@revolte: ich bin leider auch eine mama, die flaschennahrung füttert. ich vertrete die meinung, dass stillen super ist, wenn man sich dafür bereit fühlt. wer das nicht tut, soll es eben lassen. ich finde es furchtbar, wenn die eine über die andere herzieht, wenn sie stillt oder eben flasche gibt. alles hat seine vor-und nachteile.
zum glück gibt es noch soo viele andere möglichkeiten, dem kind viel nähe zu geben, die es braucht, wenn das baby nicht gestillt wird. "den stillenden papa find ich super"!! so kann es doch mit der "nähe" zum kind auch mit flasche klappen

ich musste auch immer grinsen, wenn mein mann sagte, dass er nina um ...uhr "gestillt" hat

leider hat er nicht so arg dabei mit ihr gekuschelt.
meine kleine stillgeschichte:
als meine tochter fast 4 monate alt war, musste ich wieder zur uni. bis dahin hab ich gestillt, zum glück auch ohne probleme und ich hab es sehr gerne getan.auch der anfängliche aufenthalt auf der neo hat nicht wirklich gestört. ich hab mich auch nicht auf einen zeitraum festgelegt, bis wann ich stillen möchte. ich wollte einfach mal abwarten, wie es läuft und mich "natürlich" nach meinem kind richten, wann es die brust nicht mehr möchte. nach vielen fast schlaflosen nächten begann ich abends pre zu geben.
irgendwie hab ich mir das mit dem abpumpen einfacher vorgestellt. bis zu dem zeitpunkt, wo ich halbtags wieder zur uni musste, hat der wechsel zwischen flasche und brust gut geklappt. früh morgens hab ich abgepumpt und mein mann hat ihr dann die flasche gegeben als ich weg war. mittags musste sie pre gekommen, dann war ich wieder zu hause und konnte wieder stillen. leider hat es nicht lange gedauert, bis sich die doppelbelastung auf den milchfluss einwirkte. ich konnte so viel stilltee trinken, wie ich wollte. eines morgens pumpte ich statt der bisher 200ml oder mehr nur noch 20 ab. damals hatte ich leider nichth so viel energie, um mich "auch noch um dieses thema" zu kümmern. hinzu kam noch milchstau, der mich dann "als zeichen" zum abstillen gebracht hat. im nachhinein bin ich immer noch am grübeln und denke, dass ich es doch hätte versuchen sollen >>> beim nächsten kind ist die uni zum glück beendet und ich hoffe, - ich weiß - dass ich dann alles mögliche dafür tun werde, damit das stillen besser klappt

solange es meinem kind (und mir) dabei gut geht. dann werde ich auch den mumm haben, eine stillgruppe aufzusuchen und mich um eine stillberaterin kümmern. zum glück hab ich ja schon ein kind und weiß nun, wie das mit dem anlegen so funktioniert und lasse mich von den gestressten schwestern der entbindungsstation nicht mehr anstecken!!!!!!
mit dem stillen in der öffentlichkeit hatte ich weder vorher noch nach der geburt meines kindes probleme. weder mit anderen noch mit mir selbst. aber mir ist auch aufgefallen, dass man wirklich noch blöd angeschatu wird, wenn man - auch wenn man so dezent wie möglich - stillt. ich bin meist in ein familiencafe gegangen, weil ich mich doch von den blicken nicht abbringen lassen wollte. leider bin ich für sowas da noch anfällig gewesen
eine langzeitstillerin werde ich wohl nicht werden. ich kann mir nicht vorstellen, ein 3-jähriges kind zu stillen. wahrscheinlich deswegen nicht, weil man es einfach nicht sieht, es in der gesellschaft nicht anerkannt, als empörend gesehen und offen praktiziert wird. schade eigentlich. aber mal abwarten. vielleicht gibts die abendmilch ja doch "etwas länger"
ich wünsch dir alles gute

lisii