Ja. Genau DAFÜR sind Stillberaterinnen da.Wie kann man denn einem Baby beibringen, wieder richtig zu saugen? Klappt das überhaupt?
Eine naheliegende Ursache für dieses Verhalten ist, dass momentan einfach zu wenig Milch da ist, um Dein Baby zum effektiven, ausreichend langen Trinken an der Brust zu animieren. Du könntest also zunächst direkt mit zusätzlichem Abpumpen loslegen, um die Milchbildung wieder zu steigern. Bei mehr Angebot verbringt Dein Baby vielleicht automatisch wieder lieber Zeit an der Brust.Sie nuckelt zwar und macht auch einige Versuche loszusaugen, aber irgendwie scheint entweder keine Lust zu haben, oder dockt nach einigem Nuckeln wieder ab, wenn wir tagsüber versuchen zu stillen.
Diese Haltung ist absolut verständlich, aber: SIE IST AUCH ABSOLUT SINNLOS. So lange Du Dich so sehr über DICH ärgerst, dürfte es sehr schwierig werden, die nötige Konzentration und Sensibilität für die bevorstehenden Aufgaben aufzubringen. Ein schlechtes Gewissen oder gar Selbsthass ist ein vollkommen ungeeigneter Motor für die Wiederaufnahme des Stillens. Denn diese negativen Gedanken beeinflussen auch Atmosphäre und Beziehung zwischen Dir und Deinem Kind. Die Erwartungshaltung kehrt sich um: statt Freude an der Nähe zum Kind und darüber, dass das Baby sogar während dieser schwierigen Zeit etwas Muttermilch bekommt, überwiegen Trauer und Ärger über verpatzte Gelegenheiten. Ich hoffe und wünsche Dir von Herzen, dass Du dies wirklich bald hinter Dir lassen und nach vorne schauen kannst.Das ist dann wohl die "gerechte Strafe" für meine eigene Blödheit!![]()
Stillen ist Ausdruck der Beziehung zwischen Kind UND MUTTER, das ist richtig. Aber Du handelst im besten Interesse Deiner Tochter, wenn Du Eure Stillbeziehung retten möchtest! Viele Mütter berichten nach schwierigen Geburten, dass das Stillen heilsam und hilfreich dabei war, Trauer, Enttäuschung oder Kraftlosigkeit zu überwinden. Wenn Du jetzt versuchst das Stillen wieder zu normalisieren, dann ist das weder egoistisch noch sinnlos; Du versuchst lediglich, Normalität wieder herzustellen. Das ist völlig legitim, und wir hier unterstützen Dich dabei, damit Du diejenige Hilfe dabei bekommst, die Du Dir wünschst.Ich hab auch erst gestern gemerkt, dass ich das Stillen offenbar mehr brauche als sie, denn es hat mir nach dem KS geholfen wieder auf die Beine zu kommen, es hat mich auf eine Art "geheilt",
Prima - frag sie doch bei Gelegenheit, ob sie sich mit Relaktation (das ist der Fachbegriff für "Wiederaufnahme des Stillens") auskennt, und ob sie auch einen Hausbesuch machen würde.Ich habe mich außerdem gerade per eMail an eine Stillberaterin der LLL hier in meiner Stadt gewendet und hoffe, dass ich schnell eine Antwort bekomme.
Stillberaterinnen der LLL und der AFS arbeiten ehrenamtlich, d.h. für ratsuchende Mütter kostenlos. (Evtl anfallende Unkosten wie Fahrtkosten bei Hausbesuchen oder ähnliches sollten den Beraterinnen aber selbstverständlich erstattet werden - sie machen das ja wie gesagt ehrenamtlich)Wie ist das mit den Stillberaterinnen? Übernimmt die KK die Kosten, oder zahlt man das selbst? Wenn ja, wieviel?
LG,
Julia
