsquelle Mumi mehr angewiesen, aber sonst finde ich den Unterschied nicht so gravierend.

Re: mittlerweile ungluecklich

Verfasst: 01.10.2011, 20:22
von weepi
Hallo,

ich habe alles gelesen und war wirklich geschockt ueber die das gerede von der LLL und das ich zuwenig gestillt hatte!!:( Ja und es macht mich auch traurig, ich bin hier im Freundes und Bekanntenkreis schon eine Mama die wegen dem langen stillen belaechelt wird.

Ich weiss auch nicht was ich mir dabei gedacht habe, sowas in einem Stillen und Tragen Forum zu schreiben,bin ja "selber schuld" wenn ich mich auf einem Silbertablett praesentiere.
Ich bin uebrigens bei der AFS und weiss auch warum.und ich finde das man als Stillberaterin durchaus auch seinen Horizont erweitern sollte und natuerlich der Mutter das stillen nahe bringen aber auch Empathie ist sehr wichtig.Aber gut das sollte hier nicht Thema sein, koennen wir ja anderswo drueber reden.

Aber nochmal zurueck:

Ich stille ihn nicht aprupt ab, wenn ich merke das er nach der Brust schimpft dann lege ich ihn an.Er hat da ein extra meckern, das ist kein normales weinen.Das habe ich beobachten koennen.Ich merke es auch an seiner Koerpersprache. Ich beobachte mein Baby schon sehr genau.Aber ich beobachte mich auch.
Ich sehe wie er aus seiner Flasche trinkt, wie er seine Mahlzeiten isst.
Ich sehe unser stillen nicht mehr als Mahlzeit weil ich merke das er nach dem stillen locker 2 Brote isst!Und ich merke das er mehr nuckelt an mir.

sorry kann garnicht klar denken und merke das ich mich SCHON WIEDER rechtfertigen muss, das will ich aber gar nicht. Ich habe viele , auch nicht einfache, stillzeiten gemeistert und nun muss ich mich rechtfertigen weil ich mein fast einjaehriges Kind abstille?????????????????

Re: mittlerweile ungluecklich

Verfasst: 01.10.2011, 20:46
von vicci
JUST-ME hat geschrieben:Finde es zwar sehr richtig was du schreibst, aber so viel Unterschied finde ich jetzt bei einem 11 Monate alten Kind und einem 15 Monate alten auch nicht, mein Sohn ist ja auch nur 4 Monate älter als das Kind der Threadstarterin.... klar ein 11 Monate altes ist vlt auch die Nahrungsquelle Mumi mehr angewiesen, aber sonst finde ich den Unterschied nicht so gravierend.
Da hast Du recht, den Unterschied finde ich auch nicht gravierend und ICH PERSÖNLICH würde wahrscheinlich auch kein Kind mit 15 Monaten abstillen :wink: Wenn das auch funktionieren mag. (Besonders wenn Schnuller und Fläschen benutzt werden). Wobei eine erneute Schwangerschaft auch eine andere Indikation ist. Da ist Frau sowieso durch den Hormonstatus und die körperlichen Symptome in einem anderen Gemütszustand :D
Lg

Re: mittlerweile ungluecklich

Verfasst: 01.10.2011, 20:54
von weepi
wir haben kein Familienbett , weil es in unserer persoenlichen Situation nicht moeglich ist. Ich stille gut im sitzen, habe einen stillstuhl liege da ja auch fast drin.

vicci das ist deine Meinung, oder nur weil es dir jemand vorgibt(deine Organisation?) Hast du dich angepasst?Ich verstehe nicht das man nur eine Einbahnstrasse sieht.Das soll nicht provozieren, ganz im gegenteil, es interessiert mich nur.

Re: mittlerweile ungluecklich

Verfasst: 01.10.2011, 21:06
von vicci
weepi hat geschrieben:Hallo,

ich habe alles gelesen und war wirklich geschockt ueber die das gerede von der LLL und das ich zuwenig gestillt hatte!!:( Ja und es macht mich auch traurig, ich bin hier im Freundes und Bekanntenkreis schon eine Mama die wegen dem langen stillen belaechelt wird.

