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Re: Seltenes Problem

Verfasst: 05.06.2011, 23:27
von kati88
Hey oh man ihr lieben, ihr seit so toll!!!

@ eigene Wohnung / unter die arme greifen der Mutter

Wisst ihr meine Mama nimmt sich selbst als Maßstab. Sie fand es wichtig als wir klein waren dass der Haushalt auch TOP ist, und man nicht NUR für sein Kind da ist. Ich weiß auch nicht wer sie auf diesen Trip gebracht hat aber ich finde das völlig falsch. Deswegen würde sie auch sicher nicht viel für mich tun wenn ich ausziehe...das mal dazu :wink: Denn ihr hat ja auch keiner geholfen und es hat ja sooo gut geklappt... Klar wenn man seine Kinder bis oben mit "eingedickter" milch zupappt und im KiWa schreien lässt kann man so einiges nebenher machen.
Bin auch tatsächlich am überlegen auszuziehen. Denn ich kann mir zb auch gut langzeitstillen vorstellen, aber als ich schon mal sagte dass ich 6 monate vollstillen will hat sie nur gesagt:OH MEIN GOTT HOFFENTLICH NICHT!!!!
Da kommt also nur stress auf mich zu.....

@Trinkabstände

Also Ganz am Anfang da kam die kleine Motte alle 2 Stunden teils sogar alle 1,5 stunden. Das fand meine mama ja total daneben... Da hab ich mich immer erst wohl gefühlt wenn meine hebi kam und mir gesagt hat dass es völlig normal ist und dass paul auch so toll zugenommen hat ( Immer mehr als er gemusst hätte *stolz bin* )
Übrigens hat meine mutter auch davon abgeraten eine Hebamme aufzusuchen, schließlich hat sie mich und meinen Bruder auch ohne Hebamme großgezogen. Und als ich mich zum Geburtsvorbereitungskurs angemeldet habe ist ihr komplett die Kinnlade runtergefallen..... Das mal so am Rande.
Zurück zu den trinkabständen. Paul hat auch beim Stillen teilweise schon 5-6 Stunden mal geschlafen.... War mir ja ganz recht so hab ich auch ruhe gefunden. Er hat wohl immer genug getrunken an der Brust da er wie gesagt toll zunahm und auch noch ordentlich gespuckt hat der kleine spucki :D

@ Tabletten

Ja der mist ist eben die wirken so lange. Das kann ich jetzt auch nicht mehr ändern. Hebi hat gesagt anlegen und anlegen, anlegen Stilltee trinken usw. Das mache ich ja auch. Die Flasche kann ich aber nicht weglassen da Paul sich noch in Rage schreit wenn ich ihn von der Brust nehme. Sie ist halt doch fast trocken die brust *bitterlich weint*. Werde aber mal versuchen ihm weniger zu geben aus der flasche. Er wird dann zwar schreien aber ich denke wenn ich ihn dann pucke und kuschel schläft er über den Resthunger schnell für ein stündchen ein.

@ Stillberaterin

Ja über die La leche liga gibts auch was hier in der Nähe. da wollte ich mich mal melden falls es nicht bedeutend besser wird demnächst.

@abpumpen

Also zwischen den Pumpvorgängen massiere ich die brust auch, danach kommt immer mal das ein oder andere tröpfchen mehr. Und ich freu mich wie BOLLE über jeden tropfen das glaubt ihr garnicht. Also ich muss schon sagen vorgestern kam beim Pumpen nix, heute ist schon der boden MINIIIIIImal belegt mit milch. Das zeigt mir schon dass das anlegen und kuscheln mit Paulchen was bringt und ich scheinbar ( in kleinen Mengen) wieder Milch bekomme. Aber ich bin sooo ungeduldig und mag ihm nichtmehr die doofe Kunstmilch geben. Mir blutet jedesmal das herz wenn ich ihm im arm hab und mit flaswche fütter. Denke dann immer der kleien könnte jetzt so schön seine gute mumi trinken =(

