Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
- kleineRaupeN
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich denke auch, dass es von Kind zu Kind sehr unterschiedlich sein kann. Bei meinen merke ich jetzt schon deutliche Unterschiede. Die Große war sprachlich schon immer sehr fit und zwar in beiden Sprachen gleich. Der Mittlere ist eher durchschnittlich beim Sprechen und spricht etwas besser Französisch als Deutsch, obwohl er es durch die Große und mich ja mehr hört als die Große, die nur mich hörte.
Dank Grenzregion lernt die Große Lesen und Schreiben in beiden Sprachen. Das finde ich eine große Hilfe. Manchmal entziffert sie schon jetzt ein paar Worte. Das ist auf Deutsch viel einfacher als auf Französisch [emoji28]
Miniraupe mit Dezembermaus (12/11), Maikäfer (05/14) und Novemberbär (11/16)
Dank Grenzregion lernt die Große Lesen und Schreiben in beiden Sprachen. Das finde ich eine große Hilfe. Manchmal entziffert sie schon jetzt ein paar Worte. Das ist auf Deutsch viel einfacher als auf Französisch [emoji28]
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Towonda
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Na klar ist das von Kind zu Kind, Mensch zu Mensch verschieden. Das ist doch eh klar und habe ich ja auch am Beispiel meiner Großen beschrieben. Ich finde es nur im Nachhinein ermutigend, dass es eben auch mit wenig Exposition gelingen kann, eine Sprache für sich zu internalisieren, ohne dass das Kind verwirrt wird und ein Sprachenkauderwelsch rauskommt. Schwierig ist's halt, wenn nicht Muttersprachler versuchen unnatürlicherweise im eigenen Land mit dem Kind in einer Fremdsprache zu sprechen. Hatten wir mal in einem Kurs. Gruslig sowas.
- kleineRaupeN
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich hatte mich eigentlich auf die Antwort von Blumee bezogen, die von sich und ihrem Bruder erzählt hatte.[emoji6]
Aber deine Erfahrungen finde ich auch interessant. Ich würde ja behaupten, dass mein erstes Lebensjahr, das ich in Frankreich verbrachte, zu meinem guten Französisch beigetragen hat. Aber das müsste dann ja auch auf meinen Bruder zutreffen. Tu es aber nicht [emoji41]
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Aber deine Erfahrungen finde ich auch interessant. Ich würde ja behaupten, dass mein erstes Lebensjahr, das ich in Frankreich verbrachte, zu meinem guten Französisch beigetragen hat. Aber das müsste dann ja auch auf meinen Bruder zutreffen. Tu es aber nicht [emoji41]
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Nulsik
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Finde ich auch so. Ich rede auch nicht mit meinen Kindern Deutsch, ich kann es zwar ziemlich gut, aber doch nicht so gut, wie Muttersprachler. Meine Kinder sollen ihre eigene Fehler machen und nicht gleich meine lernenTowonda hat geschrieben:Schwierig ist's halt, wenn nicht Muttersprachler versuchen unnatürlicherweise im eigenen Land mit dem Kind in einer Fremdsprache zu sprechen. Hatten wir mal in einem Kurs. Gruslig sowas.
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
ach, lasst doch die verallgemeinerungen. ich rede als deutsche in italien mit meinen kindern viel englisch. eine gute freundin redet als deutsche mit ihren kindern in italien nur englisch. wir haben beide voellig unterschiedliche gruende dafuer. ich kann uns beide verstehenNulsik hat geschrieben:Finde ich auch so. Ich rede auch nicht mit meinen Kindern Deutsch, ich kann es zwar ziemlich gut, aber doch nicht so gut, wie Muttersprachler. Meine Kinder sollen ihre eigene Fehler machen und nicht gleich meine lernenTowonda hat geschrieben:Schwierig ist's halt, wenn nicht Muttersprachler versuchen unnatürlicherweise im eigenen Land mit dem Kind in einer Fremdsprache zu sprechen. Hatten wir mal in einem Kurs. Gruslig sowas.
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Towonda
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ach, lass doch diese Einzelfallbeschreibungen
)
Grundsätzlich ist doch alles möglich. Ich bin aber der Meinung, dass man seinem Kind keinen Gefallen tut, wenn man mit ihm in einer Sprache spricht, die man selbst nur mangelhaft beherrscht.