Ich weiss auch nicht was ich mir dabei gedacht habe, sowas in einem Stillen und Tragen Forum zu schreiben,bin ja "selber schuld" wenn ich mich auf einem Silbertablett praesentiere.
Ich bin uebrigens bei der AFS und weiss auch warum.und ich finde das man als Stillberaterin durchaus auch seinen Horizont erweitern sollte und natuerlich der Mutter das stillen nahe bringen aber auch Empathie ist sehr wichtig.Aber gut das sollte hier nicht Thema sein, koennen wir ja anderswo drueber reden.

Aber nochmal zurueck:

Ich stille ihn nicht aprupt ab, wenn ich merke das er nach der Brust schimpft dann lege ich ihn an.Er hat da ein extra meckern, das ist kein normales weinen.Das habe ich beobachten koennen.Ich merke es auch an seiner Koerpersprache. Ich beobachte mein Baby schon sehr genau.Aber ich beobachte mich auch.
Ich sehe wie er aus seiner Flasche trinkt, wie er seine Mahlzeiten isst.
Ich sehe unser stillen nicht mehr als Mahlzeit weil ich merke das er nach dem stillen locker 2 Brote isst!Und ich merke das er mehr nuckelt an mir.

sorry kann garnicht klar denken und merke das ich mich SCHON WIEDER rechtfertigen muss, das will ich aber gar nicht. Ich habe viele , auch nicht einfache, stillzeiten gemeistert und nun muss ich mich rechtfertigen weil ich mein fast einjaehriges Kind abstille?????????????????
Hallo!
Ich hoffe es geht Dir etwas besser mit der Stillsituation.
Erst mal möchte ich Dir versichern, daß niemand behauptet Du hättest zu wenig gestillt. Zweitens sei versichert, daß bei "DER LLL" auch Frauen sind, die "nur" 14 Monate oder weniger gestillt haben. "Die" LLL ist ebenso vielseitig und vielschichtig wie die Menschen, die in ihr agieren. Du wirst zu diesem Thema bei der LLL ebenso unterschiedliche Ansichten finden, wie hier. Ich bin sehr sicher, daß Du bei der LLL wie auch bei mir Empathie findest! Und dennoch habe ich eine eigene Meinung zu dem Thema und bin keine aktive LLL-Stillberaterin, sondern Mutter, die Mitglied der LLL ist. Das dazu.
Schön, daß Du Dich bei der ASF zuhause fühlst. Prinzipiell arbeiten wir ja für die selbe Sache. Es ist wie in einer Partei, der eine steht eher im Zentrum, der andere links außen. Dennoch arbeiten wir für die selbe Sache und sollten uns auch so benehmen statt "DIE XY" zu beschuldigen.
Es mag sein, daß das Grundprinzip der LL, daß die Nähe der Mutter ebenso Grundbedürfis für das Kind ist wie Nahrung, vielen antiquiert oder nicht zeitgemäß vorkommt in der heutigen Zeit, es ist aber Fakt, daß eine Mutter, die lange und viel stillt mehr Zeit mit ihrem Kind verbringt und sich das Kind deshalb optimal entwickeln kann. Mit den besten Voraussetzungen. Das kannst Du natürlich anders kompensieren, es ist aber schwer eine Stillbeziehung- und bindung zu ersetzen, das wirst Du als Stillberaterin (egal wo) sicher genauso wissen, wie ich. Besonders, wenn das Kind gerne weiterstillen würde. Und das will ein Kind, das meckert. Erst recht, wenn es "nur" nuckelt. Bei einem so jungen Kind ist das eindeutiger Ausdruck seines Wunsches nach Nähe!
Du mußt Dich nicht rechtfertigen. Vor mir? Was habe ich schon zu sagen? es scheint mir eher so, als suchst Du Rechtfertigung. Aber wie gesagt, weder ich noch irgendwer hier kann Dir die Absolution erteilen. wenn Du Dir sicher bist, daß Du abstillen willst, dann ist das Dein persönlich Weg, den jeder akzeptieren muß. Es ist Deine Entscheidung. Ich finde jedoch, es ist nicht Dein Recht - ohne die Zustimmung Deines Kindes. Das ist meine Meinung. Meine, nicht die "DER LL".
Wie ich bereits sagte: Alles gute und Liebe, egal, wo Dein Weg Dich hinführt!