Zuckerfrei(er) leben!

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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Lösche Benutzer 9067

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 9067 »

Ich habe mir von den erwähnten Leseproben heruntergeladen und dann einfach weitergelesen bei dem wo ich grad "drin" war
Lösche Benutzer 8492

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 8492 »

Seifenblasenfrau, lohnt sich das Buch?
Seifenblasenfrau
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Seifenblasenfrau »

wildmotzi hat geschrieben:Seifenblasenfrau, lohnt sich das Buch?
Kommt ja ganz auf den Leser an. Ich brauche Zahlen, Daten und wissenschaftliche Fakten. Kein esoterisches, mitreißendes und überzeugendes Gerede. Daher würde ich es nicht empfehlen. Der Autor hat ständig irgendwelche Theorien in den Raum geschmissen und nie begründet, warum ich der Theorie Glauben schenken sollte. Das mag ich persönlich nicht.
Die Große 08/15
Der Mittlere 04/18
Der Kleine 09/22
Lösche Benutzer 8492

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 8492 »

Hast du den Plan probiert? Klappt das?
vivi
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von vivi »

Kätzchen2013 hat geschrieben:Mit welchem Buch würdet ihr beginnen als Einstieg ins Thema?
"Voll verzuckert " als unterhaltsam und anschauliches Buch. Oder "Die bittere Wahrheit über Zucker" - v.a. wenn man sich für die Stoffwechselvorgänge interessiert.
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
Luzia
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Luzia »

Wie holt ihr denn eure Familie mit ins Boot? Oder steigt ihr ganz alleine auf zuckerfrei um?
Nachdem ich mich ernährungstechnisch etwas gehen lassen habe (naja, viel Vollwertiges, aber zwischendurch auch mal Weißmehl, Zucker, Schoki :roll: ) mag ich einen erneuten Versuch starten. Was mir dabei echt schwer fällt, ist meinen Zuckerausstieg mit meinem Familienalltag abzustimmen. Warum?
Die Kinder essen wochentags mittags außerhalb. Der Einfluss des Großküchenessens auf die Geschmacksnerven ist enorm. Das merke ich ja bei mir selbst. Ich versuche zuhause schon, ihnen möglichst unverarbeitete Dinge vorzusetzen, aber von viel Rohkost, überhaupt von viel Gemüse, sind wir noch meilenweit entfernt.
Die Geschmacksnerven sind einfach so dermaßen vorgeprägt bzw. sogar verhunzt, so dass ich derzeit oft Versuche, Kompromisse zu finden, sie z.B. nur die Vollkornnudeln essen, wir noch Gemüse dazu.
Ich werde auch von einem großen Teller mit rohem Gemüse satt. Aber was mache ich mit einem Kind, welches das meiste davon partout nicht mag? Vielleicht sollte ich einfach meine Einstellung ändern zu: "Mir egal, ich esse mein Zeug und wenn ich's nur lange genug vorgegessen habe, werden die anderen schon mitziehen." Ich empfinde es derzeit als Anstrengung, die nicht unbedingt sein müsste, wenn ich Essen zubereiten muss, das komponentenweise jedem irgendwie schmeckt.
Habt ihr Tipps oder könnt ihr Erfahrungen schildern, wie eure Familie zu zuckerfrei (und mehr roh) gekommen ist?
Grünfrosch
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Grünfrosch »

Oh ja, das ist wirklich anstrengend! Aber dein letzter Absatz ist der Weg, denke ich. Zuerst musst du an dich denken - du willst etwas ändern und tust es also erst einmal nur für dich.
Mittagessen, das jedem schmeckt, gibt es hier auch nur wenige. Aber ich sehe nicht ein, jede Woche das gleiche zu essen, sonst kann ich irgendwann keine Pfannkuchen und keine Tomatensoße mehr sehen. Also koche ich komponentenweise, so wie du es nennst. Es gibt einen rohen Anteil (Salat oder einen rohen Gemüseteller) und ein warmes Essen, das ist aber nach Möglichkeit nicht zusammen mische. So kann ich Salat und Nudeln mit Gemüse essen, das eine Kind Nudeln pur mit Salat, das andere Kind Nudeln und Gemüse... jeder findet eine oder zwei Dinge, die er isst. Keiner muss alles essen, aber jeder wird satt.

Im Bezug auf Zucker haben mein Mann und ich entschieden, dass es hier bei uns daheim keine zuckerhaltigen Lebensmittel gibt. Wir kaufen so etwas einfach nicht ein. Wenn die Kinder woanders etwas probieren möchten, können sie das natürlich machen, mein Mann isst mit seinen Kollegen auch Kuchen & Co. So klappt es bei uns gut, ich esse zuckerfrei, die Kinder weitgehend, mein Mann nur soweit, wie er möchte.