Mal überspitzt ausgedrückt: Verstehen kann man das Kauderwelsch seiner Kinder immer, aber mir war schon wichtig, dass die Sprache dann nicht mit horrendem Akzent und gespickt mit false friends gesprochen wird.
Grundsätzlich ist doch alles möglich. Ich bin aber der Meinung, dass man seinem Kind keinen Gefallen tut, wenn man mit ihm in einer Sprache spricht, die man selbst nur mangelhaft beherrscht.
Mal überspitzt ausgedrückt: Verstehen kann man das Kauderwelsch seiner Kinder immer, aber mir war schon wichtig, dass die Sprache dann nicht mit horrendem Akzent und gespickt mit false friends gesprochen wird.
- kleineRaupeN
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich finde, dass man innerhalb der Familie einfach eine Lösung braucht, mit der alle glücklich sind. Egal ob man seine Muttersprache oder eine Fremdsprache spricht. Wir machen zwar OPOL, aber das passt nicht für alle Familien.
Kritischer sehe ich es, wenn hier für Kindergartenkinder ein Englischkurs angeboten wird. Dort sollen die Kinder durch singen, spielen und nachahmen Englisch lernen. Aber die Lehrerin ist keine Muttersprachlerin. Da habe ich dann meiner Großen (die gerne Englisch lernen will) erklärt, dass ich sie nicht dort anmelde. Ich denke Mal, dass die Frau das gut macht, aber ich wollte das trotzdem nicht für meine Tochter.
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Kritischer sehe ich es, wenn hier für Kindergartenkinder ein Englischkurs angeboten wird. Dort sollen die Kinder durch singen, spielen und nachahmen Englisch lernen. Aber die Lehrerin ist keine Muttersprachlerin. Da habe ich dann meiner Großen (die gerne Englisch lernen will) erklärt, dass ich sie nicht dort anmelde. Ich denke Mal, dass die Frau das gut macht, aber ich wollte das trotzdem nicht für meine Tochter.
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nido56
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Klar, natuerlich ist konsequentes OPOL super sinnvoll. Und man sollte natuerlich nie in einer Fremdsprache mit seinem Kind sprechen. Aber sooo einfach ist das eben nicht immer. Theoretisch stimme ich mit dir ueberein. Aber in der Lebenswirklichkeit mehrsprachiger Familien sieht es nun mal oft anders aus. Wir haben z.B. oft Nachbarskinder oder den Cousin da. Dann spreche in Spanisch mit allen Anwesenden. Der Cousin z.B. beschwert sich immer, wenn ich etwas auf Deutsch sage und er nichts versteht, auch wenn es ihn nicht direkt betrifft. Und staendiges hin und her uebersetzen kriege ich nicht richtig auf die Reihe.Towonda hat geschrieben:Ach, lass doch diese Einzelfallbeschreibungen)
Grundsätzlich ist doch alles möglich. Ich bin aber der Meinung, dass man seinem Kind keinen Gefallen tut, wenn man mit ihm in einer Sprache spricht, die man selbst nur mangelhaft beherrscht.
Mal überspitzt ausgedrückt: Verstehen kann man das Kauderwelsch seiner Kinder immer, aber mir war schon wichtig, dass die Sprache dann nicht mit horrendem Akzent und gespickt mit false friends gesprochen wird.
Ist alles nicht so einfach. Der Pirat lernt ja gerade lesen und schreiben auf Spanisch. Seine Ausspreche ist so lala, da merkt man schon noch die letzten Reste der Sprachentwicklungsverzoegerung. Er beherrscht alle Phoneme des Spanischen und spricht auch sehr klar, vertauscht aber noch manchmal Konsonanten. Er sagt z.B. "pomo" statt "como" (=wie) oder "dinosaudio" statt "dinosaurio", obwohl er in anderen Woertern ein "p" oder ein "r" problemlos ausspricht.
