Sandküste hat geschrieben:zierfisch hat geschrieben:Ach so!! Nein, stillen an sich ist nicht anstrengend, so meinte ich das nicht.
Hmm nein, also nicht dass (LZ) stillen macht das Muttersein anstrengend. Aber ICH PERSÖNLICH finde AP im großen und ganzen. Es ist deutlich entspannter, das Kind ins Bett zu ferbern, als mich (zum Teil) stundenlang mit der Einschlafsituation auseinander zu setzen.
Es ist leichter, das Kind (satt, sauber, ausgeschlafen) im Laufstall zu parken, ob es schreit, oder nicht, und mich um den Haushalt zu kümmern, anstatt a) zwischen Kind und Haushalt zu pendeln oder b) das Kind mit seinen 2 bis x kg an mich zu binden und mit „Gepäck“ zu putzen.
Also, Dich stresst ein weinendes Kind nicht???
Mich stressen sogar fremde weinende Kinder, ich werde unruhig, will hin, helfen.......dagegen kann ich kaum an.
Bei den eigenen ertrage ich das gar nicht. Ein schreiendes Kind ist für mich der höchste Stress.
Ich glaube, ich verstehe wie sie das meint. Wenn das Kind erstmal ins Bett geferbert ist, wenn das Kind sich erstmal damit abgefunden hat, dass niemand zum Laufstall kommt... Wenn Kind UND Mutter sich erstmal mit der Situation abgefunden haben, dass sie voneinander nichts zu erwarten haben, dann kann man sich entspannt um den Haushalt kümmern, während das Kind im Laufstall sitzt und entweder weint oder auch nicht. So wird es doch auch suggeriert, nur eben alles viel freundlicher, es habe etwas Unabhängigkeit gelernt. Hört sich ja auch viel toller an als es habe gelernt, dass es allein zurecht kommt muss, weil seine Mutter es ablehnt. Natürlich ist es bis dahin ein seeeehr stressiger Weg, sicherlich der stressigere.
Ich sehe es ja genauso, dass die Zeit, in der ich mit meinem Kind sitze und stille, Enspannung pur ist. Und dass es viel entspannter ist, sich sein Kind auf den Rücken zu schnallen und zu wuseln bzw das Lauflernkind die Zwiebeln durch die Spülmaschine kullern zu lassen, während man selber die Messer und Löffel einsortiert
Kinder sind aber auch trotz Stillen, Tragen, Spielen nicht nur Entspannung

Auch Stillen ist anstrengend, wenn man eigentlich gerade etwas anderes tun wollte/könnte. Stress besteht für mich auch, wenn mein Kind zum x-ten Mal einschlafen möchte, aber den Absprung nicht findet, ich schon seit 2 Stunden versuche die Fettpfanne abzuspülen und das Wasser nun wieder kalt ist. Und bei uns IST Einschlafbegleitung ein stundenlanges Muss. Es mag ja auch Kinder geben, die müde getobt im Wohnzimmer einfach einschlafen. Unseres tut es definitiv nicht. (Alles "ausprobiert")
Und da kann man dann schon sagen, dass geferberte Kinder stressfreier (für die Mutter) ins Bett gehen.
Soll keine Gutheißung sein und ich glaube auch verstanden zu haben, dass zierfisch das auch durchaus nicht als Gutheißung meinte, aber der Gedankenansatz aus Sicht der ferbernden Mütter wird wohl eben dieser auch sein. Mitsamt der lieblich klingenden Rechtfertigung.