Ich würde mit 21 ja an der linken Brust operiert und damals hieß es, dass ich wegen der OP nie stillen kann. Erst meine Hebamme hat das angezweifelt und den OP-Bericht angefordert. Und siehe da, es würde so operiert, dass es noch gehen müsste. Im ersten Moment wusste ich gar nicht ob ich das jetzt toll finden soll - ich hatte mir das in meiner Vorstellung alles schon so schön mit Flaschennahrung zurecht gebastelt und auch alles "Equipment" gekauft. Außerdem fand ich eigentlich gut, dass mein Partner mich dann unterstützen kann.
Tja und was dann passiert ist kann ich Dir gar nicht genau sagen! Eine Freundin meinte dazu "Dein Baby ist passiert, ganz einfach"... Jedenfalls wurde sie mir im Kreißsaal angelegt und bis dahin war mein Ziel dass sie zumindest das Kolostrum bekommt, notfalls mit der nicht-operierten Brust. Tja und dann? Dann fand ich es einfach sooo schön, sie zu stillen und sie ernähren zu können... Umso bitterer war dann das zufüttern, ich hab genau wie du Sturzbäche geweint. Beim ersten Schluck Pre hat C. das Gesicht verzogen und die Hebamme meinte nur trocken "Schmeckt halt nicht so gut wie bei Mama" - da war's bei mir aus
Und Dir, Julia, bin ich extrem dankbar dass ich so kurz vor Toresschluss mit Deiner Hilfe noch das Ruder rumreißen konnte! Das muss man ja auch mal sagen. Mein Freund ist "Flaschenkind" und konnte die Aufregung nie wirklich verstehen, aber inzwischen ist er voll überzeugt. Wir bilden uns auch beide ein, dass das Stillen der Kleinen mehr als nur Nahrung gibt.
Lg
Animay