Jadzia hat geschrieben: 20.01.2022, 11:41
Mich persönlich ärgert so ne Botschaft wie 21 Tage Challenge enorm. Ich halte das für toxisch.
Sich anstrengen um dann wieder abzustürzen und dann eventeull noch tiefer zu fallen.
An der
Flylady konnte ich mich als feministin deshalb so erfreuen, weil es nicht um Listen abarbeiten geht
oder zuständig zu sein für alles
sondern sich selbst das leben zu erleichtern, verschönern und achtsam! mit sich umzugehen.
Jadzia hat geschrieben: 14.02.2022, 10:31
Ich finde Flylady aus feministischer Sicht schon problematisch,
Denn so gerne ich auch meinen Liebsten bekoche, so sehr zieht es mich runter, wenn ich nicht versorgt werde sondern nur versprge.
Und meinem Mann möchte ich nicht beibringen wie es geht während ich mit anderen Frauen lerne.
Da ich aber mit Dax allein lebe gibt es den Konflikt real nicht ( nur in bezug auf care Arbeit am Kind)
Und da habe ich gelernt mich auch zu weigern, zu bitten, zu fordern, entgegenzukommen und schlicht auch zu erwarten.
Mental load ist mehr bei mir, aber Kieferorthopäde, schuhe kaufen Elternabende und schulzeug besorgen macht er jetzt fast automatisch und ohne Debatten. Wobei der liebe Ex es neulich geschafft hat sich zu beschweren weil es echt viele Termine waren. Ich habe ihm nicht vorherechnet was ich schon alles getan, wieviel Arbeit ich fürs Kind abgesagt hab...er hat sich da selbst wieder gefangen.
Klar liebe ich meine Familie aber mich liebe ich auch. Und ich möchte nicht nur versorgen, sondern auch versorgt werden und auch meinen eigenen Interessen nachgehen. Das machen die anderen nämlich ganz selbstverständlich auch.
Was denn nun?
Ich lese da bei dir allgemein viel Frustration raus. Kann sein, dass FlyLady eigentlich eher für Stay-at-home-Moms gemacht ist, die nebenbei den Haushalt komplett alleine wuppen und das alles total unfeministisch ist. Damit habe ich mich ehrlich gesagt nicht auseinander gesetzt.
Aus meiner Sicht ist nicht das Prinzip nach dem der Haushalt erledigt wird ausschlaggebend, sondern worauf man sich als Paar oder Familie einigt. Wir hatten auch vorher den Anspruch uns als Paar gleichberechtigt um den Haushalt zu kümmern, nur ohne System und oft mit dem Ergebnis, dass vieles einfach überhaupt nicht gemacht wurde. Wenn man nicht nach FlyLady (heißt für mich Routinen und zeitlich begrenzt feste Aufgaben erledigen) vorgeht, dann macht ja vermutlich trotzdem jemand die Arbeit?! Wer ist das denn dann?
Ich finde jetzt nicht schlimm, dass der Impuls für FlyLady von mir kam und nicht von meinem Mann. Streng genommen kam er von meiner Schwester, die wahrscheinlich noch mehr im Chaos untergeht als wir hier, aber auch einfach noch viel schwerer Bedingungen hat.
Wir teilen uns die Aufgaben auf und bzgl Selfcare hat mein Mann jetzt auch wieder mit dem Sonnengruss morgens angefangen, während ich Hula Hoop oder ein paar Rückenübungen mache. Wir motivieren uns da gegenseitig und das hilft natürlich über die Motivationslöcher hinweg.
Selfcare heute war erstmals wieder Sauna seit über 4 Jahren

zusammen mit meinem Mann und nachmittags mit dem Bären bei Sonnenschein draußen unterwegs gewesen. Die Sonne tut meinem Gemüt gerade so gut und stimmt mich auf den Frühling ein. Die paar Tage Urlaub sind gerade einfach Goldwert!
Ansonsten ist es immer noch so, dass die Routinen morgens fast wie von selbst laufen, während es mich nachmittags mehr Anstrengung kostet. Heute Abend möchte ich noch Sport machen und kurz Shine Your Sink machen. Ansonsten wird die Küche schon von meinem Mann erledigt, während ich den Bären ins Bett bringe.
Grizzly hat geschrieben: 14.02.2022, 14:38
Ich hab mal angefangen, für eine Zone (Kochen/Essen = Küche und Speisekammer) die Aufgaben aufzulisten. Es erschlägt mich. Jedenfalls optisch. Da ich mittlerweile weiß, dass es nicht schlimm ist, wenn ich nicht alles schaffe, es nämlich einfach auf 15 Minuten pro Tag begrenzt ist und es nebenbei auch die aufwändigste Zone sein dürfte, zucke ich letztendlich mit den Schultern. Läuft.
Wie ich das in meiner App genau einstelle, dass ich beim nächsten Durchgang da weitermache, wo ich beim letzte. Mal aufgehört habe, werde ich dann auskeksen, wenn wir hier mit den Zonen starten. Eine Idee hab ich aber schon.
Meal Plan wurde heute eingehalten und da ich gestern gepreppt hatte, konnte ich heute morgens schnell zur Arbeit losflitzen - und dadurch auch schneller heim. Morgen ist nur homeoffice.
Magst du deine Liste auch mal teilen? Ich bin neugierig

mit dem nicht mehr so kleinen Bär (2018) und dem Minibär (2025) + zwei Bonustöchtern (2008 & 2011)