Bisher habe ich ihn nie verbessert, weil ich nicht anfangen will, Spanisch mit ihm zu sprechen. Der Piratenpapa (selbst Dyslexiker und unterirdisch sprachunbegabt) ist dafuer nicht brauchbar, dem faellt das gar nicht auf. Beim Schreiben fragt der Pirat nun manchmal nach, und kuerzlich hatten wir eine lange Diskussion ueber den "dinosaudio". Ich habe versucht, ihm deutlich zu machen, dass da ein r hingehoert. Leider ist mein spanisches r aber eher so suboptimal bis mittelgut... Jedenfalls hat meine Aussprache den Piraten nicht ueberzeugen koennen, dass man dinosaurio mit r schreibt
Ich hoffe jetzt einfach mal darauf, dass sich einiges ueber das Lesen korrigiert.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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Towonda
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Nido, da gebe ich dir völlig Recht. Das verwirrt das Kind aber ja kein bisschen, weil es differenziert: Es weiß ja, was deine Muttersprache ist und dass ihr in einem Land lebt, in dem Spanisch die Muttersprache ist. Hin-u Herübersetzen wäre tatsächlich blöd, gekünstelt und anstrengend.nido56 hat geschrieben:Klar, natuerlich ist konsequentes OPOL super sinnvoll. Und man sollte natuerlich nie in einer Fremdsprache mit seinem Kind sprechen. Aber sooo einfach ist das eben nicht immer. Theoretisch stimme ich mit dir ueberein. Aber in der Lebenswirklichkeit mehrsprachiger Familien sieht es nun mal oft anders aus. Wir haben z.B. oft Nachbarskinder oder den Cousin da. Dann spreche in Spanisch mit allen Anwesenden. Der Cousin z.B. beschwert sich immer, wenn ich etwas auf Deutsch sage und er nichts versteht, auch wenn es ihn nicht direkt betrifft. Und staendiges hin und her uebersetzen kriege ich nicht richtig auf die Reihe.Towonda hat geschrieben:Ach, lass doch diese Einzelfallbeschreibungen)
Grundsätzlich ist doch alles möglich. Ich bin aber der Meinung, dass man seinem Kind keinen Gefallen tut, wenn man mit ihm in einer Sprache spricht, die man selbst nur mangelhaft beherrscht.
Mal überspitzt ausgedrückt: Verstehen kann man das Kauderwelsch seiner Kinder immer, aber mir war schon wichtig, dass die Sprache dann nicht mit horrendem Akzent und gespickt mit false friends gesprochen wird.
Wenn wir im Ausland leben, dann sprechen wir auch im Haushalt Englisch, wenn Nachbarn da sind o.ä. oder auch hier in D, wenn unsere Freunde da sind, die kein D können.
Die Situation von der ich sprach war, dass Leute hier in D möchten, dass ihre Kinder 2-sprachig aufwachsen und dann der deutsche Papa nur E mit dem Kind radebrecht oder - wie in einem anderen Fall - die deutsche Mutter mit dem Kind nur über rudimentäres Italienisch kommunizierte.
Da drücke ich euch die Daumen! Nur Geduld, das wird bestimmt!nido56 hat geschrieben:Ist alles nicht so einfach. Der Pirat lernt ja gerade lesen und schreiben auf Spanisch. Seine Ausspreche ist so lala, da merkt man schon noch die letzten Reste der Sprachentwicklungsverzoegerung. Er beherrscht alle Phoneme des Spanischen und spricht auch sehr klar, vertauscht aber noch manchmal Konsonanten. Er sagt z.B. "pomo" statt "como" (=wie) oder "dinosaudio" statt "dinosaurio", obwohl er in anderen Woertern ein "p" oder ein "r" problemlos ausspricht.
Bisher habe ich ihn nie verbessert, weil ich nicht anfangen will, Spanisch mit ihm zu sprechen. Der Piratenpapa (selbst Dyslexiker und unterirdisch sprachunbegabt) ist dafuer nicht brauchbar, dem faellt das gar nicht auf. Beim Schreiben fragt der Pirat nun manchmal nach, und kuerzlich hatten wir eine lange Diskussion ueber den "dinosaudio". Ich habe versucht, ihm deutlich zu machen, dass da ein r hingehoert. Leider ist mein spanisches r aber eher so suboptimal bis mittelgut... Jedenfalls hat meine Aussprache den Piraten nicht ueberzeugen koennen, dass man dinosaurio mit r schreibt![]()
Ich hoffe jetzt einfach mal darauf, dass sich einiges ueber das Lesen korrigiert.
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Paulienchen
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
oh
das wird sicher noch! und irgendwie ist das ja auch süß!