Dass deine Kinder außerhalb Mittag essen, macht es dir natürlich schwerer, sie mit ins Boot zu nehmen. Andererseits macht es dir dein Mittagessen vielleicht auch einfacher? Schau erst einmal nach dir, das Vorleben ist allein schon so wichtig.
Große Maus 08/10 und kleine Maus 08/13
vivi
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von vivi »

Luzia: hier war es so, dass ich alleine angefangen habe auf zuckerfreier umzustellen, anfangs ging es mir aber tatsächlich erstmal nur um den zugesetzten Zucker. Ich habe dann erst gemerkt, wie stark man seine ganze Ernährung umkrempeln muss- Fertiggerichte gab es zwar hier auch fast nie, aber ich hab gerne mal einen fertigen Salat z.b. Eiersalat oder Fleischsalat gegessen und gesüßte Getränke und viele Säfte getrunken , dazu kamen noch Süßigkeiten und Kuchen/Gebäck. Durch zuckerfreier hab ich meine gesamte Ernährung umgestellt- viel mehr Gemüse, Obst , Salat und noch mehr selbst gemacht . Nicht nur Zucker gestrichen, auch kaum noch Weißmehl, Nudeln , weniger Brot und Brötchen. Anfangs fand ich es sehr schwer und auch anstrengend . Natürlich blieb meine Familie nicht unberührt. Meine Kleine bekam eh schon kaum Zucker, aber bei der Großen begann ich stark einzuschränken und zu erklären , wie sehr ihr Zucker schadet. Mit meinem Mann habe ich immer meine neuesten Erkenntnisse geteilt. Da ich diejenige bin , die meist einkauft und kocht, gab es automatisch für alle Familienmitglieder anderes Essen. Mein Mann hat nach 3 Monaten beschlossen mitzumachen und das hat dann sehr viel Erleichtering gebracht. Es ist schön, diese Erfahrung teilen zu können und sich gegenseitig zu berichten , wie sich das Körpergefühl und der Geschmack verändern. Es ist auch einfacher, wenn man auswärts isst, bei Freunden/Familie eingeladen ist. Man kommt sich nicht mehr ganz so freakig vor ;-)
Dadurch dass keine Süßigkeiten mehr da sind, isst die große Tochter auch deutlich weniger davon ( nur bei Freunden, bei Oma , bei Feiern) .Sie knabbert halt mal Nüsse oder Brezeln und bei uns gibt es auch mal Chips. Ausnahmen finde ich okay und gut. Ich genehmige mir auch immer wieder etwas Besonderes .
Ich merke , wie stark meine Kinder auf Zucker reagieren und aufdrehen, wenn es doch mal etwas gibt. Das motiviert natürlich, weiter dran zu bleiben. Mal ganz abgesehen davon , wie sehr es meinen Mann und mich verändert hat. Das kann man nicht übersehen und so gibt es für uns kein Zurück .
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
daisy
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von daisy »

Vivi. Das klingt spannend, was du schreibst. Magst du mal erklären, wie sich die Veränderung in euch gezeigt hat. Falls das nicht zu persönlich ist. Meine Kinder drehen bei Zucker auch voll auf.
Daisy mit Herbstglück *2008 und Wintersonne *2012, Maikäferchen *2014 und zwei Sternchen
vivi
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von vivi »

Meine Mädels werden nach Süßigkeiten richtig hyperaktiv , wild, rennen, schreien, springen herum , sind hibbelig. Zusätzlich ist die Reizschwelle ist sehr gering ( ähnlich bei Müdigkeit oder Hunger)- beim kleinsten Anlass kann die Stimmung kippen und es kommt zu Tränen oder bei der Kleinen zu Wutanfällen. Ich glaube, dass Beide ohne Zucker ausgeglichener sind.
An mir habe ich ( nach einer sehr schweren Umgewöhnungszeit von 1,5 Wochen) zunächst bemerkt, dass ich länger und angenehm satt bin, und nicht mehr so träge, energievoller, bewegungsfreudiger . MeinHungergefühl war anders, nicht mehr so drängend - ich war früher oft eine Diva ;-) Ich aß auf einmal sehr viel lieber Obst und Gemüse und riesige Mengen Salat. Meine Haut hat sich verbessert , ich hatte immer mit Akne zu kämpfen und habe jetzt äußerst selten mal ein paar Unreinheiten. Ich habe mein Gewicht und meine Figur von vor der ersten Schwangerschaft wieder. Bei mir war nur am Bauch noch einiges an Speck geblieben ( ich war nie übergewichtig, aber es hat mich gestört, weil es einfach unschön verteilt war) . Es sind jetzt etwa 5 kg weniger ohne hungern.
Mein Mann hat 10 kg abgenommen ( am Bauch) Er war früher ein Schokoladenjunkie und ist jetzt viel konsequenter als ich- macht vielleicht 2 mal im Monat eine Ausnahme.
Unsere Geschmäcker haben sich verändert. Bestimmte Gemüsesorten schmecken plötzlich sehr süß, Naturjoghurt mit Obst hätte ich früher nachgesüßt, jetzt ist es genau richtig und lecker, Dressings wenn man auswärts isst regelrecht unangenehm süß, ich denke, ich nehme mehr Geschmacksnuancen wahr und ich habe sehr viel Freude am Zubereiten und am Essen.
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
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