Re: Seltenes Problem

Verfasst: 05.06.2011, 23:40
von mayra
Nur so als Tip: besorg dir ein Brusternährungsset, dann kannst du die PRE an der Brust füttern und hast gleich zwei Effekte: die Flasche fällt weg und somit die Gefahr einer Saugverwirrung, Paul hat an der Brust nur noch "Erfolgserlebnisse" und du stimulierst gleichzeitig die Milchproduktion. :oops: das sind ja sogar drei!! :D

Wegen allem anderen wurde ja schon viel geschrieben, da kann ich den anderen nur beipflichten: zieh lieber aus, auf Dauer ist sowas doch nichts, wenn man so unterschiedlicher Meinung ist.

Re: Seltenes Problem

Verfasst: 06.06.2011, 00:07
von nwsurgeon
Hallo,
Laut arzneimittel pocket hat Dostinex eine Halbwertzeit von 63-69 Stunden. Also ist der Wirkspiegel nach ca. 3 Tagen halbiert nach 6 Tagen ein Viertel nach 9 Tagen ein Achtel, also brauchst Du noch etwas einen langen Atem.
Für Deine häusliche Situation sehe ich auch leider schwarz, da wirst Du Deine Mutter nicht ändern können, bleibt nur zu gehen. Für Deinen Weg dorthin wünsche ich Dir viel Kraft.
Und zum Thema Stillen, Deine Mutter empfindet vielleicht jedes Stillen von Dir wie einen Vorwurf, dass Sie nicht gestillt hat und kann auch diese enge Bindung die daraus entsteht gar nicht nachempfinden. Und außerdem entziehst Du ihr damit Kontrolle, die sie ausüben kann, das will sie sicherlich auch nicht schlucken.
Aber Du bist die Mutter, Du bist erwachsen (und glaub mir, auch mit Ende dreißig fühlt man sich auch nicht immer erwachsen :wink: ), Du mußt für Dein Kind stark sein.
LG

Re: Seltenes Problem

Verfasst: 06.06.2011, 00:14
von kati88
@ Nrwsurgeon

Ja den langen Atem werd ich dabei wohl brauchen. Bin ja froh über jedes kleine tröpfchen was da so kommt (;
Von wo aus NRW kommst du denn? Komme auch aus NRW=)

Re: Seltenes Problem

Verfasst: 06.06.2011, 00:17
von Pupu
Ich glaube auch, dass Ausziehen die beste Lösung ist. Mit Baby im Tragetuch kann man übrigens auch ganz prima Hausarbeiten erledigen, ganz ohne dass es irgendwo alleine schreien muss. Und selbst wenn der Haushalt nicht perfekt ist - wen interessierts? Wenn du in 20 Jahren zurückblickst, welche Erinnerung wird wohl eher ein Lächeln auf deine Lippen zaubern... die an die schönen innigen Momente, die du mit deinem Sohn verbracht hast, oder die an den blitzblanken Küchenboden?
Wenn mal nicht alles gleichzeitig geht, muss man eben Prioritäten setzen - und meine Kinder und mein Wohlbefinden sind da auf meiner Liste eindeutig höher angesetzt als eine klinisch reine Umgebung. Einen Putzfimmel entwickeln kann ich immernoch, wenn die Kinder aus dem Haus sind und ich vor lauter Freizeit nichts besseres mit mir anzufangen weiss. Aber die Zeit, in der die Kinder so klein sind, die kommt NIE wieder. Die ist unwiederbringlich weg.
Schade, dass deine Mutter das so garnicht sehen kann :(

