Ich entrümpel immer mal wieder gemeinsam mit meinen Kindern. Das seit etwa 3 Jahren. Anfangs war es müssig. Da durften von 100 gemalten Bildern 2 weggeworfen werden und eins davon wurde noch schnell zurückgezogen. Beim Spielzeug war es nicht besser. Mittlerweile sortieren sie tatsächlich aus. Sogar dann wenn nicht Geburtstage oder Weihnachten vor der Tür steht. Es hat mit der Zeit immer besser geklappt. Jetzt bin ich auch schlauer und gehe Kategorien oder Schrankfächer, Kisten mit ihnen durch und frage nicht einfach was kann weg.
Außerdem haben wir nun für einige Kategorien platztechnische Beschränkungen eingeführt. Wenn voll dann voll, dann kann erst neues rein wenn altes raus kommt. Das möchte ich noch weiter ausbauen.
Und ich thematisiere meine Schwierigkeiten mit einem Zuviel an Zeugs. Wenn solche Unmengen Spielzeug da sind ist es schwierig aufzuräumen und wir streiten ständig deswegen weil auch ich mich dann überfordert damit fühle. So war es nämlich zum Schluss. Ich war gefühlt nur am Wohnung aufräumen, trotzdem sah es furchtbar aus und Zeit und Ruhe um intensiv etwas mit den Kindern zu machen hatte ich auch nicht. Das ist viel besser geworden, nachdem mein Mann und ich viel von unseren Sachen rausgeworfen haben und auch das merken sie. Nachdem der Kleine auf der Welt war hab ich mich mit Haushalt und drei Kindern eine Zeitlang echt überfordert gefühlt. Ich wollte die Zeit mit den Kindern geniessen und nicht nur daran arbeiten das Chaos im Griff zu behalten. Ich hab ein furchtbar schlechtes Gewissen gehabt, weil einfach alles zu kurz gekommen ist, inklusive mir selber. Es hat etwas gedauert bis ich gemerkt habe, dass nicht ich besonders unzulänglich bin, sondern wir einfach zuviel Zeug haben um vernünftig einen Haushalt führen zu können und zeitgleich 2 Kinder zu Hause zu betreuen. Ich bin so froh, dass es irgendwann bei mir Klick gemacht hat.