Tagsüber ist er arbeiten, nachts kümmert er sich nicht weil du diejenige mit der Brust bist, und abends will er auch keinen Handschlag tun, um den Sohn ins Bett zu bekommen. Den Haushalt schmeisst anscheinend auch du. WAS genau tut der Herr also eigentlich, um dir bei der Aufzucht EURES Kindes unter die Arme zu greifen? *kopfkratz*
Und ich mein die Frage durchaus ernst. Hilft er dir denn in irgendeiner Form?
Falls nicht, würd ich ihm wohl mal gehörig die Leviten lesen. Wenn er schon nachts keinen Handschlag tut, weil er ja seinen Schönheitsschlaf braucht, dann soll er dir wenigstens zugestehen, es dir so leicht wie möglich zu machen. Kann ja wohl nicht sein, dass du allein zuständig bist, aber bitte nach seinen Vorgaben. Entweder oder. Entweder er packt mit an oder eben nicht, aber dann gelten DEINE Bedingungen nachts. Und auch wenn man sich sagt, dass es keine grosse Sache ist das Baby rüberzuheben - ich find schon, dass es um einiges anstrengender ist, ein Baby nachts ständig hin- und herzuhieven als es einfach nur im Halbschlaf anzudocken. Vielleicht wacht er ja auch auf weil du zu weit weg bist und er das nicht wahrnimmt, dass du theoretisch neben ihm liegst? Kinderschlaf ist ja so, dass Kinder nachts öfter aufwachen um sich zu vergewissern ob alles in Ordnung ist. Erwachsenenschlaf übrigens auch, nur bekommen wir das überhaupt nicht mehr mit, weil wir es so sehr gewohnt sind. Aber auch Erwachsene machen den kurzen "Kontrollblick". Wenn das Baby nun aber in diesem halbwachen Zustand ist und sich denkt "hä, wo ist Mama?" dann erschrickt es vielleicht und fängt an zu weinen und ist dadurch erstmal wacher, als es gewesen wäre wenn beim Vergewissern "alles in Ordnung" gewesen wäre.
Zum Einschlafen... mir hat da immer eine Sache ganz besonders geholfen: der SuT-Feenstaub.
Immer wenn ich an einem Punkt angekommen war, wo ich absolut gar NICHT mehr konnte, nur noch fertig und verzweifelt war und das Kind am liebsten per Kissen auf dem Gesicht zum Einschlafen gebracht hätte, hab ich einen verzweifelten Thread aufgemacht. Und viele gute Tips bekommen. Von denen mir leider kaum einer je irgendwas geholfen hätte - aber kurz darauf hat sich das jeweilige Problem immer von selbst aufgelöst oder war viel weniger schlimm. Als hätte mein Kind mitgelesen. Vielleicht war es auch einfach nur so, dass ich den absoluten Tiefpunkt erreicht hatte und es von da an nur aufwärts gehen konnte. Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass du wohl gerade ähnlich fühlst, wenn du aus lauter Verzweiflung schon ferbern willst. Und ich hoffe, dass auch in eurer Situation der Feenstaub wirkt und der Knoten platzt und es wieder aufwärts geht.
(((Maryam)))
Auch beim Einschlafen würd ich übrigens ähnliches sagen wie in der Nacht: entweder dein Mann unterstützt dich und hilft dir dabei, das Kind abends liebevoll in den Schlaf zu begleiten, oder du machst es auf DEINEN Weg. Du musst "nur" noch einen Weg finden, der deinem Sohn und auch DIR guttut. Welche Lösung das nun ist... da muss man wohl schauen.
Vielleicht trägst du ihn einfach den ganzen Abend im Tuch.
Vielleicht einschlafstillst du ihn im Bett (gegen Rausfallen empfehle ich Polsterung auf dem Boden, dann ists nicht schlimm, falls es doch mal passiert) und lässt ihm ein T-Shirt von dir da.
Vielleicht einschlafstillst du ihn auf dem Sofa und lässt ihn auf dir schlafen oder auch neben dir auf dem Sofa.
Vielleicht lässt du ihn abends einfach so lange wach, bis er von alleine vor Erschöpfung umfällt
Vielleicht verziehst du dich samt gutem Buch gemütlich ins Bett und bleibst eine Weile daneben liegen und geniesst die Zeit
Vielleicht hilft schon eine kleine Veränderung der Schlafsituation - ein Nachtlicht, oder auch weniger Licht falls ihr schon eins habt, eher ins Bett, später ins Bett, mehr Nebengeräusche, weniger Nebengeräusche, wärmer, kühler, irgendsowas...
Ich hoffe jedenfalls, dass du ganz bald das Tief überwindest und irgendwas findet, womit ihr alle einigermassen gut klarkommt! Das wird wieder, bestimmt.
Und bestimmt auch ganz bald.
Dafür gibts den SuT-Feenstaub! *puuuuuuuuuuuuust*
Und was deinen Mann angeht - ordentlich auf den Tisch hauen! Es ist nicht DEIN Kind, sondern EURES. Du bist nicht Haushälterin und Nanny vom Dienst, sondern auch nur Mensch und MUTTER. Ja, und er ist Mensch und VATER. Da sind zugegebenermassen ein par biologische Faktoren, die euch unterscheiden - aber warum bitte soll die Anwesenheit eines Penisses ihn aus der Verantwortung ziehen, sich ebenfalls artgerecht um euer Kind zu kümmern?