Die Wege, in denen deine Familie dir unter die Arme greifen könnte, waren übrigens nur Vorschläge - nach dem Motto wo ein Wille ist, ist ein Weg. WENN sie dir wirklich helfen will und dich unterstützen will, dann wäre DAS eine Art, auf die dir ihre Hilfe wirklich etwas nützen würde. Im Moment ist es wohl eher Pseudo-Hilfe... nur weil sie deine Wäsche mitwäscht denkt sie, sie hat das Recht dazu, an dir herumzukritteln. In ihren Augen bist du wohl immernoch das Kind, an dem sie herumerziehen muss. Vielleicht BRAUCHT es den räumlichen Abstand, die klare Abgrenzung, um deutlich zu machen, dass jetzt eine neue Ära angebrochen ist. Du bist kein Kind mehr, sondern eine erwachsene Frau. Eine Mutter. Ein eigenständiger, vollwertiger Mensch. Als solche werden Kinder oft nicht betrachtet, leider... und solange du noch zuhause wohnst und keine klare Grenze ziehst, sieht sie dich wohl auch nicht als solchen. :(

Der Tip mit dem BES ist gut. Auch wollte ich dir noch schreiben, dass es nicht nur die LLL gibt, die Stillberaterinnen hat, sondern auch noch zum Beispiel die AFS. Vielleicht könntest du die auch noch kontaktieren auf der Suche nach einer Stillberaterin, die mal bei dir vorbeikommt.

Immerhin scheinst du ja schonmal eine liebe Hebamme zu haben, das ist schon viel Wert! :) Und es ist toll, dass sich die Milchmenge zu steigern scheint. Weiter so! Du und Paul, ihr schafft das! Meine Daumen sind fest gedrückt, dass du schon bald wieder richtig viel Milch haben wirst! :)

Re: Seltenes Problem

Verfasst: 06.06.2011, 00:31
von kati88
@ Pupu

ja ich weiß natürlich wie du das meinst. Eigentlich ist meine mama ein lieber mensch, sie war auch eine gute Mutter. Sie lässt mich sonst auch in ruhe was den kleinen angeht.
Vlt hast du recht dass eine räumliche Trennung der weg zur besserung ist. Allerdings kann ich mir grad in Vorgang der relaktation nicht vorstellen auch noch umzuziehen..Das müsste dann später folgen.. =(

Ich werde euch natürlich auf dem laufenden halten was bei mir passiert und obs mit dem stillen klappt.

Jetzt geh ich aber erstmal ins bett.

Vielen dank nochmals an alle dass ihr so zu mir steht und mich mit euren lieben worten unterstüzt! Das baut einen sowasvon auf wenn man hier daheim nur mit negativ schlagzeilen bombadiert wird.

Gute nacht euch alle!

Re: Seltenes Problem

Verfasst: 06.06.2011, 01:01
von nwsurgeon
Hast noch eine PN von mir.
LG

Re: Seltenes Problem

Verfasst: 06.06.2011, 11:07
von hexedoro
Ich drück dir auch die Daumen, dass das mit der Relaktation klappt! Und Hut ab, dass du so toll auf deinen Kleinen eingehst, obwohl du im Umfeld so einen "Gegenwind" hast! Mich hat es richtig traurig gemacht, von den Ansichten deiner Mutter zu lesen :( . Ich wünsche euch alles Liebe, du packst das!

Re: Seltenes Problem

Verfasst: 06.06.2011, 11:28
von Minchen
Dein Posting hat auch mich sehr berührt und betroffen gemacht. Vieles wurde hier ja schon geschrieben, daher nur noch einige Ideen:

Haushalt und Hilfe, wenn Du allein wohnst:

Wenn Du alleinerziehend bist, hast Du Möglichkeiten, Dir Hilfe zu holen. Wende Dich an WELLCOME, da arbeiten ehrenamtliche, die Dir mal für 1-2 Stunden das Kind "abnehmen", damit Du mal etwas für Dich, den Haushalt oä tun kannst. Bevorzugt bekommen dort nämlich alleinerziehende Hilfe. Du selbst zahlst nur einen geringen Beitrag pro Stunde an den Verein.
Wenn Du mit der Relaktation so beschäftigt bist, könntest Du auch Deine FÄ darum bitten, Dir eine Haushaltshilfe aufzuschreiben, die vorübergehend für Dich einkauft und kocht, wenn Du für die Milchbildung Ruhe brauchst.

