Ich habe das Problem seit Oktober wieder regelmäßig, d.h. ich muss unter der Woche abends vier Kinder allein ins Bett bringen. Ich habe es auch früher schon so gemacht, dass ich das kleinste Kind, zumindest solange es noch ein Baby ist, als letztes ins Bett bringe. Das bedeutet aber auch, dass es beim Insbettbringen der größeren Kinder dabei ist. Im ersten Lebensjahr ca. habe ich das Baby meist auf dem Arm oder im Tuch gehabt und tatsächlich oft gestillt, während ich den anderen vorgelesen habe. Es ist zwar schöner für die größeren Kinder, mich ganz allein zu haben als wenn ich mit Baby dabei sitze, aber das geht nun einmal nicht, die Hauptsache war dann eigentlich, dass das Baby nicht beim Vorlesen störte. Das ging oft nur mit Stillen....
Grund für diese Reihenfolge war für mich immer ganz klar, dass die Großen "Vorrang" haben, weil sie bezeiten ins Bett müssen, um am nächsten Morgen für Schule, Kiga ausgeschlafen zu sein, außerdem das Insbettbringen der Kleinsten schon mal zeitaufwendiger sein kann und ich dabei nicht unter Druck stehen möchte, weil die anderen auf mich warten und unruhig werden, und ich bei der umgekehrten Reihenfolge im schlechtesten Fall während des Insbettbringens der Großen ständig wieder zum Baby rennen muss.
Mittlerweile wuselt H. herum, während ich die anderen ins Bett bringe, ist zwar auch manchmal recht nervig, wenn sie die Spielsachen ihrer Geschwister durcheinanderbringt, aber insgesamt meine ich, dass es leichter geworden ist.
Das Wichtigste ist, ruhig zu bleiben und den Überblick zu bewahren. Ich weiß, dass ist leicht gesagt

, aber ich bemühe mich vor allem abends wirklich sehr, nicht motzig zu werden oder zu drängeln, wenn es nicht so gut läuft. Ich sehe es aber auch so, dass jedes Kind seine Zeit am Abend mit Mama bekommt, wenn auch nicht besonders lang, und in dieser Zeit das Baby in gewisser Weise zurückstehen muss. H. muss sich also neben mir in der Zeit allein beschäftigen, wenn sie das nicht will, darf sie auch auf meinem Schoß sitzen, aber ich gehe nicht besonders auf sie ein.