deine Mama:

Ich habe es zum Glück nicht so extrem erlebt wie Du, aber meine Mutter hat auch absolut NULL Verständnis für das, was ich tue und interessiert sich auch nicht dafür. Ich habe es oft versucht, mit ihr geredet, ihr Bücher gegeben, aber sie will einfach nicht. Ich habe mich damit lange auseinandergesetzt und gehe nun anders damit um. Was ich denke ist, dass unsere Mütter unseren Umgang mit unseren Kindern immer als Kritik an ihrem Umgang mit uns empfinden. Vielleicht nicht offensichtlich, aber unterbewusst. Wie schwer muss es auch sein, zu erkennen, dass man sich die Enge Bindung zum Kind versagt hat, vielleicht weil auch da die Eltern ihre Finger im Spiel hatten. Wie schlimm muss es sein, wenn man erkennt, dass es NICHT gut für das Kind war, dass man es schreien ließ. Dass es viel schöner gewesen wäre, den Haushalt liegen zu lassen, dass man aber vielleicht nicht konnte, weil man auch durch äußere Einflüsse gezwungen wurde.
Ich bin vorsichtiger geworden mit meiner Kritik, denn ich zum einen hilft das im Nachhinein nicht mehr viel, zum anderen kann es sehr verletzend sein, wenn die Mutter vielleicht gerne anders gehandelt hätte, sich aber nicht traute.
Es ist schwer, sich das einzugestehen und noch schwerer, es anderen gegenüber zuzugeben. Würde sie es tun, müsste sie sich selbst eingestehen, vieles falsch gemacht zu haben - gerade im Bezug auf Kinder ist das sehr sehr schwierig.
Ich möchte Deine Mama damit nicht verteidigen, Dir nur zeigen, dass es ein schwieriges Thema ist, das man sehr sensibel angehen muss und mit dem man vielleicht niemals Erfolg haben wird. So schade das auch ist. Wenn Du spürst, dass sie sich verschließt und eben nicht offen ist, für das was Du tust, dann verschwende Deine Energie nicht darauf, geh Deinen Weg, den Dein Bauch Dir vorgibt und lass Dich nicht beirren.

Und: wenn Du irgenwie kannst, zieh aus. :(

Re: Seltenes Problem

Verfasst: 06.06.2011, 11:32
von GiGi
Neben all den guten Tipps die du hier bekommen hast, würde ich dir eine Beratung in einer Erziehungs- und Familienberatungsstelle empfehlen. Wenn ich lese wie deine Mutter und du miteinander umgehen, ist für mich die Frage, ob da eine Abgrenzung/ Ablösung stattgefunden hat - deine Mutter behandelt dich wie ein kleines Kind und du traust dich nicht, dich zu verselbständigen. Du hast intuitiv genau den richtigen Plan, wie du mit Paul umgehen möchtest und traust dich nicht ihn durchzusetzen, weil deine Mutter Theater machen könnte... wäre doch schön mal zu gucken wie du es schaffen kannst, deine Vorstellungen vom Leben durchzusetzen, oder? :wink: Alt genug für eigene Vorstellungen bist du! :wink:

Banal gesagt geht es deine Mutter überhaupt nichts an, wie du mit deinem Kind umgehst und welche Erziehungsmethoden du vorziehst, sie muss das alles nicht gut finden, sie muss das akzeptieren weil es DEINE Entscheidungen sind. Sie kann dir ja Hilfe anbieten, aber du musst entscheiden ob du welche brauchst. Die Welt hat sich weiterentwickelt und was früher gut war, muss heute längst nicht mehr richtig sein. Wir waschen ja auch nicht mehr mit dem Brett, auch wenn die Frauen früher damit sicher auch ihre Wäsche sauber bekommen haben...